Montag, 1. September 2014

Entspannung

Was entspannt mich?
Eigentlich wollte ich heute schwimmen. Aber die Vorstellung weiter weg zu fahren, halb nackt unter Menschen streßt mich gerade sehr. Auch wenn mir die Schwerelosigkeit und das warme Wasser gut tun würden. Ja eine Badewanne fehlt.

Mein Job ist es derzeit Entspannung zu lernen. Mein ganzes Leben war bisher im Streß. Klingt jetzt pathetisch. Aber es war so. Brüchigkeit in der Familie. Keine Verlässlichkeit, keine Geborgenheit. Ich war schon immer in Hab-acht-Stellung. Immer in Alarmbereitschaft. So vieles musste ich mit mir allein klar machen. Und so ging es immer weiter. Immer Drama, immer Action. Immer Druck. Oft auch selbstgemacht. Ruhe war/ist bedrohlich. Kenn ich nicht.

Also: Wie geht Entspannung?
Was entspannt mich? Garantiert keine stille Meditation in einer Gruppe. Da flipp ich aus.
Auch wenn das Wochenende mit Rückenmassage und Kaffetrinken mit M. schön war, so war es auf einer anderen Ebene auch stressig. Soziale Kontakte sind einfach anstrengend für mich.

Was entspannt mich?
Allein im Wald, spazieren oder sitzen. An einem großen See sitzen (noch besser: Meer) und drauf schauen. Überhaupt beobachten, am besten was sich bewegt. Oder auch nur so Löcher in die Luft starren, aber das muss an einem sehr sicheren Ort passieren, sonst kann ich die Alarmbereitschaft ( http://de.wikipedia.org/wiki/Hypervigilanz )nicht wirklich abstellen Vielleicht sollte ich mir so eine Lavalampe zulegen.
Imaginationen helfen auch, ob selbst erfunden oder von der CD.
Stille.
Podcast hören.
Eine reizarme Umgebung, heißt: wenig Gegenstände um mich.
In der Kirche sitzen.
In den Bauch atmen.
Planlose Zeit.
Lachen.
Mich strecken und dehnen.
Inneren Druck loslassen, der meint ich müsse alles so schnell als möglich erledigen. Ich erwische mich oft wie ich zum Einkaufen hetze, obwohl ich den ganzen Tag Zeit habe.
Schlaf.
Etwas um seiner selbst tun, und nicht wegen dem Ergebnis.
Im Flow sein.
Zentrierung statt Zerstreuung, heißt auch: weniger PC.
Bewußt erlaubte Auszeiten nehmen vom grübeln, innerem Druck und Sorgen machen: "Die nächste halbe Stunde, darf es mir einfach gut gehen, ich darf locker lassen, nur atmen, liegen und entspannen, Löcher in die Luft gucken, ich erlaube mir das jetzt einfach. Danach kümmere ich mich wieder um mein Leben/um die Arbeit ect."

Was machst Du heute?
Entspannen...

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