Mittwoch, 25. Februar 2015

Ich war auf Kuba

Naja nicht ganz, aber schön wars trotzdem.
Und das war so:
Ich schenkte D. zu Weihnachten einen Gutschein für einen kubanischen Abend. Er wußte nicht, was wir genau machen (dementsprechend nervös war er auch, der Arme :-))
Zuerst hatte ich Lust mich *aufzubrezeln*, schminken, Nägel lackieren, Haare schön, volles Programm. Dazu endlich das Outfit was ich schon lange tragen wollt: Der neue Cordrock mit Stiefeln. Ich fühlte mich wohl und so konnts loslegen.

Punkt 16h klingelte er und so gab es zu Anfang ein Glässchen Sekt und Nachos mit Dip. Wir können immer ewig plauder nund so wollte ich uns erst Zeit dafür geben, um dann zu kochen.
Weiter ging es (für mich) in die Küche...Reis, Paprikagemüse und Schnitzel wurden hervorgezaubert und hinterher noch eine Mousse Chocolate.

Um 19h ging es dann nach München. D. rätselte schon immer wo wir wohl aussteigen könnten und wo es wohl hinging. Ich verriet nix.
Am großen Kino dann, war es soweit. Da ging es hinein, zu einer großen Multivisionsshow. Sozusagen Urlaubsdias deluxe.
Auf der großen Leinwand untermalt mit passender Musik wurden die besten Bilder einer Reise gezeigt. Der Reisejournalist ist auch vor Ort und erzählt zwischendurch immer was er so erlebt und empfunden hat, auf wirklich sehr unterhaltsame Weise. Auch kleine Videosequenzen durften nicht fehlen. Ein buntes Programm also.
Wir haben viel gestaunt und gelacht. Denn dem Reisenden gelang es nah bei den Landsleuten leben zu können, immerhin war er schon 40 mal dort!

So traf er einmal ein altes Pärchen beide über 90 J., aber noch recht fit, die so aus ihrem Leben plauderten, bzw sie tat es und er grinste immer recht schelmisch dazu. Sie hatten Zwillinge, erst das eine Paar, kurz darauf kam das zweite Paar auf die Welt, nur wenige Zeit später noch einmal eines und dann brachte sie ein Mädchen zur Welt und dann, man staune nicht schlecht noch einmal Zwillinge! Vier Mal! Innerhalb kürzester Zeit hatte diese Frau 9 Kinder. Alle haben inzwischen schon selbst Kinder und diese wiederum auch.

Oder da war ein Mann, der noch an der Seite von Fidel Castro revolutionierte. Nun lebte er als glücklicher Einsiedler hoch oben auf einem kleinen Hügel, ohne Strom und fließend Wasser (wie sehr viele auf dem Land).
2,5Std. muss er ins Dorf wandern, wenn er mal was braucht. Ja und da lebt auch seine Geliebte.
Der Reporter durfte auch diesen Herrn interviewen und mehr über sein Leben erfahren. Als er wieder abreisen musste, versprach er ihm in einem Jahr wieder vorbei zu schauen und ob er ihm etwas mitbringen könnte, was er dringend bräuchte.
Da druckste der gute Mann herum, wußte nicht so recht wie er das sagen sollte und dann brachte er es doch heraus: Wenn es irgendwie ginge, wäre so eine schöne blaue Packung ganz toll.
Da meint man wunder was der Mann alles brauchen könnte, fern der Zivilisation und er will nur Via*gra :-)
Die bekam er auch!

Es gab auch zwei Brüder die Tag für Tag mit ihren Hämmern eine Betonplatte zerbröselten (von einem nie fertig gestellten Atombunker) um die darin enthaltenen Stahlstreben für ihr eigenes Haus zu holen.
Der Ideenreichtum und die Kreativität scheinen schier endlos dort zu sein.
Tja Not macht erfinderisch. Auch das selbstgebastelte Motorrad war schon fast museumsreif und ein TÜV-Mitarbeiter würde da wohl Bauchweh bekommen.
Aber was soll's, hauptsache es funktioniert, ist ein Motto auf Kuba.

Es war faszinierend und teils auch erschreckend.
Noch ein Motto : Sozialismus oder Tod. Das ist schon extrem. Und die Jugend will was anderes..wie soviele Jugendliche auch: Reisen, Internetzugang, Freiheit, was erleben.
es wird spannend, wie sich Kuba weiter entwickelt.

Die 2,5 Stunden vergingen wie im Flug und das abtauchen in eine andere Welt mit all der Farbfrohheit, den schönen uralten Ami-Autos und den lachenden Menschen (natürlich die kitschigen wunderschönen Sonnenuntergänge mit Palmwedel nicht zu vergessen), war einfach toll.

Ein gelungener Abend.
Wie D. auch fand und dem das Geschenk sehr gefiel. Puh ;)

Wer nun Lust auf ein wenig kubanisches Flair hat:

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