Freitag, 25. Juli 2014

Sommerloch

So wörtlich hätte das mein Körper nicht nehmen müssen, mit dem Sommerloch.
Bald werd ich meinen ersten *bleibenden* Zahn verlieren. Mit 34 Jahren.
Die Weisheitszähne mal nicht mitgerechnet und den Querschießer der da damals oberhalb der Zähne aus dem Zahnfleisch einfach herauswuchs, auch nicht.
Das Problem an der Sache: Größere Eingriffe sind ein extremer Trigger für mich.
Bei der letzten OP ging die Narkose schief, ich war noch bei Bewußtsein, schloß aber innerlich schon mit dem Leben ab.
Umso größer war die Heulerei, als ich doch wieder aufwachte.
Natürlich wußte kein Arzt wovon ich redete, als ich sie drauf ansprach.
Ist klar.
So viel dazu.

Das zweite Prooblem: Alle OP's der letzten Jahre waren Notfällle. Da blieb nicht mehr viel Zeit zum überlegen.
Jetzt hab ich Wochen Zeit und wie ich heute nacht gemerkt habe, wird das kein Spaziergang.
Panik pur.
Zudem pocht und drückt nun mein Oberkiefer immer mehr, was mein dünnes Nervenkostüm gerade gar nicht gebrauchen kann.

Ich überlege so viel...natürlich alle schlimmsten Dinge die passieren könnten, aber auch das elendige danach mit grooßem Loch im Mund.
Aber auch wie ich am besten für mich sorgen kann...z.B. unten auf der Couch schlafen und nicht immer hochlaufen, viel zu anstrengend.
Und natürlich was ich beim Vorgespräch sagen/fragen möchte. Achje, das ist ja erst in einer Woche, ich dreh durch.
Nein davor rufe ich an und frage, ob es nicht doch eher ginge, da der Zahn sich immer mehr meldet (nicht mal gelogen).
Von Freitag 11.30h auf Donnerstag 8.30h vorverschoben. Immerhin 1 Tag. Alles zählt.

Einzigster Trost: Das es mir danach vielleicht wieder besser geht, ich sowas wie Kondition aufbauen kann, der Körper wieder mehr Optionen frei hat, sich um andere Baustellen zu kümmern, wie Asthma und hoher PAP-Wert.

Kommentare:

  1. Oh Frau Regenfrau!
    Ich sende viele entspannende Omms, panikreduzierendes Fern-Reiki und wünsche ... ähem ... Mut zur Lücke! ;-)
    Komm gut durch die Auf und Abs, und vielleicht hilft Atmen. Ausatmen. Loslassen.
    Liebe Grüße,
    mo.

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  2. Ja danke :-) Ich werd mich in Panikzeiten immer wieder dran erinnern :-))
    Und: Die Lücke bleibt ja nicht...
    Liebe Grüße back!

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