Samstag, 12. Juli 2014

Toilettentraum

Heute nacht war es mal wieder soweit:
(im Traum) "musste" ich mal ganz dringend, konnte aber nicht, da sich kein WC finden ließ.
Und wenn es doch eines gab, dann in aller Öffentlichkeit, mit zig Menschen um mich herum.
Selbst ein aufgesuchter Park war voll mit Menschen.
Eine Männertoilette fand ich auch, traute mich aber nicht reinzugehen, eher aus Angst dort nur Pissoirs zu finden.
Als ich die Frauentoilette fand, war diese nur über einen sehr schmalen Steg zu erreichen, über den sich Pferdeköpfe beugten und man diese sozusagen erstmal verscheuchen musste.
Ich habe Angst vor Pferden, also wachte ich endlich auf.

Meistens kommt auch eine völlig verschmutzte Toilette vor, aber nicht heute nacht.
Für mich sind solche Träume Alarmsignale meiner Seele:
Der Wunsch nach Rückzug, Alleinsein, Abgrenzung.
Mein stilles Örtchen.
Und das meist auf einer energetischen Ebene: wieder ganz bei mir anzukommen, in meine Mitte kommen.

Aktuell ist es so, dass mich ein Mann sehr in Beschlag nimmt.
Als wir uns kennenlernten (Ende Mai) sagte ich ihm das auch recht schnell, dass es mir zu viel wurde. Fast ständig kamen (sehr lange!) SMS wenn er etwas größeres (nein nicht ins WC, aber ähnlich intim) tat. Und dazwischen noch paar Mails. Und natürlich Treffen.
Ich laugte immer mehr aus...

Es ist nämmlich auch so, dass nix zurück kommt  (also energetisch).
Ich habe das Gefühl (und langsam auch die Gewissheit), dass es nur um ihn und seine innere Leere geht, die er mit allen Mitteln versucht zu vermeiden.
Ich höre ständig Lobhudeleien, wie toll er mich findet und (Achtung!) wie gut ich ihm tue und ständig kommen Kuss - und KnuddelSymileys.
Ich habe mal wieder keinen erwachsenen Mann vor mir, sondern ein bedürftiges Kind.
Das fiel mir ein, als wir uns nach einem Date verabschiedeten, jeder zu seinem Gleis ging, um dort dann  festzustellen, dass keine Züge fuhren, aufgrund eines Vorfalls in der Innenstadt. Es war kurz nach 23 Uhr und konnte also dauern, bis es weiterging. Kam von ihm ne SMS: "wie komm ich jetzt heim?"
Völlig hilflos und panisch der Gute.

An diesem Abend fühlte ich sowas wie Verliebtheit in mir aufsteigen,
dabei war es nur a) meine eigene Bedürftigkeit, b) meine Müdigkeit und Reizüberflutung und c) mein Helfersyndrom. Ich bin mit zwei sehr bedürftigen Eltern aufgewachsen, ich weiß wie man sich um solche Menschen kümmert.
Das ist ein Spiel, bei dem immer einer verliert.
Meistens ich.

Ich hab mich bei dem Mann schon gewundert: Er ist immer unterwegs, wenn er grad nicht arbeitet. Ständig trifft er Freunde und Bekannte und macht "ganz tolle" Sachen.
Früher wurd ich da immer neidisch, jetzt wurd ich skeptisch: Warum ist er immer so viel unterwegs (s.o. innereLeere?) und ist er wirklich soviel unterwegs oder flunkert er da ein wenig, weil er  ein toller Hecht sein will?
Dabei ist er gar kein Aufreißertyp, im Gegenteil. Eher devot, sehr vorsichtig, hat immer Angst Fehler zu machen, kann sich auch in der Arbeit schlecht abgrenzen, sehr unsicher.

Als mir das alles heute nacht so richtig klar wurde, habe ich mich sofort innerlich abgegrenzt. Schwer zu beschreiben...aber es ging.
Hab dann noch wunderbare 4 Stunden gepennt und werd nun leichter und fröhlicher MIT MIR spazieren gehen.

Und ER?
Ich werd großen, inneren, energetischen, gedanklichen Abstand schaffen und einhalten und vermutlich ist das eh kein Kontakt auf Dauer.
Denn wo tut er mir gut???

Kommentare:

  1. Jetzt war ich direkt erschrocken, als ich von deinen Toilettenträumen las...genau solche Träume erlebe ich regelmäßig...in letzter Zeit immer seltener, Gottseidank.
    Bei mir sind dann noch dazu die Toiletten total verdreckt, vollgestopft mit Unrat, oder total öffentlich sichtbar, wenn ich schon mal endlich eine gefunden habe.
    Dass noch ein anderer Mensch so einen Traum hat, darauf wäre ich nun nicht gekommen.
    Ich assoziiere ihn allerdings mehr damit, dass ich dringend auf Toilette müsste , aber so tief schlafe, dass mich mein Unterbewusstsein mit so einem Traum aufwachen lassen möchte !
    Interessant, wie du dies Träume deutest, könnte auch auf mich zutreffen, da habe ich noch nicht darüber nachgedacht, aber jetzt schon !
    Es grüßt dich herzlich
    Jutta

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  2. Hallo Jutta,
    ja genau um die fehlende Abgrenzung (öffentlich sichtbar) geht es ja. Und ich wachte kurz danach auf und "musste" nicht, außerdem war mir tags zuvor schon vage bewußt, dass mir der Mann viel zu nah war und mich energetisch auslaugte. Der Zusammenhang war offensichtlich...
    Meine Schwester träumte das auch oft, eine andere Freundin der ich das erzählte, kennt das gar nicht. Also völlig unterschiedlich.
    Aber vielleicht findest Du ja noch raus, was der Traum Dir sagen will, vielleicht hat es auch mit loslassen zu tun oder was auch immer :-)
    Liebe Grüße ;)

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