Montag, 31. März 2014

Spaziergang über den Friedhof

Nach tagelangem Homesitting, dank der fetten Erkältung, heute die ersten zittrigen Schritte hinaus. Rüber auf den Friedhof, da stehn alle paar Meter Bänke, die ich reichlich nutze. Gut, dass ich schon Rentnerin bin, spätestens jetzt komm ich mir wie ne Oma vor.

Mit welch immensen Schuldgefühlen ich mich herum plage, wird mir gerade sehr deutlich. Sie drücken mich (und wahrscheinlich meinen Blutdruck!) hinunter. Sie behindern mich, das zu leben, was ich leben will.
Ich weiß nicht was ich mit denen machen soll.
Ich weiß, mit Gefühlen muss man gar nix machen, nur wahrnehmen. Bewußt wahrnehmen. Das funktioniert aber grad nicht. Ich will die einfach weg haben. Verdammter Mist.
Unnütze, unberechtigte, unsinnige Gefühle sind das! Lamentiere ich innerlich. Quatsch Gefühle haben immer einen Sinn. Ja doch...

Am Anfang war mein Vater. Bei dem hatte und habe ich die meisten Schuldgefühle. Bei allen anderen Männern (bei Frauen habe ich die so gut wie nie) brauchts dann nur ein Pünktchen an "ich spüre da eine Erwartung von ihm, die ich nicht erfüllen kann/mag" und schon is Sense im Gebirge, ich könnt eingehen vor Schuldgefühlen.

Kurz nach der Scheidung meiner Eltern (ich war 12) fing es an. Mein armer armer Vater, er tat mir soooo leid. Schrecklich. So allein und voller Ängste war er kaum in der Lage seinen Alltag zu bewältigen. Das tat ja immer seine Frau. Meine Mutter.
Die Rollen drehten sich. Ich sorgte emotional für meinen Vater. Was ich in der Zeit wollte oder gebraucht hätte spürte ich nur kurz, dann starb es ab und fortan verbrachte ich jede freie Minute bei meinem Vater. Ich wär ja so gern ganz bei ihm geblieben, doch Muttern wollte das nicht.
HEUTE bin ich ihr das erste Mal dafür dankbar (früher war ich immer stocksauer auf sie, dass sie mich aus der *heilen Welt* riß, zumindest aus meinem engen Umfeld).
Ich glaube ich würde immer noch bei ihm wohnen und ihn versorgen.
Ehrlich.

Schuldgefühle hat man, wenn man Schuld auf sich geladen hat.
Habe ich meinem Vater böses getan, dass diese Gefühle verursachen könnte?
Nein! Nix! Ich war ja ein Kind, ich hab ihm sein Leben nicht versaut. Wenn man überhaupt davon reden kann.
Vielleicht hatte meine Mutter verdrängte Schuldgefühle, weil sie ihn "sitzen ließ" und ich nahm sie auf. Das tat/tue ich gern: ich hab ihr mal gesagt, dass ich mich schlecht (im Sinne von schuldig) fühle, weil sie jeden Abend weg fährt (zum neuen Typ).

Irgendwann fanden wir beide den Absprung, ich interessierte mich für Jungs, ging nach München, fing eine Ausbildung an...
er fand Arbeit und konnte sein Leben wieder selber bewerkstelligen.

Jetzt hat er keine Arbeit mehr. Er ist in Rente. Seit wenigen Monaten.
Schon lange grauste mir davor.
Selbe Situation wieder.
Wie damals.
Eigentlich haben wir ja seit 2 Jahren keinen Kontakt mehr, was mir sehr gut tut. Ich konnte erst mal diese innerliche Verstrickung nicht anders lösen.

Hin und wieder schreib ich ihm, ob einfach so oder an Weihnachten mache ich je nach Befindlichkeit.
Vor kurzer Zeit schrieb ich ihm also wieder (mein liebes unbewußtes Schuldgefühl war da wohl am Werke)...er schrieb zurück.
Eben das was ich vermutet hatte: fühlt sich allein, aufm Abstellgleis, unnütz, redet oft tagelang mit keinem...usw.
ICH hätte ja sofort ein paar Ideen...unter anderem diese, ihn mal wieder zu treffen (argh ganz schlecht!)...ich lasse ein paar Tage vergehn, wie immer bei meiner Familie bevor ich was mache...
So streife ich über den Friedhof, denke nach und dann fällts mir ein:

"VERDAMMTE AXT, DU WOHNST SEIT ÜBER 60 JAHREN IN DIESEM DORF UND HAST ES NICHT GESCHAFFT, DIR IRGENDWELCHE BEZIEHUNGEN AUFZUBAUEN!!!!???"

Nein, mein Vater will seinen Arsch nicht hoch kriegen und irgendwas anfangen, er will bespaßt werden. Von außen. Von mir.
Aber da hat er sich geschnitten.
Ich zieh mir den Schuh nicht mehr an.
Das ist seiner und den kann er platt hocken bis zum Sankt Nimmerleinstag.
Als mir das klar wird, verziehn sich auch all die anderen Schuldgefühle die ich derzeit gegenüber dem ein oder anderen Mann habe.
Interessant!

Blöderweise hatte er mir ein Foto geschickt.
Er zusammen mit meinem Neffen. Ich seh eindeutig, dass er (Neffe) sich ganz und gar nicht wohl fühlt.
Vermutlich nahm er meine Rolle ein.
Spürt Opas Einsamkeit und Unsicherheit und will ihm helfen.
So wie ich damals.
Und verbringt deswegen immer wieder lange Wochenenden bei ihm (wie ich las).
Da wird mir übel.

Ich kann auch ihn nicht retten.
So leid es mir tut.

Freitag, 28. März 2014

+++Ticker+++

- Hab seit ca.6 oder 7 Jahren mal wieder eine Erkältung. Die erste als Nichtraucherin! Natürlich wesentlich milder das ganze, könnte fast sagen: angenehm.
Erkältungen sind bei mir immer psychisch. Eine Notbremse des Körpers, wenn ich auf alle anderen Stopsignale nicht hörte.
Aber ich hatte Angst.
Jetzt übe ich mich in Vertrauen. Jeden Tag aufs neue. Is manchmal ziemlich schwer.

- Hab mir ein Blutdruckmessgerät aus der Apotheke ausgeliehen (1,- am Tag). Der pure Wahnsinn! Unter 100 zu 60 spricht man vom niedrigen Blutdruck. Kurzer Auszug aus 3 Tagen (es war egal ob erkältet oder gesund):
89 zu 61;
90 zu 57;
85 zu 62.
Nur wenige Male knapp über Normalwert:
107 zu 64;
bester Wert: 113 zu 62 und das war abends. Klasse.
Dazu fiel mir ein, dass ja "depressive" gern mal abends munter werden oder es ihnen da besser geht. Vielleicht liegts am Blutdruck?
manmanman
Kein Mediziner nimmt niedrigen Blutdruck ernst. Im Gegenteil man darf sich noch anhören, dass man dann eine höhere Lebenserwartung habe.
Fragt sich nur was mit der LebensQUALITÄT ist.
Außerdem is klar, dass wenn ich nur auf der Couch liege, mir auch kein Unfall ect. passieren kann.
Da muss was getan werden, ich bleib dran. Die Tropfen scheinen insofern zu helfen, dass ich es schon mal leichter aufs Radl schaff.

- Hab meinen Egomodus erkannt und natürlich als Gegenspieler den Herzmodus. Spannend! Les als Anregung dazu auch
OSHO - das Buch vom Ego.
Auslöser war wohl, dass meine Pläne nicht funktionierten (siehe oben: Vertrauen üben) und wenn ich mich dagegen sträube und meinen Willen durchsetzen will (egal wie) gibts nur aua und kostet zu viel Kraft. Und dann fiel mir der Satz ein: "Dein Wille geschehe."
Ich versuche mich also nun dem Leben hinzugeben. Pläne zu machen und schauen was sich so entwickelt. Offen bleiben und beweglich.
Was nicht heißt dass ich über nicht verwirklichte Sachen nicht auch traurig/wütend sein darf. So, 3x nicht in einem Satz :-)

-  Thema ist mal wieder Schulden.
Immer wieder rutsch ich in das alte Verhaltensmuster zwanghaft Geld ausgeben zu müssen (sehr gerne natürlich dies, welches ich gar nicht habe). Fand dann von Safi Nidiaye ein tolles Kapitel, dass sich mit Schulden befasst. Frage: "was fühle ich, wenn ich dran denke schuldenfrei zu sein?"
Die Antwort war leicht: Haltlos, unsicher, als ob mir ein Rahmen fehlen würde.
Auch spannend!!
Weitere Fragen waren in Richtung: wessen Schuld trage ich? wem bin ich etwas schuldig (allgemein gefasst) usw. das fühlte sich für mich nur zum Teil stimmig an. Ich merkte, dass sich Schuldgefühl und Mitleid sehr ähnlich anfühlen und Mitleid hatte/habe ich definitiv zu viel und zu schnell. Das tut keinem gut.
Bleibe auch da weiter dran.

Und jetzt noch ein Fundstück:

schenk
deinem leben ein lächeln

wenn du aufwachst
zu bett gehst
schenk deinem leben ein lächeln

wohin du gehst
was du erlebst
dir auch widerfährt

schenk deinem leben ein lächeln


immer da
wo
du dir
den dingen
dieser welt
ein lächeln schenkst
kannst du heiter
und
gelassen
deines weges ziehn

von Manfred Fischer

Dienstag, 25. März 2014

80 zu 40

Gestern also nochmal das Gespräch mit Doc wegen den Eisenifusionen.
Achja, es wär so schön gewesen...
doch sein Satz:
"Asthma? Ne da mach ich keine Infusion, das ist kontraindiziert!"
ließ den Traum platzen.
Auch mein vager Einwand: "aber ich hab nur ganz leichtes und ohne Anfälle!" half nix, er warnte mich, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit DANN meinen ersten, sehr schweren Anfall haben könnte.
Geknickt gab ich auf. Erstickungsanfall brauch ich auch nicht.
Also doch Tabletten futtern. Menno.

Und dann gabs die Manschette um den Arm. Blutdruck messen.
Die meisten messen mal eben schnell.
Er nicht, er maß immer und immer wieder 3x hintereinander,
ließ mich dann aufstehen und maß noch 2 mal und staunte: "80 zu 40!"
Schnell wieder hinsetzen.

Achja...niedriger Blutdruck, auch so eine "Befindlichkeitsstörung". Dabei gehts auch da einem echt mies: Schwitzig, zittrig, schummig, Übelkeit, Kopfweh, kein klares denken (wie denn ohne Blut im Hirn), matt schlapp (<--- 2.vorname="" frieren...="" mein="" p="">
Nett beschrieben wurd es hier:
http://www.nam.de/niedrig.htm
Ein Auszug:
 **Der Hypotoniker ist ein Morgenmuffel mit beträchtlichen Anlaufschwierigkeiten. Weckerklingeln ist ihm ein Gräuel, reißt ihn gar das Telefon aus dem Schlaf, rennt er blind gegen die Schranktür, der Tag ist gelaufen. Vor dem Rasierspiegel, es kann auch ein Schminkspiegel sein, möchte er sitzen. Zwischen Aufstehen und Frühstück hat er jeden Morgen seine suizidale Phase. Sollte er mit einem Partner verheiratet sein, der vor dem Frühstück schon geschirrklappernd oder gar singend durch die Wohnung läuft, denkt er nicht an Scheidung sondern eher an Mord.**
Ich kann mich diesbezüglich sehr gut an meine Kindheit und an meinen hypotonischen Vater erinnern. Der Morgen war nie lustig. Und die Kassenschlange auch nicht.


Als Raucherin ging es mir da diesbezüglich recht gut.
Keine Sorge deswegen fang ich jetzt auch nicht mehr an!
Bin der klassische Hypotoniker: schlank und riesig.

Es ist ein Teufelskreis, du kannst dich kaum auf den Beinen halten, sollst dich aber bewegen.
Deine Füße sind eh schon Eisklumpen und dann sollste die auch noch kalt abduschen.
Also fragte ich nach leichten Tropfen zur Unterstützung. Bekam ich. Und ein Blutdruckgerät nahm ich gleich leihweise aus der Apo mit.

Was ich im Beipackzettel der Tropfen las, fand ich rührend:

Was könnnen Sie zur Vorbeugung tun?
- Auch die schon im Bett getrunkene erste Tasse Kaffe (vielleicht am Vorabend in der Thermoflasche vorbereitet) ist für Sie kein Luxus, sondern eine echte Hilfe.
- Jede Möglichkeit zum Sitzen nutzen und dabei die Beine hochlagern. Das hat  mit Faulheit nichts  zu tun. Sie brauchen es.

Gönn ich mir eh schon überall. Also das hinsetzen. Beine hochlagern probier ich demnächst in der S-Bahn aus :-)

Samstag, 22. März 2014

Gedanken

Dass endlich mal was greifbares gefunden wurde, erleichtert mich ungemein. Viele Gedanken purzeln durch mein Hirn, aber nicht belastend. Immer mal wieder schau ich mir die an, denke nach, informier mich, lasse es sacken und kann aber auch wieder gut Abstand davon nehmen.

Vor paar Tagen war ich dann deswegen total euphorisch und mega gut gelaunt. Hatte auch lustige und schöne Begegnungen, war mal wieder mit 2 Hunden Gassi und dann gelangen auch noch meine ersten Rouladen. Soooo lecker.
Ich war sehr aufgewühlt und glücklich!
Abends rief dann noch eine Freundin an und ich ließ den AB laufen, da wußte ich schon, das wird jetzt zu viel.

Und sie war auch so euphorisch und sprach mir paar Witze auf den AB. Was mich wieder hochpushte und ich sooo lachen musste.
zwischendrin fragte sie: "Regenfrau? Hast du abgenommen?  bist du dran?"
Ne war ich nicht.
Jedenfalls fiel mir da ein, dass man "abgenommen" ja zweideutig verstehen konnt und so schrieb ich ihr per SMS: nö hab nicht abgenommen, wieg immer noch 70kg.
Und ging glückselig schlafen.
Da fiel mir siedenheiß ein, dass sie das vielleicht weniger lustig findet, mit ihrer Esstörung und den damit einhergehenden Gewichtsproblemen.
Voller Sorge rief ich sie am nächsten Tag an.
"Nein!", meinte sie erheiternd, "ich hab mich kringelig gelacht!"
Puh. Zum Glück!

Der heutige Tagespruch lautet:

Stille ist so eine gütige Freundin, 
dass sie einen auch dann noch in ihre heilende Arme nimmt, 
wenn man tausendmal mit dem Lärm fremdgegangen ist. 

Von Peter Horton

So wünsche ich Euch allen
ein stilles Wochenende :-)

Dienstag, 18. März 2014

Liebe Lunge (Teil2)


Los ging es ja mit dem Termin beim Lungendoc, siehe hier:
http://regenfrau.blogspot.de/2014/02/liebe-lunge.html

Der Termin zur Abklärung einer Schlafapnoe liegt in 4 nervenzerfetzenden Wochen.
Also genug Zeit im Internet ALLES drüber zu lesen.
Ich bekomme Gänsehaut in den Augen und Tränen auf der Haut, als ich die Berichte der Patienten lese, wie gut es ihnen mit der Behandlung (meist einer Schlafmaske oder einer kleinen OP) ginge. So frisch und fit sind sie schon lange nicht mehr aufgewacht.

Das will ich auch haben!

Ich bin mir felsenfest sicher, dass ich das auch habe. Ich fühle schon ein wenig die Leichtigkeit, die Freude über ein neu zurückgewonnenes Leben.

Und dann schleicht sich da so ein fieser, kleiner Gedanke ein: Und was wenn nicht? Was wenn du nachts ganz normal atmest und somit keine Schlafapnoe hast? Dann.....japse ich innerlich...dann bring ich mich um. SO will ich nicht mehr weiterleben, es ist eine einzigste Quälerei.
Ich stelle mir ganz genau vor, wie ich es machen würde und das ich davor noch ein wenig mein Leben (und natürlich meine Wohnung) aufräumen würde,  wem ich was als Abschied schreiben würde, ja ich plane meine Beerdigung und stelle mir vor, wie so manch einer reagieren wird.
Auch diese Vorstellung beruhigt mich, macht mich ganz friedlich und gefasst.
Also: Egal wie das Ergebnis ausfällt: es wird auf alle Fälle besser!

Ich erzähle der Thera von der Vermutung einer Schlafapnoe. Auch sie fragt: "Und was wenn nicht?"
Ich zucke die Schulter und flunkere: "darüber will ich gar nicht nachdenken."
"Sollten Sie aber, dann trifft es sie eventuell nicht so unvorbereitet.!
Meine wahren Gedanken sag ich ihr nicht. Ich hab keinen Bock auf dieses Thema und schon gar keine Kraft mich mit ihr drüber zu unterhalten. Es ist mein Leben und außerdem is sie nun 4 Wochen lang nicht da.

Solche Gedanken hatte ich schon jahrelang nicht mehr. Es ist wirklich Alarmstufe rot angesagt. Früher war ich noch so unbewußt und war dann voll in dieses Vorhaben/diese Gedanken verstrickt, konnte gar nicht mehr von außen drauf gucken und wenn dann noch ein „Pickel“ (irgendeine Art von Frust, sei es eine Kritik, eine unvorhergesehene Rechnung, Reparatur ect.) dazu kam, kam es früher zu Kurzschlußhandlungen.
Heute habe ich mich hoffentlich mehr im Griff.

Seit Tagen jeweils über 8Std. Strahlender Sonnenschein und immer über 13 Grad. Die einzigen Wölkchen befinden sich auf meinem Fingernagel. Zinkmangel hab ich also auch.

Ich würd so gern ein wenig radeln, gemütlich spazieren, alle Fenster daheim aufmachen und putzen und das Winterzeug weg und das Sommerzeug herräumen. Aber? Nix is. Komatös lieg ich mal auf der Couch, mal im Bett. Mein Hirn schreit nach Futter, aber ich kann weder lesen noch Rätsel lösen noch mich groß unterhalten. Unterforderung ist genauso schlimm wie Überforderung!

Der fast-große Tag kommt: ich soll das Schlafscreeninggerät holen. Dazu muss ich einfach 30mins mit der Bahn fahren und insgesamt 8,10€ für die Fahrkarte bezahlen.
Auf der Fahrt stelle ich mir vor, wie es dann ist, morgen das Ergebnis zu erfahren.
Wenn es negativ ausfällt (also ich KEINE Apnoe hab) wird es keinen Suizid geben. Denn ich hab ja noch meinen Eisenmangel, der auch  für meinen desolaten Zustand zuständig ist. Ehrlich gesagt, wär ich gar nicht so enttäuscht darüber, denn auf Schlaflabor und Schlafmaske hab ich herzlich wenig Lust.
Also latsche ich in die Praxis. Dort sucht man mich im Kalender vergeblich. Die Schrummsel von Arzthelferin hat mich nicht eingetragen, als ich den Termin telefonisch änderte.
Ich könnt kotzen.
Schlimme Gefühle wegdrücken, sonst gibt’s hier Tote.
Arg gegknickt fahr ich wieder heim. Über ne Std. und 8,10€ für die Katz.
Gebe bestfriend per SMS kurz bescheid. Seine Antwort:
Schönes Wochenende, is ja warm draußen.
Männliches Feingefühl deluxe!
Jetzt ist meine Kotzlaune perfekt!!!

Aber am nächsten Tag dann, geht’s los. Hurra. Davor werden noch 2 weitere Test mit einer äußerst gelangweilten, unsicheren und irgendwie komischen Arzthelferin (das ist bestimmt die Schrummsel!!) gemacht. Als sie mir dann das Schlafgerät erklärt, meint sie: „Haben Sie den Fragebogen zur Tagesschläfrigkeit schon ausgefüllt?“ Ich fass es nicht. Aufgrund diesen Fragebogens bekommt man doch erst das Gerät! Herr lass Hirn vom Himmel fallen.

Die Horrornacht beginnt:
Voll verkabelt leg ich mich schlafen.
Normalerweise habe ich derzeit keine Schlafprobleme. Außer eben, dass der Schlaf keine Erholung bringt (wir erinnern uns: deswegen das Gerät).

Anfangs lief alles gut, ich war müde, der Kasten und die Kabel störten mich wenig, nur schlief ich nicht ein.
Der Puls mochte nicht ruhiger werden.

Dann wurd mir warm und so schiebe ich die Decke ein wenig weg und mir kommt ein alter, muffiger Geruch nach Zigaretten und Männerparfum entgegen. IGITT! Sofort habe ich das Bild eines stark übergewichtigen, kettenrauchenen, saufenden, schwitzenden stark behaarten Mannes , der  auf  abartige Sexpraktiken steht, vor mir, der davor das Gerät trug.
Was meinen Puls nun auch nicht beruhigt.

Nach 3 Std. Wachheit linse ich auf die Uhr und schiebe Panik:
Was wenn ich heute nicht einschlafen kann?
Was wenn ich am Montag völlig geknickt den Koffer mit dem Gerät zurückgeben muss, mit den Worten: konnt nicht einschlafen?
 Man was für ein Versager ich doch wäre!!!
Und das schlimmste: ich wüßte weiter nicht, was mit mir los ist!
Ich muss einschlafen! Das dies kontraproduktiv ist, weiß ich auch.
Ich weiß, man soll es dann mit dem Paradox versuchen: ich darf nicht einschlafen, aber ich kenn ja meinen Körper, der nimmt das dann ernst und pennnt wirklich nicht :-)

Also bitte NICHT an das Gerät  denken. Das klappt ganz gut, ich hab ja Phantasie, jedoch immer so kurz vorm wegnicken.
Kommt mir GERÄT!!! in den Sinn und alles geht von vorne los.
 Och menno.

Kurz nach Mittternacht schalt ich das Ding aus, steh auf trink und ess was, den Tränen nahe...die Anleitung nochmal durchgelesen: ahso, das grüne Licht muss brennen? Äh tat es die ganze Zeit nicht.
Es war also gar nicht an. Warum zeigte es dann aber an, dass die Karte voll ist, die all das aufzeichnen soll? Bei meinem Glück  hab ich ein kaputttes Gerät  erwischt.

Ok einen Versuch noch, das Gerät läuft nun und ich hypnotiesiere mich selbst: ich schlafe ein, ich schlafe tief und fest...
Der nächste Blick auf die Uhr sagt: kurz nach 4Uhr. Gottseidank, fast 3 Std. geschlafen.
Hoffentlich reicht das...

Ich nehm das Gerät ab, jetzt brauch ich richtigen Schlaf. Dreh mich um und träum den größten Scheiß in meinem Leben.
Jetzt heißt es aber noch: Geduld, denn das Wochenende liegt dazwischen...


Ich erfahre das Ergebnis:
JA sieht so aus, als ob ich eine Schlafapnoe habe.
Denn mein AHI-Wert (wie oft man in einer Stunde über 10 sec nicht/zu wenig geatmet hat), beträgt bei mir: 16,2.

Das heißt:
5 -15 = leichtgradiges Schlafapnoe-Syndrom
16 -30 = mittelschweres Schlafapnoe-Syndrom
über 30 = schwergradiges Schlafapnoe-Syndrom

insgesamt habe ich über 87x in der gesamten Messzeit von 5,5 Std. zu wenig bis gar nicht geatmet (also jeweils über 10sec).
Klingt nicht nach so viel.
Wenn man aber bedenkt, dass das jedes mal Streß für den Körper ist mit allen Alarmreaktionen die es so gibt: er erschrickt, der Puls geht hoch, der Blutdruck steigt, teilweise wird man sogar wach, ohne sich zu erinnern, da ist wenig bis kein Tiefschlaf geschweige denn Erholung möglich.

Ich sehe, dass ich auch nur 1 Sekunde geschnarcht habe :-) das zeigt dem Doc, dass nicht ein zusammengefallener Rachen an der Atemnot schuld ist (sonst würde ich schnarchen), sondern wohl meine Nase, durch die zu wenig Luft kommt.
Teilweise ging die Sauerstoffsättigung im Blut auf 86% runter.
Mich wunderts nicht, dass ich da völlig fertig bin.

Nach dem Arzttermin traf ich mich mit bestfriend in einem tollen, sonnenbeschienenen Cafe in Schwabing. TAT DAS GUT! Irgendwie musste ich das erstmal verarbeiten und sacken lassen und er war einfach da, hörte zu, brachte mich zum lachen und meinte nach einer Stunde: "Jetzt haste wieder Farbe im Gesicht!"

Daheim ging ich dann stundenlang den Befund durch und googelte mir die Finger wund. Irgendwie brauchte ich das.
Und es war nicht uninteressant, ich sah wann und wie lange ich rechts/links/aufm Rücken lag, die Pulsbewegungen und eben meine Atemaktivität.

Es kommt ein Mitgefühl mit mir auf, dass ich endlich aufhören kann, mich zu schinden und mich anzutreiben und ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich wieder was nicht machen kann oder abesagen muss.

Mein Körper kannn sich wahrscheinlich schon seit vielen vielen Jahren nicht mehr richtig im Schlaf erholen!
Er arbeitet jede Nacht schwer.

Acho, ein leichtes Asthma wurde mir ebenfalls bescheinigt, aber damit setz ich mich später auseinander. Eines nach dem anderen.

Montag, 17. März 2014

Allerlei

- gestern 2-jähhriges Nichtrauchertum "gefeiert". Wollte irgendwas besonderes machen oder mir gönnen, aber dann war mir gar nicht danach. Nochmal bewußt dran denken und sehr sehr sehr dankbar und glücklich sein, reicht.

- ich genieße den Kontakt zu Mann. Er (der Kontakt) ist so anders als ich es immer erlebt habe. Kein knalliges Verliebtsein und nur süchtig an den anderen denken. Nein, es ist friedlich, ruhig und voller Wärme und Geborgenheit. Allerdings ist auch der Typ Mann ein anderer als früher. Kein aufgeblähtes Ego, kein Macho, einfach nur liebevoll, zuvorkommend, fürsorglich, ruhig. So einen hätt ich ja früher mit dem Arsch nicht angeguckt, so langweilig...
Jetzt genieße ich einfach nur das Heute mit ihm.

- Apropo heute: Freu mich riesig auf einen Cafebesuch in Schwabing mit bestfriend.

- mir geht es körperlich wieder etwas besser, bin wieder fitter. Da ich mich in solch miesen Zeiten sehr zurückziehe, habe ich gestern auch meine Telefonitis mit so vielen lieben Leuten genossen!

-  Seit ich abends Zink nehme, schlafe ich besser, wache zumindest erholter auf. Sehr schön!

- Samstag war mir nach "Kosmetik". Habe ja schon jahrelang nicht mehr meine Haare gefärbt, also habe ich das mal wieder gemacht. Erst dachte ich noch: "ohje wenn ich mich so wie ich bin, nicht leiden kann...?!?"
aber das war zu viel Psychologie und Grübelei.
Die Farbe ist auch nur eine ganz dezente Nuance dunkler als  sonst.
Einen ebenso dezenten Duft hab ich mir auch gegönnt.
Jetzt schnupper ich ständig an mir rum :-) Auch hier dachte ich erst: "Ohje jetzt kann ich mich schon selbst nicht mehr riechen?"
Quatsch.
Hat Spaß gemacht und ich hab mich wieder etwas erwachsener gefühlt.


Hier und jetzt ist alles gut.

Ein schönes Gefühl!

Samstag, 15. März 2014

Ich dünge mich...

weil ich unter "Befindlichkeitsstörungen" leide.

Man wird vom Arzt (vornehmlich männlich) nicht ernst genommen, wenn man über: extreme Schlappheit, Muskelschwäche (Einkaufstüten sind mein persönlicher Horror), eiskalte Füße-so kalt, dass sie weh tun, überhaupt am ganzen Körper ständig frieren, Haarausfall (ich hab mir den 2.Teppich gespart, ich saug einfach den Boden nicht mehr, hat dieselbe Wirkung), Lustlosigkeit, bleiernde Müdigkeit, die einen so schwächt, dass man selbst beim schrubben von Geschirr schon schwächelt, vom Kauen-müssen Appetitlosigkeit ect.pp. klagt.

Das is halt heut so...im Zeitalter von Streß.
Vorschlag: mehr bewegen, Obst und Gemüse, weniger Alk/Kaffee blabla...

Normalerweise, sollte man sich frisch, energiegeladen fühlen, locker mal paar Kilometer laufen können (wenn der Säbelzahntiger plötzlich vor einem steht ), mit links  Kinder und Beruf unter einen Hut bekommen...aber wie denn, wenn einem Eisen fehlt.

Ich schlage vor, dass monatliches Blut spenden für Männer Pflicht werden sollte.
Und dann sehn wir uns in paar Jahren wieder mit Euren Befindlichkeitsstörungen!!!!

Der Normalwert von Eisenspeicherwert liegt zwischen 20 und 200. Sagt man.
Wenn es einem also beschissen geht (siehe oben), der Wert aber noch bei 20 liegt, gibt’s  : Schulterzucken und den Kommentar: "is alles noch normal".
Das ganze OHNE Rezept.

Es gibt Ärzte (vor allem in der Schweiz, dank Dr.Schaub!!!)die sagen, die Norm der Werte sind zu alt.
Der unterste Wert sollte mindestens 40, wenn nicht gar 60 betragen! Die meisten fühlen sich bei einem Wert um 100 erst wohl!! Oh staun!
Bei Männern liegt der Ferritinwert im Durchschnitt bei 150-200!!! Noch mehr staun!!!

Da weiß man woher der Begriff schwaches Geschlecht kommt.
75% der gebärfähigen Frauen in D haben nach den alten Werten eigentlich Eisenmangel.
Nach den neuen Werten wären es wohl über 90%.
Was frau sich an Psychotherapie, gequälten Sportstunden, nur Halbtagsjob usw. sparen könnte!

Wenn wir uns mal die „typisch-weiblich“ Merkmale anschauen:
trockene Haut (was Frauen sich alles auf die Haut cremen!)
trockene Lippen (nicht ohne den Labello)
leicht frierend (schatz gibst du mir deine Jacke?)
erotiktötende Eisfüße im Bett
niedriger Blutdruck (früher fiel man noch öfter in Ohnmacht, heute eher Schwindel, Panikatttacken)
Zickigkeit und erst recht schlechte Laune bei der Periode (klar, noch weniger Eisen im Speicher)
Kopfweh (schatz, heut nicht) bis zu Migräne
Kein Bock auf Sex (schatz, heut nicht)
brüchige Nägel oder mit Rillenbildung
dünnes Haar (was Frauen sich alles in die Haare schmieren)
auch Cellulite gehört dazu
Burnout
Tinnitus
Schilddrüsenprobleme (Eisen wird gebraucht um Hormone zu bilden)
starke Nackenverspannungen (die kommen nicht nur von PC-Arbeit)
Herzrasen (weil das Herz versucht mehr Sauerstoff zu erwischen und in die umliegenden Organe zu pumpen. Aber ohne Eisen auch wenig Sauerstoff)
dadurch auch Schlafprobleme...

das sind DIE Sympptome schlechthin bei Eisenmangel.

Wenn wir uns dann anschauen, dass vermehrt Eisen bei Streß (ach!) gebraucht wir,
die Eisenaufnahme bei Milchkonsum (das Milchprodukteregal im Supermarkt hat sich verdreifacht in den letzten Jahren, weil es angeblich ja so gesund sein soll)
und Kaffekonsun (nicht ohne den Coffe to go)...vom allmonatlichen Besuch und Kinder kriegen mal gar nicht zu  reden...

Eisenmangel ist KEINE Befindlichkeitsstörung,
wie sich der anfühlt, mag jeder mal testen:

Bei der nächsten Grippe (schön schlapp fühlen) stellt man seine Füße in Eiswasser, hockt sich nackig auf die Couch (natürlich im Winter, ohne Heizung) und friert mal schön, haut sich ne Pfanne übern Kopf (Kopfweh), schläft 3 Tage nicht (schön müde werden), hat kein Appetit aber soll Lust auf Beruf, Gesellligkeit, Freizeit haben.
Das ganze garniert mit Lärm/und Lichtempfindlichkeit!

Mal ehrlich da will man nur noch schreien: Lassts mich in Ruhe!
Und danach heulen, weil man würd ja gern am Leben teilhaben.

Mein aktueller Ferritinwert hängt bei 17!!
Und das Kacklabor schrieb Normwerte von 10-120 dazu! Ergo: Kein Eisenmangel. Ja ne, is klar. Bei 10 lebe ich wahrscheinlich gar nicht mehr.
Ich jedenfalls hab keinen Bock wieder monatelang Eisentabletten/Säfte zu schlucken, um dann gnädigerweise mal auf den Wert von 24 (wie letztes Jahr) zu kommen.
No...ich hänng mich an die Nadel. Muss jetzt nur noch nen Doc finden, der sich damit auskennt und es macht.
Selbstredend, dass ich diese Infusionen selbst zahlen darf? Weil auch die Kasse nach den alten Normen geht?
Aber: scheiß drauf. Ich will mein Leben wieder haben!!!
Ich werde weiter darüber berichten.
Jetzt aber dünge ich mich erst mal. Als ich letztens Dünger für meine Pfllannzen kaufte, las ich, dass auch darin Eisen enthalten ist. Der wär zwar billiger, aber ich vermute, dass ich die anderen zusatzstoffe weniger vertrage :-)

Also Mädels: hängt euch an die Nadel.

 http://www.eisenmangel-therapie.at/eisenmangelsyndrom/
 http://www.eisen-netzwerk.de/eisenmangel/diagnose.aspx
 https://www.youtube.com/watch?v=T6HQJJ5kNnA
 http://coaching-for-health.net/
 http://coaching-for-health.net/eisengeschichte/

Mittwoch, 12. März 2014

Gerechtigkeit?

Man kann sich wohl drüber streiten, ob es so was wie Gerechtigkeit a) überhaupt und b) vom Universum gibt.
Manchmal muss man seine Rachepläne gar nicht selbst umsetzen, sie passieren von ganz alleine.
Mehrfach erlebt.
Die Natur regelt's schon...oder wie hieß das?

Ich kann mit Recht behaupten, dass ich als Kind nicht reich beschenkt wurde.
Ich meine nicht nur materielles. Mir war das auftragen der Klamotten anderer ziemlich egal, nur die Anprobe bei der Nachbarin war meistens peinlich.
Nein, ich meine Wärme, Zuneigung, Geborgenheit, Hilfe, Unterstützung.
Gab es nicht.
Jetzt kommt doch noch was materielles:
Die Geschenke meiner Eltern waren meist unter aller Sau.
Wirklich gemein fand ich, dass meine ältere Schwester Führerschein UND Auto zum 18. bekam, während ich beides mir selber verdienen musste (und das wo es dann meinen Eltern finanziell wesentlich besser ging).
Nicht nur das.
Auf meiner Geburtstagsfeier zum 18. verschwand meine Mutter mit ihrem damaligen Lover im Bad. Der forderte nämlich, da er so schwitzte beim Grillen, dass er ihr jetzt sofort die Haare waschen sollte.
Meine Mutter, ein braves Schaf, tat wie befohlen. Un-glaub-lich.
Und ich wurde genauso benutzt. Als Bedürfniserfüller für die anderen. Ich war der Hiwi. Ein Nichtsnutz. Kaum der Rede wert.

Heute fiel mir auf, dass ich die letzten Jahre reich beschenkt wurde:
Mit dem Arbeitsamt/Jobcenter/Sozialamt gab es nie Probleme. Keine Fiesheiten, keine ungerechten Sanktionen, selbst bei eigener Kündigung blieben sie locker. Waren fair und kulant.
Die Rente ging locker und ohne Probleme durch und verschafft mir derzeit eine Auszeit, die dringend nötig ist.
Selbst der Schwerbehindertenausweis wurde sofort mit Grad 50 bewilligt.
Und als ich Mist mit meiner Wohnung baute, verlor ich zwar diese, bekam aber eine viel schönere, ja fast edle Wohnung, in der ich immer noch lebe.
Man begegnete mir wohlgesonnen, freundlich, hilfsbereit.
Manchmal sind mir die Angebote fast zu viel, ich kann es oft schwer annehmen.
Ich bekam und bekomme von wildfremden Menschen viel mehr Hilfe*, als ich es jemals von zu hause erfahren habe.

Doch eine Gerechtigkeit...der Natur?

* auch wenn es nun hauptsächlich materielles ist. Heute ist mir das nicht mehr egal. Als Kind fühlte es sich bedrohlicher an, wenn die Eltern emotional nicht da waren bzw. zu überfordert und ängstlich waren. Diese Unsicherheit und Brüchigkeit war sehr belastend.
Als Erwachsene ist es genauso belastend, wenn man nicht weiß, wie man die nächste Miete/Mahlzeit bezahlen soll, da ist das erstmal wichtiger, als Zuneigung. Womit ich nicht sagen will, dass Zuneigung unwichtig ist.


Dienstag, 11. März 2014

Ganz bei Sinnen

Wenn es, wie derzeit, so eine Art Leerlauf in meinem Leben früher gab, wurde ich immer sehr hektisch:
Ich muss den Sinn des Lebens finden!
Was soll ich jetzt tun?
Ich MUSS doch was tun?!
Überlegte hektisch was es sein könnte: Umzug, Job-wenn ja welcher, wieder einen Pflegehund oder einen Mann suchen, Freiwilligendienst im Ausland, neue Sportart ausprobieren usw...
ich rotierte und lief heiß.

Inzwischen (so mit der Weisheit des Alters *g*) weiß ich, dass es nicht DEN roten Faden in meinem Leben gibt.
Es gibt viele Sinne in meinem Leben.
Immer wieder mache ich neue Erfahrungen, mit Situationen, Menschen, Tieren...
Ein Sinn reiht sich an den nächsten.

Ich weiß, dass die nächste Aufgabe schon kommen wird.
Ich muss da nicht mehr hektisch dran ziehen, wie an einem Grashalm, der ja bekanntlich davon auch nicht schneller wächst.
Ich werde leer, entspanne mich, atme durch, lehne mich zurück.
Wenn es wieder "los" geht, mach ich weiter.

Ich bleibe offen für Neues.
Schaue und lausche immer wieder mal in und um mich, ob was dabei sein könnte, was mich wieder packt, was ich machen will.
Ich bin mir sicher, da kommt was.

Jetzt ist erst mal Ruhe dran.
Es fällt mir schwer und doch gelingt es mir immer öfter.
Es tut gut.

Nachtrag:
Einen Tag später stand in meinem Tageskalender:

Still sitzen.
Nichts tun.
Der Frühling kommt.
Das Gras wächst.
Aus dem Zen-Buddhismus

Sonntag, 9. März 2014

Nachträglich zum Frauentag

So.
Schön. Es war Frauentag. Nunja.
Bei mir ist jeder Tag Frauentag. Selbstredend.
Aber ich las gerade was, was ich Euch nicht vorenthalten mag.
Aus dem Buch: Verrückt bleiben! von Else Buschheuer

Stellen Sie sich vor, alles wäre  andersherum gekommen.

Die Bibel erzählte von mächtigen Frauen, die Kathedralen wären von Frauen erbaut, ausschließlich Frauen stünden an der Spitze von Wirtschaft, Politik und Religion.

Sie wären schwammig, röchen nicht gut, hätten Glatzen, Plautzen und haarige Rücken, aber wer Königin ist, der muss ja nun nicht auch noch schön sein.

Die Frauen trügen Krawatten, würden fast aus ihren Anzügen platzen, ihre Geschäftsdeals in Callboy-Bars machen und sich von Männern mit Plüschhasenöhrchen die Drinks servieren lassen.
Nur junge natürlich, denn alte Männer sind eklig. 
Wer will schon alte Männer anfassen. 
Keine Sau. Und erst recht keine Frau.

Unsere Lustknaben müssten mit den Ärschen wackeln, enthaarte durchtrainierte Brüste zeigen und enge penisumspielende Hosen tragen, die uns scharf machen sollen.

Selbst wenn sie in Harvard studiert hätten, 20 Sprachen sprächen und einen IQ von 220 vorweisen könnten, wir würden sie nie Karriere machen lassen, einfach nur, weil sie Männer sind.

Wir würden das Gerücht streuen, dass Männer kleinere Gehirne hätten und nur für die Aufzucht von Kindern geeignet seien.

Wir würden männliche Models buchen, die in sexy Dessous auf Autohecks herumkröchen.

Die Männer würden für uns kochen, unbequeme Stöckelschuhe und unpraktische Langhaarfrisuren tragen.

Einmal im Jahr würde ein Männertag gefeiert werden, ein Minderheiten-Streichelzoo-Tag, an dem wir uns jovial zum schwachen Geschlecht herab beugen und ihm Pralinen und Nelken schenken würden...

Genau...denke ich mir so, während mir die pralle Frühjahrsmittagssonne ins Gesicht scheint.

Wir würden den schnuckeligsten Typen im vollen Bus in den Arsch zwicken und wenn er sich mokiert, ganz unschuldig fragen, was er denn hätte.

Wir hätten mehr  Zeit für uns und unsere Freundinnen/Autos/Sport, weil wir nur 10min. pro Woche im Bad brauchen. In dem auf unserer Seite nur Bürste, Deo, Duschgel und vielleicht noch eine Creme stünde.

Frauen die  Frauen liebten, wären schwul...während der Mann in seinem Liebeskummerrausch, den 10.Rock kauft (den er nicht braucht), in dem er erst nach 3 Wochen hungern passt.

Ich würde eines Tages auf dem Balkon sitzen, während mir die pralle Frühjahrsmittagssonne ins Gesicht schiene und mir ausmalen, wie es denn wäre, wenn der Mann das Geld verdient und die Frau diese unsäglichen Stöckelschuhe tragen müsste...

Samstag, 8. März 2014

I'm Matsch

Psychisch ginge es mir eigentlich gut.
Nur werd ich knarzig, wenn es mir körperlich scheiße geht.
Immerhin ist mir das schon mal klar.

Sitzen und schreiben kostet eigentlich schon zu viel Kraft derzeit. Aber ich hab ja nen Sturschädel :-)

200m rüber in den Supermarkt und ich könnt entweder
a) im gehen einschlafen
b) mich ins Süßigkeitenregal legen und schlafen
c) jedem Menschen der mir kommt, eine in die .....hauen.

Extrem schlapp und extrem gereizt.
Friere leicht und schwitze ebenso leicht, was ein ständiges an/ausziehen erfordert und mich noch mehr streßt, weil das Kraft verbraucht (der Streß natürlich auch).
Kein Appetit.
Zu müde zum Essen.
Haarausfall und die Rillen in den Fingernägeln sind für mich schon jahrelang Normalität.
Kein Bock auf nix, aber irgendwie doch (wenn ich fit wär...würd ich....).

Klingt stark nach PMS.
Nur dass es mir seit Wochen so geht. Ach quatsch, Monaten.
Die mildere Variante davon hab ich seit Jahren.
Lebensqualität is was anderes.

Und dann donnert es mir ins Bewußtsein:

Eisenmangel!

 Leck-o-mio, den hab ich ja total vergessen.
Vor einem Jahr fing ich an Eisentabletten zu nehmen...und dann vergaß ich die irgendwie.
So ein Mist.
Logisch, alle Symptome sprechen dafür.

Am Dienstag gehts zum Doc.

Her mit dem Stahl!!!
(klar gibt es auch frei verkäufliche Präparate, aber diesmal will ich Infusionen, das mit der Tablettenfresserei geht mir zu langsam).

Donnerstag, 6. März 2014

Zurück zu mir...

 Zum Thema Selbstverlassenheit hab ich schon einiges geschrieben:

 http://regenfrau.blogspot.de/search?q=selbstverlassenheit

es ist immer wieder Thema.
Meine Fühler von außen nach innen wenden.
Das ist harte Arbeit für mich.
Warum das so ist, ist hier kurz aber sehr treffend zusammengefasst:
2. Post - 1.Beitrag

http://www.vaterverbot.at/vaterforum.html?&tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=378

Zu schnell, ganz automatisch springt das alte Muster der Anpassung, des Frieden-stiftens, der Bedürfniserfüllung (für die anderen) an.
In Lichtgeschwindigkeit erfühle ich was der andere braucht, gern hätte, haben will...und ich springe.
Gestern meinte eine Freundin: Den anderen bedienen. Genau!
Und sei es nur ein mitlachen bei einem Witz, den ich gar nicht lustig finde.
Es hat damit zu tun, nicht einfach nur zu reagieren. Sondern zu schauen: Nach was ist mir? Was fühle ich? Bin ich noch abgegrenzt? Verlier ich mich schon wieder im anderen? Tu ich so, als ob ich den anderen mag, obwohl das gar nicht stimmt? Verkaufe ich mich schon wieder, weil ich meine das mir das was bringt/nützt?

Und irgendwie fällt mir dazu das Lied ein:

https://www.youtube.com/watch?v=3BFazQgXnDs

nur das ich singe:
i wui nur...zruck zu mir....


Und dann sitz ich so am Tisch,
süffel meinen Kaffee und les den Tagesspruch:

Allein sitzend, allein ruhend, allein umhergehend,
frei von Tätigkeit;
wer tiefe Einsicht in die Wurzeln des Leidens hat,
genießt großen Frieden, wenn er in Einsamkeit weilt.
-Buddha-

Da wär mir der Kaffee fast aus der Hand gefallen.
So ein wahrer Spruch. 
Danke Buddha! 
Genau. So. Ist. Es!
Wobei ich eher das Wort "Alleinsein" wählen würde.

Ob ich den Spruch zu meiner nächsten Rentenverlängerung dazu legen soll? ;-)



Mittwoch, 5. März 2014

März

Heimlich still und leise ist es ja März geworden.
Und fast hätt ich vergessen, das Kalenderblatt zu zeigen.

 Liebenswert
Unsere kleinen Irrtümer und die kleinen Schwächen sind es, 
die uns gegenseitig liebenswert machen.

Mit dem Spruch hab ich meine Probleme (witzigerweise hab ich ihn trotzdem-deswegen? ausgesucht).
Ich kann extrem widerwärtig, ungeduldig und intolerant werden, wenn es um meine Schwächen/Unzulänglichkeiten oder die der anderen geht.

Aber ich hab ja auch keinen Heiligenschein.

Dienstag, 4. März 2014

Nostalgie

Letztens überkam es mich so
und ich erinnerte mich an mein Parfum aus Jugendzeiten (bin kein Parfumfan, aber so 2-3 schöne Fläschchen hattte ich mal).
Also guckte ich, ob das noch gibt.
Natürlich nicht.
Aber ne Seife fand ich noch.
Skarlett:

Heute find ich es zu süß und schwer. Aber als Seife hinterlässt es ja nur den Dufthauch und dann is es wieder gut :-)

Und dann so beim einkaufen, gönnte ich mir:
Diese Kaubonbon-Streifen FRITT.
In Erdbeer. Und leckerer sahnig-cremiger Konsistenz.
Weckt schöne Kindheitserinnerungen!