Freitag, 28. August 2015

Nur Mut!

Letztens beim Vertretungsarzt (Zahnarzt) fand ich im Wartezimmer ein kleines aber feines Büchlein: Nur Mut! Von Dr. Claudia Croos-Müller, einer Fachärztin für Neurologie, Nervenheilkunde und Psychotherapie (vor allem Trauma/EMDR).
Dieses Büchlein zeigt die Body2Brain-Methode mit ganz einfachen Körperübungen, die aber sofort Wirkung zeigen. Denn durch diese bestimmten Übungen muss sich das Gehirn auf was anderes als Angst und Panik konzentrieren. Das ist wie der Stubs den Cesar Milan seinen Hunden gibt, damit ihr Gehirn aus der Fokussierung kommt.
Das ganze ist so süß illustriert mit ansprechenden Zeichnungen, ohne dass es kindisch rüberkommt, dass ich mich einfach gleich gut aufgehoben und verstanden fühlte.

Was sind das also für Übungen?
Zum Beispiel mit der nicht dominanten Hand etwas tun. Oder einen leckeren Duft atmen (oder ihn sich auch nur vorstellen!).
Da ich mir das Büchlein gleich kaufte, sah ich, dass man eigentlich auch einige Übungen kombinieren kann:
Also stellte ich mich auf ein Bein, klopfte mir sachte aufs Brustbein und schnaubte wie ein Pferd.
Und fing zu lachen an. Lachen und Angst haben zusammen geht nicht.
Bei jeder Übung wird genau erklärt, warum es die Panik stoppt. Interessant!
Alle Übungen kann man teilweise ganz unbemerkt machen, oder mal schnell auf der Toilette machen.

Es gibt auch generell Infos zur Entstehung von Gefühlen und die Auswirkung auf den Körper ( kleine Auffrischung des Wissens tat auch mal wieder gut).
Aber das Beste ist auch: Da steht endlich, dass man Angst und Panik stoppen muss, weil es ein negatives Training fürs Gehirn ist. Im Kernspin sieht man wie die Areale für Angst im Gehirn immer größer werden und irgendwann ist man lebensunfähig (ich kenne/kannte da einige Leute) und traut sich NIX mehr zu.
Ich hörte immer: dass die Angst schon vorbei geht, nichts bedrohliches ist ect.
Ich dachte immer: na ich weiß nicht, diese ganzen Streßhormone können nicht gesund sein, in dem Ausmaß.
Jetzt habe ich die Bestätigung.

So und ich mach jetzt noch eine Imagination (Phantasiereise) denn das bringt mich oft auch aus der Streßspirale.

Sonst noch:
Also kurz vorm Vollmond, PMS, 30 Grad Außentemperatur und depressive Wolke ist gerade echt eine Herausforderung. Total müde und fertig, aber nicht schlafen können, ständig hungrig, aber extrem aufpassen müssen, was man isst da Histaminspiegel schon in unguten Höhen, unruhig, schwitzig, Herzklopfen. Weltuntergangsstimmung.
ABER: ich weiß warum. Und ich weiß, dass es wieder vorbei geht. Das sind zwei sehr wichtige Dinge, die ich vor wenigen Wochen noch nicht wußte und mich panisch werden ließen, wegen diesen komischen Zuständen.

Kommentare:

  1. Liebe Regenfrau

    Ich finde das ist eine wichtige Erkenntnis aus der Forschung. Genauso wie bei dir bestätigt sich das auch bei mir durch eigene Erfahrung. Wenn ich mich nicht aktiv aus diesem Angstzustand, aus dieser Starre, heraushole, dreht sich die Spirale immer weiter, bis zur totalen Erschöpfung. Meiner Erfahrung nach gilt das auch für andere, ähnliche, Zustände die mit Stress zu tun haben. Zum Glück gibts da auch langsam ein Erkennen im medizinischen Fach ..

    Lieber Gruss

    Anne

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  2. Hallo Anne,
    ja genau, diese Spirale stoppen, egal ob Angst, Depri oder Streß.
    Gutes zurückdrehen Dir, in einen friedlichen und heiteren Seinszustand! :-)
    Schönes Wochenende!

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