Mittwoch, 7. Januar 2015

Heute

In der Früh zur Tafel----rumgeschleime wegen Glückwünsche für das neue Jahr---sonst würden sich viele immer am liebsten die Augen auskratzen (die nimmt immer soviel mit, die braucht immer so lang, die hat immer ne kleine Nummer usw. Gier und Neid halt) und jetz tun sie alle ganz lieb---anscheinend sieht man mir an, was ich denke, keiner nähert sich mir---gut so, ich will auch meine Ruhe---ziehe eine kleine Nummer----super---und komm mit Schätzen wieder daheim an: Granatapfel! Und morgen gibt es einen Rote Beete-Karotten-Chicoreesalat *njam* außerdem wird ein Blaubeerkuchen gebacken. Frischen Spinat gabs auch und Eier und Säfte und noch ein wenig zu naschen.

Mittagspause zuhause mit Essen und dann geht es weiter in die Arbeit.
Heut nur 2 Stunden. Paßt genau.
Will danach noch ins Kino--komme zu spät---die Schlange vor der Kasse ist zu lang---ich dreh wieder um und bummel ein wenig durch das  nassgraue windige München.
Ein Blick auf die Uhr: Ein kleiner Sprint und du schaffst die Bahn noch. Na denn mal los---und merke erstaunt wie federnd und federleicht mir der Sprint gelingt. Ich bin nicht mal außer Atem, als ich am Bahnsteig ankomme.
Ich liebe das Gefühl, wenn der Körper belastbarer wird, Kondition und Muskeln aufgebaut hat, man fühlt sich einfach gut. FIT!
Das lässt den inneren Schweinehund  schrumpfen und gleich neue Ideen aufkommen was ich denn morgen im Homeprogramm auf meiner Matte mache. Wahrscheinlich das übliche: dehnen und Gelenke mobilisieren.  Ein wenig Krafttraining mit 2 Wasserflaschen  werde ich ausnahmsweise mal dazu machen.
Mir fällt auf, dass keiner in meiner Familie Sport macht, auch nicht im weiteren Kreis. Klar, dass das wieder mal ein Angriffpunkt war, weil ich mich schon immer gern bewegte und als Jugendliche dann Stammgast im Hallenad war und ansonsten mit den Rollerblades unterwegs war.
Auch hier mal wieder: Schade, dass ich nullkommanull gefördert wurde.

Der alljährliche Stromablesetermin ist gekommen. ich gehe mit etwas Unbehagen in den Keller und lese meinen Zähler ab. Danach schaue ich wie hoch der Verbrauch im letzten und vorletzten jahr war. Heuer ist er am niedrigsten. Ich staune, hatte mehr Verbrauch erwartet. Nun denn ;)

*Die Kunst stillzusitzen*  der Buchtitel sprach mich natürlich sofort an, als ich ihn in unserem Büchertauschhäuschen las. Also mitgenommen. Und lachend festgestellt, dass ich es total spannend fand, wie ein Mann Mitte 50 über seine Prostataprobleme berichtet! Es geht gar nicht so sehr um das Organ, sondern um tiefersitzende Dinge, um Gedanken und Gefühle, die der Autor sehr interressant und schillernd dem Leser mitteilt. Er durchpflügt dieselben Stadien wie ich, als ich anfing mich um meine immense Erschöpfung zu kümmern. Faszinerend!
Innerhalb von 2 Tagen ausgelesen.
Lange schrie meine Seele nach Aufmerksamkeit. Die bekam sie auch, es war dringend notwendig. Nun kommt der Körper dran, ich widme ihm mehr Aufmerksamkeit. Ohne meine Seele zu sehr zu vernachlässigen..

Ich fühle mich ruhig, nicht mehr gehetzt, kann auch langsam nach Hause gehen...fühle mich geeredet, bei mir angekommen...endlich...es ist so schön...ich genieße mein Leben!

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