Donnerstag, 31. Dezember 2015

Na dann! *klirr* PROST!

Euch allen einen guten Rutsch!!!

Und natürlich ein tolles, gesundes, schönes, gutes, kreatives, liebevolles, wunderbares, geniales, unübertroffenes, lustiges, herrliches und gelungenes neues Jahr!

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Heute

- der Reiseveranstalter fragt nach, ob ich wirklich nur für 1 Person gebucht habe. Scheint wohl nicht so gang und gäbe zu sein :)
Das gute ist, dass der Flieger ab Frankfurt geht und ich das Wochenende vorher noch eine Freundin besuchen kann (wohnt in der Nähe), die ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen habe.

- jedes Jahr liebe ich es einen neuen Buchkalender (bei mir muss die Planung analog sein) zur Hand zu nehmen: Ganz neu, unverbraucht, so frisch und dann nach und nach die Termine eintragen. Mit rot die Geburtstage von Freunden/Bekannten, mit grün besondere Vorhaben wie Urlaub, Ausflüge usw. und mit Kugelschreiber der Alltagskram wie Arzttermine. Alles was schon feststeht kommt rein.

- heute nach wochen(?)langer Sonne mal wieder Hochnebel, eine schöne Abwechslung.

- eine kleine Abschiedszeremonie wird es heute auch geben. Die große lasse ich lieber, da erhöhte Waldbrandgefahr besteht. Kein Schnee, alles total ausgetrocknet.

Montag, 28. Dezember 2015

Alles vorbei

Wow, ich konnte die Feiertage sogar richtig genießen.
Diese Entspannung, 3 Tage hintereinander nix müssen.
Im Moment muss ich ja eh kaum was, aber ich kann mir ja selbst so herrlich viel Streß und Druck machen.
Nein, stattdessen ein gelungenes Hirschgulasch genießen, viel (und sehr tiefen) Schlaf und die Sonne. Sonne pur von morgens bis abends.

Beim Spaziergang am 2.Feiertag schon einige weggeworfene Weihnachtsbäume entdeckt. Ich habe ja auch abdekoriert, 4 Wochen reicht. Und die Nachbarin meinte heute auch sichtlich erleichtert: Ach den Adventskranz hab ich heut rausgeschmissen!

Und dann hab ich mich beim fröhlichen Altjahresputz vergnügt. Will doch keinen Dreck ins neue Jahr mitnehmen und damit ich gut nach 2016 blicken kann, wurden sogar die Fenster wieder auf Hochglanz gebracht.

Und dann der andere Traum...

Heute habe ich was sehr interessantes geträumt (und das sehr real/lebendig).

Ich war in einer Frauengruppe, einer Art Geheimbund und mir stand wohl (ungefragterweise) eine Mutprobe bevor.
Ich sollte einfach mitwandern.
Mehrmals wurde ich misstrauisch, weil ich nicht wußte wohin es geht und was ich mit wem tun sollte. Dass es etwas mit einem anderen Menschen zu tun hatte, merkte ich am Getuschel der anderen: "ob sie es schafft? Mit DER?" (Blick auf meine vermeintliche Gegnerin).

Nun machte ich es öffentlich und sagte, dass ich wissen wolle um was es genau geht. Dann trafen mich Blicke von den Frauen die nur so taten, als seinen sie auch in dem Bund dabei, aber es nicht wirklich waren und ihre Augen baten: "Tu was man dir sagt, mach es einfach, es ist besser so, macht sonst nur Ärger!" (die alte reale unausgesprochene Botschaft aus unserer Familie!).
Mich beeinflußte das keineswegs. Immerhin ging es um mich. Und ich entschied ja wohl immer noch allein was ich tun wollte und was nicht!
(juhu mein Autonomiebestreben, Kraft und Intuition funktionieren einwandfrei!).

Dann gab es noch die anderen, die zu dem Bund gehörten und sehr kühl waren und falsch lächelten, sich nicht wirklich mit mir unterhielten oder mich gar ansahen, weil ich gehörte ja noch nicht wirklich dazu.
Meine Gedanken waren: Ok ich schau mir mal an, was ich tun muss. Zu: Nein, ich gehe nicht mit. Letztere Einstellung gewann dann.
Ich verkündete, dass ich nicht mitgehe, das nicht mitmache. Einige waren enttäuscht, bei anderen war sichtbar, dass sie das von Anfang an schon wußten und es war ihnen schlicht egal.
 Auf alle Fälle stand ich alleine da.
Später schenkte man mir noch eine ganz besondere sehr große Kerze. Fühlte sich nicht gut an, als ob man mir ein schlechtes Gewissen/Schuldgefühle einreden wollte, nach dem Motto: "Wenn sie das Geschenk sieht/nimmt, überlegt sie es sich vielleicht doch anders."
Das ganze spielte auf/in einem großen Gutshof. Restaurant anbei und alles sehr groß und unübersichtlich.

Nun stand ich da, brauchte aber wieder meine Sachen (Rucksack und so) und wußte nicht wo die waren, wie ich zu den Räumen kam. Zudem war inzwischen alles dunkel. Innen wie außen.
Mithilfe von 2 Männern fand ich die Räume und den Hinterhof wieder. Rucksack, Regenschirm, Fahrrad, alles war irgendwie zuviel zu tragen, zumal ich das Auto nicht mehr fand.
Einer der Männer bot an mich nach München zufahren (ich spürte, dass das sehr weit war) und das war mir unangenehm. Ich suchte weiter und fand "mein" Auto wieder. Und während ich, wieder mithilfe diesen Mannes alles einpackte und verstaute, wachte ich auf.

Und war einfach froh, dass ich mich nicht einlullen oder überreden habe lassen. Sondern meinem gesunden inneren Instinkt folgte!
Und das der Traum sehr charakteristisch für die letzte Zeit ist.
Viele Metaphern sprechen für sich.

Samstag, 26. Dezember 2015

Wenn der Klotraum kommt...

... ist das für mich das beste Zeichen, dass ein Übergriff stattfindet.
Das jemand in meiner Nähe mich zu sehr kontrollieren will.
Mich zu sehr vereinnahmen will.
Mich für sich benutzen will.
Eine narzisstische Wunde hat und sie mit mir füllen will.
Überhaupt mich als einzigste Bezugsperson wahrnimmt.
Meine Autonomie und Individualität angreift.

Im Klotraum finde ich keine saubere Toilette.
Oder eine in die alle vorbeigehenden Leute schauen können.
Oder ganz viele Toiletten nebeneinander ohne Trennwände.
Ich finde keinen Raum in dem ich ungestört etwas loslassen kann.
In dem ich etwas natürliches tue.
In dem ich alleine bin. Körperlich und seelisch.
Ein ganz privater Raum.

Gruselig.
Ganz gruselig.


Vorfreude

Vorfreude auf Weihnachten gab es bei mir heuer nicht so wirklich.
Dafür gibt es Vorfreude AB Weihnachten.
Das Christkind brachte mir eine Buchungsbestätigung für meine erste alleinige Reise ins nichtdeutschsprachige Ausland. Huuuuu...
Zwar erst im September, aber dann kann ich mich 9 Monate drauf vorbereiten. Bis das "Baby" startet :-)

Und sonst so:
Wer noch nicht recht weiß, was er nun das Wochenende machen soll, hab ich hier nen Tip:
Ganz unweihnachtlich, Tatortreiniger schauen!
I love it!
Danke du super NDR das du die neue Staffel komplett rausgehauen hast.
Guckst du hier:
http://www.ndr.de/unterhaltung/comedy/Der-Tatortreiniger-Videos-der-fuenften-Staffel,tatortreiniger1010.html

Ich wander wieder ins Bett, mit Zeitschrift (Herzstück).
Kommt gut durch diesen Tag!

Freitag, 25. Dezember 2015

Voll, über 40 und Mama

Von all dem bin ich nur ersteres.
Ich hab in letzter Zeit zuviel gegessen und statt der Werbung zu glauben und irgendwas einzuwerfen was gegen dieses Völlegefühl helfen soll, mache ich stattdessen das naheliegendste: Weniger essen!
Viel trinken und nur leichtes zu mir nehmen und schon fühle ich mich etwas wohler. Bloß kein Fett mehr. Ich faste jetzt schon, während sich alle anderen der Völlerei hingeben.
Wohl bekommts!

Das ich mit sehr starren Schranken im Kopf in meinem Urlaub unterwegs war, fiel mir dann auch im Supermarkt auf.
Da ich also schon all die Dinge nicht machte, die ich geplant hatte, spürte ich in mich, um heraus zu finden, was ich denn statt dessen machen will.
Zeitschriften lesen. Uija, das tat ich schon ewig nicht mehr. Eine BRIGITTE, das ist gut (es gab auch 3 lange Regale voller Glanz und Gloria-Schund, bekam schon Panik).
Doch dann: och will noch ne zweite Zeitschrift. Da kam das schlechte Gewissen. Es gab immer nur 1x was zu lesen. Also los, heute gönn ich mir eben 2x lesen. Also: BRIGITTE Woman.
Und dann krachte die Schranke auf meinen Schädel: Aber ich bin doch noch gar nicht über 40!!!
Kaum gedacht, schon gelacht. So ein Blödsinn.
Ich find die Frauen toll. Mit ihrer Ausstrahlung, ihren langen weißen Haaren, ihren Falten, ihrem *mit-sich-im-reinen-sein* und ihrem *ich-leb-meinen-Stil* anstatt dieses Einheitsgrau *so hat man ab 40 rumzulaufen*.

Und dann noch Mama.
Meine.
Wir haben schon lange keinen Kontakt mehr.
Jetzt schickte sie eine Weihnachtskarte mit Geld.
Gemischte Gefühle. Zum einen Mitleid mit ihr.
Und zum anderen mal wieder die alte Empörung, das ich meiner Mutter nix wert bin: Eine kostenlose/unpersönliche Karte von diesen Mundmalern. Auf der 2 Brösel mit Fettflecken das Ganze verzieren und einen Aufkleber der eine abgerissene Ecke und einen Einriß weiter unten hat.
Mensch Mama was soll ich nur mit dir tun...

Neue Türen

In meinem Advents/Weihnachtsurlaub meldete sich eine Frau per Mail. Wir hatten vor einiger Zeit mal Kontakt der aber abbrach (durch einen Technikfehler wie wir herausstellten).
Es geht (auch) um Erotik. Zwischen Frauen. Das ist für mich (fast) Neuland.
Und daher spannend.

Als ich dann mein mitgenommenes Buch nahm und anfing zu lesen (wußte nicht um was es geht, nur das es auf meiner Liste *will mal lesen* stand) wurde ich stutzig. Es geht um eine Frau die das Zusammensein und die Sexualität mit Männern hinterfragt.
Es geht um Menstruation, um Frauengruppen, um das Leben dieser Frau.
Es geht um Liebe zu Frauen.
Es sind autobiografische Aufzeichnungen, Gedichte, Träume, Analysen.
Es heißt: Häutungen von Verena Stefan. Das war wohl früher (ab Erscheinung des Buches) recht bekannt in den linken Frauenkreisen.

Ich gehe meinen eigenen Gedanken und Gefühlen dazu nach. Wir schreiben uns viel und irgendwann traue ich mich sie anzurufen. Sie ist mir sympathisch, reflektiert sich selbst, probiert gern neues aus, hat ein vielfältiges Leben hinter sich. Spannend. Interessant. Irgendwann sage ich ihr, wo ich gerade Urlaub mache. Sie schweigt. Lacht dann prustend los, ich ahne schon was und sie meint: "Da fahre ich morgen auch hin, auf meine Almhütte."
Wow.

Ich entscheide mich trotzdem sie, trotzt bester Gelegenheit, noch nicht zu treffen. Ich wollte mich im Urlaub wieder sammeln, bei mir ankommen (in dem Buch las ich den Satz: Einen Vorrat von mir anlegen. Genau, wenn das nur ginge, andererseits würde mir was fehlen: Der spannende Weg wieder zu mir, die Kreativität dazu entwickeln und dann das schöne Gefühl, wenn ich wieder ganz bei mir bin) und diese Anspannung loswerden.

Ich merke, ich brauche mehr Menschen um mich, die ihr Leben aktiv leben und sich nicht vom Leben leben lassen und sich dann als Opfer sehen.
Ich brauche Menschen, die sich selbst hinterfragen, sich selbst weiter entwickeln wollen und bewußt handeln und nicht erst dann, wenn ihnen das Leben eine knallt.
Diesen Anspruch habe ich entwickelt. Und es gibt diese Menschen auch schon im ferneren Umkreis. Einen davon hätte ich gerne in meinem näheren Umkreis und frage ihn, ob er mit mir im Januar ein Wochenende in den bayrischen Wald fahren will. Er will.

Menschen wie D. tun mir nicht gut. Das habe ich schon vor 2 Jahren gemerkt und trotzdem an ihm festgehalten. Altes Trauma, vielleicht kann ich es ja doch lösen? Ich kann es nicht. Er ist auf einem anderen Weg als ich und ich habe schon als Kind versucht diesen Menschen zu helfen. Die sich gar nicht helfen lassen wollen.
Ich lasse los. Auch wenn es sich wie eine Häutung anfühlt. Schmerzhaft. Die Vorstellung und Idee wie wir noch vieles zusammen machen und lachen loslassen.  Wir spielten wie die Kinder und das wird mir fehlen.
Und regelmäßig knallte es so heftig, dass ich darauf keine Lust mehr habe.

Da wo mir die Haut weggerissen wurde, tut es noch weh.
Ich weiß aber nun was ich tun muss, damit es besser heilt.

Und das wichtigste ist auch: Es geht vorbei. Irgendwann ist die Wunde zu.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Per Du mit dem Lama

Nein, nicht mit dem Dalai Lama, sondern mit den Tieren.

Ich hab mir einen kleinen Weihnachtsurlaub gegönnt und war ein wenig auslüften. In den Bergen.
Irgendwie verlief alles anders als geplant. Genau, ich hatte sviel geplant, das ich nur noch im Kopf war und gar nicht spürte, was ich wirklich machen will. Was mir gut tut. Das hat ein wenig gedauert, bis ich es mir erlauben konnte.

Also war ich nicht außerhalb essen, ich war nicht auf der indianischen Wintersonnwendfeier (das hätt so gut zu meinem schamanischen Ritual gepasst, an dem ich Silvester teilnehme), ich fuhr mit dem Zug statt mir einer anderen Fahrmöglichkeit und so fügte sich alles neu zusammen.
Und dann entdeckte ich Sachen, die eben nicht geplant waren. Eine Burgruine auf einem Hügel, ein toller kraftvoller Ort, den ich ganz für mich hatte, außer eben den Lamas, die da auf einmal rumstanden. Ohne Zaun. Naja warum nicht. Sie waren ja brav. Und ich auch.

Ich war leider auch sehr angespannt. Erst jetzt wieder zuhause überfällt mich eine bleiernde Müdigkeit. Und so bin ich tatsächlich froh, mich jetzt ausschlafen zu können und nicht den Familienbesuchsmarathon und im Stau stehen und genervt sein, vor mir habe! Richtig rumzufaulenzen und mich mit all den tollen Sachen beschäftigen die ich bekam (ja bei mir war schon Bescherung).

Ich erhol mich also jetzt vom Urlaub :-)
Nein ich hab mir selbst auch einen Streß gemacht, wegen Weihnachten, alles unter einen Hut bekommen, alles rechtzeitig haben, packen, losschicken, einkaufen usw...
Mein Perfektionismus war also nicht im Urlaub (aber jetzt!).

Naja. Jetzt ist alles gut.
Friedlich.
Entspannt.
Und die indianische Sonnwendfeier ist wahrscheinlich nächstes Jahr wieder.

Jetzt aber einfach ein paar Fotos
und natürlich noch an alle: FROHE WEIHNACHTEN!

Jeden Tag war ich an die 7-8km spazieren! Vormittags 5km und nachmittags noch eine kleine Runde. Tat das gut!
 Bestens ausgeschilderte Wege führten über Wald, Wiesen, an Bächen und am Inn entlang (hier der Auerbach)
 Blick aus dem Wohnzimmerfenster meiner Ferienwohnung (mit Badewanne, ein Traum)
 Links der wilde Kaiser
 Immer tolles Wetter, sonnig und 10 Grad.
 Blick über das Inntal bei Oberaudorf (kurz vor der österreichischen Grenze).
 Ein wenig Bergsteigen darf auch sein:
 Die Auerburg (was davon übrig ist, aber besser gefielen mir die oberschenkeldicken Wurzeln die sich über und in die Felsen bohrten:
 So, puh oben angekommen: UI!! Arme ausbreiten, lächeln, sich an uralte Bäume lehnen, genießen.
 Darf ich vorstellen, nicht der Esel stand in der Krippe auch nicht die heiligen drei Könige, sondern: 3 Lamas!
 Huch, äh 4!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Das Wissen, das manchmal auch nervt.

Manchmal auch doof, wenn man seine Gefühle nicht mehr verdrängen kann und einfach das machen kann, was man sich vorgenommen hat.
Stattdessen mühseliges durch wellenartiges Gefühlsaufkommen gehen...
Menno...
Soviel zum Thema Bewußtheit. Das mich grad mal kann...

 https://youtu.be/b_vAYkfk1Go

Küchenbild und Verletzlichkeit

Das hängt nun in meiner Küche:


Derzeit fühle ich mich sehr verletzlich, ungeschützt, ich friere oft, so innerlich, ich muss ganz viel liegen, eingekuschelt in meine Decke.
Rückzug aus der Welt.
Das hat viel (ausschließlich!) mit dem Thema der Freundschaften zu tun.
Ich fühle mich getriggert. Alte Wunden schmerzen.

Ich habe wieder vermehrt Angst hinaus zu gehen. Unter Menschen. Bin sehr angespannt. Erschrecke extrem leicht.

Mein Kopf will zu den ausgesuchten Veranstaltungen. Aber ich fühle mich dazu nicht imstande. Lauter fremde Menschen. Ich allein. Das tut mir nicht gut. Auch wenn es sehr schöne Veranstaltungen sind.
Ich bin in einem zwiespalt. Möchte hin - kann nicht.
Statt einzusehen, dass es mir schneller besser geht, wenn ich mich gut um mich kümmere, anstatt mich voller Zwang wohin zu schleppen, mache ich mir Vorwürfe, verurteile mich gnadenlos und bin traurig dass das nicht klappt.
Verstandesgemäß weiß ich, dass es diese Veranstaltungen immer wieder gibt, aber das kommt nicht so an.

Ein sehr schönes Video zum Thema Verletzlichkeit, Scham und Würde (mit Untertiteln):
 http://www.newslichter.de/2012/03/die-kraft-der-verletzlichkeit/

Samstag, 19. Dezember 2015

Mit PMS, dafür ohne Spülmaschine

Muss mich jeden Monat dran erinnern:
PMS ist das neue besoffen sein. Emotional kurz vorm  Ausnahmezustand, sollte man sich überlegen, was man sagt, tut, entscheidet (so nach dem Motto: Telefon ausser Reichweite!).
PMS UND Alkohol ist dann das ganze potenziert...hochgefährlich! :)
Kann aber auch Spaß machen :-) (in diesem Sinne: Männer haften für ihre Frauen) ;-)

Ich habe, als ich hier einzog, eine Spülmaschine abgekauft. So eine große. Für 4 Personen. Irgendwie fand ich das toll.
Aber schon bald stellte sich heraus: So wirklich voll wird die nie, da ich gar nicht soviel Geschirr habe und 2. ist sie laut und eben ziemlich groß.
Aber da es mir gesundheitlich so miserabel ging, ließ ich sie immer stehen. Abuundzu war sie ja auch eine Hilfe, eben an den Tagen wo gar nix mehr körperlich ging.
Jetzt wo es mir körperlich wieder super geht und ich keine Stütze ala Spülmaschine brauche, dacht ich immer öfter: Die kommt jetzt weg.
Aber den letzten Punkt gab dann der Blog:
https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/11/17/r-i-p-ich-werde-dich-doch-nicht-vermissen/
Das Bild mit dem Regal statt der Maschine gefiel mir sehr gut, denn es ist so, dass ich keine Oberschränke in der Küche habe (die Wand würde das nicht halten) sondern nur 3 offene lange Regale. Die vollgestellt sind.

Also Maschine verkauft, noch vorhandenen Unterschrank aus dem Keller geholt und eingebaut. Nun war da aber immer noch Platz, also stellte ich ein Haushaltswägelchen auf Rollen daneben. Dann wurde das Schränkchen eingeräumt und siehe da: fast das ganze lange Regal war nun leer.
Welch Wohltat für meine Augen!
Nun habe ich 3 kurze offene Regale an einer Seite (nicht mehr alles in der Mitte über der Spüle), das lange Regal kam komplett weg.
Wow welch Offenheit, welch Freiraum, ich genieße es jetzt jedes mal wenn ich die Küche komme. Und auch den freigwordenen Platz auf der Fensterbank, möchte ich nicht gleich wieder zustellen.

Das nächste Mal denk ich vorher an die vorher/nacher Bilder :)
Versprochen!

Freitag, 18. Dezember 2015

Ich lieb ein pulsierendes Leben

Bin jetzt kein so ein großer Rilke-fan,
aber folgendes Gedicht fand ich letztens und gefiel mir sehr:

Ich lieb ein pulsierendes Leben,
das prickelt und schwellet und quillt,
ein ewiges Senken und Heben,
ein Sehnen, das niemals sich stillt.

Ein stetiges Wogen und Wagen
auf schwanker, gefährlicher Bahn,
von den Wellen des Glückes getragen
im leichten, gebrechlichen Kahn ….

Und senkt einst die Göttin die Waage,
zerreißt sie, was mild sie gewebt, –
ich schließe die Augen und sage:
Ich habe geliebt und gelebt!

Rainer Maria Rilke

 Von daher: Ich freu mich auf die kommenden Tage!

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Zweifel

Dieses Jahr habe ich mich von 3 Menschen aus meinem engeren Freundeskreis getrennt. Ich hab jetzt eh nicht so ein üppiges soziales Netzwerk...
Und manchmal frage ich mich schon, ob ich mich da selbst ins Aus geschossen habe, oder ob das jetzt einfach eine Übergangszeit ist.
Manchmal überkommt mich Panik und Trauer, dass ich diese Menschen verlassen habe. Ich bin einsam.
Dann denke ich zurück: Ich habe ja nicht aus Jux den Kontakt abgebrochen.

Es ist ein Prozeß.
Wachstum kann weh tun.
Ich versuche die Einsamkeit anzunehmen. Durch sie atmend gehen. Gut auf mich aufzupassen. Mir gutes tun. Mich nicht mit allerlei wegmachen.

Zu erkennen, dass das Leben ein Auf und Ab ist. Gesellschaft. Alleinsein. Tag Nacht. Wärme. Kälte....
Vertrauend, dass es bald wieder besser wird....

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Und wenn...

...man um 16h das Licht anmachen muss, weil es gar so duster ist...
und dann noch so dustere Einsamkeitsgefühle um die Ecke schauen...
dann....
könnt man echt depressiv werden....
Aber ich hatte ja heute noch was vor: Aus der Bücherei meine vorbestellten Bücher zu holen.
Eigentlich wollte ich erst gegen 18h dahin, um dann weiter zu einer Infoveranstaltung hier im Ort zu gehen, Thema: Flüchtlinge.
Dann hatte ich aber um kurz vor 17h eine innere Unruhe, dass ich JETZT sofort in die Bücherei gehen soll. Das ließ mich nicht mehr los, also  ging ich los.
Und traf dort eine ehemalige Arbeitgeberin. Wir unterhielten uns lange.
Wer gab mir also den Impuls jetzt schon loszugehen?
Spannend...
Im übrigen, gestern abend traf ich auch jemand zufällig aus meinem früheren Job. Der Mann meiner Chefin. Damals ging das ein wenig knatschig auseinander, aber ich habe festgestellt, da ist nichts mehr zwischen uns. Das ist einfach bereinigt und vorbei.
Interessant, dass mir gerade soviiele Arbeitsleute über den Weg laufen...

Und sonst so?
Ich liebe gerade meine Haut. Die ist vom gestrigen Dampfbad sooooo geschmeidig und zart, unglaublich!

Dienstag, 15. Dezember 2015

Genauso ist's

Ich schließe mich Oona von Irgendwas ist immer an:  http://oona108.blogspot.de/
Immer wieder schön, interessant, unglaublich was passiert, wenn man *loslässt* anstatt krampfhaft zu versuchen, das zu bekommen, was man will.

Nachdem ich ja im Sommer meinen 2. Ultraminijob aufhörte und mir seitdem dann doch dieses Geld etwas fehlt und es sich immer ungut anfühlte, wenn da mit meinem Willen zwanghaft nach neuen Jobs suchte, ließ ich los und jetzt tun sich aus ganz unvermuteten Ecken neue Chancen auf.
Das freut mich.

Das andere war heute die Sache mit dem öffentlichen Nahverkehr: Da ging mal wieder nix. 2 S-Bahnen in meine Richtung waren schon ausgefallen. Die 3.wirds wohl auch, dacht ich mir so, und wenn dem so ist, hol ich mir nen Kaffe. Obwohl solche Extraausgaben nicht mehr wirklich drin sind, diesen Monat.
Um mich herum wurde gemeckert, klar die wollten/mussten zu Terminen oder einfach nach hause. Mir wars egal, ich fror nicht, hatte noch Wasser dabei, hatte es nicht eilig, war super gelassen.
Also runter zum Bahnhofskiosk. Mit dem Verkäufer noch nett geratscht, sehr leckeren Kaffe mitgenommen. Wieder hoch an den Bahnsteig und siehe da, da kam *meine* Bahn.

Darf so entspannt weitergehen ;)

Und sonst so?
- Heute wieder beim schwimmen gewesen.
scheint jetzt zu klappen, dass ich es wieder 1x die Woche schaffe.
es lag also nicht al fehlender Disziplin oder sonstigem, sondern am kranken Körper.
-  Insgesamt über 3km gelaufen (das weiß ich so gut, weil ich mir die Strecke vorher auf maps ansah und da steht ja KM und Zeit dabei).
- Abends in einem Orgelkonzert in der Frauenkirche München gewesen. 1 Stunde einfach nur zuhören. Entspannen. Besinnen. Mir gelang das gut und ich konnte es genießen.
- zuhause dann erfahren, dass meine vorbestellten Bücher da sind. Hurray. Lesestoff über Weihnachten ist gesichert.
- ich überlege was ich am Freitag meinem Zahnarzt als Wette anbiete, dass das KEINE Überempfindlichkeit ist, ich will doch noch dieses Jahr geröngt werden. Tut definitiv zuviel aua :/

Montag, 14. Dezember 2015

Kraft und Freude (leider nicht am Zahn)

Heute doch beim Zahndoc vorbeigeschaut. Bevor mir da an den Feiertagen irgendwas daher bröckelt. Braucht ja kein Mensch.
Selbes Thema wie beim letztenn Mal: Überempfindlichkeit. Und da ja im Sommer oben neue Kronen reingesetzt wurden, vermutete der Doc, dass der Aufbiß doch nicht so gut aufeinander paßt und hat noch ein wenig geschliffen. Wieder das "Beruhigungsgel" in den Zwischenraum gespritzt und Ende der Woche soll ich nochmal vorbeikommen.
Wenn das nächstes Jahr immer noch ist, bestehe ich auf eine Röntgenaufnahme.
Jetzt hoff ich das sich das alles erstmal beruhigt.

Heute im Meditationsbuch *Kraft zum Loslassen* von Melody Beattie gestöbert und am 13.April hängengeblieben. Da geht es um Freude.
Und das viele von uns das unausgesprochene Gebot verinnerlicht haben: Du sollst keine Freude haben und das Leben nicht genießen.
Doch dürfen wir. Ohne Schuldgefühle Spaß haben, lustig sein und uns gutes tun! Wir müssen nicht mehr unnötig leiden. Es ist richtig sich wohlzufühlen!
Und tatsächlich, die Tage merk ich wie verbissen und streng und unfreudig ich wieder mal (so fast ohne Grund) manche Stunde verginge. Blödsinn.

Alles ist gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann wird es das schon noch (leicht abgeändert) ;)

Gestern eine Fernsehreihe gefunden: Leben wie ich will.
Junge Menschen werden eine zeitlang begleitet und interviewt und nach 2 Jahren wieder, wo gefragt wird: was wurde aus Deinen Träumen und Zielen?
Diese Frau hat es mir besonders angetan:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/hier_und_heute/videolebenwasichwillupdatefolgesabine100.html
Soviel Kraft und Freude und positive Ausstrahlung. Einfach toll!

Sonntag, 13. Dezember 2015

Eindruck - Ausdruck

So der Plan für die kommenden Feiertage steht auch.
Es hilft mir ein Programm zu haben, das heißt nicht, dass ich den strikt durchziehe, egal wie es mir geht. Manche Dinge werde ich auch spontan entscheiden, weil es mehrere Auswahlmöglichkeiten gibt.
Das fühlt sich jetzt gut an. Ich bin entspannter. Alles unter Dach und Fach. Nur noch ein wenig Lebensmittel einkaufen, dann kann es los gehen :-)

Ich habe vor einiger Zeit in unserem Bücherschrank ein Buch gefunden, von Peter Lauster, Wege zur inneren Freiheit.
Ach dacht ich, so Lebenshilfebücher las ich schon zuviel, ich bin jetzt innerlich so gestärkt, dass ich mich gut kenne und klar komme.
Aber Lauster...der Name sagt mir was. Also doch mitgenommen, is ja gratis und ich kann es bei nichtgefallen wieder zurück bringen. Es tut gut ein wenig darin zu stöbern, er schreibt sehr freundlich, auf Augenhöhe, verständlich und verständnisvoll. Seine Beispiele mit Patienten lesen sich flüssig.
Ein kleiner Seelenbalsam. Aber ich werde es nicht behalten.

Er schreibt zum Beispiel davon, dass die wenigsten Menschen sich keine Zeit zum ausdrücken nehmen. Sie setzen sich vielen Eindrücken/Reizen aus, aber wie wird das verarbeitet? Um im seelischen Gleichgewicht zu bleiben ist es wichtig, dass die Balance stimmt Eindruck/Ausdruck.
Vielleicht ist das mit ein Grund/Auslöser für so viele burnout-Erkrankte?

Wo/wie drücke ich mich aus? Wie verarbeite ich Erlebtes? Meistens durch schreiben. Nicht nur öffentlich, auch noch im guten alten Tagebuch. Da saß ich heut morgen im Bett und spürte einen Widerstand: "Warum sollte ich? Ich weiß es doch. Ich denke dran. Was soll das nutzen?" Trotzdem fing ich zaghaft an. Und spürte (wie meistens): es tut mir gut.
Es löst sich etwas. ich lass es los. Es geht aus meinem Kopf heraus.
Danach habe ich nochmal tief und fest 2 Stunden geschlafen.
Ich möchte auch wieder anfangen zu malen, zu bestimmten Themen, Gefühlen, Ereignissen. Die Ölkreiden gefallen mir so gut.

Auch kam mir die Idee, dass ich meine vorletzte Therapeutin nochmal aufsuchen könnte und mit ihr zu einem bestimmten Thema ein Ritual machen möchte. Sie kann nicht über Kasse abrechen, deswegen muss ich das selbst zahlen, aber aus verschiedenen Gründen möchte ich genau zu ihr. Werde aber erst nachspüren, ob das nach Silvester immer noch stimmig für mich ist.

Samstag, 12. Dezember 2015

Sicherheit

Wenn man sich nicht auf seinen Körper  verlassen kann, entstehen existenzielle Ängste.
Erst jetzt, wo ich wieder fit bin merke ich, wie oft ich früher panisch wurde (was natürlich noch mehr Kraft kostet) wenn ich merkte: ich kann nicht mehr.
Wenn man einen Spaziergang machen will und eine halbe Stunde spazieren geht und dann machen die Beine schlapp, man kann sich kaum noch aufrecht halten, man schwitzt wie verrückt, das Gehirn ist wie im Nebel, alles ist schwer, die Muskeln schmerzen, kommt die natürliche Frage auf: Wie schaffe ich es jetzt nach Hause?

Es war schlimm. Jedes Mal.
Diese Unsicherheit. Diese Wehrlosigkeit. Dieses wollen aber nicht können.
Ein wenig traumatisch.

Das wird mir jetzt so richtig bewußt, wo ich losgehe und gehe und gehe und weiß, wenn ich "normal ko" bin mache ich eine kleine Pause, dann geht es frisch wieder weiter. So wie heute morgen, als ich 1,5Std. über Wald-und Wiesenwege spazierte. Noch fast im Dunkeln ging es los, dafür gab es dann einen hellorangenen Sonnenaufgang, am ansonsten bewölkten Himmel!

Die Verunsicherung ist weg. Ich muss mir darüber (fast) keine Gedanken mehr machen. Welch Ballast da wegfällt! Wenn ich nicht mehr überlegen muss, ob ich die 50m-Schleife noch gehen kann oder lieber gleich nach Hause gehe.

 Ach und endlich wird um mich herum auch so manches unfertges endlich fertig.
Zum Beispiel, dass ich hier endlich wieder Bilder hier einfügen kann.

Freitag, 11. Dezember 2015

Hoher Puls, niedriger Blutdruck

Ich war mir sicher, dass mein Blutdruck nun andere Werte hatte, als letztes Jahr im März.
Gesundheitlich geht es mir ja jetzt top. Keine bleiernde Müdigkeit, keine Benommenheit im Kopf, kraftvoll und mit Tatendrang.
Also wieder ein Gerät in der Apo ausgeliehen...und?

Keine Veränderung.
Weiter Werte um die 90/60 im Durchschnitt. Aha.
Als ich den niedrigsten Puls von 60 hatte und tiefentspannt auf der Couch saß, zeigte das Gerät beim Blutdruck: 129/60. Aha.
Naja das merkte ich schon immer: Dass bei Streß auch der Kreislauf nicht so ganz rund läuft.
Naja dann weiß ich ja jetzt bescheid.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Sportlicher Advent

Heute die letzte Weihnachtspost fertig gemacht, da brauch ich ja nächste Woche fast einen Anhänger um das alles zur Post zu bringen.
Aber egal, heute kann ich sagen: Zur Not geh ich halt 2x. Inzwischen schaffe ich das ja körperlich und bin immer noch sehr erfreut und auch erstaunt, dass das alles wieder wird.

Heute morgen bin ich trotz Nebel und 2 Grad gute 1,5 Std. mit dem Radl rumgedüst. Herrlich! Alles so still, die Sonne nur bleich am Himmel, der Wald ein wenig unheimlich, die Pfützen gefroren, meine Zehen zum Schluß auch fast.
Aber egal. Es hat Spaß und mich weiter fit gemacht. Unterwegs noch L. getroffen. Die treff ich sooft *zufällig* und immer wieder ist es schön. Wir kennen uns noch aus einer Selbsthilfegruppe und da ist das verhältnis gleich ein ganz anderes. Man kennt so viele Probleme des anderen. Und trotzdem, dass ihre Probleme immer mehr wurden hat sie sich ihren Humor bewahrt und kann ihre Leichtigkeit versprühen.

Ich kann mich jetzt nach der Werkelei auch ausruhen, genieße einen Früchtepunsch, den Duft der Tannenzweige und ein wenig Musik...

Dienstag, 8. Dezember 2015

Schade,

Schade, dass es so wenige Menschen gibt, die wirklich Verantwortung für sich, ihr Leben, ihre Zufriedenheit..ect. übernehmen.
Wieder einmal einem Mann begegnet, der sich an mich ransaugte. Mich kontrollieren wollte und mir (mehr oder weniger) die Schuld gab, dass er unglücklich ist.

Die Maske fällt dann, wenn der andere (also ich) sich ein wenig entzieht, sich nicht kontrollieren lässt, sein Leben selbst gestaltet (oft unabhängig vom anderen, weil dieser eben nur EINE Säule im Leben ist, anstatt die EINZIGSTE).
Menschen, die es nicht aushalten, wenn es dem anderen besser geht, die so wenig Selbstwertgefühl haben, dass sie die anderen immer klein halten müssen und wehe dem, der sich traut zu wachsen, sich zu entwickeln, auszuprobieren, das Leben zu genießen!

Ich habe STOP gesagt, zum ständigen in-Kontakt-sein, zum zu großen ausfragen (ich erzähle dir aus meinem Leben, was ich erzählen will und nicht jeden Handschlag).
Er wollte mich einlullen, mich gefügig machen, mich haben, mich für sich benutzen, das ganze kombiniert mit viel Projektion, null Selbstreflexion, viel Flucht und Sucht.
Als ich nein sagte, wurde aus dem lustigen, lieben Mann, ein sarkastischer, beleidigender, aggressiver...

Und ich wunderte mich warum ich wieder diese Panikgefühle (vor allem nachts) hatte....

Aber alles hat auch sein Gutes: Ich habe gemerkt, dass ich schon standfester wurde, mich nicht mehr so schnell einschüchtern und von meinem Weg abbringen lasse. Das ist eine tolle Erfahrung!

Winter ist...

...wenn der Granatapfel in der Küche rumspritzt (im Moment sehr günstig für 80 Cent beim großen Discounter mit dem A., sehen außen eher hässlich aus, aber innen saftig und knackfrisch!)

... wenn um 16h die blaue Stunde beginnt, und es nach einem sonnigen Tag innerhalb von 15mins total neblig ist...

Sonntag, 6. Dezember 2015

Oh(je) du liebe Weihnachtszeit

Hab nur ich das verpaßt oder haben darüber die Medien tatsächlich geschwiegen?
Diese Katastrophe in Brasilien, jetzt im November:
https://www.sein.de/news/2015/11/brasilien-groesste-umweltkatastrophe-seit-fukushima/

Also teilweise hab ich echt das Gefühl, dass diese Welt in den letzten Atemzügen liegt...
(klick ins Bild dann ist es lesbarer)

(gefunden in einem Münchner Schaufenster letztes Jahr)

Samstag, 5. Dezember 2015

Motivation

Gestern einen tollen Artikel in der GEO (Ausgabe März 2014) über Begabung und Intelligenz gelesen.
Und da ging es auch um die Frage, warum manche Spitzenspportler/Genies oder sonstige Sieger werden und andere nicht.
Mit ein Grund ist eine hohe innere Motivation. Das Wort Ehrgeiz mag ich nicht so, aber als ich das las: innere Motivation leuchtete in mir etwas auf.
Ohne innere Motivation schafft man nichts, da hilft auch kein Lob, Drill oder Belohnungen von außen.

Meine innere Motivation (das Leben zu entdecken, meine Interessen zu verfolgen, meine Begabungen zu entfalten) wurde schon sehr früh stark verurteilt, abgeschnitten, totgetrampelt. Ich wurde zum Nach-und Mitläufer. Die Entwicklung von Selbstbestimmtheit und dem Wissen was gut für mich ist wurde ein großer Riegel vorgeschoben.
Meine eigenen Impulse musste ich ständig unterdrücken, ich entfremdete mich massiv von mir selbst.
Für all diese Mißhandlungen Worte zu finden, erleichtert mich.
Es ist vorbei. Diese Menschen die mir das antaten gibt es in meinem Leben nicht mehr, bzw. nur am Rande. Und die Menschen die das an mir versuchen, gebe ich keine Macht.

Ich lebe auf. Ich atme. In mir entwickelt sich wieder eine innere Motivation.
Meine Begabungen zu finden, meine Stärken zu leben, meinen Interessen zu folgen.
Jeah und ich tue es mit Freude!
Die totgeglaubte Blume richtet sich wieder auf.
Hoffnung!

Freitag, 4. Dezember 2015

Von wegen...

Von wegen staade Zeit.
Ich bin unruhig. So hibbelig. So getrieben fühl ich mich.
Is ätzend.
Aber auch kein Wunder. Soviel hängt gerade in der Schwebe. So viel unfertiges um mich. Das IST unruhig.
Naja ich mach das beste draus. Sehe es als Herausforderung und mach den Pc aus und den Tee an.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Gelassenheit, ein wenig Hawaii und sonstiges

Gestern festgestellt, dass mich Äußeres weniger stresst.
Die Woche stand ich an einem großen unterirdischen Bahnhof. Menschengwusel, U-Bahnen kamen und fuhren wieder, das Licht war grell, Wände und Boden waren hässlich und ich konnte trotzdem ganz entspannt stehen bleiben und auf meine Bahn warten. Nach einigen Minuten fiel mir sogar auf, dass ein doch recht lautes Bohrgeräusch zu hören war! Normalerweise nehme ich sowas sofort (genervt) wahr.
Auch gestern im Trubel der Großstadt, Feierabendverkehr, Christkindlmarkt, hupen, Lärm, Gedrängel...ich konnte viel besser bei mir bleiben, mir ruhige Ecken suchen, spüren wonach mir ist.
Ich glaube ein wichtiger Aspekt, dass ich nicht mehr so extrem hochsensibel bin, ist, dass ich meine Umwelt als weniger bedrohlich einstufe.
Ich sehe die Menschen irgendwie milder, gütiger. Muss nicht mehr so in Habachtstellung sein. Entspannt kann ich mich am besten wehren.
Jeder wurschelt sich doch irgendwie durchs Leben. Jeder hat seine Schieflagen. Ich glaube die Sicht auf die Menschen hat sich nun auf Augenhöhe eingependelt.
Ich bin immer von einem Extrem ins andere gependelt. Die anderen völlig überbewertet und mich klein gemacht. Oder mich überheblich gefühlt und die anderen als minderwertiger angesehen (dies Verhalten zeigte sich nur bei fremden Personen, die man so im Alltag sieht/begegnet).
Das macht nur Stress.
So wie jetzt ist es viel schöner. Angenehmer.

Ich habe dann gestern noch eine hawaianische Massage mir gegönnt. Hatte vor Wochen schon gebucht, aber die gute Frau wurde dann krank.
Also so ganz meines war es nicht, dass die Liege nämlich auch eingeölt wird, hat mich eher verspannen lassen, weil ich das Gefühl hatte keinen festen Halt mehr zu haben und so eine Liege ist ja recht schmal.
Interessant war zu erfahren, dass diese Massage früher oft bei Lebensveränderungen, bei Übertritten in eine neue Phase angewandt wurde.
Na wenn das mal nicht gerade passt!!!

Später schrieb ich mit einem Freund und er fragte mich, ob ich morgen mit zum Brunch will. Würd ich schon gerne, nur habe ich schon was vor und am Freitag muss ich arbeiten. Wollte ich schreiben. Ich möchte aber gerade in Bezug auf Arbeit mehr auf meine Wortwahl achten. Ich MUSS nicht. Müssen macht nur Druck. Ich möchte arbeiten. Also korrigierte ich und meinte: BIN arbeiten.

Und sonst so?
Ich hoffe nur, dass der Zahn der da seit gestern sich meldet, nur eine Überempfindlichkeit angesichts der Weihnachtsnaschereien ist und das bald wieder vorbei ist.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Ode an die Freude

Die Melodie *Ode an die Freude* hab ich ja immer mal wieder als Ohrwurm und das find ich schön :)

Ich habe heute voller Überzeugung und Gewissheit gesagt, dass ich mir sicher bin, ab 2017 nicht mehr die volle Erwerbsunfährigkeitsrente zu brauchen.
Mit ganz großen Schritten geht es zurück in ein aktives Leben. Ein selbst gestaltetes. Ein teilhabendes. Ein erfüllendes. Und was erfüllt, macht glücklich.
Es ist toll eine Verabredung zu machen und zu wissen: Da gehe ich auch hin. Nicht mehr diese Unsicherheit: Hoffentlich gehts mir da gut. Hoffentlich bin ich fit genug.
Oder sich mittags (aus Gewohnheit) hinzulegen, so richtig ins Bett, wie ich das immer machen musste, um dann festzustellen, dass man eigentlich sowas von knallwach ist. Und sich kichernd wieder auf den Rücken dreht, um halt dann einfach ein wenig zu ruhen.
Es gibt mir auch Sicherheit, dass ich Turbulenzen (wie nun letztens) selbst schaffe. Die Gedanken meine Therapeutin hinzuzuziehen waren zwar da, aber dann eben doch nicht not-wendig.
Überhaupt Sicherheit...mehr dazu ein ander Mal....

Montag, 30. November 2015

Vita activa

Hach wie schön. Heut siehts schon wieder lichter und froher aus.
Kein Wunder, ich war den halben Tag unterwegs und hab es pur  
ge--nos--sen!!!
Eigentlich wollte ich am Freitag zur Nacht der 1000 Lichter (Taize) in der berühmten Münchner Frauenkirche.
Aber ich ließ es dann doch bleiben, ahnte, dass es zuviel werden würde. Auch emotional. So ein voller Dom, mit 1000 Leuten, viele Kerzen und diese schönen Gebete und Lieder. Mir reicht schon eine leere Kirche, um oft von diesem Gefühl überwältigt zu werden. Welches Gefühl? Ich weiß es nicht genau. So eine Andächtigkeit, ein staunen, Gänsehaut, eine Erfülltheit...sowas eben.

Ich sah aber auch, dass Montags um 9h immer eine kleine heilige Messe dort stattfindet. Oh dacht ich, das ist doch mal ein schöner Wochenstart.
Und so saß ich heute früh zwischen Nonnen, alten Männern und nicht mehr ganz so junge Frauen. Vom Ablauf und den Gebeten kannte ich nur noch die Hälfte. Egal. Es tat gut. Es war schön. Auch wenn ich mit diesem niederknien und Demut und diesem wir da unten, der Gott da oben so meine Probleme habe.

Danach ging es für 2 Stunden ins Schwimmbad, mit Bahnen ziehn, Dampfbad und im warmen Whirlpool draußen im Sturm sich dahin treiben lassen. Ahhhh....

Dann der Hunger, ab zu B.K. ein wenig FastFood und einen Kaffee, bevor es auch schon weiter ging in ein großes Münchner Kulturzentrum.
Dort gibt es so 2x die Woche kostenlose Mittagskonzerte.
Schüler der Musikhochschule dürfen sich da schon mal ein wenig erproben.
Also wenn ein Instrument meine Seele erwärmt, dann ist es das Klavier.
45 Minuten gaben 4 Schüler ihr bestes, 2 davon sogar zusammen. Auf so wunderschönen Flügeln, dass man sie küssen wollte.
Ach ich war ergriffen, langsame Stücke, aber auch wilde und donnernde.
Ganz zauberhaft und wunderschön.

So war heute gut gesorgt, für Körper, Geist und Seele.
Wobei natürlich das eine auch fürs andere gut war und ja ich weiß, man solle das nicht so trennen.
7 Stunden außer Haus, da freu ich mich dann auch wieder auf meine Bude.

Sonntag, 29. November 2015

Öde

So. Achtung volle Kanne Jammerei!
Mich ödet grad soviel an. Das graue Wetter. Mischung aus Langeweile und Einsamkeit. Die frühe Dunkelheit. Meine räumliche Umgebung, die ich nicht mehr sehen kann.
Es wird echt Zeit, dass sich was ändert. Und da sehe ich für 2016 gute Chancen (welche Farbe sagt man eigentlich statt *rot sehen*, wenn man was gutes sieht? Grün? Pink? Weiß? Ach ich nehm alle drei Farben.)
Also ich seh für 2016 grünpinkweiß für mich.
Das wird ein gutes Jahr. Das hab ich im Gespür.
So wie ich davor schon fühlte, dass 2012 gut wird. Und so war es.
Das mag jetzt Schönrednerei sein, oder Hoffnungswünscherei oder was auch immer.
Egal.
Es fühlt sich gut an.
Is halt jetzt grad noch eine schwierige Zeit.
Bis zum 21. Dezember. Dann komm ich hier mal für 3 Tage raus.
Bin schon gespannt wie es wird. Das Thema wo ich andere Menschen gefragt habe und teils keine Reaktionen kamen, hat sich fast von selbst erledigt. Ich werde noch weiter schauen, ansonsten habe ich auch eine andere Lösung gefunden.
Selbst is halt die Frau.
Dann wird der 24. Dezember nochmal bissl heikel, hoffentlich nicht kritisch.
Die anderen beiden Feiertage sind mir im Grunde dann immer egal.
Dann noch Sylvester.
Und dann steht es da: Frisch, neu, glänzend: das neue Jahr!
2016, laß dir gesagt sein: ich freu mich auf dich!

Freitag, 27. November 2015

Seiltanz

Das schwarze Loch zieht und ruft, aber ich will da nicht hinein fallen.
Mit Achtsamkeit schaue ich auf meine Gedanken, dass sie nicht zu sehr in eine Richtung abrutschen oder mir in eine selbst gemalte dunkle Zukunft davon galoppieren.

Es gibt nicht nur die inneren vernichtenden (Eltern)-Stimmen sondern inzwischen auch eine innere Therapeutin.
Das ist schön. So ist es mir möglich mich liebevoller anzuschauen, mir beruhigende Sachen zu sagen oder einfach ein wenig Distanz auf diese ganze Schwere zu gewinnen.

Mit Achtsamkeit schaue ich auf mein Tun: was tut mir jetzt wirklich gut und was meine ich nur, dass es mir gut tun müsste?
Bewegung oder lesen oder in Kontakt mit anderen Menschen gehen, wenn ja mit welchen?
Die Nacht war sehr unruhig, ständig Herzrasen, Beklemmung, Unruhe, kein Tiefschlaf war möglich. Voller Adrenalin, auch tagsüber nun schon die ganze Zeit. Gleichzeitig ist alles in mir verkrampft, der Bauch will dadurch kein Essen, das atmen fällt schwer, ich friere unerträglich, so von innen heraus, keine Konzentration ist möglich.

In den letzten Wochen habe ich meist täglich eine Tarotkarte gezogen.
Mir hilft das. Und seit einigen Tagen ziehe ich passenderweise immer
DER GEHÄNGTE
worüber ich natürlich erst erschrak, bis ich las:


Krise als Chance
Wehre dich nicht länger dagegen, lass dich hängen, lass los und erkenne, dass die Lösung reif ist und viel naheliegender als du denkst. Wechsel die Blickrichtung.
Und dann wirds in mir weicher, ich kann ein wenig weinen, Energie fließt wieder durch meinen Körper, ich kann wieder atmen und schauen, was die neuen Blicke mir da zeigen mögen.

Donnerstag, 26. November 2015

Und dann noch Weihnachten...

Hab ich dieses Jahr ja so gar keine Lust drauf...
dacht ich erst.
Normalerweise fahr ich ja gern über die Feiertage paar Tage weg.
Neue Umgebung lenkt ab. Die Zeit vergeht schneller.
Dieses Jahr fühlte sich das aber nicht stimmig an.
Aber was dann?
Mir fiel tatsächlich was ein, was ich machen könnte, was dann auch Weihnachtslust in mir hervorrief.
Also alles in die Wege geleitet. Nun heißt es: Abwarten und Chai Latte trinken. Denn alles andere hängt nun von anderen Menschen ab. Und die lassen sich Zeit mit ihren Reaktionen.
Das macht mich sehr unruhig.
Also werkel ich, dekorierte nun doch, machte sauber, verpackte Geschenke und werd noch ein wenig backen und immer wieder gucken: kam ne Antwort? Eine positive?

Ich wünsche es  mir so sehr, dass es klappt....

Mittwoch, 25. November 2015

Das Glück geht bh-frei

Immer wieder im Winter, oder wenn ich wenig unter Menschen bin, befreie ich mich. Vom BH.
Probiert das mal aus für eine Stunde oder für einen Tag. Da engt nichts ein, da spürt man nur sich selbst.
So ein Bügelbh mit Schalen macht zwar schöne Formen ist aber auch ziemlich unbequem. Deswegen wird der nur angezogen, wenn ich mich besonders hübsch machen will.
Dann gibt es noch das Alltagsbustier, sehr weich, sehr anschmiegsam, weniger Halt aber noch okay.
Und dann eben nix.
Auch im Sommer liebe ich es, oben ohne mich zu sonnen und zu baden (nur wenn ich mich wirklich wohlfühle, wenn es zu viele Menschen um mich sind, ziehe ich mich wieder an, aber ich schaue eh immer, dass ich zu Zeiten da bin, wo es leerer ist). Das schwimmen fühlt sich soviel freier an, so schöner, das Wasser direkt auf der Haut, wunderbar!!!

Und unten ohne?
Ich habe tatsächlich festgestellt, dass wenn ich nachts ohne Slip ins Bett geh, ich tiefer, erholsamer schlafe. Weil auch da nichts einengt oder drückt.
Könnt ihr ja mal ausprobieren.

Dienstag, 24. November 2015

Nicht grad die beste Zeit

Das mit T. hat mich wohl doch mehr gebeutelt als gedacht (und natürlich gewollt).
Aber es zeigt sich immer mehr: bin mit arger Schlagseite unterwegs.
So paradox sich das anhört, aber es ist so: Zum Glück kenn ich mich nun mit Krisen aus.
Ich weiß was zu tun ist.
Solche Zustände sind mir nicht neu (und versetzen mich daher nicht in Panik).
Körperliche Turbulenzen kann ich besser zuordnen und lassen.
Und das wichtigste: Ich bin sehr gnädig mit mir. Wenn ich mich eingerollt im Bett grad am wohlsten fühle, dann ist das eben so.
Ich peitsche mich nicht mehr und meine im ganz normalen Alltags-ich funktionieren zu müssen.
Alles was hilft ist in Ordnung. Ich weiß, dass das nur vorübergehend ist und wieder schneller vorbei ist, wenn ich gut mit mir umgehe, wie eine liebende Mutter.
Hachja ein schönes Bild...

Sonntag, 22. November 2015

Nächster Schritt

Der nächste Schritt in Sachen Entgiftung/orthomolekulare Medizin heißt:
Folsäure. Aber nicht die normale, die überall angeboten wird, sondern schon die bioaktive Form.
Es ist nämlich so, dass (angeblich) jede 2.Frau die Folsäure nicht in die bioaktive Form umwandeln kann, heißt für den Körper nicht verwertbar ist.
Und die allermeisten Menschen haben Folsäuremangel.

Im Sommer startete ich schon einmal einen Versuch mit 1/4 Tabelette jeden 2.Tag. Ja man soll das sehr langsam einschleichen, da es ein weiteres Rädchen im Stoffwechsel ist, und das erstmal ein wenig Aufruhr im Körper verursacht. Man muss ja nicht mit Kanonen auf die Spatzen und so...
damals war selbst das noch too much. War eindeutig zuzuorden, ich war noch schläfriger und benommener als sonst. Das wollte ich mir nicht zumuten. Wenn man sich kaum aufrecht halten kann, ist das einfach ätzend.

Jetzt bin ich viel stabiler, wacher, klarer, also starte ich einen neuen Versuch. Wieder 1/4 Tabl. alle 2 Tage.
Bis jetzt geht es mir gut, einzigste Änderung: Nachts schwitze ich extrem. Es ist aber nicht dieses *mir-ist-zu-warm-schwitzen* sondern ganz anders, auch mein Blutdruck bleibt dabei stabil und sackt nicht ab.
Heißt für mich: mir hauts da nochmal Dreck raus. Es stellt sich was um. Ich fühle mich auch morgens richtig fit. Wie nach einem Fieber. Mit neuer Kraft.

Sonst so?
Heute fast nur rumgelegen.
Merke, dass das meinem Körper gar nicht gefällt, er regelrecht nach Betätigung schreit. Jetzt wo er endlich wieder Kraft und Lust auf Bewegung hat! Na da werd ich dann doch noch paar Pilatesübungen machen. Immerhin.
Und morgen mich wieder mehr bewegen.

Samstag, 21. November 2015

Dieser Blog

Dieser Blog war ursprünglich für etwas anderes gedacht.
Hier wollte ich starke Frauen vorstellen. Frauen die mich inspirierten, die eine Art Vorbild für mich waren und/oder deren Art und Weise wie sie leben mir gefiel. Frauen die echte Persönlichkeiten waren/sind.
Leider verlief das im Sande.
2 Portraits habe ich erstellt und die lasse ich hier auch stehen.

Ansonsten geht es in diesem Blog darum, mir mein Leben weiter zu gestalten.
Nach einer traumatisierenden Verhangenheit (das habe ich größtenteils abgeschlossen und soll hier nicht mehr allzuviel Raum einnehmen) geht es für mich nun darum nach vorne zu schauen. Gut auf mich aufzupassen, mich nicht zu überfordern, mein So sein zu achten und zu schätzen.

Wieso der Titel *Den Weg des Herzens gehen*, weil es mir gut tut mich nach meiner Intuition auszurichten. Der Verstand schießt gern dagegen und in meinen Kopfstimmen verstecken sich sehr oft die alten Botschaften meiner Eltern/Schwester was man nicht tun soll, was man tun soll usw. das war giftig für mich, denn diese Hinweise waren immer nur für sie selbst gut, aber nicht für mich.

Ich bin stark introvertiert, liebe es draußen in der Natur zu sein, sei es wandernd, radelnd, schwimmend oder mit Schlittschuhlaufen....dies genieße ich umso mehr, da ich  jahrelang extrem körperlich erschöpft war und ich mich fast immer im Haus aufhalten musste.
Die Erschöpfung war, wie sich herausstellte nicht nur psychisch (was ich schon immer weußte) , sondern  lag daran, dass ich histaminintolerant bin, eine HPU und Nebennierenschwäche habe, dies alles habe ich mit orthomolekularer Medizin nun weitesgehendst im Griff.
Nie habe ich mich mit diesem üblen Zustand abgefunden, ich habe immer weiter nach der Ursache, warum es mir so schlecht ging, geforscht, kein Arzt half mir, denn wenn man einmal eine psychische Diagnose hat, is ja eh alles klar....ich wußte tief im innersten, dass es eben NICHT psychisch ist und so war es,so habe ich (mit Erfolg) viel ausprobiert und auch viel Geld dafür bezahlt. Doch das war es wert!

Mein Radius erweitert sich wieder, das Leben ruft und davon handelt dieser Blog...

Intro sein

Eigentlich wollte ich gestern auf ein kleines Konzert.
Ich war fit, gut gelaunt und selbst nach einem arbeitsreichen Vormittag noch voller Kraft.
Doch nach und nach verging mir die Lust...insgesamt fast 1,5Std. in öffentlichen Verkehrsmitteln sein, dann ein kleiner Raum voller fremder Menschen, kein Sitzplatz (so lange stehen bei einem nicht-mittanz-Konzert find ich sehr anstrengend), viele Reize/Eindrücke dazu dunkel, naß und windig. Aber der Hauptgrund war einfach: ich wollt allein sein.
Also blieb ich zuhause, ging zwar trotzdem kurz raus zu einem herrlichen Spaziergang im menschenleeren Park aber dann saß ich im Bett, mit Wärmflasche, einem Tee und las: "Leben aus den Wurzeln von Thoreau".
Göttlich. So schön! Allein die Vorstellung jetzt draußen in einer Menschenmenge zu stehen, ließ mich noch tiefer unter die dicke Decke rutschen und ganz bös schauen.
Das Glück der Intros :-)

Letztens fand ich einen Film, in dem der Hauptdarsteller auch ein Introvertierter ist. Gut der Film is teilweise sehr lahm und flach und blöd, aber allein für die Hotelszene lohnt es sich fast ihn doch anzuschauen.
Ich hab so gelacht.
Ich konnte den jungen Mann so gut verstehen.
Nett ist auch (und für Intros nur zu gut bekannt) wie seine Umwelt reagiert: er müsse sich behandeln lassen, er sei ein Freak ect..
dabei hat seine Umwelt die größeren Macken...

Wer mag, schaut hier:
https://youtu.be/bkiFkDx0leU

Freitag, 20. November 2015

Nur eine Geschichte

Eines Tages kam Thomas Edison von der Schule nach Hause und gab seiner Mutter einen Brief.
Er sagte ihr:" Mein Lehrer hat mir diesen Brief gegeben und sagte mir ich solle ihn nur meiner Mutter zu lesen geben."
Die Mutter hatte die Augen voller Tränen, als sie dem Kind laut vorlas:" Ihr Sohn ist ein Genie. Diese Schule ist zu klein für ihn und hat keine Lehrer, die gut genug sind, ihn zu unterrichten, bitte unterichten Sie ihn selbst."

Viele Jahre nach dem Tod der Mutter, Edison war inzwischen einer der größten Erfinder des Jahrhunderts, durchsuchte er eines Tages alte Familiensachen. Plötzlich stieß er in einer Schreibtischschublade auf ein zusammengefaltetes Papier.
Er nahm es und öffnete es. Auf dem Blatt stand geschrieben: "Ihr Sohn ist geistig behindert. Wir wollen ihn nicht mehr an unserer Schule haben."

Edison weinte stundenlang. Dann schrieb er in sein Tagebuch:
Thomas Alva Edison war ein geistig behindertes Kind. Durch eine heldenhafte Mutter wurde er zum größten Genie des Jahrhunderts.

Donnerstag, 19. November 2015

Das Glück geht barfuß

Letztens bei der Wanderung, kam ich auf dem Weg zurück zum Bahnhof am Barfußpfad vorbei. Natürlich musste ich das machen. I love it.
Die Füße die stundenlang eingepfercht in den klobigen Wanderstiefeln vor sich hin schwitzten freuten sich, welch Wohltat, welch Erfrischung!
So tappste ich über Steine, Tannenzapfen, Sand, Mulch...um zum Schluß die Füße in den kalten Schliersee zu stellen. Mitte November. TOLL!


Zuhause fiel es mir ein: Mensch, wär ich doch eher auf die Idee gekommen, die Schuhe auszuziehen. Der Abstieg von der Ruine war dafür ideal: Ein ausgetretener Waldpfad, nur feste Erde und dazwischen paar große, runde Steine und Wurzeln. Sehr uneben. Mit den dicken Wanderstiefeln, deren Sohle fast nicht biegsam ist, kostete das unnötige Konzentration und Kraft. Ich verspanne da immer sehr, finde, das ich zuwenig Halt habe. Was ja auch stimmt.
Wie anders wäre es barfuß gewesen: der Fuß hätte sich an die Unebenheiten angepaßt, die Zehen hätten Halt gefunden und ich wäre entspannter  und frischer geblieben (vor allem am Fuß).
Das muss ich im Frühjahr unbedingt ausprobieren.

Ach überhaupt sag ich mir jedes Jahr, dass ich doch mehr barfuß gehen will und immer vergesse ich es.
Nicht so gestern, da erinnerte mich jemand dran, denn ich hatte ein sehr großes Loch im Socken. Also weg damit. Immerhin haben wir weiter sonnige 15 - 20 Grad, selbst heute morgen waren es 13!
Zumindest in der Wohnung kann ich heute noch barfüßig vor mich hin tappsen und später vielleicht noch ein kurzes Stück im Wald.
Ich freu mich drauf!

Mittwoch, 18. November 2015

Diese Welt gehört uns allen

Ein junger Bayer hat angesichts der Anschläge in Paris ein Lied geschrieben, das heute morgen im Radio lief.
Ich finde die Stimme (und natürlich den Inhalt, obwohl ich sehr selten Lieder auf deutsch mag) wunderschön!

Anhören.
Weiterteilen.
Peace.

https://youtu.be/jEpmfYUI8zM

Dienstag, 17. November 2015

Der Berg ruft!

 Gestern endlich eine kleine Wanderung geschafft, die ich schon so lange machen wollte.
Aber wenn man sich nicht auf den Körper verlassen kann und oft schon der Parkspaziergang zuviel ist, lässt man solch Ausflüge dann doch lieber.

Gestern gings los.
Mit dem Zug zum Schliersee und dann ab auf den Hügel:
http://www.auf-den-berg.de/wandern/bayern/wanderung-zur-ruine-burg-hohenwaldeck-am-schliersee/
Reine Gehzeit ohne Pausen ca. 1,5Std.

Das beste: Nur oben an der Ruine waren paar Menschen, ansonsten kein Mensch zu sehen.
Ich schaffte es sogar noch, dann am See (nochmal gut 1 Stunde) entlang zurück zum Bahnhof zu laufen.

Ich war happy!
Ich fühlte mich saugut!
Frisch, voller Tatendrang, Blutdruck stabil, keine Verkrampfungen in den Beinen.
Selbst heute KEIN Muskelkater (normalerweise hatte ich nach solch einer Wanderung mindestens 3 Tage höllische Schmerzen in den Beinen und war kaum bewegungsfähig!)
Hatte den Tag davor und gestern abend die Oberschenkel mit Magnesiumchlorid eingeschmiert. Half!
Ansonsten auch kein totaler Überhänger. Klar ich merke, eine leichte allgemeine Müdigkeit, auch ein wenig in den Beinen, aber nicht diese extreme Abgeschlagenheit wie sonst.

Ich bin weiter happy!
Hier noch was zum Magnesium:
 http://www.medical-tribune.de/home/news/artikeldetail/ohne-magnesium-substitution-ist-kein-beschwerdefreies-leben-moeglich.html?no_cache=1

Es wird gesagt, wie wichtig Magnesium für die ATP, also Energiegewinnung ist!

Sonntag, 15. November 2015

Herbststurm

Draußen rüttelt und schüttelt der starke Wind die letzten Blätter von den Bäumen UND bringt saugute Luft.
Wie ich gerade gemerkt habe. Natürlich bei einem langen Spaziergang. Es ist einfach zu schön, wenn die Beine einfach laufen. Und laufen. Und laufen. Als ob die neu wären oder mit Unterstützung. So wie ein Elektrorad.
Zumal ich mir eine Wanderhose gegönnt habe. Passt perfekt, schön elastisch, nicht zu eng, nicht zu weit, da macht es natürlich noch mehr Spaß!

Auch meinem Asthma tut die Bewegung natürlich gut. Da tut sich einiges. Ich war ja noch nie begeistert von dem Spray, hab es auch schon lange nicht mehr genommen. Für mich hat das sehr viel mit der Histaminintoleranz zu tun. Und je mehr ich da aufpasse, desto weniger Beschwerden, is klar.

Und während ich so den Hügel hochkraxelte dachte ich an eine bestimmte Sache und bat um ein Zeichen. Das auch prompt kam. Sehr laut und erschreckend. Damit werde ich mich jetzt gedanklich ein wenig beschäftigen. Es geht um die Zukunft ;)

Aber erstmal genüßlich einen Chai Latte trinken, obwohl ja Schwarztee bei HI nicht gut ist. Ich weiß noch nicht ob der extreme Blutdruckabfall gestern nachmittag damit zusammen hängt. Ich probier es aus.


Samstag, 14. November 2015

Wohlgefühl

Heute wieder ein langer Spaziergang. Obwohl es mir nicht ganz so gut ging, wie letztes Wochenende. Zum Schluß war ich arg schlapp und die Beinmuskeln schmerzten, altbekanntes Bild.
Aber ansonsten fühlt sich die Verbesserung wundervoll an. Wenn der Körper wieder kraftvoller wird und mehr Spannkraft hat....erstaunlich! Ich gehe aufrechter und spüre mich auch wieder viel besser. Einfach toll!

Auch sonst fühle ich mich heute einfach nur wohl. Was das aus macht, wenn ich wieder mehr in mich gehe, meine Bedürfnisse wahrnehme und erfülle, bei mir bleibe und nicht zuletzt tolle Literatur von starken Frauen lese.
Das wirkt nach. Ich denke nach. Schreibe viel. Spüre in mich. Entdecke neues und altes.

Lesend, malend, Rätsel lösend, strickend und bald mal wieder puzzelnd (freu mich schon drauf!) bringt mich konzentrierend wieder in mein Zentrum, zentriert mich wieder. Die vielen Spaziergänge erden mich noch dazu.
Letztens auf einem Hügel den wunderbaren Sonnenuntergang bestaunt, dabei auf der Wiese hockend, mit Maulwurfhügelerde gespielt und dabei wunderbar ruhig geworden.
Natur, meine beste Therapie!

Sonst noch?
Jaaaaaaa, neu entdecktes Lieblingsgetränk: Chai Latte!
Letztens beim Inder das erste mal gekostet. Heute zuhause nachgekocht.
Moah, zum reinlegen! Ideal für diese Jahreszeit.

Freitag, 13. November 2015

Was brauchst Du wirklich?

Der ein oder andere mag von dem Film MY STUFF gehört haben.
Worum gehts?
Ein Selbstversuch:
Ein junger Finne ist unglücklich. Seine Freundin ist weg, aber seine Wohnung voll. Was tun? Ganz einfach: alles was man an Gegenständen besitzt einlagern. Ja alles. Auch den Kühlschrank und ALLE Klamotten.
Regeln:
Jeden Tag darf nur 1 Ding wieder geholt werden.
Es darf nichts  gekauft werden.
Dauer: 1 Jahr.
Es ist ein ruhiger Film, klar es geht ja auch um das Innere. Um die Frage: Was brauche ich wirklich? Ich selbst fragte mich ziemlich oft, während ich den Film sah: Was würde ich jetzt mitnehmen? Die Zahnpasta oder das Handy? Den Staubsauger oder ein Buch?
Sehr rührend auch sein Umfeld, wie es reagiert. Sehr menschlich und humorvoll. Es macht Spaß diesen Mann in seinem Selbstversuch zu begleiten.

Und wer jetzt sagt: Uija den Film will ich auch sehen:
Kein Problem, ich verschenke die DVD.
Wer sie haben will, einfach bis Sonntag den 15. November 2015 24 Uhr hier einen Kommentar hinterlassen. Melden sich mehrere entscheidet das Los.
Also los!

Donnerstag, 12. November 2015

Heißer Gewinn

Ich sitz hier tatsächlich, Mitte November barfuß, im Spaghettiträgershirt und 3/4 Hose. Und nein, die Heizung ist nicht an.
Na gut, soll man ja das beste draus machen und noch ein wenig Farbe ins Gesicht holen ;)

Und dann hab ich tatsächlich mal was gewonnen.
Ich mag ja Gewinnspiele nicht so, weil ich mir denke, dass die ja eh nur meine Adresse wollen, die weiterverkaufen und ich dann massenhaft Müll im Briefkasten hab.
Bei diesem Spiel hatten die aber eh schon meine Adresse, also wars wurscht und ich gewann einen Trostpreis.
Eine Zeitschrift. 1 Jahr lang.
Titel: Places of Spirit.
Also was für die Reichen. Da gibt es kein Ding unter 500 Euro! Nicht mal ne kleine Handtasche. Ah stimmt nicht, ich fand ein Tic-Tac-Toe (genau das Strategiespiel mit Kreuz und Kreis) für lächerliche 450 Euro!
Klar, die Wohnungseinrichtungen sehn schon toll aus. Und das Chalet in den Bergen (vor allem die schöne Badewanne mit freiem Blick in den Wald/Himmel/Gipfel) würde ich jetzt auch nicht verachten.
Aber mehr auch nicht.
Das Wc, daß das heilige Popöchen mit einem warmen Wasserstrahl reinigt UND danach wieder trocken föhnt, ist....nett?
Aber den tollen Kicker...den... ja den hätt ich gern (SCHERZ!) immerhin sind da die Fußballerfigürchen mit 24-karätigem Gold verziert!

Schade ums Papier. Schade um all die Mühen, Kosten und andere Ressourcen für so viel Oberflächlichkeit.

PS: und dann wüßt ich mal gern, wer mich aus Schweden gestern angerufen hat ?!???

Mittwoch, 11. November 2015

Unterwegs

Letztes Wochenende konnte ich wieder eine große Spazierrunde gehen.
Da bin ich gut 1,5 Std. unterwegs, inkl. 10-15mins Sitzpause.
Ohne Schlappheit. Ohne extremen Blutdruckabfall. Ohne übermäßigem schwitzen. Ohne Gangunsicherheit. Ohne eingeschränktem Gesichtsfeld.
Nach ca. der Hälfte war mir so froh zumute, dass mir ein altes Kirchenlied einfiel, das ich sehr mag. So trällerte ich das vergnügt dahin.
Als ich zuhause war, gab es eine kurze normale Pause und dann war ich den restlichen ganzen Tag fit!
Ich bin über solche Tage immer noch überglücklich! Ich kann das gar nicht in Worte fassen, was das für mich an neuer Lebensqualität bedeutet!

Gestern dann wollte ich wieder hinaus. Ich war fit, das Wetter bombastisch toll (bis auf starken Wind) und ich hatte keine Termine. Hm wegfahren und wo wandern? Ne ich wollte radeln (trotz Wind) und so radelte ich eine Strecke, die ich vor Jahren als es mir noch besser ging, auch erst 2x fuhr.
Ich war 3 Stunden unterwegs. Mit 3 Pausen, die zusammen eine halbe Std. ergaben. Keine Menschen, eine ebene Strecke, tolle Landschaft, Sonne satt, Wärme noch dazu und einfach die pure Glückseligkeit, dass mir auch hier ein Refrain einfiel, den ich ebenso dann vor mich hinsang.
Diese Stärke wieder in einem zu spüren, die Kraft, das Fitsein - unbezahlbar!
Und das Beste heute: KEIN Muskelkater! Normalerweise hatte ich den bei meiner alten Arbeitsstelle schon, wenn ich da paarmal vom Keller in den 2.Stock ging, da konnte ich am nächsten Tag kaum laufen vor Schmerzen. Heute? Nix! Für mich ein Hinweis, dass Muskelkater weder winzigste Muskelrisse sind, noch was mit Übersäuerung im Muskel zu tun haben, sondern schlicht Verkrampfungen (und somit Magnesiummangel) sind.
Ich sag's nochmal: Magnesiumchlorid als Öl wird am besten über die Haut aufgenommen!

Ich bin glücklich!

Auf einen Post den ich kürzlich sah, möchte ich noch hinweisen, weil ich mich darin so gut wiederfinde:
http://www.symptome.ch/vbboard/cfids-cfs-me/98892-methylierungszyklus-geht-mir-besser.html
gleich der erste.
Der Hocker zum duschen/kochen wäre bei mir auch bald eingezogen, weil selbst das lange stehen am Herd manchmal einfach zuviel war.

Und weil mir vor paar Tagen, als es mir nicht so gut ging, ich mir was gutes tun wollte, bestellte ich mir mal wieder ein Buch von Luisa Francia.
Diesmal: Die 13.Tür. Und da Vorfreude die schönste ist, werde ich auch erst morgen anfangen zu lesen.
Passend am Freitag, den 13. 

Dienstag, 10. November 2015

Blinde Wut

Der Fernsehfilm des ZDF ist mehr als sehenswert:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2588066/Silvia-S.---Blinde-Wut#/beitrag/video/2588066/Silvia-S.---Blinde-Wut

Da wäre die Schauspielerin Maria Simon, die ich sehr sympathisch finde und die unglaublich gut spielt, egal in welcher Rolle.

Ich hab mich darin sooft wieder erkannt. Zum einen die Großmutter, immer mit Sticheleien zur Hand, immer Abwertungen aber schön subtil, nie macht man etwas gut genug, andere sind immer besser.
Auch wie sie zu ihrem Schwiegersohn meint, dass man sie (also die Tochter) lassen solle, ihr jetzt nicht helfen, weil sie sonst immer so weiter macht (und das in einer Phase in der es der Frau ganz offensichtlich extrem schlecht ging), erinnert mich an meine eigene Familie, die mich in den schlimmsten Zeiten immer abschob: kriegt sich schon wieder ein, bockt halt rum, wird schon wieder. Keine Hand. Keine Hilfe. Keine Zuwendung. Und das nicht als Erwachsene, sondern alleingelassen als Kind.

Dann aber auch die Mutter selbst, die nur noch alles richtig machen will und vor allem einfach geliebt werden will, vor allem von ihrer Tochter und diese fast dazu zwingt. Auch meine Mutter merkte nicht, wie unpassend und hohl ihre angeblichen Liebesbekundungen waren (meist im Suff). Und es eigentlich dauernd nur um sie ging.
Erstaunlich wie das Filmkind auch mal schroff reagiert, ihre Mutter wegstößt und ihre Meinung sagt. DAS hab ich mich nie getraut. Dafür war ich schon zu gut konditioniert.
Die Tochter an sich, als Persönlichkeit zählt nicht, sondern nur als Objekt das die Mutter endlich lieben soll, damit diese ihre Leere/Einsamkeit/Angst nicht mehr spüren muss.
Das ist narzisstischer/emotionaler Missbrauch.
Eine gute Zusammenfassung von dem Film gibt es hier:
http://www.main-echo.de/ueberregional/kultur/art7133,3864242

 Jedenfalls wenn man in einem narzisstischen mißbrauchenden Umfeld aufwächst, wird man (logisch wie ich finde) coabhängig: Wenn ich nur alles richtig mache, mich so verhalte wie es dem anderen gefällt, dann endlich werd ich richtig gesehen, ich als Mensch, als Tochter von ihr.
Doch egal wie man sich verhält, der ersehnte Blick mit dem Glanz in den Augen kommt nie. Weil bedinungslose Liebe zwischen Kind und Eltern heißt: ich liebe dich. Einfach weil du mein Kind bist. Das schafft Identität.
Aber egozentrische Eltern können das nicht (ein sehr gutes Buch: Kinder egozentrischer Eltern von Nina Brown)

Erschreckenderweise findet man später immer wieder solche Menschen in seinem Umfeld, die einen genauso wieder mißbrauchen. Diese Menschen fühlen sich von der Aufmerksamkeit und Hingabe des Coabhängigen wohl, sie werden genährt, ihre Leere gestillt. Energievampire.
Da heißt es Vorsicht, nicht in die Falle tappen.
Meine Beobachtung: Wenn man immer von Narzissten umgeben war, wird man coabhängig, wenn man diese Coabhängigkeit heilt und wieder mehr auf sich selbst schaut, heraus findet was man will und möchte, seine Gefühle achtet, tappen viele in die nächste Falle (wie ich leider feststellen musste): dass sie auch hier wieder übertreiben, ins andere Extrem rutschen und NUR NOCH sich und ihre Gefühlswelt, ihre Befindlichkeit, ihr Wollen sehen. Sich selbst extrem wichtig nehmen und sich alle anderen unterordnen müssen.
Man wird extrem sensibel, hat keine Frustationstoleranz, kann nichts mehr aushalten, erwartet, dass andere ständig Rücksicht auf ihn nehmen und spürt selbst die Erbse unter 7 Matratzen. Sein Fokus ist so sehr auf sich selbst gerichtet, dass er jeden Lufthauch, jedes kratzen, jede Unverträglichkeit, jeden Ton übergroß registriert.
Man ist hochsensibel.
Es kann aber auch Hochkränkbarkeit genannt werden, wie dies Achim Zinke tat:
http://www.comere.de/pdf/eingebildet_hochsensibel.pdf

 http://www.ideenlese.de/2014/07/gentest-fuer-hochsensible-narzisstische-persoenlichkeitsstoerung/

Ich möchte nicht behaupten, dass das immer und bei jedem so ist.
Ich finde das nur sehr interessante Überlegungen.
Und keine Frage, ich fass mich da mal selber an die Nase und schau wie das so bei mir ist.
Die Frage war eigentlich zu anfangs:
Wenn ich ständig von Narzissten umgeben bin, entsteht auch in mir eine Leere, eine narzisstische Wunde,  weil ich nie wirklich gesehen, unterstützt, geliebt, werde. Also zumindest nie um meiner selbst willen, nur wenn es dem anderen nützt/gut tut.
Damit ich selber also auch mal zu irgendeinem Kuchenkrümel komme, muss ich dann nicht auch narzisstisch werden, damit ich wenigstens etwas abbekomme?
Kann man diese Familienspirale durchbrechen, wenn ja wie?

Da narzisstischer Missbrauch immer noch zu unbekannt ist
und man endlich auch öfter mal hören sollte, dass es nicht nur die bösen Väter, sondern auch böse Mütter gibt (diese Vorstellung ist noch zu selten in den Köpfen, eine Mutter liebt doch ihre Kinder!!) hier nochmal eine sehr gute Seite:
http://www.narzissmus.org/heilen.php

Sonntag, 8. November 2015

Aufwachen und lachen

Die Bücher/Arbeit von Safi Nidiaye find ich ja toll.
Auflösen der Identifikation mit Gefühlen/Gedanken.
Ich habe das früher schon immer mal geübt, aber nun völlig vergessen.
Kein Wunder, dass ich in meiner Wut/Beschimpfungen (im stillen nicht an die Person gerichtet) und Rachephantasien hängen blieb.
Ich kam und kam da nicht raus. So sehr ich mich aus der Identifikation lösen wollte, die Verkrampfung im Körper und Unruhe und das Leid blieb.

Bis ich mich hinsetzte und einfach aufschrieb was da grad so in mir los ist.
OHNE Be/Verurteilung. Und da kam es nochmal, dass sooooviel alte Wut dabei ist....und DANN fiel es mir endlich auf:
Ich war völlig im (hilflosen/ohnmächtigen) Kindanteil.
Ich war gefühlt wieder das Kind, das man so mies behandelt hat.
Als ich dann bewußt in den Erwachsenenteil ging und auf das verletzte, wütende Kind sah...ging alles ganz von allein.
So leicht war es...so einfach...
und ja jetzt weiß ich warum die Autorin  den Buchtitel *Aufwachen und lachen* nannte.
Ich lachte auch. Ob der Befreiung. Der Freiheit. Der Einfachheit.

Allein das Erkennen und auch das da-sein-dürfen der Gefühle war wie Schmetterlinge im Bauch.
Ach ich könnt ewig darüber schreiben, aber ich muss mir noch mehr anschauen was sich so in letzter Zeit angesammelt hat und was ich verdrängt und nicht haben wollte.

Das beste ist sowieso: Lesen, ausprobieren, erleben!
(wobei ich das Buch *Herz öffnen statt Kopf zerbrechen* fast besser finde)

Freitag, 6. November 2015

Umgang

Umgang mit Trigger:

Das wichtigste: erkennen und bewußt wahrnehmen (ohne beschönigen oder verleugnen "da is doch nix, das macht mir gar nix aus, is doch alles halb so schlimm") dass ich getriggert bin.
Das alte Verwirrungen, Wut, Ohnmachhtsgefühle da sind. Und zwar sehr stark.

Das innere zittern is mit das beste Erkennungszeichen bei mir. Ich hass es, will es aber nicht mehr so wie früher nur weg haben. Wenn ich das will, hab ich wieder allerschlimmste Panikattacken mit äußerem zittern.

Nicht in blinden Aktionismus fallen. Schon was tun, aber im normalen Tempo, auch mit Unterbrechungen wenn irgend ein Gefühl grad zu stark wird.
Mich konzentrieren auf das was ich tue. Bewußt wahrnehmen was man spürt, riecht...
Gnädig mit mir umgehen und keine Höchstleistungen von mir verlangen.
Zu nichts zwingen, weder essen noch schlafen. Einfach das tun wonach mir eben ist (andere brauchen genau das Gegenteil: einen festen Rahmen, das muss jeder selbst probieren).
Gefühle anschauen, spüren, Gedanken dazu aufschreiben, so wenig wie möglich wegdrücken, auch wenn das sehr verlockend ist. Aber sonst, siehe Panikattacken.
Gut für mich sorgen, sei es eine Lieblingskleidung anziehen, nochmal duschen, einen besonderen Duft auflegen, in einem bestimmten Buch blättern, Räucherstäbchen anmachen, spüren was ich trinken (im Moment Bananenmilch, das trink ich höchstens 2x im Jahr) oder essen will.
Mit verschiedenen Anteilen arbeiten, inneres Kind oder Jugendlicher...oder sich die Gefühle einzeln als Wesen anschauen, sich ausmalen wie die aussehen, mit ihnen reden (aus der Identifizierung aussteigen).

Und Bewegung, mal schneller, mal gemütlich. Zum Glück ist es hier heut und die nächsten Tage sehr warm, bis zu 20 Grad nochmal. und wenn ich 3x am Tag losgehe oder radel, es ist in Ordnung. Wenn es mir hilft.

Inzwischen funktioniert das sehr gut. Ich kann mich noch gut an die zusammen gestöpselten Listen *was mir gut tut* erinnern, die wir in der Klinik aufschrieben.
Damals dacht ich nur: "was soll so ne poplige Duftkerze mir helfen?"
Damals gab es noch so heftige Zustände, dass ich da völlig hilflos drin verfangen war. Da kann ich heute eher Abstand davon nehmen, nicht so panisch werden und tatsächlich die Duftkerze genießen, trotz heftiger Gefühle.

Donnerstag, 5. November 2015

Freundschaft

Entweder mutiere ich zum Arsch...
oder die anderen (sind es schon)...
oder ich hab nicht nur blinde Flecken, sondern ganze Scheuklappen die nun wegfallen...

Mein Freundeskreis verändert sich derzeit.
Nachdem ich vor einigen Wochen sogenannten ehemaligen "bestfriend" die Freundschaft kündigte (einfach weil ich sah wer er eigentlich wirklich ist und ich damit nichts mehr anfangen konnte) steht nun die nächste Freundschaft auf kippeligem Grund.

Ich war von T's Verhalten, vor wenigen Tagen,  sehr gekränkt. Traurig und enttäuscht. Ja es riss eine alte Wunde in mir auf:
Es nicht wert zu sein. Nicht wichtig zu sein.
Das sehe ich sehr wohl. Durch das nachdenken darüber fragte ich mich auch: Ist das noch eine Freundschaft? Wie definiere ich Freundschaft? Was braucht es für mich dazu? Was erwarte und will ich von einem Freund, der sich so nennt? Bin ich es mir wert, mich so behandeln zu lassen?

Und es kam, dass ich (wieder einmal) sah, dass von T. einfach sehr wenig bis gar nichts kommt. Sie zeigt mir nicht, dass ich ihr wichtig bin. Sie sagt es nur. Sagen kann ich auch viel. Sie nimmt sehr oft. Aber geben? Und der letzte Klopper von ihr war einfach zuviel, vielleicht das i-tüpfelchen. Die letzte Belastung um einen Bruch zu erzeugen. Beim letzten Strohhalm brach der Esel zusammen, oder so.
Im Grunde habe ich mir wieder eine "Schwester" gesucht. Sie verhält sich genauso ausbeuterisch und egozentrisch wie meine Schwester.

Eigentlich fühlt es sich wie eine Befreiung an, wenn ich mir vorstelle auch diese Freundschaft zu kappen.
*Eigentlich* deswegen weil natürlich Ängste auftauchen: dann steh ich alleine da (ja vielleicht muss das nun so sein, es kann aber auch ganz anders kommen)..wenn du so hohe Ansprüche an andere hast, das kann nicht klappen (sehe ich nicht so, ich kann dem anderen seine Macken schon lassen, aber ich muss auch schauen was für mich noch akzeptabel ist und was nicht)...usw...

Mal sehen was draus wird.



Mittwoch, 4. November 2015

Wende

Unglaublich. Gestern nachmittag kam die Wende.
Ich war fit. Ging spazieren, als ob es die letzten schlimmen Tage nie gab.
Als ob ich jeden Tag arbeiten ginge und Sport treibe.
Heute morgen aufgewacht und ich war wieder absolut klar im Geist. Das ist unglaublich. Kein Funken Müdigkeit. Stimmung normal, Antrieb vorhanden (und wie!).
Was hab ich gemacht? Ein Natronfußbad und einen Leberwickel. Und die Lebertabletten abgesetzt (ich glaub die waren zuviel des guten).
Diese extremen letzten Tage, inkl. übelster Selbstmordgedanken (was ich auch schon ewig nicht mehr hatte! Im übrigen nehm ich diese nicht ernst und verdränge solche Gedanken regelrecht, einfach weil ich weiß, dass ich leben will, dass ich nur den Zustand nicht mehr haben will UND ich will nie mehr in diese Situation geraten in der ich es wirklich vorhabe oder gar tue! Never ever!!!) also diese üblen Tage waren eine heftige Entgiftungsphase.

Ich vergess immer, dass ich ja Dinge einnehme die eben vieles im Stoffwechsel anregen (Methylisierungsprozesse, wodurch die jahrelang brachliegende Entgiftung angekurbelt wird) ) und das ist kein Hokuspokus, das wirkt ganz enorm.
Und es läuft nicht stetig und nicht wann und wie ich will, sondern wie es eben der Körper macht.

Heute: Von Depri keine Spur. Ich saugte und wischte meinen Boden, brachte die Küche auf Hochglanz und machte einen Großeinkauf. Dabei fiel mir auf, dass ich tatsächlich einen immensen Ehrgeiz entwickelt habe, eigenes Geld zu verdienen, um von dieser "Tafel" wegzukommen. Die nervt nämlich ziemlich.

Aber auch Vorsicht. Nicht gleich die ganze Kraft verpulvern...
deswegen mach ich mir jetzt was zu essen, leg mich dann eine halbe Stunde hin, genieße dann einen Kaffe mit Gebäck und werde mir dann noch neuen Lesestoff holen.

Und die ganze Zeit mich freuen..... ;-))

Dienstag, 3. November 2015

Minimal besser

So kaputt war ich schon lange nicht mehr.
Dass selbst der Gang zum Briefkasten mich in Schweißausbrüchen versinken lässt.
Jeder Reiz zuviel. Und sei es nur ein Tick zu laute Musik. Am besten ist eh grad Stille.
Und ein wenig lesen. Und ganz viel dösen.
Die Laune ist wieder etwas besser. Die Disziplin der Gedanken hilft wirklich. Nicht zu sehr in das schwarze Loch mitreißen lassen.

Heute werd ich noch bei meinem Hausarzt anrufen, weil ich seit Wochen Schmerzen in Nacken, Rücken, Schulter hab und inzwischen auch Kopfweh. Wärme, Gymnastik ect. hilft nicht wirklich.
Obwohl ich jetzt den Streß eines Arztbesuches nicht gebrauchen kann, hoff ich doch, dass er mir helfen kann. Denn der ständige Schmerz zerrt auch an den Nerven.

Und wenn D. mal wieder an meinen Nerven zerrt mit seinen üblichen Projektionen-Kloppern werde ich nicht mehr versuchen das klar zustellen/aufzudröseln oder zu erklären, sondern einfach kurz und knapp antworten. Alles andere hat keinen Sinn.

Gestriges Beispiel:
Wir raunzen uns kurz an, weil ich ihm kurz mitteilte was mich an ihm nervt. Einfach weil ich das loswerden wollte, ich hatte nicht den Anspruch ihn zu ändern oder so. Jeder hat so seine Macken
Das war schnell geklärt und gut wars. Aus vorbei vergessen.
Er meinte dann aber weiter ich könne ruhig sagen was mich stört und nicht so rumeiern.
Ich: ??? (diese Klärung war so klar und un-ge-eiert wie noch irgendwas!)
Ich: wirklich, da war nicht mehr.
Er: ach er weiß auch nich, denke mir oftmals das du nicht wirklich sagst was dich beschäftigt bzw. was los ist.
Ich: ????????
Heutige Antwort: Ich kann dir versichern, dass da nicht mehr war.
Und ihm nicht erklären, dass ich natürlich nicht immer und alles sage was mich so beschäftigt, wer macht das schon??? Oder sonst irgendwie drauf einsteigen...Auf so eine schräge Kommunikation hab ich schlicht und einfach kein Bock mehr.

Samstag, 31. Oktober 2015

Stell Dir vor es ist Krieg...

...und es gibt keine Waffen.

Letztens gelesen:
Deutschland gab letztes Jahr über 46 Milliarden Euro für die Rüstung aus.
Jetzt ist 46 Milliarden eine Zahl die man sich schwerlich vorstellen kann.
Aber hier ein Beispiel:
Du gewinnst jede Woche 1 Million Euro.
In 19 Jahren und 12 Wochen hast du dann deine ERSTE Milliarde beisammen.

Die USA gab 610 Milliarden aus und die 15 Länder mit den höchsten Millitärausgaben brachten insgesamt 1.426,5 Milliarden US-Dollar.

Alles natürlich nur zu unserer Sicherheit...

Nachzulesen im *Brennstoff*:
http://w4tler.at/brennstoff

Freitag, 30. Oktober 2015

Uiiii

Na sowas,
da verteile ich heute das Geld in die 3 Umschläge für kommenden Monat (das Geld für die 1.Woche kommt gleich in den Geldbeutel) und finde da noch einen 50,-Euro-Schein!
Hab mich schon gewundert, warum es gar so knapp war diesen Monat, musste sogar ein wenig Geld aus dem *Absoluter-Notgroschen-Umschlag* nehmen.
Jetzt weiß ich warum...

Na dann is ja alles gut :-)

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Duster ist's

oh nöööö.
Heute so ein tiefschwarzer Depritag.
Komm mir vor wie: zurück in die Vergangenheit.
Alles bleischwer. Nix interessiert mich. Appetit? Fehlanzeige. Ich esse halt, weil mich Hunger nervt.
Müse. Sehr müde. Einfach nur müde.

Man kann fast schon sagen: Zum Glück kenn ich diese Zustände.
Ich habe nicht mehr die Panik von früher. Ich weiß, dass vergeht auch wieder.
Aber das tollste: Ich weiß was ich tun muss, damit das wieder vergeht:
Nicht zu sehr in dustere Gedanken hinein kriechen. Ablenkung ist erlaubt.
Die Depression ist nicht die einzigste Realität.
Dinge tun, die mich erden und in der körperlichen Realität halten: Hausarbeit, Körperpflege, spazieren gehen. Aber immer die Erschöpfung im Auge behalten, nicht zuviel zumuten.
Nicht zuviel Pc und nicht zuviel Zucker....

Gut Nacht...


Mittwoch, 28. Oktober 2015

So sein, wie man ist.

Also zur Zeit gehts wieder rund in meiner Seele.
Aber angenehm. Viele Themen die da so hochkommen und ich auch Interesse und Spaß daran habe die anzuschauen und zu *bearbeiten*.

Und eines davon ist: Die lieben Mitmenschen.
Hab ja in letzter Zeit schon gemerkt, dass ich wieder viel mehr allein sein muss und auch drauf achten muss, dass ich auch gedanklich mehr Abstand halte.
Ansonsten wurde ich sehr aggressiv. Aber nur innerlich. Bei mir muss sehr viel passieren oder es muss mir schon sehr schlecht gehen, bis ich jemand anderen wirklich attackiere.

Jedenfall fällt es mir im Moment sehr leicht, nicht immer nett zu allen zu sein.
Beispiel Tafel. Da gibt es Menschen, die sind sehr sehr einsam (die kennt man nur vom sehen dort, sonst trifft man sich nicht) und quatschen einen mit ihren intimsten Infos zu. Egal ob man wegschaut, die Arme verschränkt, nicht antwortet ect. (allein diese neuen Verhaltensweisen auszuprobieren war heilsam, entspannend und ja hat Spaß gemacht. Einfach weil ich sonst immer viel zu viel auf andere eingehe, nett bin, Verständnis habe...und wer bleibt auf der Strecke? Ich.
Menschen mit denen ich nichts zu tun haben will, brauchen mich auch nicht zumüllen. Ich habe das Recht wegzugehen, zu sagen dass sie mich in Ruhe lassen sollen oder sonstiges.
Dieses Gefühl ist WOW.

Oder heute der Postbote. Nein ich nehme nicht die 5 Päckchen für die Nachbarin entgegen. Punkt. Ohne Erklärung (wie sonst).
Da juckt mich auch nicht der leidige Blick und der Seufzer des guten Mannes. Mei ist halt dann Pech. Muss er halt wieder runtertragen.
Ich bin nicht ständig für das Glück anderer verantwortlich.
Ich will nicht mehr schauspielern.
Ich will nicht mehr unauthentisch sein.
Oder auf gut deutsch: Ich will nicht mehr rumheucheln.
(Das war übrigends nicht das Thema von gestern, da ging es um was anderes.)
Ich darf auch mies gelaunt und genervt von den Leuten um mich sein.

Was jetzt nicht heißt, dass ich der weibliche Part von Jack Nicholson werden muss. Aber so seine grantigsten Rollen fand ich schon immer sehr sympathisch. Ein wenig Querulantentum schadet nicht.

Und diese Abgrenzung fühlt sich jetzt nicht mehr so jugendlich rebellisch an, sondern einfach authentisch, ausgeglichen.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Verständnis

Gestern abend schon (als ob ich es geahnt hätte!),
fiel mir ein, dass mir meine Therapeutin hin und wieder mal sagte (wenn ich über mich selbst schimpfte oder von irgendwelchen Macken, Gefühlen oder sonstigem von mir schwer genervt war und das einfach nur weghaben wollte) dass dies Verhalten oder jenes Gefühl einen Sinn hat oder hatte!
Es gab mal einen Grund warum man das ausbildete, tat oder immer noch tut.

Das landete sofort bei mir. War mir klr und verständlich, als ob ich das Wissen schon immer hinter einer dünnen Pappwand hatte und es deswegen so leicht zu mir durchdrang.

Egal was es ist, Kontrollitis, Perfektionismus, Antreiber, Abwertung das alles kam nicht einfach so.
Der Perfektionismus hat bei mir den Grund, dass ich dadurch meine, nie mehr abwertenden, kritisierende, blöde Kommentare zu hören, ich meine (unbewußt), dass mich dann ja jeder lieb hat.
Zum Beispiel.
Solche Dinge aufzudecken können höchst entspannend sein.
Man will dann diese Verhaltensweisen nicht mehr weg haben (dadurch wird es eh nur stärker), sondern gibt ihnen erstmal sowas wie eine Würde.
Man löst sich aus der Identifikation, man schaut von draußen drauf. Aha da ist ein Perfektionismus. Das schau ich mir mal an.

Nur so kann ich es mir erklären, dass ich so sanft und interessiert heute reagierte, als ein Freund mir heute mitteilte wie er mich wahrnimmt. Also eine Wahrnehmung, nicht alles an mir.
Es hat mich ein wenig betroffen gemacht und auch traurig.
Es stimmt schon was er da sagte. Und warum ich so bin, hat einen Grund. Den weiß ich auch. Und der macht mich traurig.

Gar nicht gut mitten in einer PMS-Phase. Eh schon weinerlich kann ich mich da wunderbar reinsteigern und mich in einen ziemlich desolaten Zustand hinein manövrieren.

Ich glaub ich geh einfach ins Bett...

PS: Im übrigen kann man mit dieser Sichtweise auch die Macken und Schrulligkeiten seiner Mitmenschen (und diese natürlich auch selbst) mit viel mehr Mitgefühl betrachten. Das finde ich sehr befreiend.

Montag, 26. Oktober 2015

Frieden, Freude, Bücher

Eigentlich bin ich ein sehr guter Kunde bei dem großen Onlinehändler aus dem Regenwald. Das Problem ist nur, dass man keine Sammelbestellung machen kann, z.B. bei Büchern. Jedes ist von einem anderen Verkäufer, daher will jeder Versandkosten, da wird das teuer...
Letztens habe ich meine aussortierten Sachen bei einem anderen Onlinehändler verkauft und dann fiel es mir ein: DA kann man ja Sammelbestellungen machen und nur 1x Porto zahlen.
Also meine ewiglange *will ich noch lesen-Liste* abgearbeitet und mit Freude festgestellt, dass die meisten gebrauchten Bücher nur wenige Cent kosten (anders als beim großen A-Händler!!!!).
Ach welch große Freude! Fast wie Weihnachten, jetzt kommt demnächst ein großes Paket für knapp 12 Euro mit Büchern die ich schon lange lesen will!
Ich bin so scharf aufs Lesen wie schon lange nicht mehr. Kein Wunder, kann ich mich endlich auch wieder konzentrieren und habe die Kraft dazu.
Wunderbar...ganz ganz wunderbar....

Tja wenn man chronisch krank ist, schätzt man sehr die kleinen Freuden!

Letztens ein Interview gehört von einer Frau die 5 Jahre im Wachkoma lag. In der Zeit hatte sie auch ihr Kind zur Welt gebracht. Sie wachte wieder auf, musste alles neu lernen: gehen, sprechen, sich in der Welt wieder zurecht finden... Es blieben keine Schäden zurück!
Diese Frau darf heute nicht mehr tauchen, fliegen, anstrengende Tätigkeiten/Sport machen und noch vieles mehr nicht. Alles was sie früher so gern tat!
Und es warerstaunlich mit welch Frohsinn sie trotzdem das Leben genoß. Sie jammerte nicht über das was sie nicht mehr konnte, sondern suchte sich Dinge die sie machen durfte und die ihr trotzdem Spaß machten. Sogar einen Job fand sie wieder.

Daran möchte ich mich wieder öfters erinnern und daran orientieren. Ich kann z.B. auch nicht viel/oft/weit verreisen, wie ich das gern tun würde, aber ich kann mir die Reiseberichte anderer Menschen ansehen und hören, wie dem aus Tibet. Oder eben lesen und im Kopf reisen. Ich kann es, ich habe die Zeit dazu und ich genieße es.

Wenige Tage später hörte ich wieder ein Interview (wer auch anderen Menschen lauschen möchte, dem empfehle ich die tolle Sendung Mensch Otto von Bayern 3, hier kann man sich die mp3 runterladen, oder gleich hören:
http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern3/mp3-download-podcast-mensch-otto.shtml
in dem erzählte wieder eine Frau, eine erfolgreiche Moderatorin und Schriftstellerin über ihr Leben und wie sie damals nach Asien reiste, feststellte dass sie gern länger bleiben möchte und daraufhin ihren Job kündigte.
Im nachhinein meinte sie, das sei ein Fehler gewesen.
Aber es sei kein Fehler gewesen, diesen Fehler zu machen.
Ein Satz der zum nachdenken anregt...

Sonntag, 25. Oktober 2015

100 Tage Tibet

Gestern war ich mit einer Freundin auf einem Multivisionsvortrag.
100 Tage Tibet.
Wir gehen in den riesigen Saal mit über 100 Sitzplätzen, entscheiden uns für die Reihe vor dem Mittelgang (viel Beinfreiheit) setzen uns und dann kam von nebenan: "Entschuldigen Sie, wir kennen uns ?!"
Sitzt da die Frau aus der Reisegruppe mit der meine Freundin vor einem Jahr eine Chinarundreise unternahm, mit Zwischenstop in Tibet.
Großes Hallo und Hellau.

Und dann ging es auch schon los.
Ein schnösliger Modefotograf trifft den Dalai Lama und darf ihn 3 Tage begleiten. Er bekommt hautnah mit was um seine Heiligkeit geschieht, immer dieselben Fragen, immer Lächeln, immer einen Scherz auf den Lippen. Aber eines fällt ihm auch auf: Der Dalai Lama tut soviel für andere. Wer tut dem Lama was gutes?
So kam ihm eine Idee. Er gab ihm das Versprechen, in sein Land zu reisen und zu porträtieren wie es da nun aussieht und was da so vor sich geht.

Also bereitet er sich vor, kauft Ausrüstung, versucht finanzielle Unterstützung zu bekommen, geht oft in die Berge um sich auch physisch auf diese Reise vorzubereiten. Er recherchiert wochenlang über Satelittenprogramme seine Route, die natürlich fern der üblichen Tozristenpfade verlaufen soll.
Dann endlich geht es los. Es bleibt weiter ein schweres Unterfangen, denn eigentlich ist es verboten, als alleinstehende Person in dieses Land zu reisen (sie waren zu zweit, aber es muss eigentlich immer eine Gruppe von mind. 5 Personen sein).
Und dort zu fotografieren und zu filmen ist ebenfalls heikel bis sehr oft schlicht verboten. Aber der schnöslige Fotograf findet immer Mittel, Wege und Tricks und so entstanden tolle, erschreckende, lustige und traurige Bilder und kurze Filmszenen. Und natürlich Geschichten und Geschichten in massen!

Gebannt lauschten wir alle. Aber natürlich ist es auch traurig zu sehen, wie systematisch das Land mit seiner Kultur vernichtet wird.

Eine ganz besondere Geschichte war diese:
Irgendwann traf der Fotograf Jugendliche und wollte auch mit ihnen reden. Auch das ist nicht ganz ohne, denn man darf ja nicht mal über den Dalai Lama reden, geschweige denn Bilder ect. von ihm zu besitzen. Deswegen erzählte er den allerwenigsten Menschen seinen wahren Grund über seine Reise. Aber nach einer Zeit und an einem versteckten Ort weihte er die Jugendlichen ein und wollte ihre Meinung zu desem Thema wissen. Einige der jungen Männer neckten einen anderen Mann, bis dieser sich überreden ließ sein Shirt auszuziehen. Was dann kam war schier unglaublich:
Das Schirt hatte kleine feine schraffierten Linien aufgedruckt, es sah aus wie ohne Sinn und Zweck hingekritzelt, sah ein wenig wie mit Bleistift aus. Dann legte er das Shirt ziemlich kompliziert und schief zusammen und es erschien:
Das Portrait des Dalai Lama!!!
Das Raunen das durch den Saal ging...unbeschreiblich!!! Ich bin mir sicher, dass JEDER Gänsehaut hatte.

Mit einer kurzen Unterbrechung schaffte der Fotograf seine Mission. Es entstand ein Bildband über Tibet. Nicht nur schöne Bilder wie man sie in jedem Reiseführer findet, sondern die Wahrheit. Viel Zerstörung und viel Militär. Es war zu goldig mit anzusehen, als der Dalai Lama nun dies Buch in Händen hielt und sich herzlich bedankte. Bei diesem taffen Deutschen.

Nach 2,5 Stunden war ich so erfüllt und innerlich satt.
Es war so stimmig, wo ich gerade so eine Freude an Spiritualität habe.
Es paßte so, erst das Buch über den Walkabout einer Frau in Australien, dann das Buch mit der Ärztin in Russland die schamanisches Wissen findet und jetzt u.a. die Lebensweise und Lebensort der Mönche in Tibet. Die weite Landschaft. Die Bescheidenheit und Religiosität der Menschen.

Ich träumte mich in die Weiten Tibets, wie ich irgendwo stundenlang sitze und meditiere....glücklich schlief ich ein. Fern der ganzen Technik, Zerstreuung und des Überflusses.

Is klar, dass heute nochmal "7 Jahre Tibet" angeguckt wird.

Ein klitzekleiner Einblick in diesen Vortrag und Infos um Tibet gibt es bei einer Sendung Planet Wissen:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/planet_wissen/videohunderttageintibet100.html