Dienstag, 25. März 2014

80 zu 40

Gestern also nochmal das Gespräch mit Doc wegen den Eisenifusionen.
Achja, es wär so schön gewesen...
doch sein Satz:
"Asthma? Ne da mach ich keine Infusion, das ist kontraindiziert!"
ließ den Traum platzen.
Auch mein vager Einwand: "aber ich hab nur ganz leichtes und ohne Anfälle!" half nix, er warnte mich, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit DANN meinen ersten, sehr schweren Anfall haben könnte.
Geknickt gab ich auf. Erstickungsanfall brauch ich auch nicht.
Also doch Tabletten futtern. Menno.

Und dann gabs die Manschette um den Arm. Blutdruck messen.
Die meisten messen mal eben schnell.
Er nicht, er maß immer und immer wieder 3x hintereinander,
ließ mich dann aufstehen und maß noch 2 mal und staunte: "80 zu 40!"
Schnell wieder hinsetzen.

Achja...niedriger Blutdruck, auch so eine "Befindlichkeitsstörung". Dabei gehts auch da einem echt mies: Schwitzig, zittrig, schummig, Übelkeit, Kopfweh, kein klares denken (wie denn ohne Blut im Hirn), matt schlapp (<--- 2.vorname="" frieren...="" mein="" p="">
Nett beschrieben wurd es hier:
http://www.nam.de/niedrig.htm
Ein Auszug:
 **Der Hypotoniker ist ein Morgenmuffel mit beträchtlichen Anlaufschwierigkeiten. Weckerklingeln ist ihm ein Gräuel, reißt ihn gar das Telefon aus dem Schlaf, rennt er blind gegen die Schranktür, der Tag ist gelaufen. Vor dem Rasierspiegel, es kann auch ein Schminkspiegel sein, möchte er sitzen. Zwischen Aufstehen und Frühstück hat er jeden Morgen seine suizidale Phase. Sollte er mit einem Partner verheiratet sein, der vor dem Frühstück schon geschirrklappernd oder gar singend durch die Wohnung läuft, denkt er nicht an Scheidung sondern eher an Mord.**
Ich kann mich diesbezüglich sehr gut an meine Kindheit und an meinen hypotonischen Vater erinnern. Der Morgen war nie lustig. Und die Kassenschlange auch nicht.


Als Raucherin ging es mir da diesbezüglich recht gut.
Keine Sorge deswegen fang ich jetzt auch nicht mehr an!
Bin der klassische Hypotoniker: schlank und riesig.

Es ist ein Teufelskreis, du kannst dich kaum auf den Beinen halten, sollst dich aber bewegen.
Deine Füße sind eh schon Eisklumpen und dann sollste die auch noch kalt abduschen.
Also fragte ich nach leichten Tropfen zur Unterstützung. Bekam ich. Und ein Blutdruckgerät nahm ich gleich leihweise aus der Apo mit.

Was ich im Beipackzettel der Tropfen las, fand ich rührend:

Was könnnen Sie zur Vorbeugung tun?
- Auch die schon im Bett getrunkene erste Tasse Kaffe (vielleicht am Vorabend in der Thermoflasche vorbereitet) ist für Sie kein Luxus, sondern eine echte Hilfe.
- Jede Möglichkeit zum Sitzen nutzen und dabei die Beine hochlagern. Das hat  mit Faulheit nichts  zu tun. Sie brauchen es.

Gönn ich mir eh schon überall. Also das hinsetzen. Beine hochlagern probier ich demnächst in der S-Bahn aus :-)

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