Donnerstag, 25. Dezember 2014

Bei dir rattert's wohl....

So "das Schlimmste" ist vorüber.
Nein es war nicht schlimm, nur der Heilig Abend kann schonmal ganz schön wackelig werden, zumal wenn ich zuhause bleibe. Wenn ich verreise bin ich ja genug abgelenkt vom Neuen (von daher war es vielleicht ganz gut, dass meine ursprünglich geplante und schon bekannte Hütte schon ausgebucht war, wieder was gelernt).
Jetzt kommen einfach 2 Feiertage und noch vor Silvester wird die Deko abgebaut, da kann ich es dann nicht mehr sehn.

Ich hatte eine schöne Bescherungszeit, am Nachmittag in der Sonne :)
Die Post hat mich sehr gefreut und auch belustigt. Ja ich konnte das unpersönliche Zeug (u.a. Erkältungsbalsam!!!) von meinem Vater von der lustigen Seite sehen. Dafür hat er auch recht viel Geld dazu gepackt, was mich etwas wunderte.
Davon wird mein Geschenk an mich selbst bezahlt:
Ein paar Tage im Bayrischen Wald inkl. Langlaufkurs. Ich freu mich schon ganz irre drauf :)

Und sonst so?
Ich habe sehr intensiv und realitätsnah geträumt. Wie schon lange nicht mehr. Es arbeitet noch in mir. Aber es tat auch gut, ich fühl mich recht erholt.

Das Puzzlestück was sich fand, hilft auch. Dass hochsensible Menschen viele Reize wahrnehmen war mir ja bekannt, dass ich introvertiert bin auch, aber dass Intros diese vielen Reize länger verarbeiten müssen, DAS erleichtert mir gerade mein Leben.
Dieses Gefühl der Verwirrung, des Zuviel-seins im Gehirn. Man kann nicht mehr klar denken, weiß nicht mehr ob man den Schlüssel wirklich eingepackt hat und schaut 5x nach.
Wie oft habe ich das Bedürfnis mich irgendwo hinzusetzen und ins Leere zu starren, um mich zu sammeln.
Das sind oft nur wenige Minuten, DIE sind aber sehr wichtig!
Wie erfrischt fühle ich mich nach einem Spaziergang in der Natur, wenn ich einfach vor mich hindenken, ganz in mich hineinsinken kann, ohne Störung, sei es Menschenkontakt oder Lärm (also etwas was mich wieder rausreißt).

Das ist natürlich für eine mit schweren Traumatisierungen noch schwieriger, weil die Anspannung per se hoch ist und man seine Umgebung mehr kontrolliert, ob wieder Gefahr droht.
Deswegen find ich eine leichte Dissoziation sehr hilfreich. Dieser leere Blick mit geöffneten Augen (nur so funktionerts, mit geschlossenen Augen arbeitet das Gehirn anders, probiert es aus) ist für mich heilsam.
In dieser Situation darf man mich auf gar keinen Fall anfassen. Das ist dann wie ein Schock, da brüllt es GEFAHR! Sanft ansprechen ist nervig, aber nicht so schlimm.
Das Problem, wenn man so vor sich hinstarrt, ist das für die anderen manchmal gruselig und sie fragen: "Alles ok?"
Antwort: "Ja war es, bis du mich angesprochen hast."

Ich mach mir ein Schild:
Einfach in Ruhe lassen!

Ich geh jetzt auf die Couch und schau den Wolken zu wie sie vorbei treiben, genauso wie meine Gedanken.
Und wenn ich meine was machen zu müssen, sag ich mir:
ich mach doch was, mein Gehirn verarbeitet. 
Den (alten) Computer würde man rattern hören, wie er seinen RAM-Speicher leert.

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