Freitag, 17. April 2015

Klappt scho

Schön, wenn man sich zu helfen weiß.
Ja es geht grad turbulent zu, aber ich weiß:
- es geht auch wieder vorbei
- ich kann mir helfen/weiß was mir gut tut
- und erlaube mir das auch zu tun.
Ich bin den Umständen, Dingen die so passieren und den Gegebenheiten nicht mehr hilflos ausgelifert. Das tolle Wort dazu heißt: Selbstwirksamkeit.
Ich kann was tun!

Gestern war also der große Malertag.
Wußte gar nicht, dass mir das so Streß erzeugt. Dieses einpacken, allein die Umzugskartons waren irgendwie Trigger. Dann kam ich drauf, dass ein Teil in mir meint, dass ich ausziehen muss, aber gar keine neue Wohnung habe!!
Also gabs viel Kommunikation nach innen.
Und dann: Jemand ist in meiner Wohnung, während ich nicht da bin. Horror!
Und zum Glück entschied ich mich gegen die 2 Russen/Ungarn/Polen (irgendwo aus der Ecke) das wäre ja gar nicht gegangen.
Nö ich fand ne lustige, nette Frau um die 50, die  mit Freude und Eifer meine Wohnung wieder hergerichtet hat!
Jetzt ist es "meins", da war lange ein uralter Anstrich mit Nikotinecken und schon ziemlich abgewohnt. Ich konnte es nicht mehr sehen.
Jetzt ist es wieder schön. Ich fühl mich so wohl!

Ich also mit meinem inneren Streß runter zur Isar gefahren. Spazieren, sitzen, dem fließenden Wasser zusehen, rumlaufen, Steine sammeln, essen, viel schnaufen, die Wellen der Panik vorbeiziehen lassen...das war genau richtig...
später noch kurz nen Bekannten im Park getroffen und dann kam schon der Anruf, dass die gute Malerin fertig sei. OH!

Dann noch etwas rumgewerkelt und dann endlich zu D. hatten uns ja schon paar Tage nicht mehr gesehen :-)
Große Freude, endlich entspannnen, alles gut überstanden, das Wetter war super und so warf er den Grill an und machte richtig leckeres Essen.
Ich war selig...
Dass die Übernachtung bei ihm nicht einfach werden würde, war mir klar.
Ich sagte es ihm auch.
Die körperliche Verspannung war extrem, ich musste weinen und D. hat ganz wunderbar reagiert.
Also lagen wir in einem Bett, D. schlief bald ein, ich natürlich nicht, lag da, kurz vorm zerbersten...bis mir klar wurde: ich muss rüber zur Couch um wenigstens paar Stunden Schlaf zu finden.
Kurz danach kam D. wir redeten, ne das ginge gar nicht, wenn dann schläft er auf der Couch usw...alles ganz liebevoll.
Ich hab aber genau gespürt, was ich brauche und will und er hat alles getan, damit es mir besser geht...Wärmeflasche? Extrakissen? Noch ne Decke? Was trinken? Und dann suchte er ewig rum und beförderte ein Lavendelsäckchen hervor... so eine fürsorgliche Geste...nochmal umarmen und ein flüstern: "wenn es gar nicht geht, ich fahr dich auch nach Hause" (40km).
So schlief ich mit Lavendelduft in der Nase ein. Und nun liegt es in meinem Bett und erfreut mich sehr!

Es war der erste Schritt: in seiner Wohnung in getrennten Zimmern zu schlafen,
mit vielen weiteren Schritten werde ich es auch mal schaffen, neben ihm einzuschlafen.
So wie ich mir vor paar Jahren nicht vorstellen konte, jemals wieder mit Genuß in Gegenwart eines anderen Menschen zu essen, so weiß ich nun: Solche Ängste sind verlernbar. Auflösbar. Umtrainierbar.
Ich habe mir heute nacht keinen Streß gemacht ala: "wie kaputt ich doch bin" oder "was er jetzt von mir denkt" oder "wie dämlich das jetzt ist, das einfachste von der Welt.."
Nichts, nur ein wenig Trauer, weil ich es so gern wollte...neben ihm zu schlafen und aufzuwachen...
Und Hoffnung, dass ich das schon noch hinbekomme :-)

PS: Dafür war das gemeinsame Frühstück umso schöner...machen wir das halt Stück für Stück...haben wir mehr davon ;)

Kommentare:

  1. Du schaffst das! Ich bewundere dich dafür wieviel du immer schaffst und mitmachst!!

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  2. Danke liebe Frau P,
    ja ich hab hohe Ansprüche an mich und auch an das Leben :-)
    Liebe Grüße zu Dir!

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