Donnerstag, 4. Dezember 2014

In den Tag hinein leben

Jawoll das gönn ich mir heut:
Ein freier Tag, den ich nach Gusto und in meinem Tempo gestalte.
Ich mache was ich will.
Ist dringend nötig, um wieder mehr bei mir anzukommen.

Gestern war ich mit einem Bekannten bei einer Thai-Massage.
Wollte mir schon lange mal wieder eine Massage gönnen, aber die Damen die das hier im Umkreis anbieten, da hat mir nix sonderlich gefallen und so hab ich es immer weiter geschoben.
Nachdem nun ein Treffen mit M. endlich wieder klappen sollte, fragte ich, ob er Lust hätte da mitzugehen. Hatte er.
Und so ließen wir uns nebeneinander, von sehr kleinen, zierlichen Thailänderinnen durchkneten (was gar nicht zierlich war).
Ich buchte erstmal nur Kopf/Nacken/Schulter wollte langsam beginnen. Aber *oh staun* die machten den ganzen Rücken auch mit (was auch dringend notwendig war).
Ich hatte ja etwas Bedenken, weil mich ja Körpernähe von den meisten Menschen einfach nur streßt und noch dazu wenn die etwas an mir machen (Blutabnahme, Haare schneiden, beim Zahnarzt usw..).
Meine letzte Krankengymnastik musste ich deswegen ja abbrechen.

Diesmal war es aber einfach nur wooooow.
Schönes Ambiente. Auf der Liege war eine Heizdecke und die Handtücher waren auch vorgewärmt, ein dezenter Duft lag in der Luft, aber das Beste:
Die Frau tat einfach ihre Arbeit.
Ich glaub ich krieg Panik, wenn mir jemand körperllich UND mental/energetisch sehr nahe ist, von dem ich das nicht will.
Die damalige Krankengymnastin hatte sich sehr in mich hineingefühlt (war vielleicht wenig bei sich), war sehr feinfühlig und bedacht.
Das war mir zuVIEL. Viel zu nah Das spürte ich.
(Und ich glaube, dass ich da selbst oft übergriffig bin, wenn ich den anderen feinfühlig abscanne, zu sehr beim anderen bin, dass sich das unangenehm anfühlt weiß ich jetzt und werde mehr aufpassen).

Die Thailänderin bearbeitete mich mit sehr geübten und gekonnten Griffen, auch das gibt mir Sicherheit, als wenn da eine schüchtern und zart nicht recht weiß, was sie machen soll.
Sie hatte mich schon auch im Blick, ganz klar, aber nicht zu sehr.
Für sie war ich eine unter vielen an diesem Tag oder in dieser Woche.
Sie würde mich auf der Straße wohl nicht wiedererkennen.
Und genau das tat mir gut.
Denn dann kann ich selbst bei mir und im Körper bleiben und schauen was da so passiert und auch rechtzeitig sagen, wenn was nicht geht oder wie ich es anders bräuchte.

Fazit: Es tat so gut, dass ich da definitiv wieder hingehen werde!

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