Dienstag, 19. November 2013

Angst oder Liebe

Ich mache mir derzeit wieder öfter meinen inneren Erwachsenen bewußt.
Dass der dafür zuständig ist, dass ich Dinge mache.
Und zwar die Dinge, die ich mag. Die mir gut tun. Die lasse ich gerne hintenüber fallen ala *nicht-so-wichtig*.
Dinge die ich tun muss. Tue ich. Meistens schon übereifrig. Eine Freundin nannte das: Vorauseilener Gehorsam. Stimmt!

Dinge zu tun, die ich mag oder gerne können möchte (Gitarre spielen!!!) erfordert eine Disziplin. Selbst wenn mir Gitarre spielen Spaß macht, braucht es auch den anderen Teil:
Regelmäßig üben.
Dranbleiben.
Auch mal, wenn man grad wenig Böcke drauf hat.
Dazu las ich einen Abschnitt (den ich jetzt nicht mehr finde), dass viele Menschen Erwartungen hätten: An das Leben oder das was sie sein wollen oder eben können möchten.
In Erwartungen steckt das Wort *warten*. Sie warten.
Anders ist es mit Zielen: Man weiß wohin man möchte und muss sich dann Teilziele ausdenken und wie man dahin kommt (Gitarrenbuch kaufen oder einen Unterricht besuchen).
Was tue ich, damit ich mal einigermaßen Gitarre spielen kann? NIX!
Ich warte. Naja genauer: ich schiebe es auf und auf und auf.
Mein innerer Saboteur oder der fucking Schweinehund mal wieder.

Erwachsen sein heißt auch, für sich selbst verantwortlich sein.
Zum Beispiel, dass es einem gut geht.
Die Frage dazu ist: Was brauche ich damit es mir gut geht? (und wie bekomme ich es).
Wohnung, Essen, Freundschaften, aber eben auch Nahrung für die Seele (Naturspaziergänge, intensiver Austausch mit Seelenfreundin, Therapie) UND Nahrung für den Geist. Gerade DAS ließ ich auch gern hintenüber fallen.
Ich merkte es nur, dass ich mich nach einer Kunstausstellung oder einem tieferen Gespräch oft so schön satt gefühlt habe.
Innerlich satt und erfüllt!
Gerade erlebe ich das auch wieder bei einem Buch (Titel: Alles fühlt).
Aber manchmal kann ich mich auf das Geschriebene wenig konzentrieren und dann braucht es was auf die Augen.
Also ab ins Kino:
Alphabet
Tja was soll ich sagen. 
ANSEHEN!
Es ist ein ruhiger und doch intensiver Film. Gänsehaut und lachen war dabei.
Ein JA zu so vielem. Und auch viele NEINs.
Einen schönnen Post dazu schrieb die Spaziergängerin:

Ja, es braucht mehr Liebe und weniger Angst.
Denn unsere Ursehnsucht ist das verloren gegangene Zusammen-sein und zusammen-erschaffen. Das Miteinander.
Und nicht das Gegeneinander in harter Konkurrenz.
Ich kann mit diesem System des Wettbewerbs nicht mithalten. 
Ich bin schon vor ein paar Jahren da raus gefallen.
Habe aber die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es noch andere Möglichkeiten und Wege für mich gibt, Leben zu gestalten auch mit einer Tätigkeit die mir Freude und vor allem Sinn macht und gibt. Der Film hat's gezeigt.

Es geht weiter...
mutig voran!

Kommentare:

  1. Sehr sehr schön zu lesen! Das es voran geht. Buch und Film kenne ich nicht, noch nicht. Danke für die Tipps!
    Du schreibst mir mal wieder aus der Seele du Liebe....

    LG Louise

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  2. Hallo :-)
    Also das Buch, kann ich Dir gerne schicken, wenn ich es ausgelesen habe.
    LG

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