Mittwoch, 31. Dezember 2014

Guten Rutsch!

Ich wünsch Euch allen eine schöne Silvesternacht!
Kommt's gut hinüber zu 2015!

Ich mach mich jetz vom Acker :-)
Bis zum nächsten Jahr....

Dienstag, 30. Dezember 2014

Nach Weihnachten

Ein kleiner Weihnachts-Nachbrenner:

Und mein Magen darf langsam aufhören zu brennen.
Es nervt nur noch.
Kamillentee und Schonkost hängt mir schon sonstwo raus,
aber so gaaaaaanz langsam kehrt der Appetit wieder,
muss nur aufpassen nicht gleich wieder zuzuschlagen.

Montag, 29. Dezember 2014

Heute besonderes?

Das wär doch mal eine Idee,
sich jeden Abend oder jede Woche mal fragen:
"Was war heute besonderes?"
Weil viele doch immer so jammern...Alltag, immer das gleiche usw.

Bei mir war heute besonderes:

- dass ich insgesamt weniger als 12min. auf Bahn/Tram gewartet habe und ich war heute viel unterwegs, musste oft umsteigen, immer kam gleich mein gewünschtes Fahrzeug.
- ich rieche heute besonders gut, das war schon fast unheimlich (und leider fast immer eklig) wie fit heute meine Nase ist. Sehr seltsam. Hängt das mit dem Zyklus zusammen?
- ich war heute als introvertierte unterwegs,also Konzentration auf mich und weniger auf die anderen, viel äußeres ausgeblendet, oft auf den Boden geschaut. Ergebnis: Ich bin nach 8 Stunden unterwegs sein, mit 2 Terminen in der doch recht vollen Innenstadt NICHT überreizt, sondern entspannt (!!) und fit. Ich bin sehr erfreut.

Meine Angst etwas zu verpassen ist völlig unbegründet. Frau Laney (Autorin von Die Macht der Introvertierten) betont/zeigt immer wieder auf, wieviel Introvertierte von ihrer Umwelt mitkriegen. Und es ist wirklich so. Während mein Bekannter und ich zum Bäcker gehen, um uns viele Menschen, mäßiger Schneefall, wir unterhalten uns, seh ich weit entfernt, schräg von uns das Werbeplakat für einen Kinofilm. Als ich erwähne, dass ich den Film, und deute vage in die Richtung des Plakats, unbedingt sehen möchte, schaut mein Begleiter irritiert auf, dann noch verwirrter in die gezeigte Richtung, findet es nicht sogleich, ich geh schon wieder weiter, irgendwann checkt auch mein Bekannter was ich meine. Daweil hab ich schon wieder 20 andere Dinge bemerkt.

Ich kann mich also ganz entspannt zurücklehnen, bei mir bleiben.
Ich muss nichts tun, nicht alles beobachten (wie anstrengend an einer vollen Haltestelle, was man da alles mitbekommt), nicht ständig meine Außenwelt beobachten.
Ausblenden, Blick nach innen und mir gehts gut. Wie einfach! ;-)

Und was war bei Dir heute besonderes?

Sonntag, 28. Dezember 2014

Zeitlos leben

Der 4. Tag in Ruhe und ohne Termin und ohne "müssen".
Wie ich das genieße.
Wurde mir früher die lange Auszeit und die vielen Feiertage schnell zuviel, kann ich heuer nicht genug davon kriegen.
Na ich verschrei es mal nicht.
Ich treibe durch den Tag, mache Dinge, die schon lange warten, aber nicht weil ich muss, sondern will:  Bastelschrank aussortieren, alte Briefe durchlesen, Weihnachtssachen wegräumen, im Schnee spazieren "hach!!"
viel rumliegen, dösen, Filme schauen...so soll's sein.

Was ich weniger brauche ist seit 2 Tagen Magenschmerzen.
Erst dacht ich irgendein Essen war schon schlecht,
und dann: zu sehr verkrampft.Wahrscheinlich ist es beides.
So gibt es unfreiwilliges fasten und wenn ich was esse, dann so einfache Dinge wie Salzkartoffeln oder Suppe.
Auch das kann sein, dass ich meinem Magen zuviel zugemutet habe:
Zuviel Anspannung der letzten Wochen (plus  Bauchmuskeltraining was ich ja ewig nicht mehr gemacht habe)
und einfach zuviel Essen. Ich hab in der letzten Zeit schon immer mal wieder gemerkt, dass ich esse aus Langeweile oder weil ich meine, dass jetzt essen zu müssen.
Obendrauf noch viele Dominosteine, Mozartkugeln (die sind aber auch lecker), Lebkuchen undsoweiter....

Also wandle ich mit Wärmeflasche umher und hoffe, dass es morgen endlich besser ist.

Freitag, 26. Dezember 2014

Es hat geschneit

Alles schön weiß überzuckert...wie schön, darf gerne noch mehr werden :-)

Und so kann Weihnachtsdeko auch aussehen.
Einen Stengel mit 4 Amarylisblüten verziert mit Kieferzweig und Golddeko bekam ich vor über 1 Woche geschenkt, sie hielt sich lange. Und die Rosenblätter stammen aus dem bunten Blumestrauß den D. mir anfangs der Woche klammheimlich in den Briefkasten steckte.
Dafür fuhr er gesamt 80km. Schon süß. :-)


Das Buch (Die Macht der Introvertierten) beleuchtet wirklich alles.
Auch Partnerkonstellationen der verschiedenen Temperamente und natürlich Familienkonstellationen.

Mir wurde bewußt, dass meine Mutter und Schwester (die sich immer sehr gut miteinander verstanden) sehr extrovertiert sind.
Die es nicht verstehen konnten, wenn ich bei jedem Bierzelt, Kinderfasching, Sommerfest vor Überreizung heulte. Ich war nur bockig, hieß es.

Mein Vater ist ein introvertierter mit linksdominierender Gehirnhälte.
Den sah man oft alte Radios auseinander-und wieder zusammen bauen. Überhaupt Technik, die hatte es ihm angetan. Mathematik und sich mit Anfang 40 Englisch mehr oder weniger selbst beizubringen: Kein Problem.
Letztens sagte ich noch so: Mein Vater wohnt seit über 60 Jahren in einem kleinen Dorf und hat es nicht geschafft, Kontakte zu knüpfen und Beziehungen aufzubauen.
Heute is mir klar: Er wollte das wahrscheinlich nicht.

Tja und dann war da noch ich, auch introvertiert, deswegen komm ich relativ gut mit meinem Vater klar (jedenfalls hab ich es immer sehr genossen, wenn meine Schwester und Mutter für ein paar Tage zu deren Eltern fuhren. Dann war alles schön ruhig und ging langsamer vonstatten).
Aber eben sehr mit Gefühlen beschäftigt, sehr kreativ, sehr intuitiv (mir hat man oft nicht geglaubt, wenn ich etwas sah/merkte, was dann tatsächlich so war) und gerne ein Beobachter. Da fühlt man sich schon mal gemustert, nicht so angenehm und aus dieser Beobachtungsrolle bekam ich eine gute Menschenkenntnis und konnte Zusammenhänge/Wahrheiten erkennen...und sprach diese aus. War auch nicht recht, weil auch das für die Beteiligten oft unangenehm war.
Jedenfalls war ich in deren Augen komisch. Und so wurde ich gemobbt. Was man nicht kennt, macht angst.

In dem Buch werden viele Beispiele aufgezeigt und oft muss ich kichern, vor lauter mich darin wiederfinden.

Jetzt werd ich mir mal die weiße Pracht aus nächster Nähe anschauen :-)

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Bei dir rattert's wohl....

So "das Schlimmste" ist vorüber.
Nein es war nicht schlimm, nur der Heilig Abend kann schonmal ganz schön wackelig werden, zumal wenn ich zuhause bleibe. Wenn ich verreise bin ich ja genug abgelenkt vom Neuen (von daher war es vielleicht ganz gut, dass meine ursprünglich geplante und schon bekannte Hütte schon ausgebucht war, wieder was gelernt).
Jetzt kommen einfach 2 Feiertage und noch vor Silvester wird die Deko abgebaut, da kann ich es dann nicht mehr sehn.

Ich hatte eine schöne Bescherungszeit, am Nachmittag in der Sonne :)
Die Post hat mich sehr gefreut und auch belustigt. Ja ich konnte das unpersönliche Zeug (u.a. Erkältungsbalsam!!!) von meinem Vater von der lustigen Seite sehen. Dafür hat er auch recht viel Geld dazu gepackt, was mich etwas wunderte.
Davon wird mein Geschenk an mich selbst bezahlt:
Ein paar Tage im Bayrischen Wald inkl. Langlaufkurs. Ich freu mich schon ganz irre drauf :)

Und sonst so?
Ich habe sehr intensiv und realitätsnah geträumt. Wie schon lange nicht mehr. Es arbeitet noch in mir. Aber es tat auch gut, ich fühl mich recht erholt.

Das Puzzlestück was sich fand, hilft auch. Dass hochsensible Menschen viele Reize wahrnehmen war mir ja bekannt, dass ich introvertiert bin auch, aber dass Intros diese vielen Reize länger verarbeiten müssen, DAS erleichtert mir gerade mein Leben.
Dieses Gefühl der Verwirrung, des Zuviel-seins im Gehirn. Man kann nicht mehr klar denken, weiß nicht mehr ob man den Schlüssel wirklich eingepackt hat und schaut 5x nach.
Wie oft habe ich das Bedürfnis mich irgendwo hinzusetzen und ins Leere zu starren, um mich zu sammeln.
Das sind oft nur wenige Minuten, DIE sind aber sehr wichtig!
Wie erfrischt fühle ich mich nach einem Spaziergang in der Natur, wenn ich einfach vor mich hindenken, ganz in mich hineinsinken kann, ohne Störung, sei es Menschenkontakt oder Lärm (also etwas was mich wieder rausreißt).

Das ist natürlich für eine mit schweren Traumatisierungen noch schwieriger, weil die Anspannung per se hoch ist und man seine Umgebung mehr kontrolliert, ob wieder Gefahr droht.
Deswegen find ich eine leichte Dissoziation sehr hilfreich. Dieser leere Blick mit geöffneten Augen (nur so funktionerts, mit geschlossenen Augen arbeitet das Gehirn anders, probiert es aus) ist für mich heilsam.
In dieser Situation darf man mich auf gar keinen Fall anfassen. Das ist dann wie ein Schock, da brüllt es GEFAHR! Sanft ansprechen ist nervig, aber nicht so schlimm.
Das Problem, wenn man so vor sich hinstarrt, ist das für die anderen manchmal gruselig und sie fragen: "Alles ok?"
Antwort: "Ja war es, bis du mich angesprochen hast."

Ich mach mir ein Schild:
Einfach in Ruhe lassen!

Ich geh jetzt auf die Couch und schau den Wolken zu wie sie vorbei treiben, genauso wie meine Gedanken.
Und wenn ich meine was machen zu müssen, sag ich mir:
ich mach doch was, mein Gehirn verarbeitet. 
Den (alten) Computer würde man rattern hören, wie er seinen RAM-Speicher leert.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohes Fest

Euch allen 
frohe Weihnachten!!!

Laßt Euch nicht irre machen, von den Erwartungen/Vorstellungen der anderen, wie man Weihnachten zu feiern hätte.
Ich mach's  auch nicht :-)
Sondern lasse es mir ganz nach dem Motto:

Ich bleib daheim und mach's mir fein
gut gehen.

Dienstag, 23. Dezember 2014

OH!

Ich bin doch introvertierter als ich dachte.
Ich glaube, das ich mir das nie so recht eingestehen wollte/konnte, weil wir in einer Gesellschaft leben in der Extrovertiertheit zum Ideal gekürt wurde.
Teamarbeit! Flexibel! Kommunikativ! Ständig und immer.

Das Buch "Die Macht der Introvertierten" öffnet gerade einige Türen
(ich finde es eine sehr gute Ergänzung zum Buch "Still").
Und so sehe ich meine Vergangenheit nochmal mit einem anderen Blick.

Wie anstrengend es für mich war, als Kind auf dem Flur zu schlafen (wir hatten kein Kinderzimmer). Diese Unruhe.
Später hatte ich ein Durchgangszimmer, wieder diese Unruhe. Nie wirklich bei sich ankommen können, weil es ja sein könnte, dass der Stiefvater dringend in sein Büro muss.
Dass mich die Arbeit im Kindergarten ausgelaugt hat, ist jetzt sonnenklar.
Auch warum mich eine volle Bahn so streßt. Ich spüre die Erleichterung körperlich, wenn der neben/gegenüber sitzende aufsteht und die Plätze um mich freier werden.
Ebenso ist klar, warum mich die Tagesklinik so extrem geschwächt hat. Es gab null Rückzugsmöglichkeiten. Ich war inkl. Fahrt immer über 8 Stunden unter Menschen auf engstem Raum.
Genauso das zusammenwohnen mit einem mich extrem kontrollierenden Mann, hat tiefere Wunden geschlagen/schneller meine Grenze überschritten, als es wahrscheinlich bei jemand anderem der Fall gewesen wäre.

Auch interessant, dass große Unterschiede zwischen introvertierten Menschen besteht, die hauptsächlich ihre linke bzw. rechte Gehirnhälfte benutzen.
Der linksdominierte Intro ist der typische Bastler, IT-Spezialist oder Forscher, der selbst im Urlaub nicht aus seinem Labor will.
Diese Menschen könnnen sich in ein Thema so sehr vergraben und wenn man den zum Kaffekränzchen mit den Nachbarn zwingt, kann das eher unlustig enden.
Der rechtsdominierte hat eine ausgeprägte Intuition, Phantasie und Kreativität. Er beschäftigt sich viel mit seinen Gefühlen.

Ich verstehe nun (und das wird sehr ausführlich erklärt, welch Wohltat!) dass Intros tatsächlich eine *lange Leitung* haben.
Reize die von außen/oder natürlich innen kommen, nehmen eine längere und andere Bahn durchs Hirn, als das bei Extros der Fall ist.
Und auch das merke ich körperlich, wie verwirrt und gestresst, ja mit Leere ich im Hirn bin, wenn zuviel Neues auf mich einströmt. Beispiel: Besuch bei einem neuen Arzt.
Oder warum es mich regelrecht überfordert mit einem Menschen zu spazieren, sich unterhalten UND dabei ein Eis zu essen. Auf so viele Reize kann ich mich nicht gleichzeitig konzentrieren! Da ist die Umgebung, wo ich hintrete, was der andere sagt, was ich sage, der Geschmack, die Kühle vom Eis...

Mir ist jetzt klar, dass es mich auch erschöpft, wenn ich mit Menschen zusammen bin, die ich mag, oder Dinge tue die mir Spaß machen.
Ich lade anders auf, nämlich beim allein sein, vor mich hin träumen, Löcher in die Luft starren, irgendwas wo mein Hirn abschalten kann.
Zitat:  
Introvertierte Menschen brauchen Zeit zum Nachdenken, 
ohne den Druck, etwas "machen" zu müssen.

Klar braucht wohl jeder Mensch, aber für Intros ist das existenziell, sie brauchen viel Zeit zum Denken!

Achachach es ist eine wahre Wohltat, mich wieder ein Stück mehr kennenzulernen und mich besser zu verstehen.

Sonntag, 21. Dezember 2014

In die Stille kommen

Einen Augenblick zur Ruhe kommen,
einfach ein paar Minuten hier sein könnnen,
nichts tun müssen, außer wahrnehmen, entdecken, schweigen.

Ich setze mich kurz hin und schließe meine Augen.
Ich atme ein paar Mal tief ein und aus in meinem Rhythmus.
Ich spüre, wo meine Fußsohlen Kontakt zum Boden haben,
wie ich sitze und mich anlehne.

Was kann ich hören? Stimmen? Den Brunnen? Geräusche von draußen?
Kann ich auch etwas riechen? Einen Duft? Von Blumen oder Kräutern?

Vielleicht habe ich die Augen schon wieder geöffnet:
Wo bleibt mein Blick hängen, wenn ich absichtslos einfach hier bin?

Zwischen all dem was geschieht,
ist die Stille.

Ich sitze hier, atme ein und aus,
und lasse sie zu.


Ich wünsche Euch allen einen schönen 4. Adventssonntag!

Freitag, 19. Dezember 2014

Aggro

Ich würde sagen, dass ich heute vor der Pilatesstunde normal drauf war. Nicht super gelaunt, aber auch nicht mies.

Was sich dann in der Stunde änderte.
Ich hätte einfach nur heulen können.
Erst recht als mich die Übungsleiterin ansprach wegen dem Scheiß Pad.
So eine homogene Mischung aus extremer Aggressivität und abgrundtiefer Traurigkeit.
Vermutlich ausgelöst durch Müdigkeit und dann noch der Anstrengung.
Oder aber durch einen Satz in einer Mail.
Von einem Mann. Der mich wirklich geschockt hat.
Sofortiger Kontaktabbruch.

Wahrscheinlich wars aber eine Mischung aus beidem.
Jetzt muss ich nur noch rausfinden, was mir gut tut.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Wenn die einen gegen die anderen

Moderne Nazis - die neuen Rechten und der Aufstieg der NPD
von Toralf Staud
herausgegeben von bpb: Bundeszentrale für politische Bildung
las ich in den letzten Tagen.

Und da gab es die Stelle:
*Will man die NPD unbedingt mit irgendwem vergleichen, dann bitte mit Islamisten.
Sie stellen die freiheitliche Demokratie und die liberale Gesellschaft ähnlich fundamental in Frage wie es die NPD tut. Nicht umsonst besuchte Udo Voigt 2002 eine Versammlung der islamistischen Hizb-ut-Tahir und versicherte der inzwischen verbotenen Organisation die "Solidarität aller aufrechten Deutschen".*

Ähnlich heißt es bei
  http://www.pi-news.net/2014/09/essen-polizei-schuetzt-salafisten-vor-hooligans/
*Nazis und Islamanhänger sind Brüder im Geiste.
Warum sollten Nazis gegen den Islam demonstrieren?
Sind doch beide gegen Demokratie, gegen Juden und für eine ideologische Diktatur?*


“Der Islam ist unserer Weltanschauung sehr ähnlich.“ (Heinrich Himmler)

Na denn.....

Dienstag, 16. Dezember 2014

Eltern

Heute kam ein Brief von meinem Vater.

Meine Cousine wurde aus dem künstlichen Koma geholt. Sie scheint keine größeren Folgeschäden von dem Unfall zu haben. Das ist gut. Sie kann sprechen, sehen, sich erinnern (angeblich hat sie sogar nach mir gefragt, was ich ein wenig bezweifle...).
Sie konnte sogar schon nach Deutschland gebracht werden und wird bald die Reha antreten.
Das sind natürlich gute Neuigkeiten.
Wurmen tut mich die Stichelei meines Vaters (das ist uralte Tradition in der Familie aus der ich komme).
Meine Cousine hätte das nur so gut überstanden, da sie recht gesund lebt, viel Sport macht und nicht raucht. Vatern meint dazu:

Wer macht denn das heute noch.

Lieber Papa, deine Tochter fuhr viele Jahre über 1000km im Jahr mit dem Radl
und hat vor über 1000 Tagen das rauchen aufgehört. 
Und du Vollhonk kannst das nicht einmal anerkennen und dich mitfreuen!

Natürlich weiß er wie ich lebe. Dass ich solchen Spaß am VHS-Sportkurs habe usw.
Neid regiert die Welt und vor allem die meiner Ursprungsfamilie.
Kotzt mich das an.
Ich weiß schon, warum ich größtmöglichen Abstand zu denen halte.

Und gleichzeitig fällt mir ein, wie sich meine Mutter in dieser Jahreszeit fast aufgearbeitet hat. Vollzeit als Altenpflegerin und den Haushalt mit 2 Kindern (mein Vater rührte ja keinen Finger), nachts den Adventskranz selbst gebunden, stundenlang den Baum geschmückt, obwohl wir arm waren, war der Gabentisch immer voll und einmal hat sie einfach selbst den Nikolaus gespielt (möcht gern wissen wo sie das Kostüm herhatte, heute ist das ja kein Problem, aber draußen aufm Land vor 30 Jahren?) und natürlich tagsüber mit uns Plätzchen gebacken, mindestens 5 verschiedene Sorten.
Das blöde an dieser ganzen Aufopferung war nur:
Dass es nicht wirklich um unser Wohl ging.
Sondern um ihres.
Sie wollte endlich Anerkennung und Liebe.
Wenn schon nicht um ihretwillen, dann wenigstens für all das was sie für uns tat.
Und das spürte man. Das fühlte sich komisch an. Und auch verletzend, weil man nicht als Selbst, als Person gesehen wurde/wird.

Tja so schließt sich der Kreis.
Wenn ich sie sehe, sehe ich mich.
Doch ich bin mir dessen bewußt und steuere dagegen.

Dafür gabs heute auch was zum freuen:
Das eine, mir selbstgemachtes, Weihnachtsgeschenk kam heute an.
Das 2. folgt sobald :-)
(auch etwas was für meine Elter völlig unmöglich ist, lieber hat man  seine Ansprüchen/Anforderungen/Wünsche an andere, die man ganz subtil vermittelt und WEHE die werden nicht erfüllt).

Es wird ein Erlebnis sein.Geht 2 Tage lang.
Ich hab Gänsehaut, wenn ich daran denke.
Das schöne: Der verinnerlichte Vater/Mutter/Schwester werden kleiner.
SIE können wir solche Sachen nicht mehr kaputt machen.
Ich schenke mir das selbst, weil ich mich mag und mich schätze und es ist mir egal, was ihr dazu sagt.

Montag, 15. Dezember 2014

Psychater, Arbeit und Entscheidungen

Heute wieder der Quartalsbesuch bei meinem lieben Psychater/Neurologen.
Ich fragte ihn, was er von Tryptophan hält.
Er meint:" Naja eher Geldmacherei, die Wissenschaft meint, das käme nicht im Gehirn, dank der Blut-Hirnschranke, an. Und da wird es ja gebraucht."
Dann erst sagte ich ihm, dass ich es ausprobiert habe und seitdem ein wenig mehr Energie habe (leider nicht mehr so viel wie am Anfang, aber ich bin ja über jedes Stückchen mehr sehr froh) und dass sich der komische Gehirnnebel gelichtet hat, ich bin strukturierter, fokussierter und auch die Augen sind nicht mehr so schwer/müde.
"Schön!", sagt er daraufhin, "wenns hilft, wär es mir persönlich ja egal, was die Wissenschaft dazu sagt."
Genau der Meinung bin ich auch und bei mir kam und kommt es anscheinend im Hirn an. Vielleicht hab ich eine müßiggängerische Schranke, die das Zeugs locker durch winkt ;)

Weiter gings in die Arbeit. Nachdem ich letzte Woche ja alles absagen musste, leider auch den Sport, bekam ich ja schon wieder Bammel, dass das jetzt wieder so bleibt bzw. schlimmer wird.
Dem ist aber zum Glück nicht so.
Tat wieder gut, hat Spaß gemacht und mich wieder mal erstaunt, wie sehr das Außen meine inneren  Themen spiegelt:

Die Frau wußte nichts von meinem inneren Prozeß der letzten Zeit, dass ich mich für ein paar Dinge entschieden habe, bzw. einfach meine Prioritäten (für mich)  klar definiert habe.
Jammert sie über ihren Mann, dass der sich nicht entscheiden kann.
O-Ton: "Der Kerl ist Opfer seines Lebens!"
Von außen auf diese Eigenschaft eines anderen Menschen zu gucken, zeigte mir nochmal wie bedrückend das ist. Wie kraftraubend. Wie schwer.
Und wenn andere noch involviert sind (wie in diesem Falle) auch sehr nervig.

Ich bin froh, dass ich nun zu einigen Dingen klar JA bzw. NEIN sage.
Ich stehe (fester) zu mir, da darf dann auch schon mal Gegenwind kommen, der haut mich so schnell nicht mehr um ;)

Wenn ich mich nicht entscheide, tun es andere für mich und dann brauch ich mich nicht über Grenzverletzungen und Fremdbestimmtheit wundern.

Fühlt sich einfach gut an. Und leicht.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Wintersonntagsblümchen

da kann ich noch so oft 

*leise rieselt der Schnee*

summen, singen, denken (hartnäckiger Ohrwurm)

aber bei 10 Grad...

kommen einfach die Gänseblümchen wieder raus!

Samstag, 13. Dezember 2014

2014/2015


Kurze Rückschau für das Jahr 2014.

Es war unruhig. Zu unruhig für mein feines Nervensystem. 
Da muss ich/möchte ich weiterhin dran bleiben.
Ich las nochmal bei Luisa Francia


das Horoskop für dieses Jahr durch.
Und mein Aszedent ist ja mehr vorherrschend, als mein eigentliches Sternzeichen und so stimmte, was beim Krebs stand:

Krebs
Jupiter bleibt noch bis zum Sommer in diesem Zeichen - Glück! 
Es ist eine gute Zeit, Projekte zu starten, nach aussen zu gehen (was Krebsgeborenen nicht unbedingt immer leicht fällt) und das Leben zu genießen. Ungewohnt altruistisch und nach aussen orientiert können die in diesem Zeichen geborenen neue ungewohnte Erfahrungen machen und haben oft gar nicht das Bedürfnis, sich gleich wieder ins Eigene zurückzuziehen. Die Entdeckung, dass es gut tut, sich mit anderen zu reiben, zusammenzutun und sich dabei wohlzufühlen, bringt neue Lebensqualität.
Nahrungsempfehlung: Früchte

 Stimmt, meine sozialen Ängste waren so gut wie weg und ich genoß es auch viele neue Leute kennenzulernen und zusammen Dinge zu erleben.
Und Früchte ess ich eh sehr gern...

Trotz des chaotischen Eindrucks, formierte sich auch eine Struktur: 
Eine Wochenstruktur: 
Montag geht’s arbeiten, 
Mittwoch einkaufen, 
Freitag zum Sport. 
Das sind so wichtige Anker. Früher habe ich immer zwanghaft versucht mir feste Termine an bestimmten Wochentagen zu legen, hat nie funktioniert. Jetzt geht’s von alleine. Und ich genieße diese kleinen Routinen, an denen ich mich entlang hangeln kann.

Ich schaffe es nun auch  verschiedene Bereich des Lebens gleichzeitig zu leben. Das war früher nicht so, da war NUR Arbeit oder NUR Depression oder NUR das Thema X. 
Heute habe ich Freunde, Arbeit, Hobbys, meine Einschränkungen/Krankheit gleichzeitig im Blick. Das macht das Leben schöner und bunter. Einseitigkeit ist selten gut.

Ich war nicht mal für ein paar Tage weg. Das merke ich sehr, meine Umgebung, meine Wohnung ödet mich tierisch an. Auch da möchte ich in Zukunft mehr drauf achten. Allerdings war es dieses Jahr auch finanziell schwieriger, weil erst ein neuer PC hermusste und nun die Zahnbrücke.

Ich kann sagen, dass ich schwierige Situationen (Schwangerschaftstest, Zahn-op) relativ gut gemeistert habe.

Ich habe mir eine neue Arbeitsstelle gesucht (Ultraminijob) und bin sehr froh drum.
Es wird auch langsam innerlich klarer, wie mein Leben aussehen soll. Ich bin nicht mehr völlig orientierungslos. Verzettel mich nicht mehr zu sehr.
Ich muss auch nicht mehr ständig neue Dinge (vom Shampoo bis Lebensform) ausprobieren (kommt vielleicht auch mitm Alter, dass man nicht mehr jeder wehenden Fahne folgt). 
Ich habe Stammgeschäfte und auch das beruhigt mich. Ich genieße das. Sehr. Diese Beständigkeit. Ich dachte immer, dass das furchtbar langweilig sein müsse, aber nein. Es kehrt eine Ruhe ein, eine feste Basis und von der aus, kann ich mir immer noch Neuigkeiten suchen, z.B. wohin ich verreisen will.

Ich habe viele Leute kennengelernt. Meistens ohne Panik. Etwas Streß ja. Aber vor 2 Jahren wäre das noch eine Panikattacke „wert“ gewesen. Trotzdem merke ich, das strengt mich zu sehr an. Trotzdem schön, dass es leichter möglich war, auch zusammen essen gehen oder all die 
(früheren )Paniksituationen kann ich lockerer erleben.

Wie hab ich letztens gehört....da hat sich jemand langsam ins Leben eingefunden. Was für ein schöner, selten gehörter Begriff. 
Sich wo einfinden. Ja ich finde mich langsam in mein Leben ein, mit Rüttlern, mit ruhigen Phasen, mit mehr Zufriedenheit, mit Tiefen und Höhen...und ich kann damit umgehen. Ich kenne meine Stärken und Schwächen, meine Werte und Vorlieben.
Das fühlt sich sicher und gut an.

Wie soll 2015 (ich finde die Zahl klingt schon sehr nach Sience fiction) für mich aussehen?

Wieder mehr mit bekannten/befreundeten Menschen machen. Die habe ich etwas vernachlässigt, im Rausch des ständig Neuen. Ich muss jetzt nicht mehr so viele neue Leute kennenlernen (real, virtuell ist das was anderes).
Ja Freundschaften pflegen. Hoffentlich auch einige (verteilt in Deutschland) besuchen.

Überhaupt: Verreisen, oberste Priorität!

Wieder mehr auf mein introvertiertes Sein achten und öfter mal wieder allein schwimmen, wandern gehen oder einfach allein sein.
Nicht nur äußerlich, auch innerlich mich stoppen, wenn ich in gedanken zu sehr bei anderen Menschen bin.
So gern ich früher las, desto weniger mag ich es jetzt. Schon gar nicht was tiefer geht. Von Lebensratgebern oder allgm. die in die psy. Richtung gehen hab ich langsam die nase voll...außer meine intro/hochsensiblen Bereiche, die les ich öfter. 
Auch Zeitschriften jucken mich nicht mehr so. Ich mag das Leben lieber mehr live erleben. 
Dazu hab ich mir eine Liste aufgeschrieben, (und auch einiges am PC abgespeichert) an Aktivitäten, Wanderwegen usw. damit ich schnell schauen kann, was ich machen könnte, ohne erst lange suchen zu müssen.

So gut es geht auf Weizen verzichten. Ich habe mir einige Ausnahmen aufgeschrieben, aber zuhause möchte ich keinen mehr essen. Es tut mir nicht gut. Der Blutzucker schwankt extrem und ich fühl mich müde, schlapp, flau und sehr viel hungriger als davor.

Und ich möchte wieder mehr gebrauchtes kaufen bzw. mich fragen: hab ich sowas ähnliches schon? Brauch ich es wirklich?
Mir meine Prioritäten bewußter machen und danach leben: mich stört zum Beispiel Secon-hand-kleidung überhaupt nicht, dafür möchte ich gern öfters zur Massage/schwimmen gehen.
Meine Wochenstruktur beibehalten.

Spannnend wird es auch, wie es mit D. weiter geht.

Weiterhin mehr auf eine minimalistische Wohnung achten. Mir tut das sehr gut, wenig Gegenstände um mich zu haben. Im Bad will ich einiges noch aufbrauchen, deswegen steht es auch sichtbar da.
Auf dem Tisch sammelt sich schnell Zettel, Kalender, Stifte ect...
Die Kommode im Flur, da möcht ich auch erst einiges aufbrauchen an Bastelzeug, Bücher, bevor da einiges umsortiert wird, damit der Haushaltsschrank/generell Küche auch etwas übersichtlicher wird.

Ich hab ein gutes Gefühl, dass 2015 ein tolles Jahr wird ;)

Freitag, 12. Dezember 2014

Blog-Award

Von Cosima
 http://positivepsychologie.wordpress.com/
gabs einen Award. Danke Dir nochmal :-)













https://beckysdiner.files.wordpress.com/2014/11/liebster-award.png?w=820
 So funktioniert das Ganze:

 Die Regeln für den “Liebster Award” sind folgende:
  1. Verlinkt die Person, die euch nominiert hat.
  2. Beantwortet die 11 Fragen, die die Person euch gestellt hat.
  3. Sucht euch 11 Blogger, die unter 200 Follower haben und nominiert sie. (Diesen Punkt werde ich abändern und sage einfach: wer mag kann die untenstehenden Fragen sich kopieren und beantworten, seid so frei ;))
  4. Überlegt euch selbst 11 Fragen für eure 11 Nominierten.
  5. Gebt den Nominierten Bloggern Bescheid.


Folgende Fragen bekam ich von Cosima, und hier meine Antworten:
1. Hast Du Dich schon mit Minimalismus befasst? Und falls ja, was bedeutet Minimalismus für Dich?
Jepp, tue ich immer wieder. Weil ich mich von dem Überfluß in dem wir leben erschlagen fühle. Ich wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und war da glücklicher, als später als wir alles hatten. Heute ist mir ein minimalistischer Wohnungsstil wichtig, weil das meinem hochsensiblen Nervenkostüm einfach gut tut. Trotzdem soll es gemütlich sein. Aber nicht nur materiell möcht ich minimalistischer leben, sondern auch in den Dingen die ich tue, mich auf weniges konzentrieren und nicht 1000 Dinge anfangen. Deswegen muss ich Bücher die ich noch lesen will, wegräumen, weil mich der Stapel stresst :)
2. Was magst Du am liebsten an der Advents- und Weihnachtszeit?
Die langen Nächte, die besonderen Gewürze, die Lichter und ja natürlich auch die Geschenke :)
3. Musik oder Kunst (oder beides)?
Musik IST Kunst. Daher: Beides.
4. Bist Du gerne in der Natur?
Absolut. Möchte ich im neuen Jahr wieder viel mehr tun!
5. Lieber eigensinnig oder angepasst?
Leider zuoft angepasst. Fast nur in Situationen wo ich nur mir selbst damit schade. Schade.
6. Hast Du eine bevorzugte Jahreszeit (und warum gerade diese)?
Ich merk das ändert sich so langsam...früher war der Herbst absolute Nummer 1. Jetzt ist es schon mal ein leichter, schöner Sommertag, nicht zu heiß.
7. Wenn alles möglich wäre, wohin würdest Du als nächstes reisen?
Mit einem privaten Reiseleiter durch Litauen und dann mit einem lieben Menschen durch Schweden mit dem Auto, Kanu, Rad und zu Fuß.
8. … und WIE würdest Du diese Reise begehen? (alleine oder mit Begleitung, minimalistisch oder mit allem möglichen, ….)
Siehe Nr.7 :) Schon eher minimalem/leichtem Gepäck, aber nicht zu extrem. Es darf auch ein wenig Luxus dabei sein.
9. Wenn Du das Wort “Psychologie” hörst, was kommt Dir dann spontan so in den Sinn?
Erstmal ist es mir sehr bekannt, da ich mich damit lange auseinander gesetzt habe und es noch tue. Und dann noch „Wissenschaft“.
10. Kannst Du ein pflanzliches Gericht weiterempfehlen?
Ja Kartoffel-Tomaten-Mozzarellapfanne: Gekochte Kartoffen (möglichst 1 Tag alt) in Scheiben schneiden, Tomaten und Mozzarella auch, in einer Pfanne/oder Auflaufform schichten, jede Schicht dabei leicht würzen und dann gut durchgaren lassen. Am besten schmeckt es, wenn es kalt wurde und nochmal erwärmt wird, dann ist es richtig gut durchgezogen.
11. Wie findest Du eigentlich so einen Blog-Award?
Mal ganz nett als Abwechslung.


Und hier meine Fragen:

  1. Wärst du ein guter Polizist?
  2. Dürfen Deine Vorbilder wissen, dass sie es für dich sind?
  3. Was kannst du richtig gut?
  4. In welcher Zeit hättest du gern gelebt?
  5. Würdest du gern wissen, wo du gezeugt wurdest?
  6. Glaubst du, dass du gut küsst?
  7. Wie soll das Jahr 2015 für dich werden?
  8. Was hast Du 2014 gelernt?
  9. Wann kamst du dir zuletzt richtig verrückt vor? Und warum?
  10. Würdest du einem Fremden eine Niere spenden?
  11. Welchen Sport möchtest du mal ausprobieren? Und wann tust du es?


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Glücklicher Tag

Heute so:

- 1000 Tage rauchfrei!!! Yeah!
- sehr leckere Schokokekse gelungen!!! Njam!
- einen Bekannten (der ein Freund werden könnte) beschenkt, einfach weil mir danach war und es sich gut anfühlte!!! Jawoll!
- einiges erledigt!!! Fühle mich leichter!
- freu mich jetzt aber auch eine Mittagsruhe im frischbezogenen Bett :-)
- eine kleine Radlrunde genossen. Ohja tat das gut..Frische, klare Luft, etwas Bewegung.
- Zusage für neuen Sportkurs Barre Concept bekommen (dort hatte ich Schnupperstunde)!!Riesig freu!
Was das ist?
Guckst du:


Rie

Und mir erlaubbt in Zukunft bei lauten Haushaltstätigenkeiten (staubsaugen, Haare föhnen) Ohrstöpsel zu benutzen. Auch wenn mein innerer Nörgler meint: ach die paar Minuten.
JA die paar Minuten gehen mir sehr auf die Nerven. Ich vertrage absolut keinen Lärm.

Mal schaun, was der Nachmittag noch so bringt....

Was der Nachmittag nun so brachte:

GEDANKEN.
Sapperlott :)

Das vorzeitige Weihnachtsgeschenk heute an den Bekannten brachte die Frage auf: Warum schenk ich wem was?
Früher war ich (glaub ich) extrem: Zu teuer, zu aufwändig. Oft für Leute die das nicht mal verdient haben. Aber (ohja!) ich wollte deren Zuneigung kaufen.
Was hab ich tagelang an Adventskalendern gebastelt für irgend einen Machoarsch. OMG!
(Überhaupt hab ich es immer weniger mit dem Bastelzeug, auch Karten werden nicht mehr SOOOO extrem, superfein gebastelt. Ich trau mich sogar, gekaufte Karten zu verschicken *auf Schulter klopf* :-) )
Dann gab es immer sündhaft teures Zeug für meinen Vater, der mir wiederum jedes Jahr Kerzen, Tee und so schenkt, is nett, aber halt nicht wirklich persönlich.
Heuer hat sich das etwas in Relation gerückt (noch nicht ganz, aber perfekt mach ich es erst im nächsten Leben!).

Heute also schau ich genauer. Wer ist mir was wert?!?
Ich gebe nicht mehr all meine Kraft, Zeit und Geld den anderen.
Es MUSS auch was für mich übrig bleiben.

Dass ich Weihnachten zuhause bleibe, wird auch einen Sinn haben,
jedenfalls hör ich seit 2 Tagen Weihnachtslieder !!
Egal ob amerikanische, deutsche, nur instrumental. Ich hör die, rauf und runter.
Jahrelang konnt man mich damit jagen.
Nunja so ist das Leben. Ein Fluß. Und ich fließ einfach mal mit. Panta rei!

Und nun noch die Verplapperer der letzten Tage:

- Ich bezahl eine Rechnung und sage:
"Der Rest ist für die Krankenkasse,
nein für die Kaffetasse
nein für die K A F F E K A S S E!"
Überall Gelächter. Auch von mir. Eh klar ;)

- M. sagt er holt nochmal nen Glühwein.
Ich daraufhin:
"Ich halt den warm platz!"
Es gemerkt, gemerkt, dass M. es nicht gemerkt hat, gelacht und gedacht: Ich sollte keinen Glühwein mehr trinken.
Aber:
Scheiß drauf.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Über 7 Brücken musst du gehn...

Also mir reicht eine schon.
Meine Zahnbrücke ist endlich drin.
Und ich hoffe, dass da oben nun endlich Ruhe ist. Vor 4 Monaten war die Zahn-OP. Es reicht.
Dafür kann ich jetzt wieder unbeschwert lachen. Hab da ja jetzt immer aufgepaßt, da die große Lücke so doof aussah.
Und das (gelacht) hab ich gleich, als ich die Rechnung sah:
175,- billiger als veranschlagt. Puh jetzt hab ich doch etwas Luft :)

Die Sonne hat gleich mitgelacht, die hat sich nämlich nach über 3 Wochen  Dauernebel heute mal wieder gezeigt.
Schön, ist das :)

Dienstag, 9. Dezember 2014

Selbstfürsorge

Wenn ich so völlig ko bin, ist auch mein Schlaf/Wachrythmus ziemlich durcheinander. Ich schlafe paar Stunden, bin kurze Zeit wach und schlafe wieder nur paar Stunden. Manchmal macht mir das Sorgen: Es ist 3.20h ich muss doch jetzt schlafen, bin aber hellwach.
Auch das Essverhalten ist anders. Zwischen 2 und 6h morgends habe ich tierischen Hunger und das Gefühl nie satt zu werden. Tagsüber habe ich null Appetit, esse aber trotzdem eine Kleinigkeit.
Heute früh fiel mir dann zum Glück meine Erfahrung mit solchen Zeiten ein: Wenn ich mich so lasse, schlafe, wenn ich müde bin und esse wenn ich hungrig bin, pendelt sich das alles von ganz alleine wieder ein :-)
No Stress.

Apropo Stress: Gestern abend merkte ich noch, wie sehr mich die Lügerei mit D. doch gestresst hat. Jetzt ist Klarheit da. Erleichterung. Ich muss nicht dauernd dran denken, das ich was falsches sage oder zur falschen Uhrzeit ne Mail schicke usw...auch hatten wir gestern abend noch lustigen SMS-Austausch.
Tat gut!

Gut tut auch, dass ich mir nun einmal die Woche Solarium gönne. Ich mag diese Blässe an mir absolut nicht. So habe ich jetzt eine ganz dezente Bräune. Großes Wohlgefühl und ein mich mehr mögen für 16,- im Monat. Die sind es mir wert.
Ich bin es mir wert!

Gestern lag ich so im Bett, bekam ich auf einmal das dringende Bedürfnis den Radio einzuschalten. der läuft so alle 3-4 tage mal paar Minuten oder Stunden, dann aber eher wenn ich koche.
Jedenfalls kam da ein Interview und als ich zurück in die Kissen sank, hörte ich den Satz:  
Es ist unsere Pflicht, uns wohlzufühlen! 
Sapperlott. Wie passend. Gänsehaut. Und mal wieder das Bestätigen, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir so meinen.
Warum sonst hatte ich aufeinmal das Bedürfnis den Radio einzuschalten??


Und das ich gestern eine tolle Batikwolle in allen möglichen dunkelroten Schattierungen fand und mir auch gönnte. Gibt schöne Armstulpen!

So und wenn ich heute rausgehe und mich immer noch so offen und ungeschüztzt ggü. den äußeren Reizen fühle, geh ich halt mit mp3 im Ohr hinaus.
Auch eine Strategie die mir noch rechtzeitig einfiel. Dann konzentriere ich mich auf die Musik und nicht zu sehr auf das Außen.

So werd ich auch diese etwas schwierige Zeit überstehen.
Mit kleinen Helferlein ;)

Montag, 8. Dezember 2014

Grenzen

Ich schaff es einfach nicht, mir mehr Freiraum einzuräumen.
Zeit für mich.
Terminfreie Zeit.
Seit Wochen kämpfe ich dagegen an.
Es ist wie eine Sucht. Immer noch mehr machen...
Kann immer erst aufhören, wenn ich nur noch völlig ko im Bett liegen kann.

Ok, anstatt mich dafür ständig weiter zu schimpfen und auf mir rumzuhacken, nehme ich mich damit AN:
Ja im Moment gelingt es mir schwer, gut für mich zu sorgen. Aber es bleibt in meinem Bewußtsein und ich bleibe dran und gebe mein Bestes. Es ist nicht DAS Beste, sondern das beste was ich eben gerade schaffe.

Das ist: So wenig Schuldgefühle wie möglich, weil ich für diese Woche alles abgesagt habe, was nicht absolut wichtig ist.
Ganz schön harter Brocken.
Aber diese Annahme erleichtert auch erstmal.

Als ich vor wenigen Tagen bestfriend eine Grenze von mir zeigte, hatte ich wahnsinnig Angst.
Es ging darum, dass wir eine Ferienwohnung brauchen, die ein Schlafzimmer und eine Schlafcouch in einem anderen Zimmer hat.
Auf der ich dann schlafe.
Ich mach sonst kein Auge zu, wenn jemand neben mir liegt.
Großes Bangen also.
Dann seine Antwort: Er wollte doch auf der Couch schlafen.
;-)
Alles kein Thema also. UFF.

Dann heute D. offenbart wie es so wirklich um mich steht...mit Rente und PTBS. Er hatte schon öfters angefragt, ob irgendwas sei, ich doch einen Freund hätte usw...er spüre doch, dass da was ist...mich bedrückt...
auch wieder großes Bangen...
Dann seine Antwort:
Großer Respekt vor meiner Offenheit und wie ich das alles so meistere. 
Viel Verständnis und Anteilnahme, ohne zu schwülstig zu werden.
UFF.

Diesmal großes Heulen.
Vor Erleichterung.




Sonntag, 7. Dezember 2014

was zum guckn

Hier ein kleiner Film, der die tolle Formation von Vögeln zeigt.
Könnt ich stundenlang zuschauen:

http://www.islandsandrivers.com/our-films/#murmuration

So und bei wem es auch noch nicht geschneit hat.
Da könnt ich auch stundenlang zuschauen:



Und für alle introvertierten, die mit ihem Sosein hin und wieder oder dauernd hadern, und natürlich für alle extrovertierten, damit die mal schnallen, dass wir auch ganz normal sind, nur ein wenig anders ticken:




Schönen 2. Apfent :)

Samstag, 6. Dezember 2014

Nikolaus

Der Nikolaus (der D.. heißt) hat tatsächlich was vorbeigebracht.
Lebkuchen/marzipanherzerl von Lindt.
Sapperlott schmecken die guuuuuut!!!

Danach mit Kuschelmann im Whirpool und ner Flasche Sekt versumpft.
Und natürlich auch paar Kekse.
Ach tat das gut.

Davor noch die Buchungsbestätigung für Silvester erhalten:
Es geht 2 Tage an den Bodensee! Ans Wasser das tut meiner Seele gut und ein kleines Dörfchen macht den Rest. Eine kleine Wanderung durch die Weinberge ist sicher auch drin, Besuch der Therme sowieso.
Komm ich dieses Jahr doch noch ein wenig raus, hab ja schon nicht mehr dran geglaubt.

Alles super,
scheint als sei ich endlich etwas  auf der Sonnenseite des Lebens angekommen.

Zeit is worn!

Freitag, 5. Dezember 2014

Heute so...

Heute gelernt:

Im Pilateskurs (und wahrscheinlich in den anderen Kursen auch) soll man nicht sagen was man will.
Is man gleich mal der Streber.
Nur weil ich bei *Kardio* JA gesagt habe.
Meiomei...wir gehn doch da alle nicht zum Kaffekränzchen hin, sondern um uns zu bewegen.


Langsam wird mir klarer wie mein Leben aussehen soll.
Was ich machen will.
Das hat mich schon immer sehr zermürbt, diese 1000 Möglichkeiten bei Arbeit und Hobby und überhaupt.
Langsam lichtet es sich und ich freu mich sehr. Klarheit tut einfach gut.
Immer wieder. Egal wo.

Außerdem freu ich mich auch, dass die Silvesterplanung zu 90% steht.
Auch das nimmt mir eine gewisse Schwere...denn ich will schon was anderes machen, als bei mir oder bestfriend rumzuhocken.
Später wird mehr verraten.

Heute geh ich glücklich grinsend ins Bett.
Unbezahlbar :)

Tanz Nikolausi !

So, also heut abend dann alle mal bitte die Stiefel vor die Tür stellen.
So wie hier:
(finde den Fehler)

(klick ins Bild, macht es größer)

Und dann mag ich ja Bewegung sehr, gern spielerisch/tänzerisch, früher war es richtig hartes Aerobic, das schaff ich im Moment leider nicht (schau mir aber gern die Wettkämpfe an),
aber Thaibo oder Hoopin oder was es da alles gibt, würde ich gern mehr machen.
So auch Poledance. Ja genau tanzen an der Stange. An der vertikalen.
Sieht doch super aus:



Ach dacht ich mir so...jünger müsst ich sein.
Andere mögen sich denken: ah ne, schlanker müsst ich dazu sein.
NEIN Leute, müssen wir nicht:





Sucht Euch nen Kurs und los geht's!

Aber dass es auch anstrengend ist, kann man hier sehen:






Ich geh jetz erstmal zum Pilates ;)




Donnerstag, 4. Dezember 2014

In den Tag hinein leben

Jawoll das gönn ich mir heut:
Ein freier Tag, den ich nach Gusto und in meinem Tempo gestalte.
Ich mache was ich will.
Ist dringend nötig, um wieder mehr bei mir anzukommen.

Gestern war ich mit einem Bekannten bei einer Thai-Massage.
Wollte mir schon lange mal wieder eine Massage gönnen, aber die Damen die das hier im Umkreis anbieten, da hat mir nix sonderlich gefallen und so hab ich es immer weiter geschoben.
Nachdem nun ein Treffen mit M. endlich wieder klappen sollte, fragte ich, ob er Lust hätte da mitzugehen. Hatte er.
Und so ließen wir uns nebeneinander, von sehr kleinen, zierlichen Thailänderinnen durchkneten (was gar nicht zierlich war).
Ich buchte erstmal nur Kopf/Nacken/Schulter wollte langsam beginnen. Aber *oh staun* die machten den ganzen Rücken auch mit (was auch dringend notwendig war).
Ich hatte ja etwas Bedenken, weil mich ja Körpernähe von den meisten Menschen einfach nur streßt und noch dazu wenn die etwas an mir machen (Blutabnahme, Haare schneiden, beim Zahnarzt usw..).
Meine letzte Krankengymnastik musste ich deswegen ja abbrechen.

Diesmal war es aber einfach nur wooooow.
Schönes Ambiente. Auf der Liege war eine Heizdecke und die Handtücher waren auch vorgewärmt, ein dezenter Duft lag in der Luft, aber das Beste:
Die Frau tat einfach ihre Arbeit.
Ich glaub ich krieg Panik, wenn mir jemand körperllich UND mental/energetisch sehr nahe ist, von dem ich das nicht will.
Die damalige Krankengymnastin hatte sich sehr in mich hineingefühlt (war vielleicht wenig bei sich), war sehr feinfühlig und bedacht.
Das war mir zuVIEL. Viel zu nah Das spürte ich.
(Und ich glaube, dass ich da selbst oft übergriffig bin, wenn ich den anderen feinfühlig abscanne, zu sehr beim anderen bin, dass sich das unangenehm anfühlt weiß ich jetzt und werde mehr aufpassen).

Die Thailänderin bearbeitete mich mit sehr geübten und gekonnten Griffen, auch das gibt mir Sicherheit, als wenn da eine schüchtern und zart nicht recht weiß, was sie machen soll.
Sie hatte mich schon auch im Blick, ganz klar, aber nicht zu sehr.
Für sie war ich eine unter vielen an diesem Tag oder in dieser Woche.
Sie würde mich auf der Straße wohl nicht wiedererkennen.
Und genau das tat mir gut.
Denn dann kann ich selbst bei mir und im Körper bleiben und schauen was da so passiert und auch rechtzeitig sagen, wenn was nicht geht oder wie ich es anders bräuchte.

Fazit: Es tat so gut, dass ich da definitiv wieder hingehen werde!

Dienstag, 2. Dezember 2014

Der Pinguin

Heute in meinem Adventskalender (er ist von einer ev. Kirche) stand
der Text von Hirschhausen: Als er mal einen Pinguin beobachtete und dachte was das doch für eine Fehlkonstruktion sei: zu kurze Flügel, keine Knie und völlig tollpatschig.
Auf dem Land.
Aber wehe dem, er kommt ins Wasser...das ist sein Element, genau dafür ist er gemacht!
So und wenn du ein Pinguin bist, können auch 7 Jahre Therapie aus dir keine Giraffe machen.
Such dein Element und dann LOS!!!

 Ich mag den Text und kenne ihn auch schon lange.
Weil auch ich immer wieder versuche, mich zu verbiegen um jemand anderes zu sein, vor allem fitter und belastbarer...

Daher ist der Text sehr passend für heute...
Wegen meiner inneren Grenzenlosigkeit (das Buch schafft mich, mehr dazu ein andermal) springen mich sämtliche Reize an.
Und Möglichkeiten! Und Ideen.
Zum, im wahrsten Sinne des Wortes, wahnsinnig werden.

Und wenn ich dann so völlig reizüberflutet bin, träum ich mich gern ins andere Extrem:
Wie ich in den Bayerischen Wald ziehe (wo ich keinen kenne) und wieder mehr in der Natur leben kann.
Und mich beim langlaufen, wandern, Kanu fahren austobe.
Klar kann ich das alles auch vor den Toren Münchens machen, aber das ganze drumherum kostet mich soviel Kraft, dass mir dafür nix mehr bleibt.
Im Bayrischen Wald gibts nicht viel, außer eben Natur.
Und billigeren Wohnraum.
Meinem Naturell würde das sehr entgegenkommen.

Wer weiß was und wann davon Wirklichkeit werden wird,
darum gehts auch erstmal nicht,
sondern ums träumen und erholen :-)

Denn Luftschlösser bauen entspannt ungemein.
Schau aus dem Fenster (oder in die Kerze) und leg los!