Montag, 24. Februar 2014

Depressionen sind scheiße

Schon interessant, wie sehr die Verdrängung funktioniert.
Erst wenn gar nix mehr geht, kommt ich drauf:
"Öh...hmmm...verdammte scheißdrecks Depri..du schon wieder!"

Bis auf Thera und Ausflug am Mittwoch (Weihnachtsgeschenk) alles abgesagt.
Wirklich schade, wären paar nette Sachen dabei gewesen.
Aber ich kann mich ja grad kaum noch aufrecht halten.
Nur schlafen...nix tun müssen, noch nicht mal was sagen...einfach in ne Ecke schmeißen und Ruhe (wenn das blöde Gehirn dann nicht zum quasseln anfinge).

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Könnte auch heftige PMS sein. Wär zwar ziemlich lang...aber weiß mans...
Mal sehn.
Bis dahin: dem schreienden Frühling da draußen gepflegt den Mittelfinger zeigen und die Couch belagern.

Sonntag, 23. Februar 2014

Verzicht

Meine Stromrechnung vom letzten Jahr ist eindeutig zu hoch.
Für  mich.
Mein Stromanbieter meint, ich läge gut im Durchschnitt.
Is klar, der muss ja auch was verdienen.
Ich sehe, dass  mein Verbrauch pro Jahr steigt.
Sicher, man merkt, dass ich viel zuhause bin, aber das war ich vor 3 Jahren ja auch.
Der einzigste Unterschied zu damals ist:
Damals saß ich öfter auf der Couch und hab ein Buch aus der Bücherei gelesen. Kosten: Minimal, höchstens mal die Leselampe.
Jetzt läuft öfter der PC. Hier schau ich und da les ich.
Is teuer.
Und schlecht für mein Nervenkostüm.
Diese Reizüberflutung.
Außerdem macht es Spaß mir ein neues Ziel zu setzen.
Ich seh es mal sportlich :-)

Den anderen Verzicht gibt es bald in der Fastenzeit.
Jeden Sonntag möchte ich da fasten.
Vom Essen.
Nur Wasser, Tee und Gerstensaft ist erlaubt...

Bin mal gespannt, wie es mir damit geht.

Auf was verzichtet Ihr so?

Freitag, 21. Februar 2014

Hier und Jetzt und so

Das Buch von S. Seethaler hinterließ einen nachhaltigen Eindruck.
Ich bin gelassener in meinen Aktionen.
Hatte ich vorher immer den Eindruck zigtausend Möglichkeiten zu verpassen (was ja auch stimmt, weil man schlecht alles gleichzeitig machen kann) fühlte mich immer getrieben, möglichst viel zu machen, so bin ich jetzt in *Manana*-Stimmung.
Wie das bei den Spaniern so heißt.
Ich muss nicht mehr das 5.Buch anfangen zu lesen, sondern kann mir erst noch die anderen zu Gemüte führen.
Buchstaben werden im Grunde ja nicht schlecht :-)
Und auch all die anderen Vorhaben werden eines nach dem anderen umgesetzt.

Ich gehe langsamer,
wenn ich warten muss konzentriere ich mich auf die Bauchatmung (extrem entspannend!),
lasse mir meistens mehr Zeit,
bleibe mit meiner Konzentration bei dem was ich gerade mache.
Ruhe kehrt ein.
Getriebenheit bleibt draußen.
Friedlich ist das.

Zu dem inneren Frieden kommt es auch, dass ich Ereignisse nicht mehr kontrollieren muss.
Ich kam drauf, dass ich eine zwanghafte Fixierung drauf hatte, wie und wann (!) etwas zu geschehen hat.
Wenn dies nicht eintrat wurde ich wütend, ungeduldig, traurig...
Jetzt verzichte ich auf diese (vermeintliche) Kontrolle.
Ich tue was nötig ist und dann übe ich mich in Gelassenheit.
Das heißt auch: Gelassen bleiben, bei Dingen, die ich nicht ändern kann.
Der Spruch

 Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, 
die ich nicht ändern kann,
  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden

begleitet mich schon seit Jahren und jetzt erst ist er vom Kopf in die Hand gerutscht.
Ich kann das jetzt anwenden, ich habe es begriffen.
Möge das bitte lange lange so bleiben.

Ich kann jetzt Dinge geschehen lassen, anstatt sie erzwingen zu wollen und siehe da: es ergibt sich eine breitere Palette an Möglichkeiten/Ergebnissen :-)
Ich kämpfe weniger und habe mehr Energie für mich übrig.
Auch weil ich mir all die Gefühle (Wut, Trauer usw.) spare, wenn etwas nicht so ist, wie ich das will.

Einatmen, ausatmen und diese Gelassenheit so lange genießen, wie es eben möglich ist. Denn ne Heilige bin ich ja auch nicht :-)

Donnerstag, 20. Februar 2014

Kleine Glücke

Glücksdinge des Tages:

1. Vor ca.3 Monaten eine neue Pfanne gekauft.
Die Schrott ist.
Immer noch abfäärbt und komisch riecht.
Hab ich mich geärgert und wollt sie schon lange wegwerfen, um mir eine ordentliche zu kaufen.
Aber wie das so ist. Das Wort *Pfanne* stand immer wieder auf dem Einkaufszettel.
Gestern war ich wieder in dem Laden, in dem ich die eklige Pfanne damals  erwarb. Eigentlich erlaubt es mein harter Sparkurs derzeit nicht, auch nur irgendwas zu kaufen, was nicht meinem überleben dient, aber die Werbung (60% Rabatt!!!) hatte mich in ihren Fängen.
So stand ich an der Kasse (nur ein kleines hübsches Glas fürs Teelicht) und las begeistert:
RÜCKRUFAKTION!
für genau meine Pfanne.
Ach war ich froh.
Ging heim, spülte ein letztes Mal das Ding, ging wieder rüber in den Laden, bekam mein Geld zurück, ging in den nächsten Laden und kaufte mir eine ordentliche Pfanne.

Und dann kam ich am Schuhladen vorbei.
Was mir Glück No.2 beschwerte.
(ich sag nur Werbung: 60%Rabatt auch hier!).
Ich hatte gehofft, dass der Winter nicht zu naß-kalt wird, denn meine jetzigen Winterschuhe hätten nicht mehr lang gehalten.
Jetzt kann der Winter kommen.
Also der nächste.
Ich hab wunderbare, ganz tolle, super schöne, passende, herrliche graue Stiefel gefunden...(die ich gleich ne Std. zuhause anhatte vor lauter Freude), auch noch von 74,99 Euro auf 29,99€ runter gesetzt!

Tja, so ist das mit den kleinen Glücken,
auch die machen
.
.
.
.
.
glücklich :-)

Dienstag, 18. Februar 2014

Ein Kneipenabend

Letztens war mir doch tatsächlich mal langweilig.

Och, dacht ich mir so, fragste mal C. ob er Lust aufn Bier hat.
Mit ihm wollt ich schon lang mal was machen.

Wir wohnen beide im selben Dorf und so verabredeten wir uns in der Eckkneipe, die zumindest schon mal neu renoviert ist und keine schmierige Boazn (wie das hier heißt).

Trotzdem fand ich es doof alleine da reinzugehn, er wollt drinnen warten.
Auf der anderen Seite fühlte es sich normal und erwachsen an.
Sich einfach spontan verabreden, schnell was anderes anziehen, nochmal durch die Haare kämmen, Geld und Schlüssel einstecken und in 100m heißt es: Sie haben ihr Ziel erreicht.
Unkompliziert und fast ohne (alten sozialphobischen) Ängste.

Also betrat ich mutig das Geschehen.
Der erste Typ der mich erblickte, starrte mich an, zog mich quasi mit Blicken aus. Die restlichen folgten seinem Beispiel.

Wie vermutet.

Zum Glück fand ich C. gleich und steuerte auf ihn zu.
Alle glotzten nun C. an, den man da drin recht gut kennt.

Ich muss nicht erwähnen, dass ich die einzigste Frau da drin war?
Als ich dann auch noch ein Helles bestellte, warf der Wirt anerkennende Blicke den anderen zu, mit einer Handbewegung zu mir.
Sollte wohl heißen:
" Da schauts her, die trinkt Bier, a gscheids Weib halt."

Ich war schon ziemlich genervt, was sich steigerte da laut im Hintergrund Fußball übertragen wurde.
Na super, murmelte ich in meinen Bierbart, ein Derby auch noch.
Wieder glotzten mich alle an.

Ich bin ja halb in Kneipen, Bierzelten und weiteren Besäufnisoasen aufgewachsen. Ich weiß welche Regeln, Verhaltensweisen und Sprüche da so heimisch sind und immer habe ich mich dem angepasst.
Blöde Kommentare, plumpe Flirtversuche, einen ausgeben, noch nen Strich aufm Bierdeckel...alles kein Thema.
Ich war keine Zicke.
Ich gehörte dazu.
Saufen, rauchen, darten, alles hab ich mitgemacht.

Auch jetzt gehts schon wieder los.
Als einige fluchen, drehen sie sich zu mir um, siezen mich und entschuldigen sich.
Mir egal und genauso schau ich auch drein. Auf Kontakt mit fremden Männern hab ich keine Lust. Da tun sie so charmant und höflich, wo doch sonst nur die Chauviesprüche gelten.
Selbst der Wirt versucht sein bestes und hält die Serviette eine Sekunde lang fest, als ich sie nehmen will.
Haha. Sehr einfallsreich, denk ich und zeige das auch mit Mimik, Gestik und Haltung.

Irgendwer redet dann mit C. und dann mit mir ÜBER C. der da direkt neben mir sitzt. Das is ja total bescheuert und so interessiere ich mich auf einmal brennend für Fußball :-) und glotze in den riesigen Bildschirm.

Ich hab keinen Bock mehr auf die blöden Spiele.
Es fühlt sich gut an, bei mir zu bleiben und nicht wieder nickend und lächelnd mich einzureihen, verbiegen und anzupassen.
Dann bin ich halt ne Zicke.
Ich muss den Kneipenbrüdern nicht mehr gefallen.
Und siehe da, sie checken es und lassen uns in Ruhe.

So wurde es mit C., einer Pizza, einem Hellen und einem Radler, ein sehr angenehmer und lustiger Abend.
Natürlich ohne Rauch.
Ich will es nicht mehr
und die Kneipe darf es nicht mehr.

Diese Kneipenwelt ist nicht mehr meine (war es wohl auch nie).
Zum Glück.
Und zum Glück hat mich dies Umfeld, die Männer, die Sprüche auch nicht getriggert.
Trotzdem wird es nicht meine Stammkneipe.

Montag, 17. Februar 2014

Gelassenheit

Da wo ich jetzt gerade bin, bin ich richtig.

Die jetzige Tätigkeit ist die wichtigste.

Diese 2 Sätze bescheren mir derzeit eine große Gelassenheit.
Wir sind ja im Zeitalter der (angeblich) unbegrenzten Möglichkeiten
und das macht Streß. Und Druck.
Was man nicht alles könnte!
Zum Beispiel etwas verpassen!
Und so springt man (ich :-)) von einem zum anderen.
Schnell mal hier was erledigen und das noch schnell lesen und jenes noch schnell machen.

Jaja die Sache mit der Achtsamkeit und diesem Hier-und-Jetzt-Ding.
Ich konnte damit nie etwas anfangen.
Aber seit ich in der buddhistischen Hütte war und weiter ein wenig zu diesem Thema lese, verstehe ich immer mehr.

Wenn ich abspüle ist genau das jetzt die wichtigste Tätigkeit.
Und wie oft schweift man (äh ich) mit den Gedanken woanders hin, was man noch machen will oder was man gemacht hat.
Selten ist man mit den Gedanken bei der Sache. Dem Schaum, der Temüeratur im Wasser, dem Teller.

So hin und wieder sich darauf zu konzentrieren und lieber weniger Dinge (die dafür intensiver und auch länger) zu tun als sonst, füühlt sich gut an!

Erheiternde Geschichten und Gedanken dazu, lese ich gerade im Buch: Von einer die auszog ein besserer Mensch zu werden.
Da kann man nachlesen, wie entspannend (und kräftesparend!) Arbeitsmeditationen sein können.

Sonntag, 16. Februar 2014

Krank durch zu viel atmen

Gestern wieder:

Immer mehr Luftnot, völlig schlapp, richtig benebelt, die grelle Sonne (wir hatten 16 Grad!!) machte mich vollends fertig.
Das Asthmaspray is auch für die Katz.
Der Satz der Arzthelferin ("da haben Sie hyperventiliert") ging mir nicht mehr ausm Kopf.
Was mir IN den Kopf ging war dann:
Moment mal,  im TV (als ich den noch hatte) is das ja so, wenn jemand heftig hyperventiliert, soll der doch in ne Tüte atmen. Kannste ja auch mal probieren!

Gedacht,
getan.
Was soll ich sagen: Ich wurde auf der Stelle tiefenentspannt, irgendwas in meinem Brustkorb lockerte sich und ich musste erst grinsen, dann lachen. Ich fühlte mich frei, locker und einfach gut!
Ich hatte aber doch keinen großen Anfall, so einen kurz vor der Ohnmacht...
Moment mal, dachte ich wieder, wenn das bei mir in kleinerem Maße aber dafür chronisch ist?

An den PC gesetzt und mal ein wenig geguggt.
Aha, ich hatte recht,
ich hatte zwar das Gefühl zu wenig Sauerstoff in mir zu haben, aber das Gegenteil war der Fall!

Sehr genau wird das hier beschrieben:
http://www.panik-attacken.de/index.php/hilfe-zur-selbsthilfe-mainmenu-34/atmung--atemtherapie-mainmenu-48

Kurzfassung hier:
http://www.eesom.com/go/42ZZR2H7D51DL3Y607XIYVBNPHWKQANU

Hier ist noch eine interessante Erweiterung:
http://www.neuro24.de/ahv.htm

Und hier das ganze ein wenig "alternativ" gesehen:
http://www.yoga-praxis.de/FreiesAtmen/ArtikelBDY.htm

Mir hilft das sehr, meine Zustände besser zu verstehen. Ich kann es jetzt ganz theoretisch nachverfolgen, was da in meinem Körper passiert, wenn ich in Streß und somit Anspannung gerate.
Und das gerate ich sehr oft, wenn man bedenkt, dass oft schon die Vorstelllung das Haus zu verlassen (und es dann auch zu tun) zu einer ziemlichen Anspannung bei mir führt.
Letztens stressten mich sogar die Menschenstimmen aus dem Radio!
Weil mein "traumatisiertes" Gehirn nicht verstand, dass real keine Menschen um mich sind, die mir was tun könnten.

Den ganzen gestrigen Tag war ich dann recht gut gelaunt und auch fit.
Heute morgen beim aufwachen: Ich fühlte mich VIEL  ausgeruhter als sonst!
Ich fühle mich auch jetzt noch viel klarer im Denken und einfach angenehm entspannt.
Die Folgen von chronischem hyperventilieren können u.a. chronische Müdigkeit sein!
ACH!

Mir wird klar, wie wichtig jetzt die Reduzierung von Streß ist,
ich kann es besser verstehen.
Und wenn ich wieder extrem hektisch, nervös werde, gilt erstmmal STOP und dann probiere ich weiter die "Tütenatmung" aus.
Gut, vielleicht nicht am Bahnsteig, ganz öffentlich,
nicht das noch jemand meint ich schnüffel hier Klebstoff oder so, aber überall gibt es eine ruhige Ecke, ein WC undsoweiter.

Logisch, dass falsche Atmung zu Anspannung, Angst und Panik (Panikattacken!) führt und diese wiederum zu falscher Atmung. Ein Teufelskreis, den man, wenn es akut ist, sehr schnell und kostenfrei lösen kann.

Ab sofort heißt es:
Nicht ohne meine Tüte!

PS: Selbstverständlich lass ich trotzdem die anstehenden Untersuchungen machen, mein innerer Hypochonder hyperventiliert sonst :-)

Freitag, 14. Februar 2014

Gesundheit die nächste

Hab mir nun endlich einen neuen Hausarzt gesucht.
Meine ehemalige Ärztin nahm mich nicht für voll und ihr Getue, als hätte sie ein Kleinkind vor sich, fand ich sehr ätzend.

Der neue Doc ist irgendwie auch nicht besser.
Hab das Gefühl, als würde er nur Arzt spielen und sich gar nicht auskennen.
Wir machten auch hier eine Untersuchung.
Ich wollte u.a. meinen DAO-Wert messen lassen, weil ich den Verdacht auf eine Histaminintoleranz (HIT) hatte.
Seiner Reaktion nach, kann ich mir denken, dass er davon recht herzlich wenig Ahnung hatte.
Ergebnis: HIT wahrscheinlich.

Toll. Bin ich genauso schlau wie vorher.
Gibt es ein weiteres Messverfahren? War meine Frage.
Arzt zuckt die Schultern...ne nicht wirklich...soll halt Rotwein weglassen und so.
Ich: Gibt es eine Liste mit Nahrungsmitteln die ich meiden soll?
Er: Ja gibts sicher im Internet, soll ich mir halt ausdrucken....Rotwein meiden (das sagte er noch mindestens 3x!)....

Gut, ich gebe zu, ich hattte ihn ein wenig getriezt, weil ich selbstverständlich selbstständig schon einiges über die HIT las. Daher kam ja auch mein Verdacht.
Und leider ist es mit Rotwein, Salami und Käse weglassen NICHT getan.
Aber das würd nun zu weit führen.

Das interessante: HIT kann Atembeschwerden auslösen.
Was den Kreis oder den Bogen zu gestern spannen ließe.

Nun darf ich mich auf die Suche nach einem Arzt machen, der sich damit auskennt. Soll nicht das einfachste sein.
Vor der "Test-diät" (um zu schauen, ob die Beschwerden besser werden) graut mir schon.
Die oben genannten Dinge kann ich locker weglassen, auch Tomaten und Spinat wird mir nicht fehlen, ABER Schokolade und Kaffee sehr wohl!

Auf jeden Fall fühl ich mich weniger "Psycho".
Ich wusste immer, dass da noch was ist.

Noch zu gestern:
ich konnte mir 2 Monate Wartezeit für weitere Untersuchungen absolut nicht vorstellen.
Also rief ich an und fragte wegen einem früheren Termin.
Ich bekam einen! In 1 Monat. GottseiDank.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Liebe Lunge

Liebe Lunge,

seit über 33 Jahren machst du zuverlässig deinen Dienst.
Tag und Nacht.
Dein Urlaub dauert nie länger als wenige Sekunden.
Sonst würde ich sterben.
Du funktionierst einfach ohne mein Zutun.
Die ersten 10 Jahre hattest Du viel frische, reine Luft.
Dann zogen wir in einen starken Raucherhaushalt um und wenige Jahre drauf rauchte ich selber.
17 Jahre lang. Viel zu lange. Es tut mir leid.
Sehr.
Wirklich.
Nun bist Du wahrscheinlich krank.
Nicht sehr schlimm, aber doch so, dass ich es merke.
Ich werde mein bestes geben, dir zu helfen, damit dir deine Arbeit wieder locker von der Hand geht.

***
Das mag jetzt ein wenig theatralisch klingen, aber mir war grad danach es SO zu schreiben.
Außerdem hoffe ich einfach, dass die Behandlung so anschlägt, dass ich nicht gar so erschöpft bin und ich wieder ein Stück mehr normales Leben leben kann.

Es kam so, dass ich heute beim Lungendoc war.
Ich bekomm immer schlechter Luft, die Atemnot peinigt mich schon nach wenigen Treppenstufen, der Puls rast und mir wird schwindelig.
Seit wann? fragt der Arzt...ich kann ihm schlecht sagen: 
Schon sehr lange, aber mir wurde es erst vor ca. 4 Wochen so richtig bewußt. Ich müsste ihm ein Referat halten, dass mich all die Traumatisierungen (auch durch Ärzte!) dazu veranlasst haben, dass ich weitgehendst meine Körperempfindungen abschalte.

Aber bevor ich zum Arzt kam und bevor ich so richtig überhaupt in der Praxis richtig ankam, saß ich schon beim Lungenfunktionstest.
Die Arzthelferin trieb mich an, wie ne Trainerin ihren Schützling kurz vor der Olympiade: Ein! Ein! Ein! und dann mit kräftig wedelnden Armen AUS! AUS! AUS!
Mir geht das alles viel zu schnell, ich hätte erstmal im Raum ankommen müssen.
Aber sag das mal den "Durchschleusern".
Gleich gehts rüber zur nächsten Untersuchung. Die mach ich falsch, zu lasch und dann hyperventiliere ich.
Eigentlich bräuchte ich nun 5 Minuten um alles in Ruhe zu verdauen und DANN erst den 2.Versuch starten...
Aber sag das mal....

Dann runter in den 1.Stock zum Röntgen anmelden,
hoch in den 2. Stock zum Röntgen. 
Da schaff ich es endlich mal aufs WC. Durchatmen. Alleine sein. Kaum sitze ich im Wartezimmer werd ich wieder aufgerufen. Meine Lunge wird geröngt.
Wieder hoch in den 3. Stock zum Lungendoc, alles besprechen.
Immerhin taten die Untersuchungen nicht weh. Ist ja auch schon mal was....

Wer chronisch krank ist und dem man seine Krankheit nicht ansieht, kennt die dämlichen Sprüche seiner Umgebung.
Von: man sei ja nur faul, bis: ach kenn ich auch/hatte ich auch mal (der Ton klingt stark nach: nicht so schlimm!!!) mach mal Yoga, Pause oder einen Selbstverteidigungskurs hin zu: lies mal das Buch, iss kein Fleisch mehr ect..pp...
Als ob 
man das alles
 nicht schon selbst
 ausprobiert hätte.

Der Lungendoc hatte nen neuen Spruch auf Lager:

"Wenn ich Sie gesund mache, bekommen Sie auch keine Rente mehr!"

Hammer, oder?
Ich nehm es nicht persönlich(also nur ein klitzeklein wenig), sondern hau ihm innerlich, also vodoomäßig mal kräftig gegen's Schienbein und ein paar auf's Maul.

Seinen Job scheint er sonst gut zu machen.
Er erklärt mir:
Die Lungenfunktion ist nicht ganz so wie sie sein sollte. 
Wahrscheinlich ein verstecktes/beginnendes Asthma.
Dafür bekomme ich ein Spray, soll schauen, ob es damit besser wird.
Außerdem soll ich einen Allergietest und einen Provokationstest machen lassen (in seiner Praxis) und dann:
"Schlafen Sie allein? Hat da jemand mal was beobachtet?"
Ich  sage, dass ich seit Jahren allein schlafen MUSS, weil das gar nicht anders geht.
Hier wäre das 2.Referat an der Reihe, über Traumafolgestörungen, aber die Durchschleuser müssen eben noch andere als mich durchschleusen.
Er guckt mich an mit einem SEHR mitleidigen Blick und ich seh die Denkblase über seiner Halbglatze: 
"Mädl..vielleicht ist DAS das Problem?!?!?!!"
Ich hätt fast geantwortet: "Keine Sorge, untervögelt bin ich nicht!"
Also bekomm ich auch noch einen Termin für einen Schlafapnoe-Test (Atemaussetzer im Schlaf).

Und dann sehn wir mal weiter...

Ich bin so froh, dass ich seit 2 Jahren nicht mehr rauche.
Würde ich es jetzt noch, bekäme ich so einen Druck, dass ich doch jetzt aufhören muss, dass ich mir vor lauter Streß gleich noch eine anzünden würde.
Weil eben Druck gern Gegendruck erzeugt.

In diesem Sinne:
Gut Luft und frohes schnarchen!

Dienstag, 11. Februar 2014

Innerer Raum

Gestern etwas gelesen, was mir nicht mehr ausm Kopf geht:

DIE GRENZE
Die Grenze ist das Grundprinzip des Lebens
und ermöglicht Abgrenzung zur Umgebung,
aber auch Austausch. Es entsteht ein Raum
mit einem eigenen "inneren Milieu", das sich
von dem der Umgebung unterscheidet. 

Das ist Voraussetzung für die eigne Identität.

GRENZE UND SELBST
Dem Schutz der Grenze dient
die Fähigkeit, sich für sich zu wehren, sich abzugrenzen.
Dies hält den inneren Raum frei von Fremdem, so daß
sich das "Selbst" entwickeln kann: Eine eigene Identität, mit
eigener Erinnerung, eigener Wahrnehmung
und dem Zugang zu den eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen. Dadurch wird
Orientierung und Autonomie, Wachstum und Entfaltung möglich.

VERLUST DER
GRENZE UND SELBST-ENTFREMDUNG

Durch Verletzungen, durch Gewalt oder
Verlust, meist in der Kindheit, wird der Selbst-Schutzreflex beeinträchtigt oder blockiert.
Meist entsteht ein verinnerlichtes unbewußtes Abgrenzungsverbot.
Die Grenze darf oder kann nicht mehr geschützt werden und löst sich auf.
Dies führt zum Verlust des eigenen inneren
Raumes, der von Fremdem überflutet wird. (
Anm. von mir: Bei mir äußert sich dies in Panikattacken, wenn die Überflutung zu massiv ist)
Damit geht die Verbindung zum eigenen Selbst verloren,
die Identität, der Zugang zu den eigenen Gefühlen, Wünschen und
Bedürfnissen, damit die Orientierung, die
Selbst-Organisation, die Autonomie.
Stattdessen entsteht zunehmend Selbst-Entfremdung, Identitätsverlust, Desorientierung, Verlust der Autonomie.
Das erzeugt Stress in Beziehungen, führt zu
Überidentifikation mit der eigenen Arbeit
und Burnout, Depressionen, psycho-somatischen Erkrankungen.
 
SYMBIOSE ALS ÜBERLEBENS-STRATEGIE

Um zu überleben, bleibt den Betroffenen nur übrig, sich nach Fremdem zu orientieren,
sich symbiotisch an zu passen. Das eigene Selbst, da es diese Anpassung erschwert,
wird als bedrohlich abgewehrt, wird
ausgegrenzt, abgespalten. Sie tendieren
dazu, sich manipulieren zu lassen und selbst zu manipulieren, sich abhängig zu machen
und andere abhängig zu machen
aus:

http://www.lebensgrund.ch/files/7013/8911/2165/Flyer_SELBST_Seminare_2014.pdf

Die systemische Therapie nach Langlotz interessierte mich schon öfter, weil Symbiose, Abgrenzung, Autonomie einfach meine Lebensthemen sind. Wer ein (oder mehrere) Bindungstraumata erlebt hat, wird sich darin wieder erkennen.
Herr Langlotz arbeitete früher mit den Familienaufstellungen nach Hellinger, hat sich aber nun (Gottseidank!) davon ausdrücklich distanziert.
Seine Texte
http://www.e-r-langlotz.de/systemische_familientherapie/familientherapie_texte.php
berühren mich und helfen mir  mich und meine Geschichte immer mehr zu verstehen.
Seine Praxis liegt in München, ein Katzensprung von mir entfernt.
Doch leider übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht.

Montag, 10. Februar 2014

Weitere Freuden

Seit letzten Jahr rieselte es ständig aber leise...
von meinem Kopf.
IGITT! Ich hatte tatsächlich Schuppen bekommen!
Hatte ich ja noch nie und wollte ich auch nicht mehr.
Zum Glück bin ich sehr groß, so dass mir nicht jeder aufn Kopf spucken schauen kann....aber trotzdem...das Unwohlgefühl war schon störend.
Also bin ich los...Schuppenshampoo das erste...half nix....
dann....Schuppenshampoo das zweite....half auch nix
außer, dass sich mein Geldbeutel leerte.
Wegen ganz was anderem kaufte ich ein Teebaumöl.
informierte mich was man da noch so machen kann und siehe da: Auch bei Schupppen soll es helfen.
Also hab ich jetzt bei den letzten Haarwäschen (ca.3) jeweils so 2-3 Teebaumöltropfen mit ins Shampoo gegeben.
Und siehe da: Nix rieselt mehr!!!
Ach bin ich froh....

Und dann wurde auch der Schal hier fertig:

Eigentlich sollte alles so gekräuselt werden,
aber wer diese Rüschchenwolle kennt, weiß wie doof die ist.
Eine ewige Pfriemelei!!! Also wurde mein Plan umgeänndert.
und mal ehrlich: SO gefällt er mir auch 10x besser.
Jetzt kann er leise rieseln der Schnee....obwohl...
JETZT braucht ihn auch keiner mehr!

Freitag, 7. Februar 2014

Wenn....

Wenn es einem gelinde gesagt, mal wieder nicht so richtig gut geht,
sollte man sich wieder auf die kleinen Dinge konzentrieren, die gut gingen:
Heute war gut:
- Bis 9h nüchtern geblieben und das wo ich sonst zwischen 6 und 7 Uhr frühstücke!
- relativ relaxed die Arztuntersuchung inkl. Blutabnahme geschafft.
- lecker gegessen.
- kleiner Spaziergang
- Wohnung mal länger als 1 min. gelüftet (danke an die 12 Grad!)

Abends dannn:
Date für morgen geplatzt. Mann muss arbeiten. Fuck!
Missmutig zum Briefkasten gelatscht, Werbung rausgezogen.
Wieder im Wohnzimmer, festgestellt dass wer angerufen hat.
Anrufbeantworter abgehört und dem Lied *ich hab dich lieb* gelauscht.
Heftiges Herzklopfen.
War leider nicht von Mann, sondern von D. Trotzdem süß!

Und dann noch:
Müßiggang ist nicht die Wurzel allen Übels,
sondern ist, im Gegenteil.
ein geradezu göttliches Leben,
solange man sich nicht langweilt.
Sören Kierkegaard
Ich weiß nicht, ob ich mich derzeit langweile, es ist auf alle Fälle ein äußerst unbefriedigender Zustand.
Aber auch das ist ja nix neues....

Donnerstag, 6. Februar 2014

Heut lass ich einen fahren

Ich merke wieder mal, wie sehr ich alles kontrolliere, mich beherrsche und ja alles richtig mache.
Kein politisch unkorrekter Witz, kein Schimpfwort, keine Fehler, keine ungemachten Haare, kein dreckiges Geschirr, immer JA und DANKE sagen.
Immer alles richtig schreiben, sich richtig ernähren, nicht zu lange schlafen, nicht zu spät ins Bett.
Immer lieb, freundlich und nett.

Nur bei grün über die Ampel gehn,
nie rülpsen und nie stehln,
nie faul und träge,
ja wo kämen wir denn hin, wenn jeder nur noch rumläge.

Nie mal aus der Reihe tanzen,
immer alles sauber und rein,
ja so solls sein, so ist's fein.

Immer alles rechtzeitig gezahlt
und nie mit neuen Errungenschaften geprahlt,
immer kontrolliert und diszipliniert bis in die Haarspitzen
verspannt bis in den kleinsten Zeh,
mensch Mädl, das tut doch weh!

Heute lass ich fünfe gerade sein,
reiß mir nicht aus das Bein,
lass die Wäsche stehn
und sag kein Hallo und kein Auf Wiedersehn.
Heut bin ich launisch und zickisch,
also: ganz menschlich

Manchmal beneide ich Menschen, die mal eben so ganz locker in Jogginghose einkaufen gehen können.
Die sich nicht ständig Gedanken drum machen, ob sie jetzt zu laut sind und evtl. ihre Nachbarn stören können (O-Ton meines Nachbarn: "Manchmal meint man, bei Dir wohnt keiner, hau doch auch mal die Tür zu!

Deswegen zieh ich mir jetzt den Stock ausm Arsch, laß einen fahren und kram nochmal das Buch mit dem Titel:
Ich bleib so scheiße wie ich bin, raus!

http://youtu.be/AWAcxfgHLO4
(warum auch immer, ich kann keine direkten Videos mehr einbetten)


Mittwoch, 5. Februar 2014

Manche Männer

Manche Männer sind wie ihr Geschlechtsteil:

Plustern sich erst auf und dann kotzen sie einen an.

Und weil ich grad dabei bin:
Ich hab noch NIE einen Mann an der Kasse gesehn,
der einknickt und mit schief gelegtem Kopf sich entschuldigt, weil er die 1,98€ mit einem 50€-Schein bezahlen muss.
Im Gegenteil: Mann schwellt stolz die Brust und blättert nur so fröhlich seine großen Scheine hin...er hats ja!
(Mädls nehmt euch ein Beispiel! Auch wenn ihr es nicht habt, Brüste habt ihr!)

So und ich darbe daweil,
voller Sehnsucht schnellt mal wieder die SMS-Rechnung nach oben,
weil ich MANN erst am Samstag seh...

Montag, 3. Februar 2014

Und wenn....

Und wenn du mal wieder denkst, wie bekloppt du doch bist,
schau hier vorbei:

http://spleen24.tumblr.com/

und alles wird gut! :-)

Samstag, 1. Februar 2014

Februar

So das Motto aus meinem selbst gebastelten Kalender lautet für Februar:
Ruhe im Kopf kann ja nie schaden....

Ansonsten wächst mal wieder die Hoffnung, dass ich bezüglich meiner extremen Erschöpfung mal einen Schritt weiter komme.
Ich weiß, dass das nicht NUR psychisch ist und mache mich weiter auf die Suche.
Leider ist der Labortermin erst in 6 Tagen *ausflipp*.
Da is nix mit Abstand und Ruhe.
Mal sehen.