Samstag, 11. April 2015

Pralles Leben

Gestern fuhr ich ins Allgäu zu meiner Cousine und ihrer Familie.
Sie haben mich damals in der psychosomatischen Klinik besucht, was mir sehr viel bedeutete und es immer noch tut, und auch sonst stehen sie mir näher, als das meine Ursprungsfamilie je tat.
Da kommt echtes Interesse, Unterstützung und Wohlwollen in geballter Form rüber.
Das tut so gut.
Wenigstens etwas Familie...

Wir haben und schon lang nicht mehr gesehen und ich habe es einfach genossen.
Zumal es puren Sonneschein und 20 Grad gab.
An ihrem Wohnort war ich auch schon über 13 Jahre nicht mehr und ich hätte nicht gedacht, dass mich das alles so berührt und teilweise auch ziemlich mitnimmt. An manche Stellen konnte ich nicht hingehen.
In meiner Kindheit waren wir ja sehr oft dort...Opa, Oma, Onkel, Tante, Cousine, Uroma haben wir besucht...
Als ich dann meine Tante sah, flog ich ihr einfach nur heulend in die Arme.
Es tat einfach so gut sich mit ihnen zu unterhalten, Bestätigung zu bekommen, dass ich schon richtig sehe und fühle bezgl. meinen Eltern/Schwester.

Meine Tante ging auch in Therapie, hat wenig Kontakt zu ihren Eltern, denkt und fühlt genauso wie ich, wenn sie mit den "Gefühlstätern" in Kontakt war...außerdem hat sie nur wenige Monate nach mir auch das rauchen aufgehört, wußte ich gar nicht und zeigt, dass die Selbstfürsorge nur wachsen kann, wenn man sich nicht ständig mit Menschen umgibt, die einen immer wieder total destabilisieren. Immer wieder sticheln und unterdrücken.

Aber ich hörte auch einiges über meine Mutter und Schwester, was mir schon auch zusetzte und mich teils belastete...
Trotzdem...ich hab das Gefühl eine neue Familie bekommen zu haben.

Sehr glücklich stieg ich wieder in den Zug, mit dem Vorsatz, dass wir uns bald wiedersehen wollen und nicht wieder Jahre warten wollen.

Auf der Heimfahrt fühlte ich mich so reich beschenkt....
ich habe einen lieben Mann an meiner Seite, eine liebe Verwandtschaft und auch meine Arbeitsstunden habe ich um 8 Std. im Monat erweitern können...
ich komme immer mehr, wieder im Leben an...es füllt sich nach und nach...

Alles ist gut.
Und was noch nicht gut ist,
wird es.

Achso eine geführte Wanderung DURCH den trockenen Forggensee machten wir auch noch mit.
Allerdings nicht bis zum Ende, ich war erledigt und musste abbrechen.
Und ich habe mich dafür nicht geschämt oder schuldig gefühlt, denn ich wußte: es ist kein Problem, ich werde trotzdem so angenommen wie ich bin.
Und so war es.


Kommentare:

  1. Oh wie sehr ich dir das gönne!
    Es ist so wichtig, seelisch nährende Menschen in der Nähe zu haben.
    Wir schnurren dir was <3
    mo jour + katz'

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  2. Danke danke und danke :-)
    Gruß und knuddel zurück ;-)

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  3. Bitte pflege diese Beziehung zu deiner Tante, es ist so wichtig, jemanden Ehrlichen an seiner Seite zu wissen, einfach unersetzbar.
    Und den Forggensee kenne und liebe ich auch, wir machen jedes Jahr Urlaub in Lechbruck, meine Lieblings -Gegend dieser Pfaffenwinkel, einfach herrlich dort.
    ♥liche Grüße von mir

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  4. ja das werde ich, wie wichtig sie mir ist, wurde mir nochmal bewußt...
    ah wie schön, dann kennst du das ;)
    Liebe Grüße zurück!

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