Sonntag, 3. August 2014

August

In meinem selbstgemachten Kalender habe ich für den August einen Spruch eingeklebt.
Nette Ablenkung jetzt, den abzuschreiben :-)

Wenn wir unsere eigene Armut erkennen,
wenn wir begreifen, wie anfällig wir sind für Versuchungen,
wenn spüren, wie leicht auch wir käuflich sein könnten,
wenn wir erleben, dass auch unsere gutgemeinten Pläne an uns selbst scheitern,
wenn die Angst überall Riegel vorsetzt und wir an das Ende unserer Kraft gelangen,
wenn wir merken, dass wir mutlos sind und uns selbst nicht mehr anfeuern können,
gerade dann könnnte es ein Erwachen geben.

Wenn wir diese Erfahrungen bewußt machen und sie nicht vertuschen, 
sondern anschauen, entdecken wir darin unsere Menschlichkeit,
die uns für andere nahbarer macht.
Wenn wir unsere Grenzen anerkennen,
werden wir die Grenzen anderer  verstehen und sie dafür nicht verdammen.

Gerade in unserer Unzulänglichkeit werden wir Wege zueinander finden.
(von Ulrich Schaffer)

Ich könnt auch Horoskope fürs nächste Jahr schreiben, so passend sind meine gewählten Kalenderblätter, die ich letztes Jahr gestaltete.

Ja die Panik kommt in Wellen, manchmal in sehr kurzen Abständen, manchmal mit längeren. Es ist kraftraubend. Ich bin froh für jede Minute Schlaf die ich finde. Ja ich hab das Gefühl ans Ende meiner Kraft zu kommen. Mutlos kann und mag ich mich nicht mehr selbbst anfeuern.

Alles was ich in der Traumatherapie lernte, hilft nur für kurze Zeit.
Es bleibt eigentlich nur zu atmen. Wie bei den Wehen. Und irgendwie die Panikwelle zu überstehen...entspannen (so gut als möglich) bis zur nächsten...

Ja meine Unzulänglichkeit...die will ich keinem nach der OP zumuten. Zerknautsch, schwach auf den Beinen, vielleicht weinend...
Lieber ein fremder Taxifahrer, als ein bekannter Mensch.
Da ich aber das Geld derzeit nicht dafür habe, bleibt mir nur, durch diese Übung auch noch hindurch zu gehen und das Angebot eines langjährigen Bekannten anzunehmen. Er fährt mich heim.
Er muss sich dafür ein Auto von der Firma leihen.
Wie unangenehm ist mir das! Aber es freut mich auch, dass er es macht. Er ist ein lockerer, gelassener  Typ, aber nicht zu flapsig. Mit einem riesengroßen Herzen. Er war der erste der mich nackt fotografieren durfte. Er darf mich nun auch zerknautscht und in schlechter Laune sehen.
Trotzdem... liebevolles und nettes von anderen Menschen annehmen gehört nicht gerade zu meinen besten Fähigkeiten.

Eine schwierige Zeit...
die auch wieder anders wird.

Kommentare:

  1. erstaunlich, wie so oft...es könnten die meine sein, deine Worte. jedes so, wie es dort steht...auch ich bin gerad "dort". wo auch immer das sein mag...verloren eben. irgendwie. ängstlich wartend, bis die "Wehe" schwächer wird...und ein klein wenig Kraft getankt werden kann...die so unendlich wichtig ist! um zu überleben... bis zur nächsten, Wehe...

    liebste Grüße sende ich dir, schon dich!

    PS: Nacktfotos??? ((;

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Leidensgenossin, dann uns beiden ein gutes durchkommen...:-)
    jaaaa Nacktfotos ;-)) sehr lustig und schön, hat mir sehr geholfen, mich selbst mehr anzunehmen und traute mich dann auch auf ein Bodypaintingfestival (als Model) auch eine sehr interessante Erfahrung ^^....
    Liebe Grüße auch zu Dir!

    AntwortenLöschen