Montag, 27. Oktober 2014

Und dann ist da noch...

Und dann gibt es da noch D.
D. vom Lande, wie ich ihn nenne, weil er noch ein paar Kilometer weiter draußen wohnt. Da wo man mit dem Zug durch eine sanft geschwungene Landschaft fährt.
Und ich merkte, wie sehr ich das brauche...dieser weite Blick...egal ob über Wiesen, oder übers Meer...da geht mein Herz auf und meine Schultern nach unten.

Bei D. fühle ich mich immer wohl. Keine Manipulationsspiele, kein Über- oder Unterlegenheit, kein nerviges Getue...dafür eine schöne Art der Fürsorglichkeit, ein ganz wunderbarer Humor, eine herrliche Leichtigkeit ohne alles schön zu reden, ein Gespür für Ordnung und Ästhetik.
Und wir können stundenlang quatschen. So muss es sein, wenn man eine Freundin hat, mit der man ständig am Telefon hängt.

Ich dachte nie weiter. Er war für mich ein Bekannter, der zu einem Freund werden könnte. Nicht im Sinne von Eros sondern von Phileo.
Wir schrieben viele SMS, auch neckische, flirteten ein wenig...
und dann...eines Tages stehn wir so in der Küche und den Schritt den er auf mich zumacht, da merkte ich schon, dass da was anders ist...
seine Hand auf meine Hüfte und ein ganz zarter Kuss auf die Lippen.

Und es fühlte sich saugut an.
Aber mein Hirn wieder...er ist doch gar nicht mein Typ und so...blaaa...
Auch beim nächsten Treffen fühlten sich die Berührungen gut an...
aber verliebt...im klassischen Sinne? Nein.

Gestern dann kam das was ich schon kenn: Mir wurde die Nähe zuviel.
Fluchttendenzen. Er hat schonmal angesprochen, dass er fühlt, dass ich ein Geheimnis hätte.

Natürlich sehne ich mich nach einem Wir.
Doch ich merke auch, dass ich das im üblichen Sinne nicht kann.
Aus welchen Gründen auch immer...vielleicht bin ich schlicht nicht der Typ dafür oder die vielfältigen Traumatisierungen haben das angerichtet.

Mal sehen...

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