Montag, 15. Dezember 2014

Psychater, Arbeit und Entscheidungen

Heute wieder der Quartalsbesuch bei meinem lieben Psychater/Neurologen.
Ich fragte ihn, was er von Tryptophan hält.
Er meint:" Naja eher Geldmacherei, die Wissenschaft meint, das käme nicht im Gehirn, dank der Blut-Hirnschranke, an. Und da wird es ja gebraucht."
Dann erst sagte ich ihm, dass ich es ausprobiert habe und seitdem ein wenig mehr Energie habe (leider nicht mehr so viel wie am Anfang, aber ich bin ja über jedes Stückchen mehr sehr froh) und dass sich der komische Gehirnnebel gelichtet hat, ich bin strukturierter, fokussierter und auch die Augen sind nicht mehr so schwer/müde.
"Schön!", sagt er daraufhin, "wenns hilft, wär es mir persönlich ja egal, was die Wissenschaft dazu sagt."
Genau der Meinung bin ich auch und bei mir kam und kommt es anscheinend im Hirn an. Vielleicht hab ich eine müßiggängerische Schranke, die das Zeugs locker durch winkt ;)

Weiter gings in die Arbeit. Nachdem ich letzte Woche ja alles absagen musste, leider auch den Sport, bekam ich ja schon wieder Bammel, dass das jetzt wieder so bleibt bzw. schlimmer wird.
Dem ist aber zum Glück nicht so.
Tat wieder gut, hat Spaß gemacht und mich wieder mal erstaunt, wie sehr das Außen meine inneren  Themen spiegelt:

Die Frau wußte nichts von meinem inneren Prozeß der letzten Zeit, dass ich mich für ein paar Dinge entschieden habe, bzw. einfach meine Prioritäten (für mich)  klar definiert habe.
Jammert sie über ihren Mann, dass der sich nicht entscheiden kann.
O-Ton: "Der Kerl ist Opfer seines Lebens!"
Von außen auf diese Eigenschaft eines anderen Menschen zu gucken, zeigte mir nochmal wie bedrückend das ist. Wie kraftraubend. Wie schwer.
Und wenn andere noch involviert sind (wie in diesem Falle) auch sehr nervig.

Ich bin froh, dass ich nun zu einigen Dingen klar JA bzw. NEIN sage.
Ich stehe (fester) zu mir, da darf dann auch schon mal Gegenwind kommen, der haut mich so schnell nicht mehr um ;)

Wenn ich mich nicht entscheide, tun es andere für mich und dann brauch ich mich nicht über Grenzverletzungen und Fremdbestimmtheit wundern.

Fühlt sich einfach gut an. Und leicht.

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