Freitag, 24. Oktober 2014

Langsamer

Ich merke derzeit ganz deutlich, wieviel Zeit ich zum verarbeiten brauche.
Vielleicht geht das im Alter auch langsamer...

Beispiel Pilatesstunde: da geht es zackzack und wenn ich die richtige Position eingenommen habe (wofür ich mich sehr konzentrieren muss...da Arm, da Bein, Bauch anspannen usw. ich hoffe, das geht mit der Zeit schneller, wenn ich die Übungen besser kenn und ich werd auch daheim ein wenig üben) dann zählt die Frau schon wieder runter.
Und schon kommt was neues.
Was mir gut gelingt ist, dass ich es so mache, wie es mir gut tut, auch wenn die gute Frau da vorne mein, man solle schneller....auch höre ich ohne schlechtem Gewissen auf, wenn ich nicht mehr kann (früher unmöglich).
Heute war es aber schon sehr anstrengend und ich hoffe, dass ich gut schlafen kann.

Noch ein Beispiel:
Diese Woche war ich 2x zum Essen ins Restaurant eingeladen. Was mich sehr freute, weil ich es mir sehr selten leisten kann, ich mal wieder was anderes esse, als was ich eben sonst so esse und das wichtigste: ich kann es wieder machen: Viele Jahre ging das nicht, weil ich immer Panikattacken bekam.
Mit ein Hauptgrund war auch hier: Die Reizüberflutung.
Das eine Restaurant war sehr laut, dann die Gespräche am Tisch, die neue Umgebung will begutachtet werden, dann noch essen und reden. Und da ich alles sehr intensiv bzw. aufmerksam mache, fühl ich mich da schon mal konfus.
Ich esse sehr gern alleine, auch wenn es sich oft einsam anfühlt, aber ich brauche die Ruhe und Langsamkeit und eben nicht reden müssen.

Ich werde weiter üben bewußt zu fokussieren und andere Reize ausblenden,
beim Pilates nicht schauen, was die anderen machen (alte Kontrollsucht)
und beim Essen gehen, anfangs kurz Umgebung checken und dann entscheiden was wichtiger ist: Meist mein Gegenüber. Und mir Zeit nehmen, auch wenn es sich blöd anfühlt, wenn der andere so schnell fertig ist.

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