Sonntag, 18. Mai 2014

Die Ruhe nach dem Sturm

Gestern abend dachte ich dann so: "Hej, Erwachsen sein macht Spaß!"
Und das meine ich sehr ernst.
Ich habe eine total chaotische Woche hinter mir und habe sie gut gemeistert.
Darauf bin ich stolz und es freut mich sehr!
Kein depressives versinken, kein hadern mit mir und der Welt, keine Anklagen (weil meine Eltern, Mitschüler mich so doof behandelt hatten ect..), kein wünschen nach dem Ende des Ganzen (ich meine damit in Form von Tod oder Flucht in die Einsiedelei, der Wunsch nach einer Hütte in Schweden war sehr lange präsent).
Klar zwischendurch gab es schimpfen, heulen, Drama, aber nie so sehr, dass ich den Boden unter den Füßen verloren hätte.
Ich blieb immer handlungsfähig...das ist der springende Punkt!
Ich hab immer gegguckt: was kann ich jetzt tun? Das war ganz konkret telefonieren, Hilfe holen, aber eben auch mal früher aus dem Haus, damit ich noch ein wenig spazieren/in der Stille sitzen konnte.

Ich kann mit den Widrigkeiten des Lebens umgehen!

Und zwar auf eine gesunde Art und Weise. Ich kenn ja nur die alten Problemlösungen meiner kranken Familie: Sucht und Verdrängung.

Gestern war ich noch zu sehr uner Adrenalin, als dass ich den Schlaf nachholen hätte können. Heute bin ich schon ruhiger...
Ich nehme wieder das JETZT wahr:
- Nächsten Samstag kommt der neue PC (natürlich bin ich nicht begeistert, dass da soviel Geld drauf geht, ABER ich habe den Blick ein wenig geändert und bin nun FROH, dass ich das Geld überhaupt locker machen kann! Das macht die Sache schon wieder viel angenehmer!)
- ich bin nicht schwanger und hoffe, dass sich meine Unterleibsprobleme wieder einpendeln,
- das Soziamt schickte endlich den Bewilligungsbescheid raus.
Soweit wieder alles gut. So schnell! Hätte sich früher über Wochen gezogen.

Jetzt kann ich auch das frei-haben wieder geneißen, heute darf ich nix tun, mich erholen, lesen, träumen....das pendeln macht doch das Leben erst schmackhaft, würzig und interessant!

Was mir auch half, war die felsenfeste Einstellung: 

Nix bleibt so, wie es ist.

Es wird nicht lebenslang so dramatisch und chaotisch weitergehen, wie es sich jetzt anfühlt! Das bringt schon eine Erleichterung
All das hat damit zu tun, dass der erwachsene Teil stärker wurde.
3 Jahre intensive Therapiearbeit und ich konnte vieles nachholen, nach lernen, was in der Kindheit/Jugendzeit unmöglich war.
Wär ich noch im kindlichen Teil, wäre es wohl anders abgelaufen. Natürlich, ein Kind hat noch nicht die Strategien, weiß noch nicht was es jetzt machen soll usw. Probleme lösen will gelernt sein!

Und wie Phönix aus der Asche, zeigte sich in all dem Sturm eine neue Chance.
Eine Möglichkeit für die Zukunft, die mir sehr gut gefällt und am Montag werde ich mich darum kümmmern.
Ich pack mein Leben an!
und: Alter Schwede, das macht einen riesen Spaß!!!
Keine Hilflosigkeit, keine kindliche Ohnmacht.
Ich hab die Fäden in der Hand. Mal schaun was draus wird!!!

Passender Tagesspruch heute:

Jeder neue Tag hat zwei Griffe.
Wir können ihn am Griff der Ängstlichkeit
oder am Griff der Zuversicht halten.

In diesem Sinne:
Hinein ins Leben! Auch wenn man naß wird...danach fühlt man sich herrlich erfrischt! :-) Oder: es ist nur Wasser *g*...

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