Sonntag, 16. August 2015

Schön ist das...

zur Zeit spüre ich mich sehr gut.
Innerlich. Was ich will. Was nicht. Und vor allem: ich spüre es schnell!
Wenn mich jemand etwas fragt, kann ich in mich gehen und blitzschnell schauen was und ob ich antworten will.
Das ist für mich athentisch.
Ich bin IN meinem Körper und nicht mehr außen vor.
Ich sag nur: Selbstverlassenheit. Ich musste mich in meiner Kindheit und Jugend selbst verlassen. Aus meinem Körper gehen, weil das alles sonst unerträglich gewesen wäre.
Ich war viel in meinem Kopf. In den Gedanken was man sagen "darf" und was der andere erwartet.
Ich war rational. Und nicht im Herzen.

Natürlich fällt mir das auch leichter, wenn ich einen Gegenüber habe, der das akzeptiert und damit umgehen kann.
Aber selbst wenn mich der andere mit meinem So-sein ablehnt kann ich besser bei mir sein - zu mir stehen.

S. (vom FKK-Strand) spürt sich selbst gut. Glaube ich. Und er fühlt sich nicht bedroht, wenn andere sich auch spüren und klar und direkt sind. Er ist es ja auch. Das ist angenehm. Das mag ich sehr.
Ich war erstaunt, dass er nachfragte ob was sei. Bei ihm käme eine Unzufriedenheit an. Da kannten wir uns gerade einemal 2 oder 3 Stunden.
In der Tat war mir gerade alles etwas zuviel. Die Hitze, die neuen Eindrücke und allerlei sonstiges spukte im Hirn herum. Also sagt ich es ihm grob was los ist, dass es nichts mit ihm zu tun hat.
Und war einfach erfreut, dass er nachgefragt hatte.
Genau das hat mir bei D. so gefehlt. Seelendinge waren so Fremdland für ihn. Selbst die kleinesten Sachen musste ich ihm erst erklären. Er war einfach woanders auf seinem Weg als ich.
Mit S. kann ich da quasi gleich direkt einsteigen. Die Chemie paßt. Die gleiche Wellenlänge. Dieselbe Frequenz.

Ich habe den Eindruck er hilft mir eher, die zu sein die ich bin.
Anstatt wie frühere Beziehungen/Menschen mich darin unterdrückten.
Mit S. kann ich bayrisch reden. Auch etwas was ich im Zuge der Anpassung fallen gelassen habe. Wie schade. Mir fehlt dadurch eine Ausdrucksfähigkeit. Es ist ja nicht nur ein Dialekt, sondern auch ein Gefühl, eine Lebenseinstellung.
Und S. ist positiv gestimmt. Ein heiterer Mensch der das Leben genießt und die Sonnenseite sieht und sucht.

Trotzdem bin ich weiterhin wachsam. So ohne ist er wohl auch nicht. Werde auf mein Herz aufpassen.

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