Sonntag, 31. August 2014

Hallo Seele!

Heute bei Freundin M. gewesen. Auch so ein Kontakt der mir gut tut (und ich ihr hoffentlich auch).
Eine schöne Seelenbegegnung.
Ich kam auf meinen Wirrwarr in meinem Kopf bezüglich Arbeit/Lebensgestaltung.
Irgendwie häng ich fest. Habe auch Angst vor Neuem und bleibe in meinem Kopf mit all seinen Gedanken hängen.
Ein Hin und Her. Argument gegen Wünsche.
Vorstellung gegen alte Glaubenssätze.
Dazu der Druck das beste aus meinem Leben zu machen. Mehr als nur...
Der Optimierungswahn der so en vogue ist.
Und mich stresst.
Wie sieht denn das aus, wenn man einfach mal zufrieden ist.
Das geht nicht. Da geht schon mehr...

Kindliche Teile melden sich "ich will daheim bleiben, da kann ich essen, schlafen, lesen, am Computer hocken wann ich will." Angst vor Fremdbestimmung.
M. meldet sich zurück, dass ich wohl ein Nischenmensch sei, ich habe eine gewisse Zähigkeit. Ich kann mich durchbeißen.
Hmmmm, Töne die ich noch nie gehört habe...ich zweifle. Naja Nischen das stimmt, da fühl ich mich wohler.
Ich muss einen inneren Bezug zu etwas haben, dann macht es mich glücklich.
Aber mein Kopf schaltet sich so gern dazwischen und meint: Der Mann ist aber blond und einen Kopf kleiner als du, auf solche stehst du doch gar nicht. Du kannst noch mehr aus dir rausholen. Da gibts aber gutes Geld (ja aber ich würde mich da nicht wohlfühlen). Sei nicht so, einmal kannst das schon machen....

Eigentlich ging das mit den Kompromissen noch nie wirklich gut.
Und ich weiß, dass ich ein sehr gutes, ach was, ein exzellentes Bauchgefühl habe. Ich spüre so viel. Selbst durch Mails. Oder warum spricht mich die eine Stellenanzeige so sehr an, obwohl es auch nicht mehr Infos gibt, als bei anderen?

Warum reicht es nicht, beim nächstliegenden zu bleiben. Und nicht immer die ganz große Lebensplanung im Auge zu haben?
Ich bin nicht der Karrieremensch.
Vielleicht bin ich ein Seelenmensch und sollte, das tun, was meiner Seele gut tut. Und wenn es putzen ist. Oder an der Kasse hocken. Oder alles ganz langsam machen. Oder nur das tun, wo ich ein gutes Gefühl dabei habe.

Und der Kopf schon wieder: ja aber das geht doch nicht...wenn das alle machen würden?
Lieber Kopf...wozu bist Du eigentlich da? Dass ich den Weg nach Hause finde, zum rechnen, zum reden, zum logischen denken...aber manchmal, musst Du einfach Dein Maul halten.

Ihr seht schon, es geht wild in mir zu...und das ist gut so. Ich hab das Gefühl ich bin wieder mehr mit mir selbst (mit meiner Seele) in Kontakt gekommen.

Kommentare:

  1. ja, die gute frage ist: wer ist der chef im haus: der bauch? der kopf? die seele?
    gibt ja noch sonstige selbsternannte autoritäten, die auch noch dominant auftreten: frühere verletzungen, schlechte erfahrungen.
    alle schreien irgendwas, wenn eine möglichkeit am horizont auftaucht: machs, machs bloss nicht, versuche es doch, hat eh keinen sinn.
    ja, mir scheint aus deiner bloglektüre auch, du hast ein wirklich super bauchgefühl.
    könnte es sein, dass deine früheren verletzungen dir aber auch gern mal alles vermiesen, weil sie sofort quietschen: nee, bloss nicht, nie wieder auch nur in die nähe einer möglichkeit gehen, wo was unangenehmes passieren könnte?
    also bist du da wie so eine kindergartenlehrerin, die lauter schreihälse mit auf den ausflug nimmt - und wäre super, alle kämen dort gesund ans ziel;-)
    herzlich, ursula

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  2. Hallo Ursula,
    ja da hast Du schon recht, da kommen verletzte Anteile heraus, die das bloß nie mehr erleben wollen, is ja klar und stimmt, manchmal ist das dann wie mit einem Haufen Kindergartenkinder. Was ich ja auch real oft genug hatte, hab 5 Jahre im kiga gearbeitet ;))
    Liebe Grüße!

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