Samstag, 14. Februar 2015

Alles hat irgendwie sein gutes...

Heißt ja, dass Krise im (glaub chinesischen?) auch Chance bedeutet.

Mich wirbelt es ja grad ein wenig durcheinander und solang ich den Boden unter den Füßen nicht komplett verliere, ist das gar nicht mal so schlecht.

Ich denk mal was anderes (schon erschreckend wie oft man dasselbe denkt und im Alltag das denken doch recht lange bei einem Thema verweilt.)
 Ich fühle was anderes, nicht immer die angenehmsten Gefühle, aber nun, die gehören nun auchmal zum Leben. Und immer wenn ich weine, denk ich mir...schön, mein Körper lässt all die Streßhormone raus :)

Und ich kam mir auf die Schliche. Ich bin sehr starr. Meine Kontrollitis hab ich ja schon Silvester gemerkt: es soll alles so laufen, wie ich mir das so vorstelle, wünsche, denke.
Ich habe jetzt gemerkt, dass ich oft 2 Wochen voraus, alles geplant habe. Niet-und nagelfest. Daran halte ich fest. Und wie! Was das Kraft kostet! Wie anstrengend.
Und wie oft ich an diese Tage in ferner Zukunft denke, wie das wohl wird...und wann ich da wie fahren muss, was passiert...usw.
Selten bin ich im berühmten Hier und Jetzt. Und noch seltener bin ich geschmeidig. Und kann schlecht locker drauf reagieren, was das Leben so bringt.
Alles muss durchgeplant sein. Ich will das gar nicht so sehr verurteilen. Denn wie würde meine ehemalige Therapeutin sagen: Dieses Verhalten war/ist auch für etwas gut! Hat einen Sinn!
Klar, wenn ich meine, dass ich die Kontrolle habe, habe ich keine Angst und kein schreckliches Gefühl des ausgeliefert seins.
Ich möchte diese Gefühle annehmen und da lassen können und trotzdem mal spontan das tun, wonach mir gerade ist. Das heißt auch, mir dafür Freiräume zu lassen. Bin gespannt wie das wird ;-)

Wer auch mal was neues denken möchte, ohne dafür in einer Krise zu hocken, dem kann ich empfehlen mit seiner nicht-dominanten Hand zu schreiben/malen. Davor aber bitte den inneren Kritiker zur Haustür hinausbefördern. Denn es kommt nicht auf ein schönes Ergebnis an, sondern auf das Tun. Das Gehirn wird gefordert und es werden Bereiche benutzt, die sonst eher vor sich hin dösen.
Wer nicht weiß was er schreiben soll, kann ja einfach mal mit dem ABC anfangen oder Nummern aufschreiben.

Mir ist danach eingefalen, was ich mit all meinen Wollresten anfangen kann: Einen Wunschschal stricken! Jede Farbe bekommt einen Wunsch und während man daran strickt, denkt man an diesen und malt ihn sich aus, man kann aber auch weiterdenken:  Was man sonst mit dieser Farbe assoziiert und ob das vielleicht auch zu einem paßt. Wenn er fertig ist, hängt man ihn irgendwo in der freien Natur auf (möglichst dort wo wenig Publikum vorbeimarschiert) damit der Wind all die Wünsche ins Universum tragen kann.

Später ist mir noch so ein wenig Blödsinn zum Wort "Sprache" eingefallen, da ich gerade ein Buch lese, in dem verschiedene Frauen ihre Gedanken zum Thema Anspruch mitteilen:

Einspruch zum Anspruch!
Die Ansprache möchte ich nicht vorsprechen,
ich verspreche aber, dass ich mich nie mehr verspreche!
Ein Widerspruch in sich? Mitnichten.
Ein Zuspruch tut immer gut!
Sprache ist die Rache der ???

Man sieht also, was so ein Handwechsel alles hervorzaubern kann,
probiert es aus!
Viel Spaß dabei ;-)

Kommentare:

  1. Uuuaaah, Kontrollitis! Ich weiß genau, was Du meinst. Bin ganz genauso. Planen gegen die Angst. Planen gibt Sicherheit. Doch das Leben schert sich da nicht drum. Und wie Du so treffend schriebst: Es ist anstrengend und kräftezehrend. Und dennoch.... fällt es mir schwer, da mal loszulassen.

    Ich wünsche Dir ein schönes und geschmeidiges Wochenende ;-)))).

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  2. Ja man kann es ja in ungefährlichen Bereichen üben..zum Beispiel bei...äh...hmm...also...Dir fällt sicher was ein *grins*
    Bleib Du auch geschmeidig...ala: ein Baum der sich mit dem Wind bewegt bricht seltener, als einer der starr dasteht ;)

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