Montag, 4. Mai 2015

Aaaaaaabstaaaand!!

Ich wickel mich jetzt in so ein Absperrband für Baustellen.

Ne, ich hab gemerkt, diese alten Ängste vor Selbstverlust und Co ist das eine. Sogar eher kleinere Problem.
Das größere Ding (es ist für mich kein Problem im üblichen Sinne)
ist meine Introvertiertheit.
Ich brauch massenhaft Zeit.
Zeit für mich.
NICHT zerhackt durch SMS, denn da bin ich schwupps wieder von mir weg. Also auch gedanklich bei mir sein bringt mir Kraft.
Alles andere kostet mich Kraft.
Wie kriegt man das mit einem Partner unter einen Hut?

Er beklagt sich schon, dass wir uns so selten sehn (mir ist das immer noch zu viel).
Er meint ich sei so verschlossen und er wisse manchmal gar nicht was so in mir vorgeht (der kennt mich noch nicht, für meine Verhältnisse war ich quasi offen wie ein Buch!!!).
Er fands traurig, dass ich gestern nicht über Nacht geblieben bin (von meiner ersten Nacht bei ihm hab ich ja berichtet, meine Nerven sind eh schon dünne, noch eine schlechte Nacht kann ich derzeit nicht gebrauchen, außerdem war der Besuch eh schon aus reinem Pflichtgefühl heraus und ich nach 6 Stunden bei ihm einfach extrem müde.)

Ich glaub wir sollten wieder zurückschalten auf lockeres Beisammensein oder so.
Ich bin für soviel Nähe einfach nicht gemacht.
Sei es vom Charakter her oder durch Trauma erworben ist eigentlich egal.
Ich habe genug Kontakte. Ich vereinsame nicht.
Und ich merke wie sehr ich zu meinem viel-allein-sein-müssen stehe.
Weil ich inzwischen weiß, wie gut es mir geht, wenn ich diesem Bedürfnis Platz gebe...

Und zum Glück war ich heute in der Arbeit alleine. Manchmal ist ja die Chefin oder deren Kinder anwesend. Also 4 Stunden in seligem alleinsein gewerkelt :-)

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