Montag, 7. April 2014

1 Jahr ohne dich

Vor einem Jahr bist zu ziemlich überrascht von uns gegangen.
Es sind noch nicht viele Tiere oder Menschen gestorben, die mir so sehr am Herzen lagen.

Noch immer seh ich Dich vor mir:

Deine riesigen Schlappohren die beim laufen oder starkem Wind so lustig dahin segelten,
dein quietschen vor Freude, selbst mit 13 Jahren immer noch die unbändige Lust ins Wasser zu hupfen,
nur das apportieren hast du nie gecheckt (oder wolltest es schlicht nicht), durfte meine geworfenen Bälle immer selber holen,
andere Hunde interessierten dich wenig, dafür umso mehr die Jogger, nein du bist denen nicht nach gelaufen, du hast ihnen nach gerochen, immer bist du stehen geblieben und hast deinen Hals verenkt um nur möglichst viel Duft zu erwischen.

Immer wenn ich dich wieder heim brachte, liefst du zur Leckerlischublade, egal wie durstig du warst, es war ein Ritual erst Leckerli und dann: nach mir die Sintflut.

Ich weiß noch wie du dich anfühlst, ich sehe dich noch vor mir, jedes Fellstück, deine Nase, deine Augen, deine langen Wimpern...ich lernte wie entspannend es ist, wenn hinter einem auf dem Wohnzimmerboden ein Hund schläft.
Sylvester mit dir war so schön und aufregend.
Du hast dich selbst mit deiner Lieblingsdecke zugedeckt. Und ich musste den Besuch warnen, dass unter diesem Deckenknäuel ein Hund liegt. Also: wenn möglich nicht drauf treten.

Wir waren uns so ähnlich: groß, dünn, sehr sensibel. Du hattest die ideale Größe, an der Ampel konnte mein herabhängender Arm gemütlich deinen Kopf kraulen.
Du hast nur gehört, wenn mir das Kommando wirklich ernst war (ich glaube das ist das meiste Problem bei sogenannten „nicht-hörenden“-Hunden.)
Dein elegantes traben neben mir am Rad oder dein lospreschen, wenn ich dich von der Leine ließ. Manchmal hätten dich fast Deine Hinterbeine überholt, vor allem wenn du dich nach mir umgedreht hast. Zu goldig.
Ganz sanft warst du und hast mich oft zum lachen gebracht.
Wie ein Mensch bist du ganz selbstverständlich in deinen Mantel geschlüpft, wenn es zu kalt war oder du krank warst.
Mit Dir Gassi zu gehn, war einer meiner besten Jobs :-)






Ach mensch...du fehlst...
meine liebste
Curly, ohne eine einzigste Locke.



Kommentare:

  1. Och ja, das Hundchen, es fehlt - wie alles fehlt, was man mal ins Herz geschlossen hat und dort nicht selber wieder rausgeworfen hat. Ich lese gerade von Maike Nowak: "Die mit dem Hund tanzt". Der Titel ist doof, aber die Frau hats wirklich drauf und es geht nicht nur um Hunde, es geht ziemlich um Menschen. Ich könnte mir vorstellen, dass dir das Buch Spass machen könnte.
    Herzlich, Ursula

    AntwortenLöschen
  2. Hi,
    ja ich hab paar Sendungen von ihr gesehn, die ersten fand ich noch recht ansprechend, aber inzwischen hat sie ne komische Methode oder was auch immer heraus gefunden, die ich seltsam finde. Aber nunja.
    Ich sag schon immer zu meinem quirligen geist: schschhhhht!
    Ruhig und bestimmt *grins*
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen