Freitag, 31. Oktober 2014

Weihnachten

Vor 2 Jahren kam ich auf die Idee, dass es mir gut täte über Weihnachten wegzufahren und so verbrachte ich einige schöne Tage am Chiemsee.
Letztes Jahr dann in einer urigen Hütte am Schliersee...
und heuer?
War da die Frage.
Ich fand eine hübsche Wohnung direkt am Feld in Oberammergau, leider ist sie schon ausgebucht.
Ich suchte weiter und fand nix passendes.
Also dacht ich: ok nochmal in die Hütte am Schliersee.

Dort hatte zeitgleich mit mir ein Mann ebenso angefragt und es hieß wir sollten das miteinander klären (es ist eine gemeinnützige Hütte von einer buddhistischen Gruppe). Es gab mehrere Optionen, die er vorschlug.
Keine gefiel mir und nach kurzem überlegen entschied ich mich für meine Option: ich bleib zuhaus.

Oh da wütete es in meinem Kopf: Du musst weg! Jetzt hast Du klein beigegeben...usw.
Fakt ist aber, dass sich diese Entscheidung gut anfühlt.
Ich war dieses Jahr sehr viel unterwegs (wenn auch leider nur in der näheren Umgebung und nie über Nacht)...ich fühle mich gehetzt und unruhig...das würde eine weitere Fahrt noch verstärken.

Ich möchte, dass meine Seele wieder nach und bei mir ankommt,
ein wenig die Wohnung aussortieren,
mir Gedanken über das nächste jahr machen,
lesen und spazieren gehen
und hoffen, dass mich kein Weihnachtskoller überfällt.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Überfluss

Heute bei Al*di kurz gewesen und festgestellt, dass die sich wohl ne neue Strategie oder so ausdenken müssen.
Früher war das doch so: Boah es gibt bei A... Hosen/Brillen/Schuhe/Deko/Wolle/Bastelzeug!!! Da musste man früh hin und sich dann mit den anderen herum schlagen.
Und heute? Die Schlager der Woche, liegen Wochen herum. Der ganze Mittelgang is überhäuft mit all den  Hosen/Brillen/Schuhe/Deko/Wolle/Bastelzeug. Wir sind übersättigt. Wir brauchen nix mehr.
Zumindest kein Zeug mehr!
Ich hab nur mitgenommen, was ich wollte: Bier mit Tequila (hab ich letztens mal wieder zufällig gesehn..nachdem das in meiner wilden Zeit quasi mein Standartgetränk war, mal schaun ob es mir immer noch schmeckt), einen Kalender für nächstes Jahr und Wolle.
Da kommt man sich dann mit den 3 Teilen schon ein wenig verloren vor, zwischen all den überhäuften Einkaufswägen vor und hinter einem.

Gestern bei der Tafel brodelte es ordentlich.
An die 10 Asylanten aus Afrika waren das erste mal da. Das klingt jetzt wenig, aber wir sind immer nur so an die 30 Personen, in einem sehr kleinen Gebäude, da merkt man das schon.
Und diese 10 Leute fühlten sich schon sehr wohl. Es machte den Eindruck, dass diese Einrichtung selbstverständlich sei und sie alles bekämen, was sie wollten und wenn nicht, wurde lautstark geschimpft.
Auch von der Disziplin (erst Nummer ziehen, dann in dieser Reihenfolge drankommen) hielten sie wenig.
Da hat man schon etwas die Brauen hochgezogen und sich angesichts der perfekt gekleideten und gestylten Leute inkl. Smartphone doch etwas gewundert,
andere schimpften lautstark: Erst WIR und dann DIE!
Woraufhin ich meinte, dass könne man auch nicht machen, das sei ja dann wieder Rassentrennung (achso Rasse darf man ja auch nicht mehr sagen, oder?).
Als dann eine dieser Frauen, die Frau neben mir, sehr harsch und unfreundlich aufforderte ihr den Platz frei zu machen (ok sie war hochschwanger, trotzdem kann man das ja auch etwas freundlicher sagen...) kamen meine Brauen in ungeahnte Höhen und ich dacht mir nur so:

Mönsch, eigentlich kannste von denen noch Standfestigkeit, dieses *hier bin ich-Gefühl* , so eine Art Selbstbewußtsein und auch Forschheit lernen.

Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht....

Dienstag, 28. Oktober 2014

Dein Geiz kotzt mich an!

Ja...auch hier...in einem beschaulichen, kleinen, bayrischen Dorf, dass gut Reklame spielen könnnte für: die heile Welt...sind sie angekommen:
Die Flüchtlinge.
Ich las im hiesigen Dorfblatt, dass die schulische Turnhalle nun belegt wurde, mit 30 Flüchtlingen.
Hmmm...da ist die Problematik, die doch erst noch ganz weit weg war, nämlich an den Küsten Italiens mit den überfüllten Booten, auf einmal doch ganz nah.
Mein erster Gedanke war auch erstmal nur: aha.
Dann ging ich zur Tafel, wie fast jeden Mittwoch und auch da war es das Thema Nr. 1.
"Neee...."meinte die Leitung, "die Sachen (Kleidung, Schuhe, Spielzeug) in ihrem Büro gehören heute ausschließlich den Asylanten". Grummel und Gemurmel bei den Einkäufern.

Dann kam ich mit einem älteren Mann von der Ausgabe ins plaudern. Der ist sehr fröhlich und macht gern gute, kleine Scherze, lächelt immer...da nimmt er mich am Arm und meint ungewohnt ernst: "Diese Männer da jetzt...diese Flüchtlinge...in der Schule....und wenn dann da die Mädels in ihren kurzen Röcken...hab ich erst wieder gesehen....bis was passiert....!"
Ich sag nur: "aha." Weil ich grad herzlich wenig Lust auf Duskussion habe...und ihn auch nicht hinweisen mag auf seine Verallgemeinerung und irgendwie auch schwammige Ausdrucksweise. Genau sagen wollte er nicht, dass er die alle für Vergewaltiger hält.

Dann kommt C. daher.
Der nörgelt auch gern: Die lungern schon immer am Wertstoffhof rum (da werden viele gute Sachen abgegeben)...ach denen wird ja alles in den Arsch geschoben...schau mal der...neues Smartphone ICH kann mir das ned leisten...die schicken doch immer ihre Kinder vor...usw...usf....
DA wurde MIR klar: ja das wäre jetzt schön einfach und leicht in diesen Tenor einfach einzusteigen und seinen Frust (über was ganz anderes) an diesen Asylanten auszulassen und ein wenig gemeinsames lästern schafft ja auch Verbundenheit und ein Gemeinschaftsgefühl...
Fakt ist aber...ich krieg Herzrasen und eine Wut auf diesen Typen, der seinen dicken Wohlstandsbauch vor sich herschiebt, auf Knopfdruck warmes Wasser, Strom, Licht, eine 2-ZimmerWohnung für sich allein, ein wenig Geld im Beutel, ein Auto hat und ein Amt, dass ihm die Miete zahlt!

Ich setz mich hin, da kommt eine junge Mutter. Alleinerziehend. Auch mit der plauder ich manchmal.
Sie wettert gleich los: "Host scho ghört: Asylanten bei uns! In der Schui! Sollen noch mehr werden! Und die Turnhalle ist jetzt zu... dabei fällt eh schon soviel Sport aus und es wurden so viele neue und tolle Geräte angeschafft...wenn DIE jetzt da drin sind...(vielsagender Blick)...und überhaupt, jetzt müssen wir alle rüber in die andere Turnhalle (und erklärt mir dann lang und breit warum das so ungünstig ist, auch mit der Zeit und alles knapp und dann stressig und die halle viel kleiner....).
Da wurd ich schon richtig genervt...
Da kommen Leute nur mit dem was sie anhaben, haben bestimmt nicht viel schönes erlebt. Heimat, Freunde Angehörige verlassen, vielleicht auch ganz verloren. Dann hier völliger Kulturschock. Müssen hier Spenden annehmen und auf winzigem Raum leben. Der Winter steht vor der Tür...usw...

Und diese Frau macht sich sorgen, um 2 Sportstunden ihrer Kinder...

Natürlich gibt es unter diesen Flüchtlingen auch gierige, auch blöde und auch gewalttätige Menschen...wie es sie ÜBERALL und in jeder Schicht gibt.
Und wer will nicht auch was vom fetten Kuchen haben? Das ist doch ein natürlliches Bedürfnis.
Und klar ist auch, dass neue Lösungen her müssen, wo diese Leute mal dauerhaft wohnen sollen.

Montag, 27. Oktober 2014

Und dann ist da noch...

Und dann gibt es da noch D.
D. vom Lande, wie ich ihn nenne, weil er noch ein paar Kilometer weiter draußen wohnt. Da wo man mit dem Zug durch eine sanft geschwungene Landschaft fährt.
Und ich merkte, wie sehr ich das brauche...dieser weite Blick...egal ob über Wiesen, oder übers Meer...da geht mein Herz auf und meine Schultern nach unten.

Bei D. fühle ich mich immer wohl. Keine Manipulationsspiele, kein Über- oder Unterlegenheit, kein nerviges Getue...dafür eine schöne Art der Fürsorglichkeit, ein ganz wunderbarer Humor, eine herrliche Leichtigkeit ohne alles schön zu reden, ein Gespür für Ordnung und Ästhetik.
Und wir können stundenlang quatschen. So muss es sein, wenn man eine Freundin hat, mit der man ständig am Telefon hängt.

Ich dachte nie weiter. Er war für mich ein Bekannter, der zu einem Freund werden könnte. Nicht im Sinne von Eros sondern von Phileo.
Wir schrieben viele SMS, auch neckische, flirteten ein wenig...
und dann...eines Tages stehn wir so in der Küche und den Schritt den er auf mich zumacht, da merkte ich schon, dass da was anders ist...
seine Hand auf meine Hüfte und ein ganz zarter Kuss auf die Lippen.

Und es fühlte sich saugut an.
Aber mein Hirn wieder...er ist doch gar nicht mein Typ und so...blaaa...
Auch beim nächsten Treffen fühlten sich die Berührungen gut an...
aber verliebt...im klassischen Sinne? Nein.

Gestern dann kam das was ich schon kenn: Mir wurde die Nähe zuviel.
Fluchttendenzen. Er hat schonmal angesprochen, dass er fühlt, dass ich ein Geheimnis hätte.

Natürlich sehne ich mich nach einem Wir.
Doch ich merke auch, dass ich das im üblichen Sinne nicht kann.
Aus welchen Gründen auch immer...vielleicht bin ich schlicht nicht der Typ dafür oder die vielfältigen Traumatisierungen haben das angerichtet.

Mal sehen...

Freitag, 24. Oktober 2014

Langsamer

Ich merke derzeit ganz deutlich, wieviel Zeit ich zum verarbeiten brauche.
Vielleicht geht das im Alter auch langsamer...

Beispiel Pilatesstunde: da geht es zackzack und wenn ich die richtige Position eingenommen habe (wofür ich mich sehr konzentrieren muss...da Arm, da Bein, Bauch anspannen usw. ich hoffe, das geht mit der Zeit schneller, wenn ich die Übungen besser kenn und ich werd auch daheim ein wenig üben) dann zählt die Frau schon wieder runter.
Und schon kommt was neues.
Was mir gut gelingt ist, dass ich es so mache, wie es mir gut tut, auch wenn die gute Frau da vorne mein, man solle schneller....auch höre ich ohne schlechtem Gewissen auf, wenn ich nicht mehr kann (früher unmöglich).
Heute war es aber schon sehr anstrengend und ich hoffe, dass ich gut schlafen kann.

Noch ein Beispiel:
Diese Woche war ich 2x zum Essen ins Restaurant eingeladen. Was mich sehr freute, weil ich es mir sehr selten leisten kann, ich mal wieder was anderes esse, als was ich eben sonst so esse und das wichtigste: ich kann es wieder machen: Viele Jahre ging das nicht, weil ich immer Panikattacken bekam.
Mit ein Hauptgrund war auch hier: Die Reizüberflutung.
Das eine Restaurant war sehr laut, dann die Gespräche am Tisch, die neue Umgebung will begutachtet werden, dann noch essen und reden. Und da ich alles sehr intensiv bzw. aufmerksam mache, fühl ich mich da schon mal konfus.
Ich esse sehr gern alleine, auch wenn es sich oft einsam anfühlt, aber ich brauche die Ruhe und Langsamkeit und eben nicht reden müssen.

Ich werde weiter üben bewußt zu fokussieren und andere Reize ausblenden,
beim Pilates nicht schauen, was die anderen machen (alte Kontrollsucht)
und beim Essen gehen, anfangs kurz Umgebung checken und dann entscheiden was wichtiger ist: Meist mein Gegenüber. Und mir Zeit nehmen, auch wenn es sich blöd anfühlt, wenn der andere so schnell fertig ist.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Besser

Mit bestfriend gestern zum Mittag essen zu gehen, tat erstaunlich gut. Hab dadurch wieder etwas besser in meine Mitte gefunden.
Wahrscheinlich weil ich das in seiner Gegenwart gut kann und auch darf.
Ich muss ihn nicht emotional bedienen oder so sein, wie er es gern hätte.
Ich darf ich sein und so haben wir uns gut unterhalten, gut gegessen und viel gelacht.
Schön ist das.

Danach noch 2 Stunden arbeiten. Und es fühlte sich so herrlich normal und schön an.
Ich fühl mich in der Familie doch wohler, als anfangs gedacht.
Es gibt wenig Gefälle, was bei "niederen" Arbeiten ja gern mal passiert.
Und so konnte ich gut bei mir bleiben, mich auch auf die Arbeit konzentrieren und im Gespräch mit den Leuten bleiben. (Normalerweise funktioniert nur eines von dreien).

Und das Tryptophan?
Ich nehm es nur noch 1-3x die Woche, da es sonst einfach zuviel ist und ich zu aufgedreht werde und nicht schlafen kann.
Das nächste Mal werde ich die kleinere Dosis bestellen, nicht die 500mg, sondern 250mg. Ich hab gelesen, dass sich manche erst zwischen 1-2 gr. wohlfühlen.
Ich sag nur: hochsensibel :)
Die Gefühle sind stabiler, ich mag fast sagen abgestumpfter, aber es ist wohl eher Gelassenheit. Denn wenn es angebracht ist, kann ich ja durchaus lachen oder weinen. Aber das emotionale Auf und Ab wegen Klenigkeiten ist weniger und das ist so angenehm.
Zum Beispiel:
Die Bahn hat Verspätung, ist dann überfüllt und hat das Klima einer Sauna?
*schulterzuck* juckt mich viel weniger.
Ich komm schneller in die gute Laune. So extrem wie es anfangs war ist es jetzt nicht mehr. Wahrscheinlich auch normal...
Und kräftemäßig ist es weiterhin besser.
Ging heute nach Jahren (!) mal wieder meine alte, große Spazierrunde.
Ohne dannach völlig erschöpft, mit Schweißausbruch und Zittrigkeit nur noch ins Bett zu fallen.

Einfach nur schön!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Und ich?

Viel los zurzeit.
Zu viel.
Ich komm nicht mehr nach mit dem innerlich verarbeiten.
Das ist nicht gut.
Das lässt mich sehr angespannnt sein.
und so innerlich zittrig.
Ein ganz ekliges Gefühl.

Eigentlich bräuchte ich mindestens ne Woche für mich.
Ohne Termine.
Absolute Selbstbestimmung.
Um wieder bei mir anzukommen.
In meiner Mitte.

Geht aber nicht.
Altes festeingefahrenes Muster: erst die anderen.
Also sage ich nicht ab: das heutige Mittagessen, das arbeiten, morgen eine Verabredung...
Es würde mich seelisch niederreißen.
Ich würde untergehen vor Schuld und Schamgefühlen.
Und alten Terroransagen: was ich mir einbilde und da is doch nix dabei, du kannst doch nicht einfach...was sollen die anderen denken.
Lieber reißt es mich körperlich nieder. Das macht nix. Ist nicht so schlimm.
Kann ich eher wegdrücken und einfach weitermachen.

Nein sagen, für mich entscheiden, für mich sorgen, meine Bedürfnisse wichtig nehmen...geht leichter wenn ich nicht zuhause bin, sondern paar Tage wegfahre.
Ich hätte auch Lust drauf, aber mache das mal wieder von einem anderen Menschen abhängig.
Schade.

Freitag, 17. Oktober 2014

Bloß keine schlechte Laune!!

Gestern also kurz nach München.
Geh ich an Mc.D vorbei überfällt mich die Lust (Vorahnung, die mir manchmal schon unheimlich ist) auf nen Cheesburger. Drängel ich weg mit den Worten: Später!

Ab zum einem Termin.
Steht da ein Schälchen mit Kaubonbons.
Nehm ich eins.
Nehm ich noch eins. Knirscht es im Gebälk Gebiss.
Ich stürz aufs Klo. Friemel Kaubonobon plus Teilkrone raus.
Na super.

Also kein Cheesburger mehr. Weil Zahn nun offen und macht nun aua, wenn irgendwas hinkommt. Hab ich ja schon paarmal durch.
Irgendwann daheim. Mega schlechte Laune. Hungrig. Mümmel eine Banane...mampf...aua...drück..aua...quetsch..aua...so macht Essen kein Spaß, aber hungrig ins Bett macht auch keinen Spaß.

Also morgen gleich zum Zahnarzt.
Wecker stellen.
Schlafen.
Wecker geht um 6h.
Wer zum Henker hat den so früh bestellt?
Frühstück fällt aus, große Morgentoilette auch, da ich eigentlich zum Sport will, also nur Katzenwäsche und die Praxis macht um 8 Uhr erst auf.
*schnauf* also aufstehen.
Quarcreme lutschen...aua...aua...aua...kein Spaß....

Irgendwann endlich 7.45h.
Ich radel los, da es doch ne Ecke weg ist und ich ja noch pünktlich zur Pilatesstunde will.
Es schüttet aus Eimern und als ich mein Ziel erreiche klebt die Hose an mir.
Egal. Dauert ja nicht lang.
Kommt die sehr nette Zahnarzthelferin um die Ecke und stuzt: "ja Frau Regenfrau! Was machen Sie denn hier?"
Ich mümmel was von Notfall und Krone, sagt sie:
"Aber der Chef kommt doch immer erst um halb 9!!"
Jetz seh ich wirklich wie ein begossener Pudel aus.
Scheißendreck aber auch.

Na gut, sitz ich halt noch dumm im Wartezimmer rum.
Hauptsache ich darf gleich frühstücken!
Zahndoc macht sauber und alles trocken AUAAUAAUA und pappt das Dingens wieder drauf AAAAUUUUAAAA!

Schnell heim, 2 Brote reinhauen, umziehen, rüber in die Turnhalle, fast zu spät, was mich vor Streß fast umkippen lässt und dann kommt zum Glück eine sehr ruhige Stunde...mehr hätt ich heut auch nicht geschafft.

Wieder heim...lange duschen und Haare waschen, Kaffe machen, restlichen Apfelkuchen genießen und...aaahhhh was ist das? Das zieht ja immer noch am Zahn?
Jetzt hoff ich nur, dass es das Zahnfleisch ist, was ein wenig malätriert ist und ich nicht ein Stück von der Krone abgebissen hab.

Einatmen.
Ausatmen.
Und bloß keine schlechte Laune ;-)

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Huch

Ja gut..also..äh ich geb es zu...ich bin ein wenig über die Ziellinie (wo war die??) hinausgeschossen...
Ich bin zwar weniger müde und weniger antrieblos, aber hochsensibel bin ich immer noch und die letzten 2 Wochen waren es ganz schön viele Reize. Auf einmal und neue auch.

Ok, dann weiß ich das also auch :-)
Hochsensibilität bleibt. Muss ich nur wieder rechtzeitig dran denken.
Dass ich mich nicht wieder verliere.

Heute also noch kurz nach München.
Morgen früh noch Pilates und dann gehört der Tag nur mir.
Der Samstagvormittag auch noch und dann wolln ma mal sehn, ob ich es abends mit einem Freund un einem Bekannten auf ein kleines Konzert schaff (is ja eher eine Reizüberflutung, aber mal sehn).

Und die schlechte Laune dank des monatl. Besuches wird sich morgen hoffentlich auch wieder verziehen...



Benjamin ist hochsensibel. David nicht:
http://www.mycomics.de/comic-pages/5117-benjamin-ist-hochsensibel-david-nicht.html#page/1/mode/1up

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Post

Mal wieder ein Brief meines Vaters.
Thema Zähne: Muttern seien ja vor 2 Jahren 13 (!!!) Zähne gezogen worden, aber da hätte der Zahnarzt wohl eher Murks gemacht.
Is klar...
Immer wieder erstaunlich...diese Verdrängung...wie wär es es mal mit jahrelangem massiven Alkoholgebrauch?
Nö natürlich nicht...

Weitere Infos: Auch mein 2.Neffe ist nun zu seinem Vater (in ein anderes Land) gezogen. Als der ältere wegzog war der 10 (nun 14), der kleine ist nun auch 10. Weise Entscheidung, die die Jungs da wählten. Sag ich mal so.
Der Vater ist zwar auch kein Lämmchen, aber die Mutter (meine Schwester) und deren Freund sind wirklich sadisdisch hoch drei.
Braucht man ja auch hier nicht glauben, dass da einer ins nachdenken käme, warum die Kinder da wegwollen.
Auch mein Vater denkt da nicht an das Wohl der Kids, sondern nur an sein eigenes (wie schon immer), dass nun weder Kinder noch Enkel mehr zu Besuch kämen.
Braucht man ja nicht glauben....wegen nachdenken und so...
Achmei..Familienbande halt :-/

Brief von der Krankenkasse kam auch.
Der Kostenplan bezgl. meiner Brücke kam zurück: als *Härtefall* (wegen geringem Einkommen) erhöht sich der Festzuschuß aufs Doppelte. Puh, jetzt sieht die Summe schon machbarer also bezahlbarer aus....
Große Freude!

Und sonst so?
Die bei der Tafel fragten mich heute, welche Pillen ich so nehme :-))
Ich hab hier und dort geschwatzt, da ein Späßchen gemacht, mich überhaupt nicht über irgendwas aufgeregt und alles als ganz toll und wunderbar empfunden.
Bin ich wohl etwas aufgefallen *g*, naja die kennen mich auch eher als nen müden Schluck Wasser in der Kurve.

SO macht Leben Spaß!!!

Montag, 13. Oktober 2014

Meine Kraft

Es ist weiterhin erstaunlich:

Heut morgen erst um halb 1 ins Bett geflogen, um 7 wieder raus, dann 4,5Std. bei der neuen Family gearbeitet und fit.
Klar ein wenig müde, aber bis vor 1 Woche wäre dies der Grund dafür gewesen, dass ich 3 Tage völlig schlapp rumhänge und immens viel schlafe.
Sehr gefreut hat mich auch, dass ich die 10km (gesamt) wieder schaffe, wenn ich ins Nachbardorf radel. Is zwar noch nicht auf dem alten Stand wie ganz früher, aber auch kein Wunder, kommt schon noch.
Auch hier: ja ein wenig müde (nicht schlap! Im Gegenteil eher erfrischt) aber geht.
Auch das ich nicht mehr ständig halb vor Hunger umfalle ist weg. Gerade bei/nach der Arbeit war das immer extrem.
Und ich kann auch schneller entspannen: wenn ich auf die Bahn warte, oder einfach so mal 5 mins auf der Couch, das innerlich getrieben sein wurde weniger.
Außerdem ist meine Konzentrationsfähigkeit wieder da. Habe gesternsoviele Seiten wie schon lange nicht mehr gelesen.

Für mich ist das wie ein Wunder. Ich kann es noch gar nicht glauben. Es iist SO erstaunlich was ein wenig Tryptophan ausmachen....
Und habe Angst, dass das nur ein Kurzzeiteffekt ist. Ich will nie mehr so extrem erschöpft sein und das Leben an mir vorbeiziehen lassen müssen.

Zur neuen Arbeitsstelle: ja macht Spaß, da ist wie angekündigt richtig was zu tun, nur mit der guten Frau muss ich aufpassen, die hat sehr schwache Grenzen und da muss ich auf meine umso mehr aufpassen.
Und ihren Hund hab ich schon ins Herz geschlossen, endlich mal wieder Hundefell kraulen...wie schön!!!

Samstag, 11. Oktober 2014

Viel hilft viel

dacht ich gestern so...und nahm statt 500mg gleich 1g Tryptophan.
Nette Idee, blöde Wirkung. Geschwitzt, unruhig, ängstliches Körpergefühl und heute Übelkeit.
Nunja.

Dafür große Freude: Mit der kinderreichen Family telefoniert, hört sich sehr gut an, hab ein stimmiges Gefühl und freu mich auf Montag bei denen probearbeiten zu dürfen.
JA ich hab wieder richtig Lust was zu machen!!! Super :-)

Dann noch Lacher des Tages:
Gestern mit einem Mann spazieren gewesen. Er hat mich unsäglich mit seinem Monolog gelangweilt, anstatt mich zu ärgern, sah ich es positiv, dass ich noch ein wenig Bewegug unf rische Luft bekomm, hab mich also innerlich darauf ausgerichtet und nicht auf ihn. Hat er wohl auch nicht gemerkt.
jedenfalls kam heute eine Mail von ihm..wie nett das doch gewesen sei und so und dann:
"Falls Dir mal nach einem hemmungslosen "Sexdate" ist, lass es mich wissen ;-) "
Ja ne is klar... Männer!!!

Und schade, dass gestern schon wieder Pilates ausfiel, somit haben wir nun 4 Wochen pausiert...naja, hoffentlich klappt es in Zukunft besser.

So und heute noch...irgendwie hab ich den Gedanken mich mittags hinzulegen (wie immer also, reine Angewohnheit?) aber andererseits bin ich recht fit...von daher gibts nen kleinen Spaziergang, dann eine Entspannungsübung und vielleicht reicht das ja auch :-)

Mir gehts gut. HURRA!

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Heute

Früh um 10h ein Vorstellungsgespräch für eine neue kleine Haushaltsstelle.
Hab das Gefühl in einem Möbelmarkt zu stehen. Schon schön, aber sehr unpersönlich und KEIN Staubkorn.
Ich fühle: ne da will ich nix tun..dieses pseudoputzen langweilt mich total.
Aber, ich kann das nicht sagen, stattdessen lächle ich, sage: alles prima, nehme den Schlüssel entgegen (mal wieder erstaunt wie schnell mir Leute vertrauen) und fahre heim.
Daheim nörgelts in mir...nein ich will da auch nicht nur 1x putzen und dann absagen. Ich muss da gleich absagen. Schiebe es vor mir her, davon wirds auch nicht besser, dann endlich der Anruf....puh...erledigt.

Dafür gleich eine neue Familie angeschrieben, die haben 3 Kinder, Hund und Katz und brauchen dringend Hilfe. Jaaa genau nach sowas ist mir, wo es richtig was zu tun gibt.
Rückmeldung kam, nur ans Telefon bekamen wir uns noch nicht.

Nachmittags ne Radlrunde gedreht, mit Eispause. Ein Wahnsinnswetter ist da draußen, über 20 Grad, glasklare Luft, praller Sonnenschein und überall die kunterbunten Bäume und ich selig grinsend mittendrin.
Aber nicht nur das, sondern auch fit, gut gelaunt, gelassen und viel focussierter. Gerade dieses zerstreut sein und ständig tausend Pläne im Hirnkastl habend, das fand ich die letzten Monate (Jahre?) schon sehr nervig.
Aber...alles wird gut...ich werde im Dezember meinen Psychiater mit meinem Experiment Tryptophan bzw. davor 5-HTP konfrontieren und WIE GUT MIR DAS TUT!!!
Kann mir eigentlich wurscht sein, was er dazu sagt, ist es mir aber nicht ganz...

Hier was zu lesen:
http://www.homeopathy.at/heisshunger-und-stimmungsschwankungen/

und hier auch:

http://www.sein.de/archiv/2003/september-2003/serotonin.html

und das ist auch der Hammer:  ich bin satt, satt, satt und wenn ich Hunger habe, dann richtig mit Appetit. Naschereien zwischendurch mach ich eher aus Gewohnheit oder einfach aus der Lust, aber nicht aus diesem extremen Suchtgefühl heraus. TOLL!!!

Und jetzt noch was auf die Lauscher:
https://www.youtube.com/watch?v=xdm1W_ZG3j4

und hier auch:
https://www.youtube.com/watch?v=qN6Dg7hYCAo

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Gemeinschaft

Letztens einen Vortrag von Gerald Hüther gehört. Dem legendären Hirnforscher, der die Erkenntnisse der Neurobiologie so lebendig und mitreißend erklärt.
Es ging um das Bedürfnis nach Zugehörigkeit (Verbundenheit), aber auch dem Bedürfnis nach frei-sein, allein-sein, Autonomie.
Beides zusammen gleichzeitig ist etwas schwierig. Beides sind jedoch Grundbedürfnisse.

Ganz am Anfang unseres Lebens sind wir mit der Mutter ganz eng verbunden, fast symbiotisch zusammen verschmolzen. Wir kennen das warme Gefühl von zusammen sein. Und immer wenn wir das wieder mit anderen Menschen spüren, geht im Gehirn die Gießkanne mit dem Düngemittel los. Unser Gehirn wird gedüngt (durch bestimmte ausgelöste Botenstoffe) und wir fühlen uns wohl.

Mir fiel sofort meine dysfunktionale Familie ein in der Verbundenheit im Mißbrauch und der Wunsch nach Autonomie in Liebesentzug endete.
Aso versuchte ich beides irgendwie zu vermeiden, was a) schwierig ist und b) musste ich zwei wichtige Bedürfnisse unterdrücken.

Mir fielen aber auch Situationen ein, in denen ich das Verbundeheitsgefühl besonders spürte. Und das erzählte auch der Herr Hüther: Wenn man mit anderen Menschen was zusammen macht, ist dies das nonplusultra beider Bedürfnisse.
Zusammen etwas gestalten ist quasi ein Garant für Glücksgefühle.
Burn-out und Depressionen sind seltener.

Mir fielen soviele Situationen ein: Mit Schwester, Schwager und dessen Bruder eine Baureinigung gemacht...welch Spaß und Freude!!!
Die Gemeinschaft in einer 12-Schritte Klinik wobei das teilweise sehr grenzwertig war.
Mit einer Bergbauernfamilie das Heu zusammen gerecht, den Keller ausgeräumt, Brot gebacken und jeden Abend zusammen gegessen, mit teils 20 Mann in einer winzigen Küche! Eine tolle Zeit!
Alles ist mir in sehr lebendiger Erinnerung.
Es reicht aber auch schon gemeinsames aufräumen, Zaun streichen, zusammen kochen, spielen, singen, musizieren...und zwar real und nicht über irgendeine App!!!

Ich sehne mich sehr danach.
Und überlege, wie ich das nun in mein Leben einbauen kann.
Denn nun weiß ich: Es muss nicht wieder ein krankhaftes zusammen kleben sein und auch keine Unterdrückung meiner Individualität.
Es muss auch nicht NUR Verbundenheit sein oder NUR ich als lonley Ranger...beides darf sein, ausgewogen, abwechselnd....

Dienstag, 7. Oktober 2014

Doktore

Mein letzter Versuch auf der Suche nach einem neuen Hausarzt endete frustriert.
Von dem Doc hatte ich das Gefühl, dass er gar keiner ist, sondern nur Doc spielt.
Die Arzthelferin nahm miserabel Blut ab und auch sonst fühlte ich mich da einfach nicht wohl.
So viele Ärzte haben wir ja hier nicht. Also blieb fast nur noch einer übrig und da war ich heute.
Fühlt sich gut an. Sehr freundliche Arzthelferin und ein Doc der mich wirklich ansah, ernst nahm und sinnvolle Fragen stellte. Auch vom Typ her eher die Richtung der nette Onkel Doktor, schon älter, runde Brille, etwas fester.
Auch die Praxis schön eingerichtet, nicht zu modern, aber doch mit Köpfchen eingerichtet.
Aber fragt nicht wie mich die Panik überschwemmte im Wartezimmer.
Neuer Doc, kenn ich nicht, der macht irgendwas an mir, weiß ich ob der mir weh tut, kann ich rechtzeitig STOP sagen, kann ich alles richtig beantworten, hilfe ich fühl mich so ausgeliefert, jetzt nicht zucken....argh...aber ein Teil in mir war ruhig, der verstand warum ich so Panik hatte und der ließ die auch da. Nicht wegmachen wollend. Darf da sein, ist nachvollziehbar, was tut jetzt gut, was brauche ich...usw.

Und weil ich ja noch nicht genug Adrenalin im Blut hatte, gings danach zum Friseur. Mag ich ja auch nicht. Horror: still sitzen müssen, während mich eine fremde Person ständig berührt...Flucht und Kampf ist nicht möglich, erstarren bringt mich fast um.
Aber auch das hab ich geschafft. Mit vielen kleinen Helferleins.
Ich frag ich mich echt immer wieder, wie man Besuche beim Friseur/Kosmetikerin genießen kann.
Naja.

Jetzt bin ich geschafft, werd später noch langsam ein wenig radeln um die ganze Spannung wieder loszuwerden.

Aber es gibt auch noch was schönes:
Ich experimentier ja gern und so nehm ich nun jeden Abend Tryptophan.
Und wache morgens fitter auf.
Hatte ja schon lange das Gefühl, dass meine Erschöpfung unter anderem von fehlendem Tiefschlaf kommt.
Ich werde es weiter nehmen und mal schauen :-)

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Tagesspruch

Wir verbringen einen großen Teil des Lebens damit,
die Achtung anderer zu erwerben.
Aber Selbstachtung zu gewinnen,
darauf verwenden wir wenig Zeit.
-- Josef von Sternberg --

Poff, das saß, als ich das heute im Kalender las.
Die Zeilen werden mir hoffentlich immer wieder rechtzeitig einfallen.

Und noch eine Denkansatz:
Wenn ich mal wieder was kaufen will, frage ich mich nun:
Habe ich sowas (oder sowas ähnliches) schon?
Meist kann ich das mit JA beantworten und habe dann richtig Freude an dem neu entdeckten. Ein Schritt meine Kaufsucht einzudämmen.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Oktober

Der Herbst ist da.
Kalenderblatt Oktober: Tu Dir Gutes!


Auch das immer wieder eine Herausforderung, da sich bei mir immer mal wieder sehr diffizil eine Selbstschädigung hinter der vermeintlichen Selbstfürsorge versteckt.
Oder ich ganz einfach wieder in alte Muster falle und lieber anderen was Gutes tue, als mir selbst bzw. zuviel für andere da bin und zuwenig für mich selbst.
Gut tun würde mir derzeit z.B.. weniger PC und dafür wieder mehr Bücher lesen. Der Stapel ist ja groß genug.