Samstag, 13. Dezember 2014

2014/2015


Kurze Rückschau für das Jahr 2014.

Es war unruhig. Zu unruhig für mein feines Nervensystem. 
Da muss ich/möchte ich weiterhin dran bleiben.
Ich las nochmal bei Luisa Francia


das Horoskop für dieses Jahr durch.
Und mein Aszedent ist ja mehr vorherrschend, als mein eigentliches Sternzeichen und so stimmte, was beim Krebs stand:

Krebs
Jupiter bleibt noch bis zum Sommer in diesem Zeichen - Glück! 
Es ist eine gute Zeit, Projekte zu starten, nach aussen zu gehen (was Krebsgeborenen nicht unbedingt immer leicht fällt) und das Leben zu genießen. Ungewohnt altruistisch und nach aussen orientiert können die in diesem Zeichen geborenen neue ungewohnte Erfahrungen machen und haben oft gar nicht das Bedürfnis, sich gleich wieder ins Eigene zurückzuziehen. Die Entdeckung, dass es gut tut, sich mit anderen zu reiben, zusammenzutun und sich dabei wohlzufühlen, bringt neue Lebensqualität.
Nahrungsempfehlung: Früchte

 Stimmt, meine sozialen Ängste waren so gut wie weg und ich genoß es auch viele neue Leute kennenzulernen und zusammen Dinge zu erleben.
Und Früchte ess ich eh sehr gern...

Trotz des chaotischen Eindrucks, formierte sich auch eine Struktur: 
Eine Wochenstruktur: 
Montag geht’s arbeiten, 
Mittwoch einkaufen, 
Freitag zum Sport. 
Das sind so wichtige Anker. Früher habe ich immer zwanghaft versucht mir feste Termine an bestimmten Wochentagen zu legen, hat nie funktioniert. Jetzt geht’s von alleine. Und ich genieße diese kleinen Routinen, an denen ich mich entlang hangeln kann.

Ich schaffe es nun auch  verschiedene Bereich des Lebens gleichzeitig zu leben. Das war früher nicht so, da war NUR Arbeit oder NUR Depression oder NUR das Thema X. 
Heute habe ich Freunde, Arbeit, Hobbys, meine Einschränkungen/Krankheit gleichzeitig im Blick. Das macht das Leben schöner und bunter. Einseitigkeit ist selten gut.

Ich war nicht mal für ein paar Tage weg. Das merke ich sehr, meine Umgebung, meine Wohnung ödet mich tierisch an. Auch da möchte ich in Zukunft mehr drauf achten. Allerdings war es dieses Jahr auch finanziell schwieriger, weil erst ein neuer PC hermusste und nun die Zahnbrücke.

Ich kann sagen, dass ich schwierige Situationen (Schwangerschaftstest, Zahn-op) relativ gut gemeistert habe.

Ich habe mir eine neue Arbeitsstelle gesucht (Ultraminijob) und bin sehr froh drum.
Es wird auch langsam innerlich klarer, wie mein Leben aussehen soll. Ich bin nicht mehr völlig orientierungslos. Verzettel mich nicht mehr zu sehr.
Ich muss auch nicht mehr ständig neue Dinge (vom Shampoo bis Lebensform) ausprobieren (kommt vielleicht auch mitm Alter, dass man nicht mehr jeder wehenden Fahne folgt). 
Ich habe Stammgeschäfte und auch das beruhigt mich. Ich genieße das. Sehr. Diese Beständigkeit. Ich dachte immer, dass das furchtbar langweilig sein müsse, aber nein. Es kehrt eine Ruhe ein, eine feste Basis und von der aus, kann ich mir immer noch Neuigkeiten suchen, z.B. wohin ich verreisen will.

Ich habe viele Leute kennengelernt. Meistens ohne Panik. Etwas Streß ja. Aber vor 2 Jahren wäre das noch eine Panikattacke „wert“ gewesen. Trotzdem merke ich, das strengt mich zu sehr an. Trotzdem schön, dass es leichter möglich war, auch zusammen essen gehen oder all die 
(früheren )Paniksituationen kann ich lockerer erleben.

Wie hab ich letztens gehört....da hat sich jemand langsam ins Leben eingefunden. Was für ein schöner, selten gehörter Begriff. 
Sich wo einfinden. Ja ich finde mich langsam in mein Leben ein, mit Rüttlern, mit ruhigen Phasen, mit mehr Zufriedenheit, mit Tiefen und Höhen...und ich kann damit umgehen. Ich kenne meine Stärken und Schwächen, meine Werte und Vorlieben.
Das fühlt sich sicher und gut an.

Wie soll 2015 (ich finde die Zahl klingt schon sehr nach Sience fiction) für mich aussehen?

Wieder mehr mit bekannten/befreundeten Menschen machen. Die habe ich etwas vernachlässigt, im Rausch des ständig Neuen. Ich muss jetzt nicht mehr so viele neue Leute kennenlernen (real, virtuell ist das was anderes).
Ja Freundschaften pflegen. Hoffentlich auch einige (verteilt in Deutschland) besuchen.

Überhaupt: Verreisen, oberste Priorität!

Wieder mehr auf mein introvertiertes Sein achten und öfter mal wieder allein schwimmen, wandern gehen oder einfach allein sein.
Nicht nur äußerlich, auch innerlich mich stoppen, wenn ich in gedanken zu sehr bei anderen Menschen bin.
So gern ich früher las, desto weniger mag ich es jetzt. Schon gar nicht was tiefer geht. Von Lebensratgebern oder allgm. die in die psy. Richtung gehen hab ich langsam die nase voll...außer meine intro/hochsensiblen Bereiche, die les ich öfter. 
Auch Zeitschriften jucken mich nicht mehr so. Ich mag das Leben lieber mehr live erleben. 
Dazu hab ich mir eine Liste aufgeschrieben, (und auch einiges am PC abgespeichert) an Aktivitäten, Wanderwegen usw. damit ich schnell schauen kann, was ich machen könnte, ohne erst lange suchen zu müssen.

So gut es geht auf Weizen verzichten. Ich habe mir einige Ausnahmen aufgeschrieben, aber zuhause möchte ich keinen mehr essen. Es tut mir nicht gut. Der Blutzucker schwankt extrem und ich fühl mich müde, schlapp, flau und sehr viel hungriger als davor.

Und ich möchte wieder mehr gebrauchtes kaufen bzw. mich fragen: hab ich sowas ähnliches schon? Brauch ich es wirklich?
Mir meine Prioritäten bewußter machen und danach leben: mich stört zum Beispiel Secon-hand-kleidung überhaupt nicht, dafür möchte ich gern öfters zur Massage/schwimmen gehen.
Meine Wochenstruktur beibehalten.

Spannnend wird es auch, wie es mit D. weiter geht.

Weiterhin mehr auf eine minimalistische Wohnung achten. Mir tut das sehr gut, wenig Gegenstände um mich zu haben. Im Bad will ich einiges noch aufbrauchen, deswegen steht es auch sichtbar da.
Auf dem Tisch sammelt sich schnell Zettel, Kalender, Stifte ect...
Die Kommode im Flur, da möcht ich auch erst einiges aufbrauchen an Bastelzeug, Bücher, bevor da einiges umsortiert wird, damit der Haushaltsschrank/generell Küche auch etwas übersichtlicher wird.

Ich hab ein gutes Gefühl, dass 2015 ein tolles Jahr wird ;)

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