Freitag, 21. Februar 2014

Hier und Jetzt und so

Das Buch von S. Seethaler hinterließ einen nachhaltigen Eindruck.
Ich bin gelassener in meinen Aktionen.
Hatte ich vorher immer den Eindruck zigtausend Möglichkeiten zu verpassen (was ja auch stimmt, weil man schlecht alles gleichzeitig machen kann) fühlte mich immer getrieben, möglichst viel zu machen, so bin ich jetzt in *Manana*-Stimmung.
Wie das bei den Spaniern so heißt.
Ich muss nicht mehr das 5.Buch anfangen zu lesen, sondern kann mir erst noch die anderen zu Gemüte führen.
Buchstaben werden im Grunde ja nicht schlecht :-)
Und auch all die anderen Vorhaben werden eines nach dem anderen umgesetzt.

Ich gehe langsamer,
wenn ich warten muss konzentriere ich mich auf die Bauchatmung (extrem entspannend!),
lasse mir meistens mehr Zeit,
bleibe mit meiner Konzentration bei dem was ich gerade mache.
Ruhe kehrt ein.
Getriebenheit bleibt draußen.
Friedlich ist das.

Zu dem inneren Frieden kommt es auch, dass ich Ereignisse nicht mehr kontrollieren muss.
Ich kam drauf, dass ich eine zwanghafte Fixierung drauf hatte, wie und wann (!) etwas zu geschehen hat.
Wenn dies nicht eintrat wurde ich wütend, ungeduldig, traurig...
Jetzt verzichte ich auf diese (vermeintliche) Kontrolle.
Ich tue was nötig ist und dann übe ich mich in Gelassenheit.
Das heißt auch: Gelassen bleiben, bei Dingen, die ich nicht ändern kann.
Der Spruch

 Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, 
die ich nicht ändern kann,
  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden

begleitet mich schon seit Jahren und jetzt erst ist er vom Kopf in die Hand gerutscht.
Ich kann das jetzt anwenden, ich habe es begriffen.
Möge das bitte lange lange so bleiben.

Ich kann jetzt Dinge geschehen lassen, anstatt sie erzwingen zu wollen und siehe da: es ergibt sich eine breitere Palette an Möglichkeiten/Ergebnissen :-)
Ich kämpfe weniger und habe mehr Energie für mich übrig.
Auch weil ich mir all die Gefühle (Wut, Trauer usw.) spare, wenn etwas nicht so ist, wie ich das will.

Einatmen, ausatmen und diese Gelassenheit so lange genießen, wie es eben möglich ist. Denn ne Heilige bin ich ja auch nicht :-)

Kommentare:

  1. Ein sehr zuversichtlich klingender Post.
    Das Buch habe ich mir gleich mal vorgemerkt, denn die Erfahrungen, die es bei dir anscheinend ausgelöst hat, dies würde ich gerne am eigenen Leib erfahren.
    Der Spruch ist einer, den ich zwar auswendig kann, aber leider ist er bei mir noch nicht verinnerlicht !
    Vielleicht gelingt es mir ja auch irgendwann einmal, so zu handeln.
    Und mein Fasten- Ziel habe ich noch nicht genau ausgesucht, bin noch am auswählen...Schokoladenverzicht wäre glaube ich für mich am wichtigsten, auch für die Gesundheit.
    Dann noch einen schönen Abend und einen lieben Gruß
    Jutta

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  2. Hallo Jutta,
    oh Schokolade, das fällt mir am schwersten, aber ich bleibe dran ;)
    du kannst das Buch gerne von mir haben. Mir hat es das ganze Thema einfach begreiflicher gemacht, weil es aus dem Allltag erzählt, von Gedanken die ich auch kenne und weniger abgehoben wie aus irgendwelchen Schriften oder Anleitungen oder so.
    Außerdem regt es sehr zum lachen an und damit kann man dann ja glatt mal auf die Schoki verzichten *g*.
    LG

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