Mittwoch, 2. September 2015

Das Smartphone und ich

Ich habe bewußt nicht *mein Smartphone* geschrieben, es gehört zwar mir, aber die Identifikation fehlt.
Zum Glück.
Ich werde keine, die süchtig nach ihrem "Brett" ist.
Gut, ich war noch nie eine die ständig hektisch nach ihrem Handy gesucht hat. Ich kann sehr gut ohne spazieren gehen, oder es den ganzen Tag ignorieren.
In sozialen Netzwerken bin ich nicht unterwegs.
Ich mache eh zuviel am Pc. Für mich ist es eh zuoft zuviel Input.
Letztens las ich, dass die Informationsfülle einer Wochenendausgabe der SZ, dem entspricht, was ein Mensch im 17.Jahrhundert in seinem ganzen Leben an Neuigkeiten bekommen hat!
Der Mensch hat sich mit Sicherheit in der kurzen Zeit nicht an diese Überflutung gewöhnt!

Ich hab jetzt die letzten Tage ausführlich mit dem Ding gespielt. Installiert. Ausprobiert. Rauf und runter, kreuz und quer. Die Mailapp hab ich erst gar nicht installliert, ich wußte, dass ich immer öfter *eben mal schnell* nachschaue. Wie sehr genieße ich es 2-3x den PC hochzufahren und Mails zu schauen. Die Spannung, die Vorfreude! Wie schön!
Wenn ich unterwegs meine, unbedingt mal nachschauen zu müssen, kann ich es ja über die Webseite.

Die meisten Spiele stressen mich. Die Anspannung ist deutlich zu spüren. Ich sah vor Ewigkeiten eine Minidoku in der gezeigt wird, wie der Körper reagiert, wenn das Smartphone piepst, brummt, raschelt: Pures Adrenalin! Streß! Herzjagen! Und das wie oft am Tag? Kein Wunder, dass man da ausgelaugt wird.

Auch dachte ich mir: Welch ein Luxus. 2 Telefone. Soll ich das Festnetz lieber abschaffen? Weniger Kosten, weniger Strom, weniger DECT-Strahlung. Es gibt so günstige All-flat-tarife fürs Smartphone. Und was kommt zum Vorschein? Mein Sicherheitsdenken. Was wenn das Handy weg ist. Ausfällt usw...
Und auch hier, ist es immer schön nachhause zu kommen und ein spannender Blick auf den roten Knopf der Basisstation. Blinkt er oder nicht?

Immer alles zu jeder Zeit haben zu könnnen ist sowas von langweilig.

Ich habe jetzt das gute Gefühl der Ruhe: Ich kenne Smartphone und Co nun, habe es ausprobiert und gemerkt, dass es mir gar nicht gut tut. Ich kann es loslassen, OHNE dem Gefühl, dass ich was verpasse.


Gestern ging ich abends spazieren. Statt PC oder ein Appspiel. Was soll ich sagen: Wunderbar erholt aufgewacht!

Kommentare:

  1. Ach, wie beruhigend. Ich war ja soooooooo kurz davor, mich auch ein kleines Smartphone mit Billigst-Tarif anzuschaffen. Obwohl mein Uralt-Handy manchmal tagelang nicht in Betrieb ist. Ich hab's (erstmal) gelassen. Dein Erfahrungsbericht bestätigt mich darin. Danke :-).

    Liebste Grüße
    Britta

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  2. ich wollt noch dazu schreiben: Liebe Sofaheldin, Smartphone braucht man nicht :)
    Oder sowas ;)
    Du kannst ja zur Not immer noch von einer guten freundin oder so mal mit dem Teil spielen und mal fragen: was brauchst Du wirklich, was benutzt du ständig, und dann schauen ob man selbst das auch braucht ;)
    Liebe Grüße

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  3. Mhmm. Ich habe mein Handy zwar im Grunde immer auf lautlos - aber ich finde es schon gut, dass ich es immer dabei habe: Schnell mal was nachschauen kann, schnell mal was umplanen kann, etc. etc. Das macht meinen stressigen Alltag meist etwas weniger stressig. Und außerdem: Ich lese in meinen Pausen einfach zu gerne ein paar Tweets - das heitert mich in der Regel auf. :)

    Liebe Grüße zu dir,
    Sarah Maria

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  4. Hallo Sarah Maria,
    ja wem es wirklich nutzt und hilft, dann is es ja toll, ich habe ja grundsätzlich nix gegen diese Technik!
    Viel Spaß noch damit ;)
    LG

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