Dienstag, 28. Januar 2014

Neue Mitbewohnerin

Heute zog eine Göttin bei mir ein.

Die Göttin des Wassers, der Kunst (eher Musik, sie wird oft mit einer Laute dargestellt, aber auch des Tanzes) und der Beredsamkeit (generell für das Wissen).
Manche Überlieferungen sagen, sie stehe auch für Reichtum.
Darf ich vorstelllen:

Benzaiten, eine Glücksgöttin
Wiki meint u.a. dazu:
"Durch das Element des Wassers unterhält sie enge Verbindungen zu den Drachen und den Schlangen (...)".
Als ich all das las, war ich sehr erstaunt,
ich bekam Gänsehaut,
all die Dinge liebe ich so sehr, 
sie geben mir Kraft und Ruhe,
Stärke und Gelassenheit.
Ich gehe gern schwimmen, bin generell gerne am Wasser
tanze und singe in meiner Wohnung (außerhalb tanzen gehn steht schon lange auf meiner to-do-Liste, irgendwas hält mich davon ab)...
aber auch andere Künste wie jonglieren, malen, basteln, schreiben, früher fotografieren gehören zu meinem Leben...
ich bin wissbegierig, lernfreudig, kann mich in ein Thema fest beißen, wenn es mich so sehr interessiert
und dann trage ich seit fast 20 Jahren eine Schlange als Nasenstecker.
Nun steht ein wunderschönes Bild in einem edlen Rahmen, auf meinem Regal:
davor eine Kerze, die sooft es geht, brennen wird
und ich fühle mich wohl.
 
Es tut gut!

Samstag, 25. Januar 2014

Tröstliches

Manchmal helfen Wörter.
Geschriebene Wörter.

Obwohl ich mit dem Montasthema aus meinem selbstgebastelten Kalender nicht so wirklich was anfangen kann:
Folge Deinem Herzen!
Wenn das so einfach wäre. Mich erdrücken derzeit zu viele Du MUSST und Du SOLLST. Wenn ich dem ein wenig entfliehen kann, kommt deren Geschwisterlein ala Schuldgefühl.
Ich bleibe dran.

Sehr passend sind derzeit die Sprüche von meinem Tageskalender:
Auch die beunruhigendste Gegenwart wird bald Vergangenheit sein. Das ist immerhin tröstlich.
Stimmt. Und daran klammere ich mich gerade ein wenig.

Einige Tage davor hieß es:
Freiheit und Glück bestehen im Loslassen, nicht im Sammeln und Bewahren.
Mit diesem Spruch versuche ich mein verloren gegangenes Vertrauen wieder auszubuddeln. Ich sage mir, dass ich immer genug haben werde. Mich plagen derzeit ein wenig Existenzängste.

Passend dazu hieß es dann auch im Kalender:
Wunschlosigkeit führt zur inneren Ruhe
Auch das kann ich nur unterschreiben. Wenn mir denn mal diese Wunschlosigkeit gelingt :-)

Auch dies war vor wenigen Tagen sehr passend:
Einen Tag lang ungestört in Muße zu verbringen, heißt, einen Tag lang ein Unsterblicher zu sein.
Womit ich wieder beim müssen und sollen wäre...

Aber auch eine meiner Lieblingsautoren, Luisa Francia, half.
Ich orakelte mit ihren Karten, aus dem Buch STEINREICH und bekam:

Abstürze haben die angenehme Begleiterscheinung, dass du dich tief unten auf dem Grund abstoßen und um so weiter wieder hochschnellen kannst.
Laß dich also von Mißerfolgen nicht entmutigen. 
Mißerfolg ist als Energiezustand kreativer als Erfolg, der nur die Oberflächlichkeit und Selbstzufriedenheit nährt. 
Aus Fehlern kannst du lernen. wenn alles glatt geht, weißt du ja nicht mal warum. 
Nur der Mißerfolg bringt dich den Dingen auf den Grund. Und in der Tiefe liegen alle Geheimnisse. Um sie zu erfahren brauchst du den langen, den längeren Atem. 
Weißt du sie aber, wirst du aus der Tiefe heraus mächtig.

Also übe ich mich weiter in Entspannung und Vertrauen, statt mich selber ständig unter Streß zu setzen, was mich noch kränker macht.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Von Luft und Liebe

Von Luft und Liebe allein kann man nicht leben.
Heißt es.
Aber ohne auch nicht.

Meinen *komischen* Zustand, in dem ich seit ca. 3 Wochen lebe, versuchte ich zu erklären, zu analysieren.
Was ist es und woher kam es?

Viele kleine Punkte führten dazu, aber eben auch ein großer.

Und dieser große Punkt hat einen Namen.
Einen männlichen.
Ihm begegnete ich kurz vor Sylvester.

Kann man verliebt sein und es gar nicht merken?
Nein, ich glaube nicht.
Ich glaube eher, dass mir dieser Mann meine vergrabene Sehnsucht danach wieder bewußt gemacht hat.

Und nun steht sie da... die Hoffnung,
dass die Angst vor Nähe, Gemeinsamkeit und Verliebtsein kleiner ist...
als der Wunsch danach.


Dienstag, 21. Januar 2014

ist es liebevoll?

Dies ist die Frage, die mich derzeit begleitet.
Und hilft.
Wenn sich in mir die Stimmen überschlagen,
das Herz will das, das Ego jenes,  der vorauseilende Gehorsam ganz was anderes,
dann halte ich kurz inne nehme eine Entscheidungsmöglichkeit zur Hand und frage mich:

Ist es liebevoll (mir gegenüber?).

Meist fällt mir dann die Entscheidung recht leicht.
Und wenn ich mich mal gegen die Liebe zu mir selbst entscheide, verzeihe ich mir das. Sooft es geht.

Sonntag, 19. Januar 2014

Was brauch ich?

Mal wieder die 500.000€ Frage.
Nur, dass ich nicht das Geld bekäme, sondern Seelennzufriedenheit.
Die ist mir wichtiger, als alles Geld.

Und zum Glück habe ich mehr als 3 Antworten parat.
Ich kann so lange wie ich will, durch trial & error heraus finden, was ich brauche.

Wenn ich das so lese, wird mir erst klar, wie toll das eigentlich ist!
Ich habe die Freiheit dazu! Die Zeit, die Räumlichkeiten...habe weder Kind noch sonst wen zu versorgen. Ich kann und darf mich nur um mich kümmern, wenn es das gerade ist, was ich brauche.
Bin weder in Gefangenschaft, noch sonst wie stark eingebunden, habe fast keine Verpflichtung. Außer eben jener, bei mir selbst zu bleiben, mich zu spüren und nicht wieder in den Funktionieren-müssen-Modus fallen und meinen, dass ich ungefragt alle Erwartungen meiner Mitmenschen sofort zu erfüllen habe.

Gerade noch war ich genervt, von meinem ausprobieren was mir heute gut tut (stricken? nö! raus gehen? hmm weiß nicht. lesen? abspülen? putzen? Radl fahren? Jemand anrufen? duschen?).

Jetzt seh ich das in einem ganz anderen Licht.
Ja ich bin völlig ungeübt darin, heraus zu finden, was mir gut tut und was es jetzt braucht.
Jetzt darf ich das lernen und erleben!  Ist doch toll!

Samstag, 18. Januar 2014

Wut

Kurz nach Weihnachten fing es an:
Schlechte Laune.
Niedergeschlagen.
Mir war fad.
Ich war fad.
Und wütend. Oh konnte ich wütend werden! Natürlich nur innerlich. Aber wegen jeder Fliege, wegen jeder kurzen Wartezeit, wegen jedem Geräusch meiner Nachbarn.
Scheiße, dachte ich. Was soll das?
Angst bekam ich. Bitte, bitte, es soll nicht wieder losgehen.
Meine Therapeuutin half mir NULL. Im Gegenteil, sie provozierte mich noch mehr.
Das schlimmste: Ich wußte den Auslöser nicht.
Rätselte. Vermutete. Stocherte herum. Nix.

Gestern suchte ich ein Lied, das ich hören wollte.
Es spielte sich schon ständig in meinem Kopf ab, aber ich wollte das Original hören.
Und fand es nicht.
Da war sie wieder. Diese Wut und dieser immense Druck voller Unruhe in mir. Am liebsten hätt ich meinen Tisch zu Kleinholz verarbeitet.
Auch alte Süchte meldeten sich schon seit 2 Wochen wieder: Vom ständigen Kaffee trinken, über Kaufsucht bis hin zu stundenlangem vorm-Pc-hocken und Filme schauen und wehe ich fand keinen passenden! Der Rauchdruck war sehr klein, quasi nicht vorhanden, es waren eher die Gedanken an Zigaretten vermehrt vorhanden Die drohende Leere bzw. die Angst was sich zeigt war gefühlt sehr gefährlich!
Heute morgen suchte ich das Lied weiter.
Nix.
Meine Wut wurde immer größer. Ich immer verzweifelter.
Wegen einem Lied???
Moment mal... vielleicht gilt die Wut für was ganz anderes!!!

Und da ploppte die Erkenntnis hoch:
Der Brief meiner Mutter!
Als ich aus meinem Weihnachtsurlaub heimkam, lag er in meinem Briefkasten.
Eine Karte befand sich drin, in der auf der rechten Seite fast dasselbe stand, wie auf der linken, was ich schon höchst komisch fand. Auch die Schrift ließ auf einen nicht mehr nüchternen Zustand schließen.
Aber der Inhalt war einfach unerträglich.
Wieder mal die alte Leier.
Ich solle ihr verzeihen, sie habe mich ja so lieb, sie bettelte regelrecht um Kontakt ect...pp...
Ich spürte, dass es natürlich wieder mal nicht um mich ging, sondern um sie. Gäbe ich ihr die Absolution sozusagen, dass alles wieder gut wäre, wäre sie glücklich.
Nix tut ihr leid, weil sie wahrscheinlich in ihrem versoffenen Hirn noch gar nicht erahnen kann, was sie eigentlich angerichtet hat.
Aber es geht gar nicht so sehr um früher.
Ich will sie ja mit dem Kontaktabbruch nicht bestrafen.
Es geht mir darum, dass ich nicht weiter von ihr verletzt werden will. Heute!
Und den letzten Satz schrieb ich ihr auch.
Sie hat alle Chancen, jemals eine gute Beziehung zu mir aufzubauen, mit Füßen getreten. Viele Chancen einer Wiedergutmachung oder dass sie mir zeigen konnte, dass sie es nun anders machen will hat sie zerstört.
Jetzt ist es gut. Ich habe keine Lust mehr.
Viel zu oft immer wieder geplatzte Hoffnungen.
Ich ertrage es nicht mehr.

Und all diese Wut über ihre Lieblosigkeit, dafür dass sie meine Liebe, mein Urvertrauen, meinen Selbstwert, meine Seele dermaßen zerstört hat, durfte ich nie fühlen.
Weder von der gesellschaftlichen Seite "Ehre deine Eltern, damit du lange lebst!" noch von der elterlichen Seite wo jegliche Gefühle egal in welchem Bezug sowieso verboten waren!

Dieses alte Muster sprang bei dem Brief natürlich sofort an. Die Wut darüber nicht fühlen zu dürfen, nieder drücken.
Traurigkeit war natürlich auch da. Eine Trauer nie die Mutter gehabt zu haben, die ich gebraucht hätte, mit Wärme, Verlässlichkeit, Geborgenheit, Sicherheit.

Jetzt lasse ich die Wut da, schau sie an.
Und das wichtigste: ich lasse sie da sein und atme, kümmer mich um mich und versorge mich und den kindlichen, bedürftigen Teil.
Mehr muss ich nicht tun.

Doch.
Noch einen Kaffee trinken. Der letzte für heute.

Freitag, 17. Januar 2014

Humor

Mein Glückskeks von Sylvester meinte:

Sieben Tage ohne Gelächter macht einen schwach

Das nehm ich mir für dieses Jahr zu Herzen.
Und so gab es heute eine Komödie im Kino:

Fack ju Göhte


Kennt Ihr das, wenn man vor lachen gar keine Luft mehr bekommt?
So ging es mir bei den Outtakes, die am Schluß liefen und die ich immer so liebe!
Ein toller Film!

Und mein Gelächter ist für die nächsten 7 Tage gesichert :-)

Donnerstag, 16. Januar 2014

Die schönen Seiten des Lebens

Die schönen Seiten des Lebens?Ja!
Ich habe gemerkt, dass ich die Vergangenheit gut ruhen lassen kann.
Ich muss da nicht mehr drin herum wühlen.
Eine Art Frieden ist nun in mir.

Die letzten Tage war ich sehr nachdenklich (und bin es noch)
und da kam mir so der Gedanke:
Ich bin tatsächlich für meine alte und lang andauernde Depression dankbar!
Ja!
Diese Depression war keine Krankheit (die man bekämpfen muss), sondern eine sehr gesunde Reaktion auf krank machende Umstände.
Diese Depression hat mich vor weiterem Wahnsinn bewahrt!
Wenn wieder depressive Gefühle aufkommen, kann ich dies nun als Warnsignal einordnen:

Ich übergehe schon wieder meine wahren Bedürfnisse.

Deswegen halfen bei mir (zum Glück) auch nie Antidepressiva. Hätten sie mir geholfen, hätte ich so weiter gemacht wie bisher: mich überfordert, meine Gefühle und Bedürfnisse ignoriert, grenzenlos für andere da gewesen, mir nicht bekömmliche Menschen, Beschäftigungen und Beziehungen weiter akzeptiert...usw.

Es ist immer wieder ein aufpassen, ein in mich horchen, ein inneres Zwiegespräch wenn mehrere Bedürfnisse da sind, ein aufpassen, auf mich und meine Grenzen.
Es ist weiter eine innere Arbeit. Etwas das ich früher nie tun durfte.

Aber jetzt darf ich.
Und ich muss es sogar, damit es mir weiterhin gut geht.
Mit mir.
Und meinem Leben.