Sonntag, 16. Februar 2014

Krank durch zu viel atmen

Gestern wieder:

Immer mehr Luftnot, völlig schlapp, richtig benebelt, die grelle Sonne (wir hatten 16 Grad!!) machte mich vollends fertig.
Das Asthmaspray is auch für die Katz.
Der Satz der Arzthelferin ("da haben Sie hyperventiliert") ging mir nicht mehr ausm Kopf.
Was mir IN den Kopf ging war dann:
Moment mal,  im TV (als ich den noch hatte) is das ja so, wenn jemand heftig hyperventiliert, soll der doch in ne Tüte atmen. Kannste ja auch mal probieren!

Gedacht,
getan.
Was soll ich sagen: Ich wurde auf der Stelle tiefenentspannt, irgendwas in meinem Brustkorb lockerte sich und ich musste erst grinsen, dann lachen. Ich fühlte mich frei, locker und einfach gut!
Ich hatte aber doch keinen großen Anfall, so einen kurz vor der Ohnmacht...
Moment mal, dachte ich wieder, wenn das bei mir in kleinerem Maße aber dafür chronisch ist?

An den PC gesetzt und mal ein wenig geguggt.
Aha, ich hatte recht,
ich hatte zwar das Gefühl zu wenig Sauerstoff in mir zu haben, aber das Gegenteil war der Fall!

Sehr genau wird das hier beschrieben:
http://www.panik-attacken.de/index.php/hilfe-zur-selbsthilfe-mainmenu-34/atmung--atemtherapie-mainmenu-48

Kurzfassung hier:
http://www.eesom.com/go/42ZZR2H7D51DL3Y607XIYVBNPHWKQANU

Hier ist noch eine interessante Erweiterung:
http://www.neuro24.de/ahv.htm

Und hier das ganze ein wenig "alternativ" gesehen:
http://www.yoga-praxis.de/FreiesAtmen/ArtikelBDY.htm

Mir hilft das sehr, meine Zustände besser zu verstehen. Ich kann es jetzt ganz theoretisch nachverfolgen, was da in meinem Körper passiert, wenn ich in Streß und somit Anspannung gerate.
Und das gerate ich sehr oft, wenn man bedenkt, dass oft schon die Vorstelllung das Haus zu verlassen (und es dann auch zu tun) zu einer ziemlichen Anspannung bei mir führt.
Letztens stressten mich sogar die Menschenstimmen aus dem Radio!
Weil mein "traumatisiertes" Gehirn nicht verstand, dass real keine Menschen um mich sind, die mir was tun könnten.

Den ganzen gestrigen Tag war ich dann recht gut gelaunt und auch fit.
Heute morgen beim aufwachen: Ich fühlte mich VIEL  ausgeruhter als sonst!
Ich fühle mich auch jetzt noch viel klarer im Denken und einfach angenehm entspannt.
Die Folgen von chronischem hyperventilieren können u.a. chronische Müdigkeit sein!
ACH!

Mir wird klar, wie wichtig jetzt die Reduzierung von Streß ist,
ich kann es besser verstehen.
Und wenn ich wieder extrem hektisch, nervös werde, gilt erstmmal STOP und dann probiere ich weiter die "Tütenatmung" aus.
Gut, vielleicht nicht am Bahnsteig, ganz öffentlich,
nicht das noch jemand meint ich schnüffel hier Klebstoff oder so, aber überall gibt es eine ruhige Ecke, ein WC undsoweiter.

Logisch, dass falsche Atmung zu Anspannung, Angst und Panik (Panikattacken!) führt und diese wiederum zu falscher Atmung. Ein Teufelskreis, den man, wenn es akut ist, sehr schnell und kostenfrei lösen kann.

Ab sofort heißt es:
Nicht ohne meine Tüte!

PS: Selbstverständlich lass ich trotzdem die anstehenden Untersuchungen machen, mein innerer Hypochonder hyperventiliert sonst :-)

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