Freitag, 30. Januar 2015

Überraschung

Tja da will ich nur neue Küchenleisten und bekomm eine neue Küche :)
So lob ich mir das.
Ich glaub ich hab meinen neuen Vermieter falsch eingeschätzt.
Positive Überraschungen sind doch immer wieder gut!

Fröhliches Wochenende Euch :-)

Mittwoch, 28. Januar 2015

Weiter Lust...

...auf Bewegung.
In mir kam was in Schwung und ich KANN gar nicht mehr so viel auf meinem Poppes hocken.
Ich würde so gern durch die Gegend radeln. Leider liegt viel Schnee und Eis (Kälte macht mir weniger was aus). Und es soll weiter schneien und teilweise regnen. Diese Eisbahn tu ich mir dann nicht an.
Also bleibt es heute beim spazieren gehen, morgen ab ins Hallenbad und Freitag ja wieder Pilates.

Es tut gut, es macht mir so Spaß und ich habe das Gefühl ich komme noch näher zu meinem ursprünglichen Kern.
Ich hab schon immer gern gesportelt und dann leider wegen diversen Umständen fallen gelassen.

Liebes Wetter, bis zum 15. Feburar kann der Schnee liegen bleiben, dann war ich ja auch beim langlaufen und daaaaaann darf der Frühling anbrechen.
Meinst du das wäre machbar?

Und wer auch einen Schub gute Laune braucht:
 

Sonntag, 25. Januar 2015

Lassen wir das lieber...

Heute bin ich über mich selbst erstaunt und erfreut.
Ich traf mich mit einem Mann den ich noch nie davor sah.
Wir gingen paar Meter und dann teilte ich ihm mit, dass das nix wird.
Sachlich und höflich.
Ich spürte dass ich ihn komisch fand, irgendwie seltsam, ich nahm dieses Gefühl ernst und folgte ihm.
Normalerweise geht da erstrecht mein Kopf los: Aber zumindest den Spaziergang kannste mit ihm machen, er hat sich extra die Zeit genommen und ist zu dir gefahren undundund.
Kann ja alles sein, aber ich mag meine Energie und Zeit nicht mehr mit Menschen verbringen die ich nicht mag (klar lässt sich nicht immer vermeiden).
So dauerte unser Date ganze 5 Minuten. Tja wir habens versucht ;)

Ich war einfach immer zu nett.
Nicht authentisch.
Das kostet zu viel Kraft, die ich nicht habe.

Er nahm es gelassen auf.
Ich ging heim, fläzte mich auf die Couch und telefonierte erstmal über eine Stunde mit meiner liebsten Freundin aus Hamburg!

Was will ich?

Gestern bemerkte ich, wie ich in diesen Aktionismus verfiel: das muss ich machen und jenes....STOP dachte ich...ich habe heute frei...was WILL ich denn machen???

Das fällt mir oft nicht gleich ein. Das dauert ein wenig und das auszuhalten is die Kunst. Also setzte ich mich auf den Boden, sah aus dem Fenster und ließ die Gedanken schweifen...und irgendwann hörte ich es in mir drin: ooch ich würd so gern bei Sonnenschein irgendwo spazieren gehen, wo ich noch nie war.

So klare Ansagen freuen mich immer, das tut einfach gut.
Nur....ich sah aus dem Fenster: grau-in-grau und gedanklich sah ich auch in meinen Geldbeutel, auch da grau-in-grau, eine extra Fahrkarte ist diesen Monat leider nicht mehr drin.
Ok, aber Bewegung und spazieren das geht....aber ich kann meine Alltagsrunden schon nicht mehr sehen und allein hab ich jetzt auch keine Lust....hmmmm...und dann fiel mir A. ein. Wohnt hier im Dorf, aber auf der anderen Seite, wo ich nie spazieren gehe.
Also rief ich sie spontan an, sie hatte auch Lust, aber nur kurz Zeit und so gingen wir eine halbe Stunde durch den Matsch. Es tat gut, wir lachten und erzählten was uns derzeit so beschäftigt.

Ich habe das jetzt so ausführlich aufgeschrieben, weil mir dieser innere Prozeß, was da wirklich alles passiert, so wichtig ist.
Viel zu oft schiebe ich das innere nachschauen (was will ich jetzt/was ist mir wichtig) weg. Und beuge mich den (oft vermeintlichen) Erwartungen der anderen, oder natürlich meinen Ansprüchen wie was zu sein hat oder was ich machen müsste.
Die Antennen sind so schnell beim anderen und nicht bei mir.
Ich spiele zu viele Rollen und auch das erschöpft.

Es heißt (mal wieder) üben üben üben..was will ich?
Sei es in der Bahn, beim essen, zuhause. Es sind oft Kleinigkeiten (Tee statt Wasser trinken, nichts tun, mich bewegen, stehen bleiben, woanders hinsetzen...)
wenn ich diesem inneren Kompass folge, geht es mir gut und ich habe viel mehr Energie!


Freitag, 23. Januar 2015

Ehrlichkeit und Bewegung und so...

Geschafft. Eine echt anstrengende Woche ist rum.
Früher habe ich da ewig gejammert WIE schlimm die Woche war und das ich am liebsten in die Walachei ziehen würde, weil all die Anforderungen mich überfordern. Das war ein kindlicher Teil und manchmal blitzt der auch noch auf.
Heute kann ich sagen: Ja war stressig, aber ich hab das geschafft und genieße jetzt auch mein freies Wochenende.
Selbstwirksamkeit ist ein tolles Wort. Ich kann selbst viel bewirken. Ich fühle mich den Umständen nicht mehr so sehr ausgeliefert. ICH habe diese Termine gemacht. Keiner hat sie mir befohlen.
Und ich habe unter der Woche selbst bewirkt, dass ich nicht ganz mir selbst verloren ging.

Die Bewegung kam zu kurz. Das merkte ich heute. Also ab aufs Radl.
Ja auch bei Nieselregen und 2 Grad.Eine kurze Runde geht immer. Tat saugut.
Nachdem ich ja immer sagte ich sei sportlich kam mir letztens so ins Bewußtsein:
Ich WÄRE es gerne. Aber wie sieht die Realität aus?
So: Dass ich mich hin und wieder mal bewege.
Wird jetzt anders, weil ich in den Apothekenkalender im Flur eintrage wann ich schwimme, radel oder längere Spaziergänge mache.
Dann sehe ich es mal blau auf weiß, was ich wann wie oft mache :)

Das Belastungs-EKG hat mir gezeigt (naja der Doc hats gesagt) ich darf ruhig mehr machen...denn der Puls geht so arg hoch. Wobei ich meine, dass der schon immer schnell hochging, auch früher als ich mehr Sport machte. Aber vielleicht war das auch nicht viel genug, so dass ich vielleicht noch nie richtig "im Training" stand, wie es so schön heißt.

Und ich muss mir selbst schon auch sagen, dass ich in diese Schonhaltung fiel: Ich bin müde, mache nix, werde dadurch noch müder usw.
Ich dachte den Fehler mache ich nicht. Haha.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Viel

Viel los die Woche.
Is blöd, mir geht es damit nicht gut.
Auf der anderen Seite möchte ich die Dinge erledigt haben (inkl. andere Vorteile).

Eigentlich seit Sonntagmittag in Daueranspannung.
Nachmittags wollte ein Bekannter vorbeikommen. Die Einstellung auf *Besuch im eigenen Heim* kostet viel Kraft. Kurz vorher musste er absagen. Aller Kraftaufwand umsonst.
Aber die Anspannnung blieb, denn abends wollte noch jemand vorbei schauen. Nur kurz, aber Menschenkontakt ist Menschenkontakt.

Montag dann arbeiten. Mit Chefin zusammen. Also auch nix mit allein sein.
Danach noch einen Termin wegen einer Hautsache in der Innenstadt.
Natürlich ist das nicht entspannend.

Gestern vormittag zu einer fremden Person, um auch da nur kurz was zu erledigen.
Trotzdem wieder Menschenkontakt, dazu in einer Gegend die ich nicht kenne und natürlich insgesamt über 1 Stunde in öffentl. Verkehrsmitteln, was mich besonders auslaugt.
 Also wieder Anspannung.
Nachmittags rumgetrödelt, aber leider mit den Gedanken an heute, wieder Anspannung.
12 Stunden im Bett verbracht, sehr viel davon auch geschlafen.

Heute muss ich ein Paket holen, bei der Bücherei was abgeben sowie Kartoffeln und Salat einkaufen.
Mir wär aber schon nach *weiter im Bett bleiben*,
sowie abends nochmal nach München...
eieieiei....
gar nicht gut....

Dafür ist dann das Wochenende frei.
Sowie nächste Woche keine fremden Menschen und natürlich viel weniger Termine.
Daher ganz passend der Montagsspruch:

Überfordern Sie sich nicht, indem Sie von sich verlangen, anders zu sein und sich anders zufühlen. Ändern Sie einfach die Blickrichtung...
Nehmen Sie Ihr Gefühl bewusst wahr.
Öffnen Sie ihm Ihr Herz.

 --Safi Nidiaye, Aufwachen und lachen--

Freitag, 16. Januar 2015

Naja

Sagen wir so...Hirn und Herz streiten sich wegen D. noch.
Rational gesehen hat es keinen Sinn mehr.
Das Herz sagt was anderes.
Ich hab auch festgestellt, es geht nicht ums fahren, sondern dass ich das Erlebnis gern mit ihm zusammen erlebt hätte.
Alleine is das irgendwie fad.
Na mal schaun, was das wird.

Hotelvorschlag von M. bekommen.
Sapperlott.
4*Sterne-Wellness-Berghotel in den Dolomiten. Mit allem SchniSchnackSchnuck was man sich so wünscht (und frau nicht braucht). Ne na kann man so auch nicht sagen.
Wär schon Hammer, da hinzufahren.
Na mal schaun, was das wird.

Heute in Pilates das erste Mal mit der Flexibar trainiert. Komisches Teil. Brauch ich nicht.
So gut die Bewegung auch tut, Pilates ist nicht so ganz meines. Wurde da nicht so richtig warm damit. Aber gut, dafür hab ich es ja ausprobiert.

Danach einkaufen.
Am Abend mit einer Freundin telefoniert. Tat das gut.
Außerdem noch den Verimeter kontaktiert, weil in der Küche die Arbeitsleiste neu verfügt bzw. mal ergänzt werden muss.
Überhaupt wird die Bude mal ein wenig generalüberholt. Im Frühjahr muss dringend neu gestrichen werden und danach gibts auch neue Wanddeko.
2 Poster bestellt. Sieht gut aus.

Einen Freund gefragt, ob er Sonntag vorbeikommen will. Wegen PC und so.
Noch keine Antwort.
Na mal schaun, was das wird.

Bis dahin genieß ich meine terminfreie Zeit :-)

Donnerstag, 15. Januar 2015

Selbst ist die Frau

Früher hätte ich das wohl nicht so schnell gemacht.
Mich verabschiedet.
Ich hätte es so lange ausgehalten/mich so lange verstellt bzw. angepasst, bis der geplante Urlaub vorbei wäre.
Warum?
Weil D. ein Auto hat. Ich nicht.
Das wäre kindisch, blöd und vor allem selbstschädigend gewesen.
Klar ist es einfacher und billiger, wenn man gemeinsam fährt, aber ich bin erwachsen, ich habe einen Führerschein und es ist nicht das erste Mal, dass ich in eine fremde Gegend fahre.
Ich kann das. Ich hab das schon öfter gemacht. Es gibt Straßenschilder...usw.
Also miete ich mir ein Auto. Fertig.
Klar kostet das mehr. Aber der andere Preis wäre viel höher.
Mit den Öffentlichen zu fahren, geht aus unterschiedlichen Gründen nicht.

Auch habe ich mir erst gedacht, ich frage jemand anderen, ob er mitfährt.
Aber nein, das wird mein Urlaub. Ich muss alleine weg.

Und dann kam gänzlich unerwartet eine Einladung für einen kleinen Wellnessurlaub von dem Mann mit dem ich bei der Massage war.
Wie war das...das Alte loslassen, damit was Neues kommen kann? :-) JEAH!
Bin sehr erstaunt und natürlich erfreut.
Klären demnächst was für Erwartungen/Vorstellungen jeder so hat.

Außerdem Post von meiner Frauenärztin bekommen. Mein PAP-Wert bessert sich langsam. GottseiDank. Fand ich alles ja schon bedrückend.

Jetzt noch einiges von meiner To-do-Liste erledigen, damit ich nachher noch einen schönen, entspannten, in mich versunkenen Spaziergang im etwas diesigen Sonnenschein machen kann. Hab ich nämlich Lust drauf ;)

Mittwoch, 14. Januar 2015

Ärger

Ich habe schon festgestelllt: wenn ich mich über längere Zeit ärgere, werde ich krank. Fieber, Kopfweh und so.
Deswegen gehts auch gleich ins Bett....

Oft war es ja früher so, dass ich mir selbst nicht glaubte.
Nicht was ich sah, hörte, fühlte. Das wurde auch in meiner Erziehung so "berücksichtigt". Das war so gewünscht. Ist bequemer so.

Gestern nochmal mit D. telefoniert. Ich spürte vorher in mich hinein: Wann und wo will ich das?
Ich landete auf einer Parkbank mit weitem Blick in die Ferne. Es war warm ich war hingeradelt.
Ich konnte klar denken und fühlen. Klar war ich ein wenig nervös, aber lange nicht so zittrig/konfus wie früher.
Er kann mir nichts. Ich bin sicher.
Ich frage D. immer wieder was er will.
Antwort (irgendwann): ach...ich weiß es nicht..egal.
Ok, sage ich ruhig.  Dann werde dir darüber klar, was du willst.
Antwort: ich weiß schon was ich will.
Ich bekomme einen hochroten Kopf.

Naja das Ende vom Lied: Das Lied ist endgültig zuende.
Kurz hatte ich nochmal die Hoffnung, dass es klappt. Als aber wieder null Verständnis oder einlenken oder sonstwas kommt, stattdessen nur eiskalter Wind, verabschiede ich mich endgültig.
Reaktion:
Von dir hätt ich das nie gedacht, ich bin so enttäuscht, dass ausgerechnet du mir in den Rücken fällst...ect..pp.

Längerer Anflug das nochmal richtigzustelllen, bis mir jemand in meinem Inneren sagte:
Regenfrau, seit Tagen kapiert er nix. Will nicht verstehen. Kann es nicht.
Spar dir die Energie. Das dreht sich nur im Kreis.

Ich kann mir solche Sperenzchen nicht leisten. Das geht mir an die Substanz von der ich eh wenig habe.
Kein coabhängiges denken mehr. ICH kann ihn nicht retten, auch nicht helfen. Es hilft auch kein denken ala wenn ich mich nur anders verhalten hätte, dann....
Nein nix da.
Es ist aus.
Es ist schade.
Und ich sammel wieder neue Kräfte.

Bei meiner Chefin passierte ein Vorfall den ich komisch fand.
Sie bietet mich ihrer Freundin als Arbeitskraft an, OHNE mich zu fragen oder sonstwie vorher bescheid zu geben.
Wie einen Gegenstand den man verleiht "kannste mal haben, wenn du es brauchst". Hat mich gewurmt. Wollt ich ein ander mal ansprechen. Nein ich spreche das JETZT an, das mir das nicht gefällt. Dann trage ich es nicht mehr mit mir herum.
Angesprochen. Geklärt. Entschuldigt. Erstaunen.
Ich gehe mit leichten Schultern nach Hause.
Wie gut so eine Klarheit tut.
immer wieder schön.

Dienstag, 13. Januar 2015

und weiter gehts....

Jesus, Maria und Josef und alle heiligen 3 Könige.
What a Kommunikation.
Was für ein aggressiver Typ.
Ich schreib das jetzt nicht mehr so genau auf...nur eines:

Wie gesagt, sein Vorschlag war, das Plus der Freundschaft (also Körperlichkeiten) nun wegzulassen, weil das nur zu Mißverständnissen und Schwierigkeiten führt.
Diesesmal habe ich ihm ja zugestimmt und gesagt: okay, so machen wir das. Normale Freundschaft.
Seine Antwort:

"Ich hab mich dir persönlich mehr als weit 
geöffnet,das ist sonst nicht so meins,
Und nun magst du nur noch Freundschaft,
setzt mich vor die Tür."
 
Wär es nicht so schräg, wär es zum Lachen.
Einatmen. Ausatmen. Ich hab genug Kraft  da reingesteckt. Versucht zu erklären. Zu beschwichtigen, Blieb sachlich. Und er wurde immer aggressiver und hat mir das Wort im Munde gedreht.
Immer nur Du-Anschuldigungen. Kein einzigster Satz von Ich fühle...denke..wünsche mir...is wohl zuviel verlangt.

Früher hätt ich aus lauter Verlassenheitsangst und "haben-wollen" da ewig weitergekämpft und geschrieben undundund. Natürlich bin ich traurig, finde es auch schade, aber es reißt mich nicht mehr so von den Füßen.
Heute weiß ich wann es einfach keinen Sinn mehr macht.
Ich habe genug Selbstwertgefühl entwickelt.
Ich kann sehr gut ohne ihn leben.
Ich habe auch genug Vertrauen in mich selbst, kann mich auch mit Distanz betrachten und reflektieren und merken, dass er da gewaltige Probleme hat.

Der erste Eindruck täuscht wohl wirklich nur sehr selten.
Als ich ihn das erste Mal traf, dachte ich mir: "Den will ich nie wieder sehen."
Er war mir zu ungepflegt. Roch nach altem Alkohol. War schlampig angezogen.
Irgendwas hat mich aber anscheinend doch zu ihm gezogen.
(ich weiß auch was, aber das würde zu weit führen).

Adieu D. danke für das leckere Essen, das schöne kuscheln und die lustige Zeit.

Und wenn eine weitergeht, braucht sie auch gescheites Schuhwerk:
Heute ergattert (nein war kein Frustkauf, mir geht es blendend, ja ein wenig befreit) ich brauchte eh neue Stiefel und hab nur den Schlußverkauf abgewartet :-)


Montag, 12. Januar 2015

So ein Montag

Ein Montag der mich nerven müsste, es aber irgendwie gar nicht tut.
Morgens mit dem schönen Spruch begrüßt worden:

Was du brauchst, bist du selbst. Was dir fehlt, bist du selbst.
Gewähre dir selber Raum und Aufmerksamkeit.
Safi Nidiaye, Meditationen für den Morgen, für den Abend
 
Mehr als passend (dazu weiter unten mehr).
Fahre in die Arbeit. Warte mal wieder 15mins bis ich eingelassen werde. Überlege schon nochmal den Arbeitsplatz zu wechseln, weil mich die Unzuverlässigkeit nervt. Bis ich merke, dass mir die Chefin ja letztens gezeigt hat, wo der Schlüssel ist. Ah guten Morgen auch. Ich starte.
 
Um 14.20h Feierabend und die Bahn fährt vor meiner Nase weg. 
Die nächste kommt um 14.47h.
Wenigstens pünktlich.
Ich steige nach 10mins wieder um und da kommen so komische Durchsagen: Störung der Oberleitung ect....aber nicht in meine Richtung. Also warte ich 20 mins. Nix tut sich.
Ich gehe wieder zum anderen Bahnsteig wo ich  ausgesteigen bin, denn hier hält nix. Ich seh meine Bahn aber 3 Gleise weiter, sie fährt durch, ohne Halt, ich muss weiter zum Ostbahnhof.
Es ist 15.25, eine Bahn kommt, mit der fahr ich zum Ostbahnhof, steige wieder um, wenige Minuten später kommt meine Bahn und fährt los...und hält an JEDEM Bahnhof, auch an dem ich gerade noch stand und schon 20mins gewartet habe..gegen 16h bin ich daheim. 1,5 Std. Fahrtzeit wo ich sonst nur 35mins brauch. Hachja.

Tja und dann war da gestern noch D.
Der anfing ganz schräg zu sein. Völlig aus dem Freien meinte er, ob ich ihm nichts zu sagen hätte?
Ne.
"Na dann is ja gut."
Hää? Wasn das für ein Film?
"Na da müsse ich schon selber drauf kommen."
Jawoll... wie ich solche Anspielungen liebe.
Ich bleibe sachlich. Das hatten wir ja schon öfter und bis jetzt immer gut klären können.
Es ging mal wieder um das alte Thema: Freundschaft plus. Ich mag keine feste Beziehung und dachte mir, wir sind Freunde und wenn uns nach Körperlichkeiten ist, genießen wir das. Sozusagen offene Beziehung? Ich hätte mir das nie vorstellen können, aber jetzt paßt das für mich. 
Für ihn nicht. Er kommt damit nicht klar. 
Will wenn dann eine feste Beziehung.
Es geht ein wenig hin und her. Ich sehe ein, dass das keinen Sinn hat (früher hab ich ihn noch überredet ect.) und stimme ihm zu, dass wir nur Freundschaft haben und jeder seine Finger ect. bei sich lässt.
Doch nun wendet sich das Blatt:
 
"Ja ich hätte mich schon gern auf dich 
eingelassen,aber so geht das nicht....
dein Verhalten diesbezüglich ist schon
arg grenzwertig,ganz ehrlich andere würden
sich regelrecht verarscht vorkommen."
 
Ich frage nach, um was es genau geht.
 
Antwort:
"Du musstest es eigentlich selbst merken
das du hier und da zu weit gehst.
Mensch Regenfrau,du weist doch auch 
das man so nicht unbedingt mit Leuten ausm
näheren Umfeld umgeht.
Wenn du wenigstens Klartext reden würdest."
 
Mir fällt die Kinnlade runter. Überlege ernsthaft, was ich wohl für ein Kameradenschwein bin. Mir fällt beim besten willen nix ein, ich finde das war immer alles sehr höflich und ausgeglichen, außerdem kümmere ich mich um unseren Kurzurlaub. Habe ihn nie beschissen oder ausgenutzt.
Bleibe zum Glück bei meinem Gefühl, lasse mir nix einreden. Außerdem hat ER anfangs überhaupt nicht Klartext geredet....

Als ich wieder nachhake, weiter sachlich und ernsthaft interessiert, kommt mal wieder:

"Wenn du jetzt schlecht drauf bist,
lassen wir das für heut."
Rückzug. Is klar. Erst verwirren, schön destabilisieren und dann hängen lassen.
 
Ich versichere, dass ich das gerne jetzt klären will und nicht schlecht drauf bin (obwohl es schon kocht in mir).
Er rückt raus, ich sei widersprüchlich, hätte viel geschrieben is aber nix passiert (hab ihm ja auch nie Sex versprochen) und die Wahrheit hätt ich auch nicht immer gesagt (das klärten wir schonmal).
 
Wieder gehe ich auf ihn ein, kläre auf, frage höflich nach Beispielen, und sage, dass ich ihm nix versprochen habe .
Er gibt mir 1 mickriges Beispiel aus unserer Anfangszeit.
Den Rest soll ich mir selber suchen aus den Mails (HA!).

Meine Antwort:
"Ne die Mühe werd ich mir nicht machen, DU hast damit angefangen mir was zu unterstellen, also bring mir auch die Beispiele.
Ich glaub ja immer noch dass Du grad Frust wegen allem möglichen hast und deswegen jetzt hier anfängst zu stänkern. Mach ich nicht mit.
Ich hör mir gern Kritik an, auch Fehler, aber jetzt da was rauszupicken und mir sagen wie man mit Leuten aus dem näheren Umfeld umgeht, nein danke."
Und verabschiedete mich, weil ich schlafen wolle.

Anscheind verhalte ich mich nicht so wie gewünscht. Ich zeige Gegenwind und sage meine Meinung, in einem normalen Ton, ohne Beleidigungen ect.
Er wird aggressiv:

- !Getroffene Hunde bellen am lautesten.
Hab dich auch lieb.Gute Nacht.
 - Jetzt flippst völlig aus.
Komm wieder runter.
-  Wie ein kleines Mädchen,das rumbockt."
 
Dann doch wieder einen auf Mitleid machen:
" ....und find ich jetzt auch nicht gerade schön wie du redest."
 
Dann hat er wohl gemerkt, dass ich tatsächlich schlafen gegangen bin und hörte auf.

UFF, bei mir gingen alle Alarmglocken an. Diese Kommunikation kenne ich. Pervers nennt sieHirigoyen in "Die Masken der Niedertracht".
Ich hole mir das Buch wieder raus. Genau... alle Phasen sind beschrieben. Die Verwirrung und mit Andeutungen spielen.
Früher wäre ich in die Falle getappt und hätte wirklich noch den ganzen Abend alle unsere Mails gelesen, um irgendwas zu finden, was ich "verbrochen" habe. Bin ich froh, dass ich mir das gespart habe. (und stattdessen einigermaßen gut geschlafen habe, boah was für ein Fortschritt).
Gut dass mir schnell Zweifel kamen, vor allem die Vermutung, dass er enttäuscht ist, auf Sex gehofft hatte, den er nicht bekam. Dann noch viel Streß, er hat grad wirklich viel Pech (keine Entschuldigung, nur ein Verstehen warum er sich so verhält).
 
Aus dem Buch: Jede Veränderung in der Haltung des Opfers löst für gewöhnlich erst einmal eine Steigerung der Aggression und Provokation aus. Der Perverse wird umso mehr versuchen ihm Schuldgefühle einzureden...
 
Ich antworte erstmal nicht, muss mich sortieren. Gerade heute brauche ich meine innere Stärke, stehe vor dem Kleiderschrank und suche nach was passendem, was mir gut tut, worin ich gut aussehe und was mir gefällt. Meine Kleidung fällt komplett schwarz aus. Ok, dann ist das heute so. Auch will ich mich schminken. Für mich.
Kurze Angstgefühle kommen hoch. Von alten ähnlichen Situationen. Doch innerlich bürstet sich was auf. Mit mir nicht mehr. Ich lasse mir sowas nicht gefallen. Ich lasse mich nicht mehr einschüchtern oder irgendwas einreden was nicht stimmt..
Ich glaube mir und meinem Gefühl.
Ich vertraue mir.
Ich habe mir nichts vorzuwerfen.
Sei achtsam.
 
Ich lasse die Schultern sinken, nehme einen tiefen Atemzug, schau mir im Spiegel nochmal in die Augen und gehe hinaus.
Als ich in der Bahn sitze eine SMS von D.:
Ob wir uns kurz auf einen Kaffe trinken wollen.
Mein Puls geht nach oben. Ruhig Blut. Das triggert mich, DEN will ich auf gar keinen Fall jetzt in meiner Nähe. Ich sage ab. Er akzeptiert. Kein Wort zu gestern.
 
Ich bin gewarnt...

 

Samstag, 10. Januar 2015

Nerv...

Heute geht mir einiges auf die Nerven.
und normalerweise schreibe ich das nicht so oft und offen in meinem Blog, weil es nix bringt, nur andere nervt und das nervige noch mehr Energie bekommt.

Aber heute ist mir das egal.
Ich bin genervt von dem Sturm. Ich bin dann immer so angespannt, weil es so unruhig ist und es andere Geräusche gibt.

Ich bin genervt von dem Veranstalter des Langlaufkurses. Jede Info muss ich mir zusammen klauben und ihm einzeln aus der Nase ziehen. Die erste Mail war ein lapidarer Satz: Hi Regenfrau, das WE geht klar.
Sehr unprofessionell. So eine Antwort dürfen mir Freunde schreiben, aber doch keine BUCHUNGSBESTÄTIGUNG von einem Outdoorveranstalter.

Ich bin traurig, weil ich nicht nur D. gestern absagen musste, sondern auch heute M.  Ich wär gern mit ihm in das SPA gegangen. Naja ist ja nur aufgeschoben. Trotzdem.

Überhaupt bin ich irgendwie schräg drauf. Hoffe, dass das nur PMS ist.

Schönes gibt es auch. Hab die Serie "Der Tatortreiniger" entdeckt und für sehr kurzweilig und lustig befunden.

Auch sowas find ich schön: Geschichten von anderen Menschen. Menschen die auf der kleinen grünen Bank im Kölner Stadtpark Platz nehmen. Unterschiedlicher geht es nicht.
Sehenswert:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/hier_und_heute/videodaslebensglueck100.html

Außerdem noch einen sehr schönen Comic gefunden. Den könnnt ich mir glatt ausdrucken und jedem in die Hand drücken der auch meint, dass ich schon noch irgendwann Kinder haben möchte (NEIN möchte ich eben nicht):

https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2014/12/14/warten/

So und jetzt warte ich einfach auf bessere Zeiten :-)

Freitag, 9. Januar 2015

Bis hierher und nicht weiter...


lautet der Buchtitel von Rolf Sellin.
Untertitel: Wie Sie sich zentrieren, Grenzen setzen und gut für sich sorgen.
 Dank Oona (http://oona108.blogspot.de/ ) fiel mir ein, das ich ja noch über das Büchlein was schreiben wollte.

Der Autor schrieb auch schon ein kleines Büchlein über Hochsensibilität und das merkt man auch in diesem. Was mir sehr gut gefällt.

Wir leben in einer Ideologie der Grenzenlosigkeit. Die Werbung suggeriert uns ständig, dass wir alles immer haben können. Viele Bücher und Coaches wollen uns beibringen wie wir alles schaffen können.
Auch du kannst Superstar werden!

Wichtig, um die eigenen Grenzen spüren zu können ist ein guter Kontakt zum eigenen Körper.
DER sagt einem, dass es nicht weiter geht. Der Kopf bringt unermüdllich immer weiter Argumente, warum man das jetzt schon noch machen kann und jenes auf gar keinen Fall aufschieben darf.
Aber wer merkt noch seinen Körper? Doch erst wenn er nicht mehr so funktioniert, wie wir es gern hätten und dann sind wir sauer und wollen das da, so schnell als möglich weg haben.

Meine körperlichen Stressymptome werden immer mehr. Leider.
Und so sage ich immer öfter NEIN zu den anderen, deren Ansprüche und Vorstellungen, aber auch oft genug zu meinen Vorstellungen wie ich denn sein sollte/müsste.
Dafür sag ich JA zu meinem grummelndem Magen, meinem Tinnitus, meinem verspannten Nacken usw. Ich kümmere mich um diese Stellen und manchmal umarme ich sie in meiner Vorstellung liebevoll wie ein krankes Kind.

Sellin stellt Fragen wie: Wo kann ich mich schlecht bzw. schwer abgrenzen. Bei welchen Menschen/Situationen/Themen. Und wo gelingt mir das gut?
Eine kurze Bestandsaufnahme die schonmal Klarheit bringt.
Wo also sind meine Grenzen? Und wie schütze ich diese? Was sind überhaupt Grenzen? Wie kann ich mich abgrenzen? Sind weitere Fragen auf die der Autor eingeht.

Auch zeigt er auf, was unsere Abgrenzung unterlaufen kann und natürlich das sehr wichtige Thema Kindheit und Grenzen.

Ein Satz hat es mir besonders angetan:
"Das Einhalten meiner Grenzen führt nicht zu mehr Beschränktheit, sondern ermöglicht es mir, mich zu entwickeln, bzw. meine Bregrenztheit zu überwinden (auf eine sachte und gesunde Art)."

Auch schön: Akzeptanz für die eigene Begrenztheit kostet weniger Kraft, als wenn ich ständig dagegen ankämpfe.

  Mir gefällt das Buch sehr gut. Kein lehrerhaftes so musst du es machen, sondern ein lockerer Erzählstil mit beeindruckenden Fallbeispielen. Ein gelungenes Buch das sich speziell nur um das Thema Grenzen dreht.

Alles schön und recht. Im Alltagsleben sieht das leider etwas anders aus.
Ich sehe in der Zeitung, dass morgen ein kostenloser Vortrag in der Nachbarstadt ist, der von einem Pärchen die Alpenüberquerung zu Fuß zeigt. Mit Fotos und Musik. Oh wie gern ich mir sowas anschaue. Ein klein wenig reisen gehen :-)

Ich frage D. ob er mitkommt. Klar!
Wenige Stunden später kommen Zweifel. Oh ich habe diese Woche schon sehr viel gemacht. Abends um 19h nochmal außer Haus, dann 2 Std. zwischen viele Leute sitzen und irgendwann spät zuhause sein, wird mir wohl zuviel. Auch wenn ich da SO GERN hinwill. Ich schaffe es nicht, zumal ich dann übermorgen den halben Tag in München bin, was mich auch viel Kraft kostet. Es ist eine Zwickmühle. 
Schweren Herzens sage ich also D. rechtzeitig wieder ab. Ich bin sehr traurig. Er auch, er ist sogar ziemlich verärgert bis beleidigt.
Was mich interessanterweise wieder besser zu mir selbst bringt. Ich tue mich schwerer, wenn jemand Verständnis hat.
Heute tröste ich mich, dass es ja immer wieder mal solche Vorträge gibt (wenn auch selten kostenlos) und lasse die Trauer und Enttäuschung auch da: Drücke sie nicht weg, nehme sie wahr: Wo spüre ich sie genau im Körper?
Außerdem weiß ich, dass ich heute abend wohl froh bin, wenn ich um 20h ins Bett kann und nicht in einer fremden Umgebung mit vielen Leuten sitzen  und danach bei Wind und Regen noch heim gehen muss.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Heute

In der Früh zur Tafel----rumgeschleime wegen Glückwünsche für das neue Jahr---sonst würden sich viele immer am liebsten die Augen auskratzen (die nimmt immer soviel mit, die braucht immer so lang, die hat immer ne kleine Nummer usw. Gier und Neid halt) und jetz tun sie alle ganz lieb---anscheinend sieht man mir an, was ich denke, keiner nähert sich mir---gut so, ich will auch meine Ruhe---ziehe eine kleine Nummer----super---und komm mit Schätzen wieder daheim an: Granatapfel! Und morgen gibt es einen Rote Beete-Karotten-Chicoreesalat *njam* außerdem wird ein Blaubeerkuchen gebacken. Frischen Spinat gabs auch und Eier und Säfte und noch ein wenig zu naschen.

Mittagspause zuhause mit Essen und dann geht es weiter in die Arbeit.
Heut nur 2 Stunden. Paßt genau.
Will danach noch ins Kino--komme zu spät---die Schlange vor der Kasse ist zu lang---ich dreh wieder um und bummel ein wenig durch das  nassgraue windige München.
Ein Blick auf die Uhr: Ein kleiner Sprint und du schaffst die Bahn noch. Na denn mal los---und merke erstaunt wie federnd und federleicht mir der Sprint gelingt. Ich bin nicht mal außer Atem, als ich am Bahnsteig ankomme.
Ich liebe das Gefühl, wenn der Körper belastbarer wird, Kondition und Muskeln aufgebaut hat, man fühlt sich einfach gut. FIT!
Das lässt den inneren Schweinehund  schrumpfen und gleich neue Ideen aufkommen was ich denn morgen im Homeprogramm auf meiner Matte mache. Wahrscheinlich das übliche: dehnen und Gelenke mobilisieren.  Ein wenig Krafttraining mit 2 Wasserflaschen  werde ich ausnahmsweise mal dazu machen.
Mir fällt auf, dass keiner in meiner Familie Sport macht, auch nicht im weiteren Kreis. Klar, dass das wieder mal ein Angriffpunkt war, weil ich mich schon immer gern bewegte und als Jugendliche dann Stammgast im Hallenad war und ansonsten mit den Rollerblades unterwegs war.
Auch hier mal wieder: Schade, dass ich nullkommanull gefördert wurde.

Der alljährliche Stromablesetermin ist gekommen. ich gehe mit etwas Unbehagen in den Keller und lese meinen Zähler ab. Danach schaue ich wie hoch der Verbrauch im letzten und vorletzten jahr war. Heuer ist er am niedrigsten. Ich staune, hatte mehr Verbrauch erwartet. Nun denn ;)

*Die Kunst stillzusitzen*  der Buchtitel sprach mich natürlich sofort an, als ich ihn in unserem Büchertauschhäuschen las. Also mitgenommen. Und lachend festgestellt, dass ich es total spannend fand, wie ein Mann Mitte 50 über seine Prostataprobleme berichtet! Es geht gar nicht so sehr um das Organ, sondern um tiefersitzende Dinge, um Gedanken und Gefühle, die der Autor sehr interressant und schillernd dem Leser mitteilt. Er durchpflügt dieselben Stadien wie ich, als ich anfing mich um meine immense Erschöpfung zu kümmern. Faszinerend!
Innerhalb von 2 Tagen ausgelesen.
Lange schrie meine Seele nach Aufmerksamkeit. Die bekam sie auch, es war dringend notwendig. Nun kommt der Körper dran, ich widme ihm mehr Aufmerksamkeit. Ohne meine Seele zu sehr zu vernachlässigen..

Ich fühle mich ruhig, nicht mehr gehetzt, kann auch langsam nach Hause gehen...fühle mich geeredet, bei mir angekommen...endlich...es ist so schön...ich genieße mein Leben!

Dienstag, 6. Januar 2015

Wohlfühlzeit

Im Dezember 2x Massage beim Thailänder, einmal Rücken/Nacken, einmal Ganzkörper (da wird man schön gedreht und gedehnt). Beide Male waren wunderbar!
Dann 1x Therme und heute ein neues Hallenbad ausprobiert. Das war vielleicht der Grund warum ich seit Monaten nicht mehr schwimmen war. Die mir bekannten Hallenbäder kann ich nicht mehr sehen.
Also was Neues.
Wenn alles gut geht, gehts am Samstag in ein Luxus-Spa (ein Geschenk), wieder mit Massage und dann hab ich noch einen Gutschein nochmal eine Massage beim Thai.
Oh wie ich das genieße.
Ich erlaube mir viel mehr, mir gutes zu tun.
Da gab es ja früher oft inneren Widerstand. Alte Nörgeleien von meiner Familie, die es nicht haben kann, wenn es jemand anderem gut geht.
Wenn jemand einfach macht, was ihm gefällt (natürlich ohne andere zu schaden).
Bei denen muss alles immer anstrengend sein, damit man schön jammern kann und und bloß keine Eigenverantwortung übernehmen muss.

Heute strahlt die Sonne, auch das kann ich gut genießen, ich habe schon einen Kaffe draußen getrunken und natürlich auch genossen.
Jetzt gibts noch was zu lesen von Luisa Francia, das Buch *Beschützt, bewahrt, geborgen* schenkte ich mir zu Weihnachten.

Meine Ausrichtung ist wieder mehr nach innen: Was will ich?
Und nicht nach Außen: Was brauchen/wollen/erwarten die anderen?
Auch das gibt mir Kraft und Entspannung.


Montag, 5. Januar 2015

Doppel D

Ich war am Wochenende erstaunlich fit. Dachte, dass ich nach dem Silvesterurlaub doch eher k.o. sein würde.
Habe auch viel besser geschlafen und ich vermute, dass meine extreme Schlappheit und Depression vom Darm kommen.
Die Wachheit und Energie, die ich spüre wenn ich Tryptophan nehme, sprechen dafür. Da es nicht ins Gehirn gelangt, bleibt es im Blut und macht somit auch Station im Darm. Serotonin wird auch im Darm gebraucht. Und wenn man sich mal ein wenig auf die Suche macht, gibt es Theorien, die ähnliches sagen: Im Darm sitzt nicht nur der Tod, sondern eben auch die gute Laune.
Fastende berichten, dass sie sich kraftvoller fühlen und weniger Schlaf brauchen.
In der letzten Woche nahm ich täglich Heilerde. Auch das tut dem Darm gut.
Ich konnte mich auch besser konzentrieren. Im Urlaub haben wir viel gespielt, Karten, Memory, Dame usw... mein Gehirn war ganz schön eingeschlafen. Aber jetzt habe ich wieder Lust mein Hirn ein wenig zu fordern und habe meine Rätselhefte wieder rausgekramt.

Ein Phänomen von dem ich schon öfter schrieb: Sobald ich ein wenig mehr Kraft spüre, will ich mehr tun, gerade bezgl. Arbeit. Und nach kurzer Zeit merke ich auch: Alte Schleier der Depression. Absoluter Unwillen mich und meine Energie für jemanden anderen zu verbrauchen. Null Ehrgeiz. Eine nörgelnde Stimme: Warumm denn das alles? Laß es lieber...
Einerseits ist das eine alte Stimme meiner Eltern, andererseits wohl eine Warnung, dass ich mich nicht gleich wieder überfordere.

Nochmal zurück zum Darm:
Dass meiner angeschlagen ist, merke ich immer mehr: Es gibt öfter Bauchweh als sonst. Gestern das Gulasch bei D. köchelte lange, gibt also viel Histamin (dass ich durch einen niedrigen Spiegel von DiAminoOxidase (DAO) schlecht abbaue) plus Sekt, gab leichtes Bauchweh und grottenschlechte Laune.
Gerade gab es einen normalen Kaffee: wieder leichtes Bauchweh, wieder totale Weltuntergangsstimmung mit Gereiztheit.
Deswegen werd ich jetzt ein wenig vor mich hinwerkeln :)
und dann schlafen...

Samstag, 3. Januar 2015

Im Heute leben

Vor noch nicht allzulanger Zeit, hätte mich der Silvesterausflug und einiges was dabei so vorkam, stark getriggert.
Ich glaube, ich wäre gar nicht losgefahren. Und wenn dann nur alleine.
Ich glaube auch, dass meine Magenschmerzen AUCH daher kamen (nicht nur).
Aber ich habe erfreut festgestellt: Ich lebe emotional immer mehr im HEUTE.
Ich falle nicht mehr so schnell in Kindheitsgefühle.
Ich bin erwachsen.
Und: Ich schaue mehr nach vorne: Was will ich machen? Erreichen?
Das macht so einen Spaß!
Lange genug hab ich in den allten Geschichten gegraben.
Klar gibt es Herausforderungen, die mich aber nicht mehr völlig erdrücken und handlungsunfähig machen.

Das freut mich sehr.
und noch viel mehr freue ich mich auf D. morgen. Er kocht Gulasch (und er verwendet keine Fertigsauce). Er ist so liebevoll. Und auch das kann ich HEUTE annehmen und genießen.

Freitag, 2. Januar 2015

Ein bisschen Meer muss sein

So...back from the Silvester-Kurzurlaub.
Wir waren in Meersburg am Bodensee.
Und? Wie wars? Wäre es ein Wetterbericht würde es wohl heißen:
Wolkig mit wenigen heiteren Abschnitten.
Anstregend war es. Für mich. 2 Tage zu zweit auf doch engem Raum.
Ich war sehr oft, sehr genervt von meinem Gegenüber.
Klar hat das sehr viel auch mit mir zu tun (das werd ich mir die Tage mal genauer anschauen), aber mir sind auch Dinge meines Reisebegleiters sehr bewußt geworden. Ich hab die schon immer gesehen, aber jetzt sehe ich das genauer und auch kritischer.
Ja da ist ein wenig Nachbaearbeitung erforderlich.
Auch ein Hinterfragen, wie die Zukunft mit ihm aussehen soll.
Leider war D. nicht dabei. Den hab ich sehr vermisst.

Ansonsten haben wir uns köstlich über die extrem geizige Vermieterin der Ferienwohnung amüsiert. Schwaben halt. Der müssen die Ohren klingeln ;))
Dann eine wunderbare Aussicht über Dorf, See und dem sehr spärlichen Feuerwerk gehabt (was mir vollkommen reichte).
Die wirklich süße Altstadt besichtigt und natürlich am Ufer flaniert (mein Vorsatz: mehr flanieren!) und eine Therme mit NOCH besserer Aussicht genossen:
Das Außenbecken war sehr nach am Bodenseeufer, leicht erhöht. Man planschte also im warmen Wasser und vor einem gluckste und leuchtete der See. Grandios! Leider war es voll mit wenig Platz in der Dusche und Umkleide. Reizüberflutung hallo.
Abends ging es dann in ein sehr nobles Restaurant.
WAR DAS LECKER!!! Da merkt man deutlich den Unterschied zum normalen Wirtshaus. Gut, der Preis war auch deutlich höher, aber das auch gerechtfertigt. Als Nachtisch gleich mal was Neues probiert:
Espresso mit Baileys.  Genauso lecker...ich liebe solch kulinarischen Köstlichkeiten...

Nun noch paar Eindrücke:


 Die Burg hatte leider noch nicht geöffnet, deswegen nur der Blick von der Zugbrücke:


Neujahrsmorgen...erstmal auslüften gehn..

Droste Hülshoff hat hier 8 Jahre gelebt.

Juhu Nebel weg, Burg von unten:

Diese kleinen Gäßchen, man fühlt sich fast wie im Mittelalter

Sehr hügelig das Ganze, ich könnnt da nicht wohnen, was wir in den 2 Tagen Treppen gestiegen sind....


Unser Standplatz von Mitternacht, nun bei Tage:

Nochmal ne Runde allein gedreht...
...und schon ging es wieder heim...