Sonntag, 31. August 2014

Hallo Seele!

Heute bei Freundin M. gewesen. Auch so ein Kontakt der mir gut tut (und ich ihr hoffentlich auch).
Eine schöne Seelenbegegnung.
Ich kam auf meinen Wirrwarr in meinem Kopf bezüglich Arbeit/Lebensgestaltung.
Irgendwie häng ich fest. Habe auch Angst vor Neuem und bleibe in meinem Kopf mit all seinen Gedanken hängen.
Ein Hin und Her. Argument gegen Wünsche.
Vorstellung gegen alte Glaubenssätze.
Dazu der Druck das beste aus meinem Leben zu machen. Mehr als nur...
Der Optimierungswahn der so en vogue ist.
Und mich stresst.
Wie sieht denn das aus, wenn man einfach mal zufrieden ist.
Das geht nicht. Da geht schon mehr...

Kindliche Teile melden sich "ich will daheim bleiben, da kann ich essen, schlafen, lesen, am Computer hocken wann ich will." Angst vor Fremdbestimmung.
M. meldet sich zurück, dass ich wohl ein Nischenmensch sei, ich habe eine gewisse Zähigkeit. Ich kann mich durchbeißen.
Hmmmm, Töne die ich noch nie gehört habe...ich zweifle. Naja Nischen das stimmt, da fühl ich mich wohler.
Ich muss einen inneren Bezug zu etwas haben, dann macht es mich glücklich.
Aber mein Kopf schaltet sich so gern dazwischen und meint: Der Mann ist aber blond und einen Kopf kleiner als du, auf solche stehst du doch gar nicht. Du kannst noch mehr aus dir rausholen. Da gibts aber gutes Geld (ja aber ich würde mich da nicht wohlfühlen). Sei nicht so, einmal kannst das schon machen....

Eigentlich ging das mit den Kompromissen noch nie wirklich gut.
Und ich weiß, dass ich ein sehr gutes, ach was, ein exzellentes Bauchgefühl habe. Ich spüre so viel. Selbst durch Mails. Oder warum spricht mich die eine Stellenanzeige so sehr an, obwohl es auch nicht mehr Infos gibt, als bei anderen?

Warum reicht es nicht, beim nächstliegenden zu bleiben. Und nicht immer die ganz große Lebensplanung im Auge zu haben?
Ich bin nicht der Karrieremensch.
Vielleicht bin ich ein Seelenmensch und sollte, das tun, was meiner Seele gut tut. Und wenn es putzen ist. Oder an der Kasse hocken. Oder alles ganz langsam machen. Oder nur das tun, wo ich ein gutes Gefühl dabei habe.

Und der Kopf schon wieder: ja aber das geht doch nicht...wenn das alle machen würden?
Lieber Kopf...wozu bist Du eigentlich da? Dass ich den Weg nach Hause finde, zum rechnen, zum reden, zum logischen denken...aber manchmal, musst Du einfach Dein Maul halten.

Ihr seht schon, es geht wild in mir zu...und das ist gut so. Ich hab das Gefühl ich bin wieder mehr mit mir selbst (mit meiner Seele) in Kontakt gekommen.

Samstag, 30. August 2014

Alltagsnotizen

- den Monat finanziell doch noch ganz gut rumgekriegt. Hab ja (leider) Übung in sowas.

- Rente wird neu überprüft. Auch immer ein komisches Gefühl. Allerdings kommt mein Doc, der den Bericht schreiben muss erst in gut 10 Tagen wieder ausm Urlaub.

- gestern im mittelgroßen Wald geradelt. Ein Stück ging ich zu Fuß, wollte ganz still und langsam die Ruhe und den wunderbaren Waldduft genießen. Wenige Meter später einen starken inneren Impuls verspürt wieder aufs Radl zu steigen, den weggedrängt und kurz darauf sind vor mir 3 Osteuropäer ausm Gebüsch gehüpft. Erst Schreck, dann Panik als ich die lüsternen Blicke sah. Die waren Pilze suchen (erfolgreich). Ich gegrüßt und locker weiter gegangen. Kurz darauf kam noch ne Frau ausm Gebüsch, die zu denen gehörte. irgendwas sagt mir, dass wenn die Frau nicht dabei gewesen wäre, dass das nicht so glimpflich ausgegangen wäre.
Bin immer wieder über meine Vorahnungen erstaunt.

- Heute kam Kuschelmann kurz vorbei, für eine Rückenmassage. Danach 2 Stunden im Tiefschlaf verbracht. Tat das gut!

- eine 9-jährige erschießt aus Versehen ihren Schießtrainer. Welche Eltern schicken ihr Kind zu so einem Training mit echter Munition? Unfassbar.

- Hänge oft im Gefühlsbrei aus Langeweile und Einsamkeit. Hätte genug Ideen was ich dagegen tun könnte. Leider verhinderts mal wieder die bleiernde Müdigkeit. Ätzend. Ätzend.

- Gedanken meinen Vater anzurufen (könnte mit vorherigem Punkt zusammen hängen). Nach 2,5 Jahren Funkstille (außer paar Briefen). Vielleicht warte ich noch bis zu seinem Geburtstag. Da ich damals alle meine Nummern und Emailadresse geändert habe, werde ich mir diesen Schritt gut überlegen. Noch eingefallen: ich kann ja mit unterdrückter Nummer anrufen!! Super!

- Entspannen ist immer gut. Egal wo ich bin und was ich grad mache...einatmen, ausatmen, Muskeln locker lassen (vor allen an Den Schultern und am Bauch).


Dienstag, 26. August 2014

Gesellschaft Teil 2

C. hat mich heute angerufen.
Leicht angeschickert. Irgendwie ruft der nur an, wenn er angeschickert ist. Und er ist der einzige bei dem ich das nicht schlimm, sondern sogar irgendwie niedlich finde.
Weil er da auftaut. Sich traut und mit ganz offenem Herzen spricht.
Nicht so ne Besoffenensülze wie von meiner Mutter, sondern ehrlicher.
Er ist ein Bär von Mann und ich mag ihn. Auf freundschaftlicher Ebene.
Er mich auch.
Das Problem: Wir haben beide so unsere Macken, weswegen wir uns zu selten treffen. Meint er. Und ich auch.
Und das ist unendlich schade.

Er ist schüchtern  und hat angst, dass er mich nervt.
Wenn er was intus hat, traut er sich zu reden. Auch über seine Gefühle.
Wenn er nüchtern ist, kommt er mir oft abweisend, ja desinteressiert vor (ja wohl sein Schutzmechanismus), ich reagier auf sowas mit feinsten Antennen und halte mich auch zurück.
Pattsituation.

Aber bei mir gibts nochwas, was mir derzeit bewußter wird:
Mein Perfektionismus im sozialen Bereich. Ich mach mir da unglaublichen Druck: wenn ich nicht super gelaunt, total fit, Haare frisch gewaschen und beste Klamotten anhab...wird das nix mit einem Treffen.
Dabei sehn ich mich so sehr nach mehr Alltagskontakten. Nach genau diesem lockeren, zwanglosen, irgendwas zusammen Tun und wenn es nur einkaufen ist. Oder spontan Kaffe trinken, auch wenn die Wohnung nicht tiptop aufgeräumt ist.

Dabei hab ich genau das oft meinen Eltern vorgeworfen:
Muttern nur in der Küche, damit ja das perfekte Essen aufm Tisch war, immer am wuseln und machen, putzen, dekorieren, abspülen...nie mal gemütlich zusammen geplaudert oder gespielt.
Und in den letzten Jahren, wenn ich Vater besucht habe das gleiche, mir kam es immer vor wie bei einem Staatsbesuch. Alles so steif, so gestelzt, so ungemütlich. Da glaub ich lag es auch zum großen Teil an mir.
Ich war nicht locker...

Vorgestern bei D. da ist es locker. Menschlich. Warm. Da braucht es kein schickes Kaffeegeschirr und keinen Kuchen vom Konditor. 2 verschiedene Haferl, paar Kekse und ein Platz an der Sonne reichen :-)

Ich werde das weiter üben.
Mich so zeigen, wie ich eben bin.
Menschlicher. Auch mal mit nicht perfekt sitzenden Haaren.
(nach der OP  hat das ja auch funktioniert, als ich belämmert da saß und E. noch paar Stunden bei mir blieb, da hab ich mir auch nix gedacht, dass ich jetzt keine große Unterhaltungsshow abgeben konnte und es tat sehr gut... mal so ohne Maske ...)
Wie sagte C. vorhin: "Ja einfach mal was zusammen kochen!"
Genau. Ohne mir zuviel Streß vorher zu machen.
Wir sind in keiner Kochshow.
Sondern mitten im Leben! Und darauf hab ich so richtig Bock!


Sonntag, 24. August 2014

Gesellschaft

Wieder angefangen, vorm einschlafen mir aufzuschreiben was schön war an diesem Tag. Oder wofür ich dankbar bin oder was ich anders als sonst gemacht habe.
Ein gutes Einschlafmittel. Dankbarkeit und Friede.

Heute habe ich den Nachmittag mit D. genossen. Brauchte dringend Tapetenwechsel und Gesellschaft.
Die Zeit rast mit ihm immer nur so dahin. Er wohnt auf einem alten Gehöft mitten in der Pampa. Er ist so völlig uneitel, entspannt, bodenständig und ungestelzt. Ich genieße seine Nähe und obwohl wir uns noch gar nicht lange kennen, fühlt es sich an, als wär er mein Bruder.

Es gibt immer was zu erzählen und vor allem zu lachen. Und so kam es, dass ich den ersten versalzenen (!) Kaffe meines Lebens trank. Daneben noch Katzen kraulen, barfuß den Garten erkunden, Stille genießen, ein Bier und einfaches Essen (das bei ihm immer extrem lecker schmeckt, muss an der Landluft liegen).
Zum guten Schluß noch selbstgemachte Marmelade geschenkt bekommen.
Ich mag die einfachen Dinge des Lebens.
Es sind die besten.

Samstag, 23. August 2014

Hier haste deinen Schuh (wieder).

Gestern gabs Knatsch mit einem Bekannten.
Ja, wenn man nicht mehr sich vollends an andere Menschen und ihre Wünsche anpasst, eckt man manchmal eben an.

Es ging darum, dass ich etwas für ihn tun sollte. Er hätte das auch bezahlt. War also kein reiner Gefallen.
Und auch das muss/darf ich immer wieder lernen: Nur weil der andere dafür zahlt, heißt das nicht, dass ich alles (mit)machen und mich völlig unterwerfen muss (sehr wichtige Erkenntnis in Bezug auf Arbeit!!!).

Also bestimmte ich die Rahmenbedingungen mit.
Es ging hin und her.
Manche Umstände ließen sich einfach nicht ändern und bei dem Rest waren wir beide wohl ziemlich wenig kompromißbereit.

Normalerweise knick ich dann doch irgendwann ein. Damit Ruhe ist. Weil ich Spannung schlecht aushalten kann (ist das immer noch so? Nein ich glaube auch das ist besser geworden).
Unter anderem wollte ich nicht abends um 8 Uhr da noch rumwerkeln.
Er fragte (etwas patzig) wo denn das Problem sei.
Ich war nicht gewillt ihm meine sehr privaten Gründe zu nennen und meinte: Geht eben nicht.
Daraufhin er: du bist schon komisch, weißt du das?
Rumms. Das saß. Aua. Meine Wunde. Ich war schon immer zu komisch, zu jung, zu seltsam, zu still, zu empfindlich, zu kompliziert. Suggerierte mir zumindest mein familiäres Umfeld ständig.
Meine Schwester ist in dieser Hinsicht die "Beste". Wenn ich mal nicht babysitten, mit ihr tanzen oder telefonieren wollte kam schon mal ein eiskaltes, monotones, ganz leises: du dumme Sau!
Kein Wunder, dass ich mühsam lernen musste, was denn überhaupt meine Bedüfnisse sind. Die musste ich ja lange genug verleugnen.

Aber zurück zu dem Typ.
Fast zog ich mir den Schuh an: Eben, was stell ich mich denn so an, dauert doch nicht, dann ist es vorbei, Geld kannste grad mehr als genug gebrauchen...usw...altbekannte Litanei.
Doch dann: Moment mal. Letztens als wir so ein wenig rumgealbert hatten und auch darüber sprachen, dass ich die Arbeit für ihn machen werde, da...ja da war ich die Beste, so super und überhaupt eine Prinzessin.
Zum Glück durchschau ich inzwischen solche miesen Spielchen.
Schön wäre es gewesen, wenn er bei sich und seinen Gefühlen geblieben wäre.
Dass er das toll, super und schön findet, oder eben doof, blöd oder scheiße.
Statt seinen Frust mir rüber zuschieben und mich dafür verantwortlich zu machen.

So wie es aussieht, kommt es nun zu keiner Zusammenarbeit. Und ich fühl mich pudelwohl. Manchmal (ich glaube sehr oft) überwiegt das Seelenheil eben dem finanziellen Gewinn.

Da! Haste deinen Schuh wieder. Zieh ihn selbst an!

Und hier:
Finde den Fehler :-)




Freitag, 22. August 2014

Auf und Ab

Gestern war ein guter Tag. Einigermaßen fit, sodass ich vormittags eine Runde durch den Park ging und nachmittags  eine Runde mit dem Radl fuhr.
Mir war danach mal wieder rüber ins Nachbardorf zu fahren, zu dem Hof (eigentlich ein 4-Sterne-Hotel) in dem wir früher unsere Angstgruppe/Mädelsabend abhielten. Daneben gibt es aber einen Pferde/Eselstall. So mit kleinem Garten in dem es einen Streichelzoo, hübsche Bänke in der Sonne und einen Lagerfeuerplatz gibt.
Es ist also erwünscht, dass man da ein wenig herum spaziert.

Und so kam es, dass ich sehr lange ein Zwergpony (mein damaliger Pflegehund war größer!) streicheln durfte. Völlig im Flow kraulte und kraulte ich, spürte das warme, struppige Fell und auch wie das Tier es genoß. Dann gab es noch  frisch gerupftes Gras, was ebenso freudig angenommen wurde und dann fühlte sich das Pony so sauwohl, dass es sich am Boden wälzte und genüslich so in der Sonne liegen blieb.
Weiter ging es zu einer Reithalle, wo ich den Reitern zusah. Ich hab ja Angst vor so großen Tieren, aber von einer Empore aus  war das sehr entspannend und schön.
Einfach andere Eindrücke, damit das depressive Gehirn mal wieder was anderes zu denken hat.

Heute morgen dann der Knock-out.
Mehr als komaähnlich im Bett zu liegen ging nicht.
Woran lags?
Dass ich gestern "zuviel" gemacht habe?
Geht mir der Abschied es Mannes doch näher als gedacht?
Oder lags am Brot, dass ich heute nach Ewigkeiten mal wieder gegessen habe?
Ich vermute fast letzteres.
Ich hab in den letzten 2 Wochen morgens immer warmen Brei gegessen (Haferbrei, glutenfreier Babybrei, Quinoa...) was mir sehr gut tat, ich war fitter  und  gerade in der kalten Jahreszeit möchte ich das nun öfter machen.
Am Gluten kann es nicht liegen, denn nachmittags gab es oft Kuchen.

Die Suche geht weiter...

Donnerstag, 21. August 2014

Konfrontation - Klarheit

Ich konnte früher nie unangenehme Dinge ansprechen.
Egal ob bei den Eltern (denen hab ich immer Briefe geschrieben), Mitbewohner, Kollegen, Nachbarn, Vermieter, Chef...ich blieb stumm und wenn es nicht mehr anders ging, verließ ich die Situation, die Arbeitsstelle, die Wohnung.
Wenn ich was sagen musste, hatte ich davor Heulkrämpfe, währenddessen  Panikattacken und danach völlige Erschöpfung.
Es fühlte sich existenziell bedrohlich an.
Wenn ich was sage, werde ich gemieden, gekündigt, ausgelacht, ausgesetzt.
Das ist natürlich eine sehr kindliche Angst. Ein Kind ist auf andere angewiesen, damit es überleben kann.

Es war ein paar Mal Thema in der Therapie...und dann hab ich es immer wieder ausprobiert und, das wahrscheinlich wichtigste, positive Erlebnisse gehabt. Natürlich ging das nicht ohne Herzklopfen, aber mit viel mehr Sicherheit: Wenn mich der andere nicht mehr mag, bedeutet das keinen Tod.
Und so habe ich fleißig geübt. Mal hier, mal dort.
Die Erwachsene in mir war stärker, präsenter.

Inzwischen geht es ganz wunderbar...und es ist so erleichternd! Ich fühle mich freier danach. Könnnte das (fast schon) am laufenden Band machen.
Ich habe festgestellt: Meine Denke stimmt nicht immer.
Wenn sich der andere nicht mehr meldet, hat das nicht zwingend was mit mir zu tun.
Ich habe nachgefragt und es wurde ein sehr herzliches Gespräch.
Wie sooft. Es klärt sich, man versteht einander besser, findet wieder oder weiter zueinander.

Auch bei einem Mann habe ich was angesprochen. Nochmal eine Grenze gesetzt. Viel deutlicher und einschneidender als das letzte Mal.
Seine Konsequenz daraus: Totaler Kontaktabbruch (den er mir auch mitteilte). So könne und wolle er das nicht. 
Ja das ist schade, aber so ist es.
Ich verbiege mich nicht mehr bis zur Selbstaufgabe.
Ich werfe mir auch nix mehr vor.
Ich hätte, so wie es war, nicht mit ihm weiter machen können.

Ich habe wieder mehr Klarheit. In mir und meinen Beziehungen.

Montag, 18. August 2014

Schwarze Wolke

Am Samstag hab ich bestfriend so lapidar erzählt, dass mich im Moment nix interessiert. Kein Film, kein Buch...nur gähnenden Langeweile.
Auf der Heimfahrt wurde ich dann selbst hellhörig: Hoppla, das ist für mich ein Alarmzeichen.
In der ersten Selbsthilfegruppe die ich war (vor fast 15 Jahren) sollten wir aufschreiben, woran wir erkennen würden, wenn es wieder mehr Richtung Depression geht.
Also z.B. starke Müdigkeit, starkes Verlangen nach Kaffee und Süßigkeiten, ansonsten eher Apppetitlosigkeit, viel grübeln, Wortfindungsstörungen usw...

Meine Therapeutin traute mir zu, dass ich in Zukunft gut mit den Hindernissen des Lebens umgehen könne.
Da war ich so halb ihrer Meinung, ich fühlte mich noch zu unsicher. Das hat sich nun schon etwas geändert, nachdem ich zwei wirklich schwierige Zeiten gut gemeistert habe.
Das andere war: Sie traute mir auch zu, mit der Depression besser umzugehen. Da war ich gar nicht ihrer Meinung.Ich dachte nämlich immer, die Depression überfällt mich einfach so. Ohne das ich was tun könnte.
Aber ich habe festgestellt, dass es eben Auslöser gibt: Viel Streß, zuwenig auf mich achten, zu viel negatives (und wenn es "nur" gedanklich ist).

Die letzten 2 Wochen waren voller Anspannung und stressig. Ich muss aufpassen, dass die schwarze Wolke über mir, nicht zu groß wird, das heißt:
Nicht unter Druck setzen.
Das machen, was ich machen will.
Zu nix zwingen. Mittelmaß finden, das heißt:
nicht zu viel vorm PC
nicht zuviel Zucker (auch wenn es gerade sehr verführerisch ist)
nicht zuviel drinnen sein (und wenn es nur ein kurzer Spaziergang ums Haus ist)
nicht zuviel im Kopf bleiben (Musik hören, ein wenig dazu bewegen oder singen, leichte Gymnastik)
wenig machen und dafür dankbar sein, dass das geht. Heute habe ich mich geduscht, gut gefrühstückt, Wäsche aufgeräumt, Brief an Krankenkasse geschrieben...das reicht jetzt, jetzt gibts eine Pause.
Die kleinen Schritte schätzen.
nicht zuviel über alte Depressionsphasen nachdenken oder wie es wohl jetzt enden wird.
nicht zuviel allein sein.
Ich bin als arbeitsunfähig eingestuft, ich muss jetzt gar nix.
Ich darf mich um mich kümmern. Ich bin nur für mich selbst verantwortlich.

Samstag, 16. August 2014

Still



 
Ich bin ein stiller Mensch (natürlich kann ich auch mal laut und wild sein). Ich bin trovertiert. Ich mag Stille um mich und in mir. Kirchen, Bibliotheken, Wälder, Parks, Sonntagmorgen am See.
Ich lese immer wieder gern in dem Buch Still (die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt) von Susan Cain.
Ich brauche Stille wie Luft zum überleben. Geräusche gehen tiefer in mich hinein. Ich bin hochsensibel.
Umso mehr sprach mich auch das Büchlein von Bruno Dörig an: Von der Stille will ich dir erzählen. In denen Menschen erzähllen wie sie Stille auffassen und erleben. Es tat sehr gut mich in die Zeilen hinein fallen zu lassen.
Eine Geschichte sprach mich sehr an:

"Endlich

Die Welt tönt und dröhnt
gewaltig gewalttätig grausam-
ich erschrecke und kann mich nicht schützen -
empfinde selbst Musik als aufdringlich -
meine Augen kann ich verschließen -
meine Ohren nicht...

Meine Seele sucht Stille und Schweigen
ein Schweigen nicht weltfremd:
weltoffen – andächtig – ergriffen:
ein viel-sagendes viel-hörendes Schweigen..
ein lauschen nach innen
das mir etwas offenbaren will....
Die Zeit steht endlich still
ruht im Jetzt
schwerelos -schmerzlos
hier kann ich sein
ein-verstanden - eins mit mir
ruhig gelassen still.
H. H.

Jetzt bin ich endlich angekommen. Früher galt ich als zu schwach und zu sensibel, um den Kampf ums Dasein zu bestehen … und so wie ich bin, sei ich, nicht gut genug...erst heute, nach über 70 Jahren, komme ich zu größerer Gelassenheit, zu bewussterem, meditativem Leben, das ich mir oft versagt habe.
Heute bejahe ich mein unvollkommenes Leben, das einzige das meinige ist, unwiederholbar, unabänderlich. Ich möchte, selbst wenn ich könnte, nicht mehr von vorn anfangen.
Heute stehe ich gelassener Konflikte durch, ich genieße gute Gespräche über alles...
Heute kann ich mich auf mich selbst zurückziehen und dabei glücklich sein: beim Laufen, Wandern, Gärtnern, Gestalten, Werken, Malen, Schreiben, Träumen, wobei ich wie von selbst – selbstvergessen – still werde."

Ich möchte nicht so lange warten. Und jetzt mit fast Mitte 30 mir schon das Leben erlauben, das mir gut tut. Und mir nichts mehr versagen.

(natürlich kann ich die Stille umso mehr genießen, wenn es auch mal das Gegenüber gibt. und so gehts heute abend in ein altes urbayrisches Wirtshaus mit bestfriend und ich freu mich narrisch drauf!)

Donnerstag, 14. August 2014

Das war's ?

fragte ich heute ganz erstaunt den Doc.
Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass Fäden ziehen doch etwas länger dauert.
Aber er schaffte es unter 1 Minute.
Es hat noch nicht mal geziept.
Wie schön. So ein guter Abschluß. Ein freudiges Ende.
Ich find das sehr wichtig, dass ich mit einem angenehmen Gefühl diese Praxis verließ.
Mein Zettel stimmte also, den ich mir vor der OP in die Hosentasche schob: Alles wird gut!
(und ich hab feste dran geglaubt)

Und auf der Heimfahrt dachte ich noch so ein wenig nach, während mich die Bahn durch Felder und Wiesen kutschierte.
Ich kam früher mit Problemen, Hürden, Herausforderungen überhaupt nicht klar. Da kamen ganz schnell Suizidgedanken hoch. Ich wollte das Problem nicht haben.
Ich wollte überhaupt nie mehr Probleme haben und das hat man wahrscheinlich nur, wenn man tot ist.


Als ich meine letzte Therapie anfing, wurde mir recht schnell klar, dass ich hier lernen wollte, wie man es schafft, nie mehr Probleme zu haben.
Ohne Scheiß.
Ein kindliches Bedürfnis. Der Teil der so hilflos und ohnmächtig bei schwierigen Situationen war.
Dann wurde mir bewußt: Es wird immer Probleme geben, ich muss "nur" lernen, damit umzugehen.
Nichts anderes ist Psychotherapie.

Und immer wieder war ich trotzig, bockig, heulend, verzweifelt und jammerte: "Das ist/war so schlimm." (das war es oft auch tatsächlich, aber ich habe mich an dieses Gefühl regelrecht geklammert, Tunnelblick, sah und fühlte nur das Schlimme.
Ja, sagte dann meine Therapeutin geduldig (da wär ich ihr manchmal gern an die Gurgel gegangen) und sie haben das geschafft. Sie haben...und zählte dann auf, wie ich die Situation trotzdem gut meisterte.
Sie hat mich sanft aber bestimmt aus der Opferrolle geholt.

Ich WEIß jetzt, dass es immer wieder mal blöde Zeiten geben wird.
Und ich weiß jetzt auch, dass die meistern kann. Ich bin nicht mehr hilflos. Ich kann mitbestimmen. Gut für mich sorgen. Liebevoll mit mir reden. Mich loben und trösten. Hilfe suchen und annehmen.

Das hat mir die Zahn-Op gezeigt. War nicht angenehm, war teilweise sehr schwierig, aber ich halte jetzt nicht mehr nur an diesen Gefühlen fest, sondern sehe auch das andere: Vor einer Woche war die OP, es ist vorbei, es heilt gut, ich habe gut für mich gesorgt, ich hab viel Unterstützung erfahren...und das wichtigste: 
ich richte meinen Blick wieder in die Zukunft:
Was will ich jetzt machen?
Was kommt?

Ich bin gespannt und freue mich drauf!


Mittwoch, 13. August 2014

Wenn.....

Wenn die Panik mal wieder um die Ecke lugt (aus welchen Gründen auch immer), könnte mir in Zukunft der Spruch helfen
(er half mir auch vor der Zahn-Op):

Heute will ich glauben, dass alles gut ist. Ich werde gefühhrt, aber nur jweils einen Tag nach dem anderen. Ich verwende meine Energie darauf, diesen Tag auf bestmögliche Weise zu verbringen. Wenn Panik in mir hochsteigt, werd eich alle Aktivitäten beenden und innehalten, um zunächst einmal nur mit dieser Panik fertig zu werden.

Ich lese daraus ich: Mehr im moment bleiben, bei diesem heutigen Tag.
Mein kopf galoppiert ja so gern in die ferne Zukunft.

Es geht aber auch kürzer:
Erstmal ruhig atmen 
(Lebenskarte von Barbara Völkner)

Montag, 11. August 2014

Für einen Tag ...

Wie wär es, für einen Tag lang, ein Mann zu sein?

Diese Frage beantworten einige Frauen in einem Workshop. Eine Kamera begleitet sie:
Man for a day. Lustig, interessant und macht nachdenklich.

https://www.youtube.com/watch?v=3wTmEOu-AV0

Samstag, 9. August 2014

Nochmal das Sommerloch

Fühl mich fast wie neu, nach endlich so ein paar Stunden Schlaf und einer Dusche.
Da wird man ich mal wieder sehr dankbar, dass der Körper sonst einigermaßen okay ist.
Keine Schmerzen, kein Krebs, keine Lähmung...

Und gestern fiel mir so siedenheiß ein: ich hab mir all das gewünscht:
Ich wollte wach sein (vor allem mehr im Kopf). Bitte sehr bekam, ich, gleich 36 Std. am Stück.
Ich wollte die ersten beiden Augustwochen für mich haben. Naja klappte nicht ganz, weil ja doch Termine kamen, aber so im Großen hab ich grad sehr viel Zeit für mich. Denn ich kann nicht viel unterwegs sein und reden auch nicht.
Ich wollte dieses Jahr nicht wirklich meinen Sommer-Haus-Tier-Job, jeden Tag 2 Wochen zu dem Haus rüber fahren, setzte ich irgendwie zu sehr unter Druck. Bitte sehr, dank OP übernahm das ein anderer.
Paß auf was Du Dir wünscht...
Und da der tote Zahn eh eine Schwachstelle in meinem Körper war, schlug das Universum einfach dort zu.

Das Gefühl keinen toten Zahn mehr im Körper zu haben, ist befreiend. Soll ja nicht das gesündeste sein.
Zumal der auch wurzelgefüllt war (12 Jahre verweilte der nun so) und sich die Füllung selbstständig auf den Weg machte und NEBEN der Wurzel war, sah man sehr deutlich auf dem Röntgenbild. Auch das Füllmaterial steht stark in der Kritik (nicht besondersverträglich für den Körper).

 http://zahnmedizin-heiss.de/zahnmedizin/tote-zaehne/16-zahnmedizin

 http://www.integrative-zahnheilkunde.de/devitale-zaehne.html

Hab mich ein wenig eingelesen. Klar gibt es immer pro und contra. Aber gerade bezüglich der extremen Erschöpfung und Matsch im Hirn hoffe ich nun auf etwas Besserung.

So und bald gibts hier hoffentlich wieder andere Themen.
Jetzt erstmal mit Kühlpack und Buch aufn Balkon, solange es noch nicht zu heiß ist.

Schönes Wochenende Euch allen!

Freitag, 8. August 2014

Sommerloch die vierte

Mein Loch ist da. In der Gebißreihe.
Gestern kurz vor 9h morgens wars soweit. Und ich hab es tatsächlich geschafft, meine meterhohen Panikwellen in normale Aufregung herunter zu regulieren. Konnte sogar ein kleines Witzchen machen.
Und dann: Weiß ich nicht mehr viel. Die Sedierung war geil. Jeden Cent wert. Kann ich echt nur empfehlen!
Nur die Praxis kann ich nicht so hoch loben, wie das einige andere taten.

Und ich habe mich nicht dafür geschämt, ein *schwieriger* Patient zu sein.
Jepp bin ich nicht gern, mach ich auch nicht mit Absicht, müssen wir halt alle irgendwie durch.

Ich war so glücklich endlich alles hinter mir zu haben und das Ganze mal in einer guten Art und Weise (es dürfen auch neue und gute Erfahrungen gesammelt werden) ABER abends kam die Panik. Heftiges Nasenbluten.
Um 21.30 den Chirurg angerufen. Allles geklärt.
Nicht geschlafen, weil immer wenn ich auf der Seite liege, gehts spätestens nach 20 mins. wieder los und das einfach sehr gruselig ist, wenn da ein Bach aus der Nase schießt. Und jedesmal großer Schrecken und Panik.
Und natüürlich wieder hellwach sein.

Übberhaupt bin ich ein einzigster Muskelklotz. Alles angespannt.
Brrr, allein die Vorstellung einer großen Wunde im Mund und überhaupt...das ziehen geht bis in die Knochen...

nur noch paar Tage, dann ist auch das hoffentlich vorbei...und ich wieder glücklich.


PS: Heut morgen dann weiterhin in Panik doch nochmal in die Praxis gefahren, anschauen lassen: Sieht super aus. Kann schonmal vorkommen. Tja.

Mittwoch, 6. August 2014

Es fügt sich...

 -  eigentlich wollt ich die Nachbarin fragen, ob sie für mich *Bereitschaft* spielen will, sollte was sein. Nachdem ich aber immer mehr das Gefühl hatte, dass sie mir aus dem Weg geht, ließ ich es bleiben. Heute kamen wir ins reden und gaaaaanz zum Schluß brachte ich ihr mein Anliegen vor, auch dass ich mich nicht getraut hatte zu fragen. Antwort: Klar macht sie, immer wieder gern!

- mein Fahrer ruft mich an, er bekommt kein Auto. Er bat nun einen anderen Freund zu fahren, er ist dann auch dabei. Ich kenne den "anderen" ein wenig. Es ist mir sehr unangenehm, dass nun beide kommen (und vor allem mag ich den anderen nicht sonderlich), so ein Großaufgebot...ist mir peinlich: Antwort: Du bist das wert.
Hmpf. Trotzdem blöde Lösung. Eine andere gibt es nicht, außer Taxi. Für diese Fälle hab ich eine Notfallkasse, nur leider muss ich die diesen Monat für was anderes plündern, es ist scheiß knapp. Kacke.

- Gehe zur Tafel, weil ich dort eine Rechnung bezahlt bekomme (hat mir die Leitung selbst angeboten) und das Geld mehr als dringend grad brauche: Antwort: "Eigentlich ist die Kasse grad leer, aber ich kann es Ihnen privat vorschießen." Hmpf, auch sehr unangenehm, aber geht grad eben nicht anders. Ich könnt die Frau knutschen!

- bekomm einen Newsletter, in dem es darum ging Gefühle loszulassen. Sehr passend.

- noch passender eine Geschichte in einem Buch: Ein Mann erzählt einem anderen Mann seine Panik vorm Zahnarzt. Dieser meint, er solle sich doch auf den Doc konzentrieren, vielleicht hat der auch Angst vor ihm. Im Sinne, dass er Angst hat ihm weh zu tun oder Scheu hat ne Spritze anzusetzen. Viele Ärzte absolvieren Trainings, um diese Hemmschwelle zu überwinden. Versuche mich auf etwas anderes, als meine Panik zu konzentrieren (z.B. wie toll allles verläuft und alles ganz wunderbar wird!) hilft tatsächlich.

Hier ein Angsthase, der der Schlange, die vor ihm sitzt ein BUH zuschreit:

http://2.bp.blogspot.com/-PTRw9ssDbjE/U9gH9Q1CUvI/AAAAAAAAf8A/-dEKAC3UGbk/s1600/bunny.jpg

Toller Hase! (und anscheinend ohne Zahnweh)


- ich schreibe dem Chirurgen eine Mail. 1. weil ich noch paar Fragen habe und 2. ich ihm in Bezug auf meine Panik noch etwas mitteilen will. Während des Schreibens komme ich mir selbst auf die Schliche: Es ist nicht nur Panik, sondern auch Scham da. Ganz viel! Als ich diese wahrnehme und erkenne, wird mir ganz leicht ums Herz, ja ich werde regelrecht fröhlich.
Der Arzt antwortet sehr kurz und sachlich. Naja er hat wohl auch besseres zu tun, als Mails zu beantworten...trotzdem, irgendwie komisches Gefühl.

- ich bekomme Rückenschmerzen, im unteren Bereich. Hatte ich noch nie und ich fahr sofort Drama: Bandscheibenvorfall! Meine Panik steigert sich noch mehr, denn in diesem Bereich operiert werden ist noch gruseliger, als am Zahn. Versuche mir einzureden, dass es nur arge Verspannnungen sind und laufe den ganzen Tag mit Wärmflasche im Kreuz rum. Es wird besser. Auch tut es gut, wenn ich meine Haltung verändere: Nämlich das Becken leicht vorschiebe, um nicht ständig ins Hohlkreuz zu fallen. Dadurch richte ich mich automatischer auf, das fühlt sich sehr gut an! So gehe ich spazieren und schlafe danach bombastisch!

- ein Brief von einer Freundin liegt im Briefkasten, mit Postkarte und kleinem Geschenk, dass so sehr paßt und dabei weiß sie gar nichts von meinem Zahnproblem und der schwierigen Zeit gerade. Freu mich riesig!

- ein Freund (der mich nach OP wieder abholt) ruft an und fragt sehr besorgt, wie es mir geht: Och, sag ich, ich übe mich gerade im Panik haben, aber so recht funktioniert das noch nicht, und lache. Er lacht auch und hat arges Mitleid, weil er weiß, dass ich schon in Panik schwimme.
Überhaupt habe ich einen Galgenhumor, so kurz davor...naja lachen soll gesund sein ;)

- mein Fahrer ruft mich nochmal an, er bekommt kein Auto. Er bat nun einen anderen Freund zu fahren, er ist dann auch dabei. Ich kenne den "anderen" ein wenig. Es ist mir sehr unangenehm, dass nun beide kommen (und vor allem mag ich den anderen nicht sonderlich), so ein Großaufgebot...ist mir peinlich: Antwort: Du bist das wert.
Hmpf. Trotzdem blöde Lösung. Eine andere gibt es nicht, außer Taxi. Für diese Fälle hab ich eine Notfallkasse, nur leider muss ich die diesen Monat für was anderes plündern, es ist scheiß knapp. Kacke.


(Soviel Hilfe wird mir grad zuteil und es fällt mir wahnsinnig schwer das  anzunehmen. Unabhänig zu bleiben ist einfach sicherer, aber auch einsamer.
Auch will ich nicht, dass man mich so schwach sieht. Meine Maske fällt. Hilfe!)

Dienstag, 5. August 2014

Stöckchen


 Ich hab von anna ( http://dasbisschenbesser.wordpress.com/2013/12/ ) ein Stöckchen mitgenommen, nachdem ich gestern ihren gesamten Blog durchgelesen habe. In diesem schreibt  sie ganz wunderbar über ihre Depression. In ihren Zeilen find ich mich wieder und hoffe, dass sie noch ganz viel schreibt.

1) Was hilft Dir zuverlässig gegen den Blues?
Die perfekte Mischung aus Anteilnahme, Zuwendung und Humor von einem anderen Menschen.

2) Was war der blödeste Ratschlag, denn Du je bekommen hast?
Außerdem von meiner Hausärztin: "Gehn se doch mal mit ner Freundin ins Cafe. In der Zeit hatte ich meine schlimmsten sozialen Ängste und konnte vor einem anderen Menschen weder essen noch trinken (wegen starker Zitteranfälle).

3) Was ist Deine Lieblingsserie?
Seit einiger Zeit schau ich sehr gern Tatort.

4) Was ist Dein liebstes “Soul Food”?
Fertig gekauftes Tiramisu. Herrlich matschig und voller Chemie. Aber lecker!

5) Was ist das schönste an dem Ort, an dem Du lebst?
Das hier rundherum Wald und Wiesen sind, sowie paar Esel und Pferde, die ich gern beobachte.

6) Welche Komödie bringt Dich immer wieder zum Lachen?
Kein ganzer Film, aber ich liebe Outtakes, am besten die von der Bullyparade.

7) Erzählst Du mir einen Witz?
Nope. Ich weiß keinen :) und ich hab es aufgegeben mir zwanghaft endlich mal ein paar zu merken.

8) Magst Du Deinen Vornamen?
ABSOLUT!!!

9) Sammelst Du etwas?
Ne, ich hab mich mal ganz klassisch im Briefmarkensammeln versucht. War aber langweilig.

10) Was hast Du zuletzt weggeworfen (also keinen Hausmüll)?
Meinen alten PC.

Sonntag, 3. August 2014

August

In meinem selbstgemachten Kalender habe ich für den August einen Spruch eingeklebt.
Nette Ablenkung jetzt, den abzuschreiben :-)

Wenn wir unsere eigene Armut erkennen,
wenn wir begreifen, wie anfällig wir sind für Versuchungen,
wenn spüren, wie leicht auch wir käuflich sein könnten,
wenn wir erleben, dass auch unsere gutgemeinten Pläne an uns selbst scheitern,
wenn die Angst überall Riegel vorsetzt und wir an das Ende unserer Kraft gelangen,
wenn wir merken, dass wir mutlos sind und uns selbst nicht mehr anfeuern können,
gerade dann könnnte es ein Erwachen geben.

Wenn wir diese Erfahrungen bewußt machen und sie nicht vertuschen, 
sondern anschauen, entdecken wir darin unsere Menschlichkeit,
die uns für andere nahbarer macht.
Wenn wir unsere Grenzen anerkennen,
werden wir die Grenzen anderer  verstehen und sie dafür nicht verdammen.

Gerade in unserer Unzulänglichkeit werden wir Wege zueinander finden.
(von Ulrich Schaffer)

Ich könnt auch Horoskope fürs nächste Jahr schreiben, so passend sind meine gewählten Kalenderblätter, die ich letztes Jahr gestaltete.

Ja die Panik kommt in Wellen, manchmal in sehr kurzen Abständen, manchmal mit längeren. Es ist kraftraubend. Ich bin froh für jede Minute Schlaf die ich finde. Ja ich hab das Gefühl ans Ende meiner Kraft zu kommen. Mutlos kann und mag ich mich nicht mehr selbbst anfeuern.

Alles was ich in der Traumatherapie lernte, hilft nur für kurze Zeit.
Es bleibt eigentlich nur zu atmen. Wie bei den Wehen. Und irgendwie die Panikwelle zu überstehen...entspannen (so gut als möglich) bis zur nächsten...

Ja meine Unzulänglichkeit...die will ich keinem nach der OP zumuten. Zerknautsch, schwach auf den Beinen, vielleicht weinend...
Lieber ein fremder Taxifahrer, als ein bekannter Mensch.
Da ich aber das Geld derzeit nicht dafür habe, bleibt mir nur, durch diese Übung auch noch hindurch zu gehen und das Angebot eines langjährigen Bekannten anzunehmen. Er fährt mich heim.
Er muss sich dafür ein Auto von der Firma leihen.
Wie unangenehm ist mir das! Aber es freut mich auch, dass er es macht. Er ist ein lockerer, gelassener  Typ, aber nicht zu flapsig. Mit einem riesengroßen Herzen. Er war der erste der mich nackt fotografieren durfte. Er darf mich nun auch zerknautscht und in schlechter Laune sehen.
Trotzdem... liebevolles und nettes von anderen Menschen annehmen gehört nicht gerade zu meinen besten Fähigkeiten.

Eine schwierige Zeit...
die auch wieder anders wird.