Mittwoch, 6. August 2014

Es fügt sich...

 -  eigentlich wollt ich die Nachbarin fragen, ob sie für mich *Bereitschaft* spielen will, sollte was sein. Nachdem ich aber immer mehr das Gefühl hatte, dass sie mir aus dem Weg geht, ließ ich es bleiben. Heute kamen wir ins reden und gaaaaanz zum Schluß brachte ich ihr mein Anliegen vor, auch dass ich mich nicht getraut hatte zu fragen. Antwort: Klar macht sie, immer wieder gern!

- mein Fahrer ruft mich an, er bekommt kein Auto. Er bat nun einen anderen Freund zu fahren, er ist dann auch dabei. Ich kenne den "anderen" ein wenig. Es ist mir sehr unangenehm, dass nun beide kommen (und vor allem mag ich den anderen nicht sonderlich), so ein Großaufgebot...ist mir peinlich: Antwort: Du bist das wert.
Hmpf. Trotzdem blöde Lösung. Eine andere gibt es nicht, außer Taxi. Für diese Fälle hab ich eine Notfallkasse, nur leider muss ich die diesen Monat für was anderes plündern, es ist scheiß knapp. Kacke.

- Gehe zur Tafel, weil ich dort eine Rechnung bezahlt bekomme (hat mir die Leitung selbst angeboten) und das Geld mehr als dringend grad brauche: Antwort: "Eigentlich ist die Kasse grad leer, aber ich kann es Ihnen privat vorschießen." Hmpf, auch sehr unangenehm, aber geht grad eben nicht anders. Ich könnt die Frau knutschen!

- bekomm einen Newsletter, in dem es darum ging Gefühle loszulassen. Sehr passend.

- noch passender eine Geschichte in einem Buch: Ein Mann erzählt einem anderen Mann seine Panik vorm Zahnarzt. Dieser meint, er solle sich doch auf den Doc konzentrieren, vielleicht hat der auch Angst vor ihm. Im Sinne, dass er Angst hat ihm weh zu tun oder Scheu hat ne Spritze anzusetzen. Viele Ärzte absolvieren Trainings, um diese Hemmschwelle zu überwinden. Versuche mich auf etwas anderes, als meine Panik zu konzentrieren (z.B. wie toll allles verläuft und alles ganz wunderbar wird!) hilft tatsächlich.

Hier ein Angsthase, der der Schlange, die vor ihm sitzt ein BUH zuschreit:

http://2.bp.blogspot.com/-PTRw9ssDbjE/U9gH9Q1CUvI/AAAAAAAAf8A/-dEKAC3UGbk/s1600/bunny.jpg

Toller Hase! (und anscheinend ohne Zahnweh)


- ich schreibe dem Chirurgen eine Mail. 1. weil ich noch paar Fragen habe und 2. ich ihm in Bezug auf meine Panik noch etwas mitteilen will. Während des Schreibens komme ich mir selbst auf die Schliche: Es ist nicht nur Panik, sondern auch Scham da. Ganz viel! Als ich diese wahrnehme und erkenne, wird mir ganz leicht ums Herz, ja ich werde regelrecht fröhlich.
Der Arzt antwortet sehr kurz und sachlich. Naja er hat wohl auch besseres zu tun, als Mails zu beantworten...trotzdem, irgendwie komisches Gefühl.

- ich bekomme Rückenschmerzen, im unteren Bereich. Hatte ich noch nie und ich fahr sofort Drama: Bandscheibenvorfall! Meine Panik steigert sich noch mehr, denn in diesem Bereich operiert werden ist noch gruseliger, als am Zahn. Versuche mir einzureden, dass es nur arge Verspannnungen sind und laufe den ganzen Tag mit Wärmflasche im Kreuz rum. Es wird besser. Auch tut es gut, wenn ich meine Haltung verändere: Nämlich das Becken leicht vorschiebe, um nicht ständig ins Hohlkreuz zu fallen. Dadurch richte ich mich automatischer auf, das fühlt sich sehr gut an! So gehe ich spazieren und schlafe danach bombastisch!

- ein Brief von einer Freundin liegt im Briefkasten, mit Postkarte und kleinem Geschenk, dass so sehr paßt und dabei weiß sie gar nichts von meinem Zahnproblem und der schwierigen Zeit gerade. Freu mich riesig!

- ein Freund (der mich nach OP wieder abholt) ruft an und fragt sehr besorgt, wie es mir geht: Och, sag ich, ich übe mich gerade im Panik haben, aber so recht funktioniert das noch nicht, und lache. Er lacht auch und hat arges Mitleid, weil er weiß, dass ich schon in Panik schwimme.
Überhaupt habe ich einen Galgenhumor, so kurz davor...naja lachen soll gesund sein ;)

- mein Fahrer ruft mich nochmal an, er bekommt kein Auto. Er bat nun einen anderen Freund zu fahren, er ist dann auch dabei. Ich kenne den "anderen" ein wenig. Es ist mir sehr unangenehm, dass nun beide kommen (und vor allem mag ich den anderen nicht sonderlich), so ein Großaufgebot...ist mir peinlich: Antwort: Du bist das wert.
Hmpf. Trotzdem blöde Lösung. Eine andere gibt es nicht, außer Taxi. Für diese Fälle hab ich eine Notfallkasse, nur leider muss ich die diesen Monat für was anderes plündern, es ist scheiß knapp. Kacke.


(Soviel Hilfe wird mir grad zuteil und es fällt mir wahnsinnig schwer das  anzunehmen. Unabhänig zu bleiben ist einfach sicherer, aber auch einsamer.
Auch will ich nicht, dass man mich so schwach sieht. Meine Maske fällt. Hilfe!)

Kommentare:

  1. Das hört sich ja wegweisend an, was Du für Dich gefunden hast. Leichter erträglich ist doch auch schon was, oder? Ablenkung mit einer Prise positivem Denken wünsche ich Dir von Herzen!

    Gruß von der schwedischen Ostseeküste

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