Samstag, 30. November 2013

Hausgemacht: Streß!

Ja da bin ich gut drin, mir selber Druck und Streß zu machen.
Aber Druck und Streß gehörte die längste Zeit meines Lebens zu meinem Alltag, so leicht lässt sich das nicht ändern.
Ich arbeite dran!

Heute gelang mir die Gelassenheit sehr gut!
Ich war fast 12 Stunden außer Haus.
Interessanterweise überkam mich nur mal kurz die Müdigkeit und der eigentlich befürchtete Streß/Überforderung war wie weggeblasen.
Warum? Ich war immer im jetzigen Moment!

So genoß ich die lange Fahrt zu einem Bekannten.
Durch Wälder und vorbei an 2 große Seen.
Genauso die Heimfahrt.

Die Innenstadt war natürlich rappelvoll, aber auch hier fand ich immer mal ruhige Ecken und genoß ein wenig Freiraum und frische Luft.
Zwei volle S-Bahnen konnten mich nicht aus der Ruhe bringen,
der etwas strenge Duft meines Sitznachbarn im vollbesetzten Kino schon eher 
und dann noch ein gemütliches Essen mit besfriend.

Ich blieb sehr gut bei mir.
Und das musste ich lange üben und muss es immer noch.

Der Abstand zu meiner Familie erleichtert das sehr.
Es ist nicht nur das eine befreiende Gefühl nach dem Kontaktabbruch, sondern es legen sich immer wieder Schichten frei.

Mein Körperbewußtsein wird immer besser. Ich wußte gar nicht, wie wenig ich mich bisher gespürt habe und mir wird auch klar, warum ich lange nicht zum tanzen gehen wollte.
Wenn man nicht auf seiner inneren Bühne präsent ist,
hat man angst sich vor anderen zu zeigen und zu öffnen, denn dann könnte ja ein anderer diesen Platz in der inneren Bühne einnehmen.

Als ich nach Hause kam, fand ich eine Karte in meinem Briefkasten:
"Deine erste Pflicht ist es, dich selbst glücklich zu machen.
Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich."

Jawoll.
Auch heute schlafe ich glücklich ein :-)

Mittwoch, 27. November 2013

Alltagswahnsinn

Ich könnt immer austicken, wenn mir jemand einreden will, dass ich DAS (Tortenbomben, Riesenschnitzel usw.) doch schon vertragen könne, bei meiner Figur.
Nur weil ich schlank bin, kann man alles essen???
Ich will aber
a) so schlank bleiben
und
b) weder Diabetes, noch Krebs, noch nen Herzinfarkt bekommen.
Zucker und Weißmehl richten mehr Schaden im Körper an, als *nur* Übergewicht.
Klingt jetzt nach Missionierung. Nein, soll jeder essen was ihm beliebt (und mir dann aber nicht die Ohren vollsülzen von wegen Sodbrennen, Osteoporose, Zahnschäden ect.pp.)

Im Moment fühl ich mich sauwohl, wenn ich mich sehr basisch ernähre und auch sonst mit Bürstenmassagen Leber-und Nierentee und viel reinem Wasser (10 mins. abgekocht und lauwarm trinken) meinem Körper gutes tue.
Mit gemütlichen Spaziergängen und natürlich dem wunderbaren Gerstensaft (davon werdet ihr noch öfter lesen *g*).
Denn seitdem ich das trinke, hab ich immer weniger Bock auf Kekse, Kuchen, Nudeln, Bier und so.
Ich esse insgesamt viel weniger. Mein Körper muss nicht so viel verdauen und hat noch Kraft für einen zweiten Spaziergang oder wilden hemmungslosen Sex.
Ich bin für mich selbst verantwortlich...

So, aber gestern hab ich auch noch was schönes gefunden...
von der Tube direkt auf die Ohren:

http://www.youtube.com/watch?v=FHAQo-W6Rg8&feature=share&list=RDHDhDmsWVieA&index=11

http://www.youtube.com/watch?v=hUn-cf_aeVA&feature=share&list=RDHDhDmsWVieA&index=23

http://www.youtube.com/watch?v=wKyNIY9oMnw&feature=share&list=RDHDhDmsWVieA&index=33

Dienstag, 26. November 2013

Lebst Du schon oder funktionierst Du noch?

In den letzten Tagen war für mich mal wieder alles zu viel.
Schlechte Laune deluxe!
Ich wollte nur noch die bevorstehenden Termine abhaken, um dann endlich meine Ruhe zu haben.
Aber die hab ich natürlich nicht, weil immer was neues dazu kommt.
Ich kann das Leben nicht anhalten (ich glaube: zum Glück!).

Also muss ich das ändern, was ich ändern kann: MICH!
Bzw. meine Einstellung.
Also hab ich mal in mich geschaut und vor allem gefühlt.
Heraus kam: Selbst schöne Dinge waren zuviel und anstrengend, sprich: z.B. Date mit Mann.
Hmm, dacht ich mir, eigentlich ist das doch was schönes und ich freu mich auch drauf, aber weil der Schleier *alles zuviel* eben über alles hing, konnte ich das nicht erkennen.
Also lüftete ich den Schleier und da kam noch was zum Vorschein: Mein alter Leistungsdruck. Hallo? Ich muss doch mit Mann gar nix leisten. Nur in die Bahn einsteigen und bei ihm aussteigen. Fertig.
Und so wurde es immer leichter und freudiger.
Das Treffen wurde dann auch sehr schön :-)))

Aber ich entdeckte noch etwas: Ich zwang mich schon wieder zu Dingen, die ich nicht tun wollte (und auch nicht musste!).
Warum? Ja weil es der andere erwartete!! Altes, sehr altes Verhaltensmuster.
Also paar Dinge abgesagt. Keiner riss mir der Kopf ab. Es war eh nix wichtiges. Aber, auch ein alter Glaubenssatz heißt eben: Wer A sagt, muss auch B sagen.
Scheißdreck. Muss man nicht, man kann auch M sagen. SO!

Und schon fühlte sich mein Leben wieder machbar und gut an.
Vor allem weil ich meine inneren Landschaften (Bedürfnisse, Gefühle) wieder wahr und ernst nahm.
Ich fühle mich um Tonnen leichter.

Nach dem Date, dacht ich mir, kaufst auch gleich noch 2 Geschenke. In meinem Lieblingsviertel. Da fühle ich mich immer sehr sehr wohl.
Außerdem geistert mir schon seit Tagen durch den Kopf: "Du musst noch zum Friseur." Mein halbjährlicher Termin stand an. So kam es, dass ich bei einem noch nie gewesenen, sehr netten Friseur landete.
Ich mag ja kein großes Brimborium. Es muss schnell gehen und keine extravaganten Frisuren.
Da ich mir erst heute morgen die Haare wusch, fiel das schon mal aus und getrocknet waren sie auch schnell, weil ich eben SAGTE ich steck sie dann eh hoch.
Alles perfekt für 14,- plus Trinkgeld!

So fuhr ich glücklich nach Hause und nun steht eine dampfende Kaffetasse vor mir mit einer Nussecke. Draußen ist das typische Winterlicht, dass ich so sehr liebe, bei dem man meint, es sei erst 8 Uhr morgens. Und die Sonne küsst den ersten Schnee.

Heute bin ich glücklich!
Jawoll :-)

Montag, 25. November 2013

Ein ganz spezieller Mann


 Gefunden in einer alten Datei, in der ich Blogeinträge sammelte. Dürfte Anfang des Jahres gewesen sein, als ich das schrieb. Zum Glück erkenne ich solche Männer immer eher und muss mich nicht mehr in deren Gespinst verheddern:

Er ist nicht unbedingt ein Schönling, strahlt aber doch das Gewisse etwas aus.
Emotional unerreichbar, nur beim Sex scheint er sehr zugewandt, verliebt und fürsorglich zu sein. 
Davon will frau natürlich mehr. 

Sie meint, es liege an ihr und tut alles, damit sie ihm gefällt. 
Sie verbiegt sich, sie stellt ihre Wünsche und Bedürfnisse ganz nach hinten...nur damit man wieder diesen einen Blick,
diese eine warme Berührung von ihm bekommt.
Hart erarbeitet...man bekommt das nicht einfach so, weil der Mann dich mag. 
Alles hat seinen Grund und seinen Sinn.

Er interessiert sich nicht wirklich für Dich...für ihn zählt nur er selbst. Kleine Liebkosungen und Aufmerksamkeiten fallen zufällig mal ab, unberechenbar und du begnügst dich freudig mit diesen Krümeln, denn das kennst du, den halben Kuchen könntest du ja gar nicht ertragen, von Kindheit an wurdest du mit den Krümeln abgespeist, das genügt dir, 
du stellst doch keine Ansprüche, denn damit könntest du IHN ja wieder vergraulen. 
Diesem ihm der so launisch und unberechenbar ist. 
Immer musst du hoch aufmerksam sein, um es ihm recht zu machen.
Die kleinen Abwertungen merkst Du gar nicht, 
die kleinen fiesen Spitzen garniert mit Demütigungen, Erniedrigungen und Schikanen verbuchst Du unter Humor.
Er bringt es ja auch mit einem Augenzwinkern und seinem süßen Lächeln über die Lippen, so ernst kann der das gar nicht meinen.
(aber bitte immer nur Witze über andere, NIE über ihn, ansonsten: Lauf!)
 
Deine Umgebung ist ob der Behandlung schockiert, warnt dich, ist empört und du denkst dir mit einem süffisanten Lächeln, dass die doch bloß alle neidisch sind und ihn schlecht machen müssen. 
Ich bin verliebt, ich hab einen tollen Kerl an meiner Seite und wer mir das nicht gönnt, hat in meinem Leben nix verloren. 
Du isolierst dich selbst, sehr schön, damit hast du IHM schon mal diese Arbeit abgenommen. Sonst hätte er das still und leise mit vielen kleinen Schritten gemacht.

Immer wenn ihr euch trefft, trinkt er Alkohol. Naja das muss ja noch lange nix bedeuten. Du trinkst mit. Nicht viel, aber stetig. Er erzählt dir sogar, dass letztens einer fragte, ob er ein Problem mit Alk hätte. Sowas lächerliches, natürlich nicht...Du stimmst ihm natürlich vollkommen zu. Man muss ja wirklich nicht aus allem ein Problem machen! Oder gar eine Sucht!

Er zeigt wenig Gefühle, schon gar keine spontane Freude oder gar Überraschtheit, er ist cool, seine Fassade muss immer sitzen.
Meistens nimmt er dich gar nicht richtig wahr, stellt wenig Fragen, und wenn, hört er deine Antwort nicht mehr.

Alles um ihn herum zählt nur, wenn es ihm nutzt. So rast er mit 80 durch die 30er Zone, lässt seinen Müll liegen wo er steht und geht, holt sich sein Essen und „vergisst“ zu fragen, ob du auch hungrig bist. 
Dir is kalt? Klar gibt er dir gönnerhaft seine Jacke, aber wehe er friert, so schnell kannst du gar nicht gucken, da hat er sie dir wieder abgeluchst, natürlich mit einem charmanten Lächeln, dem du noch nie widerstehen konntest.
Für ihn gibt es nur ihn selbst und für dich zählt auch nur ER. 
Wo bleibst du da???
Du verzehrst dich nach ihm, bist schon süchtig, tust alles, denkst nur an ihn, und wenn du ihn zu sehr belagerst schüttelt er dich mit angewidertem Gesichtsausdruck ab, wie einen lästigen Käfer.
Du bist verwirrt, gerade eben (also vor dem Sex) war er doch noch so lieb und zärtlich. Jetzt tut er so, als ob er dich gar nicht kennt...

Du arbeitest an Dir, rackerst Dich ab, versuchst seine Bedürfnisse, Wünsche zu erahnen, damit er dich vielleicht einmal lobt, dir ein Kompliment macht, dir einen schönen Tag wünscht...vergiss es. Er wird es nie oder nur sehr selten tun (meist wenn er was von dir will)

Er lügt. Die Hälfte was er so erzählt, ist purer Müll.
Wehe du kritisierst ihn oder ziehst ihn ein klein wenig auf, weil er bei dem kleinen Hügel schon völlig aus der Puste ist...wenn Blicke töten könnten.
Direkten Fragen weicht er aus, meist erzählt er dann etwas ganz anderes, da aber die Denkfunktion in längerem Kontakt mit so einem narzisstisch-perversen geschmälert ist, fällt einem dies auch nicht auf. Was bleibt ist ein schales Bauchgefühl, was man aber sofort verdrängt, weil man schon gelernt hat, dass die eigenen Wahrnehmung eh nichts wert ist. Und gut, wir sind doch so verständlich, dass wir schon kapieren, dass der heiße Typ wohl nicht drüber reden will. Da lassen wir ihn auch schön brav in Ruhe.

Der Aggressor ahmt nur das nach, was er selbst in seiner Kindheit durchgemacht, was er in seiner eigenen Familie erlebt hat. Der Aggressor ist meistens ein "unglücklicher kleiner Junge, den man trösten muss" und der kein matriarchales Bewusstsein entwickeln konnte. Er als Aggressor findet immer wieder die helfende "Mutter" - die gerade die Projektion dessen ist, was er erlebt hat mit seiner Mutter - die zu ihm steht. 
Aus: Das verbannte Wissen
(Anm. von mir: Den Satzteil: Den man trösten muss, fasse ich mal ironisch auf. Ich weiß nicht wie A. Miller das gemeint hat). 

Samstag, 23. November 2013

Selbstfürsorge


Wir sind ständig mit anderen in Kontakt, schreiben SMS, Mails, Tweeds, Kommentare...

Aber reden wir noch mit unseren Nachbarn?

Redest Du noch mit dir selbst? 
Bist du mit dir selbst auch in Kontakt?

Rede mal mit deinen Füßen und lausche was sie dir zu sagen haben.
Frage mal deine Lunge um Rat und horche.
Küße mal deine Schulter (eine hervorragende Übung zur Lockerung der Schulter-Nackenmuskulatur und außerdem eine liebevolle Geste zu sich selbst)!

Pflege dich gut, behandel dich sorgfältig, sei zärtlich zu dir.
Es mögen dich Freunde, Kollegen, Partner, Geschwister und Nachbarn verlassen,

aber dich selbst hast du immer dabei.

Mittwoch, 20. November 2013

Fauler Zauber

Irgendwie war da heut der Wurm drin:

- Frühstücksbrot war verschimmelt (schon ewig nicht mehr passiert)
- die Milch für den Kaffee war ebenfalls hinüber (auch schon ewig nicht mehr passiert)
- und dann roch die frisch gewaschene Wäsche auch noch total eklig, so dass ich sie nochmal durchlaufen ließ.

Schon seltsam...

Dienstag, 19. November 2013

Angst oder Liebe

Ich mache mir derzeit wieder öfter meinen inneren Erwachsenen bewußt.
Dass der dafür zuständig ist, dass ich Dinge mache.
Und zwar die Dinge, die ich mag. Die mir gut tun. Die lasse ich gerne hintenüber fallen ala *nicht-so-wichtig*.
Dinge die ich tun muss. Tue ich. Meistens schon übereifrig. Eine Freundin nannte das: Vorauseilener Gehorsam. Stimmt!

Dinge zu tun, die ich mag oder gerne können möchte (Gitarre spielen!!!) erfordert eine Disziplin. Selbst wenn mir Gitarre spielen Spaß macht, braucht es auch den anderen Teil:
Regelmäßig üben.
Dranbleiben.
Auch mal, wenn man grad wenig Böcke drauf hat.
Dazu las ich einen Abschnitt (den ich jetzt nicht mehr finde), dass viele Menschen Erwartungen hätten: An das Leben oder das was sie sein wollen oder eben können möchten.
In Erwartungen steckt das Wort *warten*. Sie warten.
Anders ist es mit Zielen: Man weiß wohin man möchte und muss sich dann Teilziele ausdenken und wie man dahin kommt (Gitarrenbuch kaufen oder einen Unterricht besuchen).
Was tue ich, damit ich mal einigermaßen Gitarre spielen kann? NIX!
Ich warte. Naja genauer: ich schiebe es auf und auf und auf.
Mein innerer Saboteur oder der fucking Schweinehund mal wieder.

Erwachsen sein heißt auch, für sich selbst verantwortlich sein.
Zum Beispiel, dass es einem gut geht.
Die Frage dazu ist: Was brauche ich damit es mir gut geht? (und wie bekomme ich es).
Wohnung, Essen, Freundschaften, aber eben auch Nahrung für die Seele (Naturspaziergänge, intensiver Austausch mit Seelenfreundin, Therapie) UND Nahrung für den Geist. Gerade DAS ließ ich auch gern hintenüber fallen.
Ich merkte es nur, dass ich mich nach einer Kunstausstellung oder einem tieferen Gespräch oft so schön satt gefühlt habe.
Innerlich satt und erfüllt!
Gerade erlebe ich das auch wieder bei einem Buch (Titel: Alles fühlt).
Aber manchmal kann ich mich auf das Geschriebene wenig konzentrieren und dann braucht es was auf die Augen.
Also ab ins Kino:
Alphabet
Tja was soll ich sagen. 
ANSEHEN!
Es ist ein ruhiger und doch intensiver Film. Gänsehaut und lachen war dabei.
Ein JA zu so vielem. Und auch viele NEINs.
Einen schönnen Post dazu schrieb die Spaziergängerin:

Ja, es braucht mehr Liebe und weniger Angst.
Denn unsere Ursehnsucht ist das verloren gegangene Zusammen-sein und zusammen-erschaffen. Das Miteinander.
Und nicht das Gegeneinander in harter Konkurrenz.
Ich kann mit diesem System des Wettbewerbs nicht mithalten. 
Ich bin schon vor ein paar Jahren da raus gefallen.
Habe aber die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es noch andere Möglichkeiten und Wege für mich gibt, Leben zu gestalten auch mit einer Tätigkeit die mir Freude und vor allem Sinn macht und gibt. Der Film hat's gezeigt.

Es geht weiter...
mutig voran!

Sonntag, 17. November 2013

Dir zuliebe

Ich hab zwei männliche Freunde, die mich schon sehr lange begleiten. Auch durch die üblen letzten Jahre.
Diese zwei kennen keine übergroßen Ängste, keine Depression, keine ständige Erschöpfung (zumindest nicht aus eigener Erfahrung).
Beide haben relativ gesunde Familien, Job, eigenes Haus bzw. Wohnung.
Oft musste ich Verabredungen absagen. Oft auch sehr kurzfristig.
Beide haben mir das nie nachgetragen.
Ich bin sehr dankbar für die Zwei.
Und irgendwann will man denen was zurück geben.
Nein, kein Geschenk, dass man kaufen kann.

Freund1 hatte sich ja zu seinem Geburtstag gewünscht, dass ich zum Familienessen mitgehe.
War ja Trigger hoch drei. Aber egal wie, ich hätte mich hingeschleppt. Zum Glück reichte es, dass ich einfach hin ging.
Es tat gut, mal über meinen Schatten zu springen und zu denken: "Ja das fällt mir schwer, aber Dir zuliebe mache ich es gerne." Nicht aus Abhängigkeit oder kindlichem gefallen-wollen.
Sondern als Zeichen: Du bist mir ein guter Freund, ich mag Dich und deswegen tue ich das für DICH!

Freund2 wohnt im nördlichsten Bayern. Ich im südlichsten und er musste um 9h am Flughafen hier sein. Also kam die Frage, ob er hier bei mir übernachten darf. Dann sehn wir uns mal wieder und er hat am Reisetag weniger Streß.
Seit Jahren muss ich alleine schlafen. Allein der Gedanke, dass da noch jemand in der Wohnung ist (und ich habe eine offene 1,5 Zimmer Wohnung, also kein abschließbarer Raum, außer das Bad) ließ mein Herz rasen.
Aber auch er hat schon so viel für mich getan und ich musste ihn schon sooft versetzen, dass ich ihm diesen Gefallen nun endlich tun wollte.
Davor noch im Restaurant essen (Samstagabend, natürlich war es proppevoll), ist jetzt nicht mehr das größte Hindernis, aber immer noch mit viel Anspannung verbunden.
Und einfach die lange Zeit mit einem Menschen zusammen sein, von nachmittags um 16h bis 9h des Folgetages, bin ich nicht mehr gewohnt und hat mich sehr gestresst.

Ich hab es gern für ihn getan, er war sehr froh drum und ich konnte mich mit Bewußtsein beobachten, was da so abgeht in mir. Mich mal wieder ein wenig austesten, wie das so mit Menschennähe ist (also nur ein klitzeklein wenig eigennützig).

Herausgekommen ist: Ich fliege im Menschenkontakt ultraschnell aus meiner Mitte. Ich hab nur flach geatmet. Ich habe kaum geschlafen. Auch wenn ich ihm glaubte, dass er auf der Couch bleibt und mir nix tut...wer einmal im Schlaf überfallen wurde...ich weiß nicht, ob ich da jemals wieder so locker-entspannt neben einem Menschen schlafen kann.
Hat ja auch viel mit loslassen der Kontrolle zu tun. Und Kontrolle war für mich lange mit Sicherheit verknüpft. Und ist es natürlich immer noch.

Jetzt bin ich wieder alleine und irgendwie auch sehr weinerlich und traurig, dass da so viel Schaden in mir ist.
Denn natürlich hätte ich gern mehr Nähe zu den Menschen, aber die Angst ist noch größer...
Und gerne hätte ich auch so ein normales Leben wie die mit Job und Co.

Samstag, 16. November 2013

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Gestern sah ich einen recht interessanten Film an: Speed - auf der Suche nach der verlorenen Zeit.
Wer fühlt sich heute nicht gehetzt und tut und macht und hat doch immer das Gefühl, dass er so viel verpaßt.
Ich hab keine Zeit, sagen wir sooft. Doch wir haben doch so viele Dinge, die uns helfen, Zeit zu sparen!! Wo ist denn die Zeit?
Wer bestimmt eigentlich, wie schnell sich das Hamsterrad dreht?
Und wie misst man das Lebenstempo?

Wir haben heutzutage so unendlich viele Möglichkeiten, womit wir unsere Zeit verbringen. Doch da braucht es sehr viel Disziplin, um auszusortieren, sich zu entscheiden: Was ist mir wichtig?
Und nicht jedem Windhauch wie ein Fähnchen folgen.

Allein das Internet ist ja gefühlt (für mich)wie ein riesiger Süßigkeitenladen. Ich liebe Wissen. Ich liebe lesen. Mal schnell hierhin und dorthin schauen, das und jenes abspeichern um es irgendwann mal zu lesen.
Ich kann mich da sehr schwer abgrenzen...

Also wer auch gucken mag:



Freitag, 15. November 2013

Basischer Krach

Ich fühle mich diesem Mann so nah.
Und deswegen hab ich ihm eine runter gehaut (verbal).
Es war mir zu nah und da werd ich schnell aggressiv und nehme irgendwas von ihm zum Anlass um drauf rumzutrampeln.
dann ist wieder Abstand da.
Natürlich sah ich bei ihm auch meine jugendlichen und unreifen Seiten und musste die abwerten.

Ein weiterer Grund für mein Verhalten war: Ich wollte was von ihm und er sagte:
"Nein, will ich dir nicht geben."
Und dann reagierte ICH trotzig, bockig und beleidigt, weil ich es nicht bekam und ließ den Frust an ihm aus.

Das spannende: Wir blieben im Kontakt und lösten das auf. Was war da bei mir los? hat sich jeder für sich gefragt und dann hat jeder von sich erzählt und das wir uns gar nicht verabschieden wollen.
Wir kennen uns noch nicht mal 2 Monate und es ist so vertraut.
Und offen.
Und ehrlich.
Einfach schön.

Das Gerstenpulver hilft meinem Körper.
Ich merke, dass ich mehr auf Toilette muss, meine Ausdünstungen übler riechen und ich weniger Gelüste auf Kohlenhydrate (Fleisch, Süßkram) habe, sondern mir leckere Salate und Gemüseaufläufe mache und nur Wasser trinke.
Abends nehme ich noch 3 Tabletten von Basica.
Und habe das Gefühl auch wieder tiefer zu schlafen (und deswegen morgens nun die längere Aufwachzeit brauche).

Unser Lebensstil macht uns sehr sauer (Stichwort Übersäuerung) und somit krank.
Deswegen gibt es nun eine basische Woche, mit all den gesunden Dingen plus Natronfußbäder und duschen mit Heilerde (weil wir ja auch viel über die Haut ausscheiden) um mich weiter zu entsäuern.

Ich fühl mich wohler!

Mittwoch, 13. November 2013

Morgenritual

Manchmal passieren die Dinge einfach.
Ohne dass man sich diese bewußt vorgenommen hat.

So ist das derzeit mit meiner Morgenzeit:
Wenn ich aufwache, gönne ich mir noch 30-60min. Döszeit. So im halbwachen Zustand. (Früher bin ich gleich aus den Federn gesprungen). Diese innere Getriebenheit ist schrecklich!

Dann gehe ich ins Bad und spüle den Mund mit warmen Wasser aus, schabe mit einem umgedrehten Teelöffel über meine Zunge und spüle nochmal. (Habe das aus dem Ayurveda, die sagen, dass sich über Nacht auch im Mund allerlei ansammelt, was der Körper loswerden will).

In der Küche mixe ich mir dann erst mal einen Fruchtdrink:
In ein halbes Glas Wasser rühre ich 1TL Gerstenpulver (dazu gleich mehr) und fülle den Rest mit Apfel-, Orangen-, Zitronen-, Trauben-, Ananas/Cocossaft auf. Mal mische ich 2 Säfte mit rein, mal nur einen. Immer schön abwechslungsreich.

Mit dem Glas ausgerüstet gehts ins Wohnzimmer, dort setze ich mich auf den Boden und werde bewußt wach. In dem ich langsam den leckeren Saft trinke, mich dehne, strecke, Zehen/Finger balle, fest die Beine/Arme ausstreiche, die Fußsohlen massiere usw. ganz nach Intuition.
So komme ich wieder langsam in meinem Körper an. Das merke ich auch daran, dass mir schön warm wird, ohne, dass ich mich groß bewege.
Ein wahrer Genuß. Das dauert keine 15min. und erst dann geh ich unter die Dusche undsoweiter...

Ich fühle mich viel ruhiger und geerdeter.
Freue mich schon jeden Morgen auf das leckere Getränk (zumal es extrem gesund ist).
Bin ganz bei und mit mir und starte den Tag viel kraftvoller und gelassener!

Dies alles ergab sich einfach so und ich mache es so lange es mir noch Spaß macht.

Zum Gerstengras:
Es ist wohl eines der wertvollsten Lebensmittel überhaupt:
 http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/gerstengras-wirkung-und-inhaltsstoffe-von-einem-der-wertvollsten-lebensmittel
(man kann natürlich sich noch weitere Infos holen)

Ich hab einiges darüber gelesen, und mir gedacht:
Probieren geht über studieren.
Kaufte und trank.
Pur schmeckt es schon sehr gewöhnungsbedürftig nach Heu/Spinat. Deswegen mische ich es mit dem Saft. Zur Zeit eben mit frisch gepressten Orangen, weil es die im Angebot gab.
- Ich fühle mich einfach wunderbar dabei (ja kann auch Placebo sein, aber: wurscht. Es hilft und fertig.
- Ich habe weniger Hunger! Immer wieder hab ich sonst  2-3 Std. manchmal schon 1 Stunde nach dem Essen wieder so eine Leere im Bauch. Die ist nun weg! Erstaunlich. Habe auch viel weniger Lust auf Süßkram!
Ich vermute, dass meinem Körper Nährstoffe fehlten, und er sie durch das Hungerfühl einforderte.
Ich werde es einfach weiter beobachten, ob andere *Zipperlein* sich vielleicht auch wieder lösen.
Im Sommer werde ich das Gras selber anbauen (um es wie Schnittlauch/Kresse zu verwenden), wenn der Topf auch in der Sonne stehen kann. Jetzt nehme ich erst mal das Pulver.

Und vielleicht schaffe ich irgendwann auch öfter ein kleines Abendritual:
Mit Tee und einem kleinen Spaziergang den Tag ausklingen lassen.

Montag, 11. November 2013

Vollwaschgang Klappe die zweite.

Mit dem Mann von hier:
http://regenfrau.blogspot.de/2013/10/einmal-vollwaschgang-bitte.html
rauscht es mal wieder ganz ordentlich.
PUH!
Diesmal ist der Grund sein pubertäres Verhalten.
Nicht dass mir das unbekannt wäre...oh nö...und genau das ist der Grund warum ich nun ziemlich müde und gleichzeitig aufgewühlt bin.
Seine Kapuzenpulli's, sein aufgemotzter Golf GTI, sein prahlen über all die Dinge, die man in seiner Jugend so angestellt hat, ließ mich schon sehen, dass da noch jemand etwas unreif ist. Mit 31 Jahren...

Mir ist das ja alles zu gut bekannt. Meine kindlichen Seiten, wenn die die Oberhand gewinnen, dann ging das bis jetzt nie gut aus. Ich bin seit längerem bewusst auf dem Weg zu einem erfüllten Erwachsenen-Dasein.
Weil ich all die Süchte, Schulden und den Scheiß nicht mehr will.
Ich merke, wenn es wieder "gefährlich" wird,
wenn ich nicht vom PC wegkomme, zu viel nasche, abends das Geschirr nicht wegmache und alles immer irgendwie aufschiebe und kein Bock habe. Und meine jugendliche Seite ist auch dafür "verantwortlich" dass ich weiterhin meinen Nasenstecker trage, den ich seit meinem 14.Lebensjahr habe.

Aber die Zeiten werden kürzer und ich bin mir dessen auch meistens bewußt.

Er nicht.
Er hätt am liebsten wieder seine Dreads, einen alten VW-Bus und Anarchie pur. Freiheit ist doch alles.
Von wegen...
Ja auch ich habe lange von Selbstversorgung usw. geträumt und auf die Spießer mit ihrem BMW geschimpft.

Nein, ich bin froh, dass meine Erwachsene-Seite immer stärker wird, ich fühle mich sicherer, nicht wie ein kleines Kind das vor Angst fast stirbt nur weil einer wütend auf mich ist, oder ich bei meinem Vermieter für mein Recht einstehen muss.
Ich spüre mehr, was ich will und mache mich auf die Socken, um dies zu erreichen.
Ich spüre mehr, was ich nicht will und kann das klar und sachlich kundtun.
Das fühlt sich wunderbar an!
Ich bin nicht mehr so abhängig vom Tun und Lassen der anderen Menschen und auch weniger beeinflussbar. Ich stehe mehr zu mir und meinem Weg.

Immer wenn ich von so extrem unreifen Männern umgeben war, endete auch das, immer sehr böse. Eigentlich wollte ich hier jetzt einige Beispiele geben, aber warum so einen Mist wiederbeleben lassen.

Nein, ich hab weder die Kraft noch die Lust mich mit unreifen Jungs abzugeben. (Nichts gegen mal rumalbern oder kindisch Karussell fahren oder einen Kinderfilm anschauen, das ist was anderes!!)
Ich müsste mich zu sehr gegen den alten Sog wehren. Der Teil, der bei mir auch nie erwachsen werden will, würde sofort wieder stärker werden und der Mist würde weiter gehen.

Ich laß den Peter Pan (witzigerweise heißt er wirklich Peter) alleine losziehen.
Trotz allem: Schön war's mit Dir. Danke für die Zeit!

Ja ein wenig traurig bin ich schon auch (vor allem der jugendliche Teil in mir, der schon motzt, dass ich ihm wieder mal einen Spielpartner weggenommen habe).
Ich darf auch traurig sein und dies fühlen und nicht wieder wegmachen, in dem ich den Kontakt doch nicht abbreche (das war früher meine Lösung auf Gefühle).

Und ich werd mir jetzt zu meiner innere Klarheit noch ein wenig frische, äußere, klare Luft geben und das Hirn wieder frei pusten.

PS: Wer sich auch mit seiner erwachsenen Seite beschäftigen/sie stärken will, kann ich das Buch empfehlen:
http://www.amazon.de/ErWachsen-Schritte-einer-starken-Pers%C3%B6nlichkeit/dp/3478731305/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1384175731&sr=8-1&keywords=erwachsen+prend

Die Produktbeschreibung ist natürlich falsch. Es ist kein Kunstband.
Ich hab auch die 4-Schritte-Anleitung noch gar nicht richtig gelesen. Alleine die Beschreibung, Zitate und die vielen Fallbeispiele von erwachsenem Verhalten waren Gold wert!

Es gibt so viele Bücher die sich mit innerem Kind beschäftigen. Die brauch ich nicht, mein Kind ist war eh meist überpräsent bzw. braucht einen klaren, stabilen Erwachsenen an seiner Seite, um weiter reifen zu können.
Und ist es auch in der restlichen Gesellschaft: Alles kann man sich kaufen. Das Angebot ist da, selbst das Lieblingsbrot abends um sechs. Haben kannste auch alles, Kredite machen es möglich. Auf etwas warten? Das ist nix für Kinder...und wer nicht das neueste Spielzeug (Smartphone ect.) hat, kann da schon mal ausgelacht werden.
Aber das würd jetzt zu weit führen.

Freitag, 8. November 2013

Erleichterung

Ich ging ja die längste Zeit meines Lebens nicht besonders pfleglich mit meinem Körper um.
Sei es schlechte Nahrung, zuviel Alkohol und Kaffee und natürlich Zigaretten.
Vorsorgeuntersuchung? Brauchte ich nicht.
Die Rechnung kam dann natürlich prompt. Vor allem der Zahnarzt hat einiges an mir verdient.
Da ich recht oft ungezogen bin, weiß ich natürlich auch nicht mehr alle Ärzte bei denen ich mal war und habe auch 
nie irgendwie Protokoll geführt was/wo gemacht wurde.

Nun kam ich auf das Thema Amalgam.
Ja ich hatte da einige Füllungen und ja einige davon wurden ohne besonderen Schutz entfernt (daran kann ich mich noch sehr gut erinnern, vor allem an die Praxis. Es war in der Zeit als ich überhaupt nicht  meine Stimmungen, Gefühle beachtete und diese Praxis war mir mehr als suspekt, jedoch habe ich das (wie so vieles) nicht ernst genommen.)

Ich war mir aber jetzt nicht sicher, ob ich unter den Kronen vielleicht noch solche Füllungen hätte.
Da kann man ja schlecht *einfach mal nachschauen*.
Zum Glück fand ich tatsächlich den Zahnarzt und zum noch viel größeren Glück hatte er meine Akte noch und siehe da:
NEIN, ich habe keine Amalgamfüllungen mehr.
PUH!

Das  jedoch einige ohne Schutz entfernt wurden, das lässt mich noch ein wenig grübeln, ob ich so eine Schwermetallausleitung mal machen sollte.
Das Verfahren an sich ist nicht allzu teuer, jedoch sollte man es eher unter Beobachtung, sprich einem Heilpraktiker (weil Schulmediziner das ja nicht anerkennen/machen), machen, der wiederum nicht ganz billig ist.
Mal sehen, vielleicht findet sich doch eine Lösung...

Und hier noch was sehr interessantes zum Thema Schönheitswahn und wie uns die Medien dabei beeinflußen:

http://de.lifestyle.yahoo.com/video/model-transformed-airbrushing-highlights-media-130320963.html?vp=1

Mittwoch, 6. November 2013

Besondere Orte

Schon lange wollte ich mal hierhin:
http://www.ost-west-friedenskirche.de/

Beziehungsweise ich WAR schon öfters dort, aber das Gartentor war immer verschlossen.
Letztens stand es sperrangelweit offen und ich trat ein:


Väterchen Timofei fand, zusammen mit seiner Frau, in München nach dem 2.Weltkrieg eine zweite Heimat.
Das damalige Oberwiesenfeld war neben einem Schuttberg nur eine weite Wiese.
Heute ist dort der große Olympiapark mit dem Olympiaberg (eben jener Schutthaufen) und natürlich das Olympiastadion.
Das Ehepaar holte sich die wichtigsten Dinge von dem Schuttberg und sie bauten sich ein Haus. Und eine Kirche.
Die Decke ist mit Staniolpapier ausgekleidet. Alles ist voll mit Heiligenbildern.
Ein sehr besinnlicher Ort und ich saß lange da drin.
Der ganze Garten ist geschmückt mit solch selbst gebastelten Dingen. In einem Gebüsch steht auch ein Buddha und ein Baum hängt das ganze Jahr voller Weihnachtsschmuck.
Ja das alles hat einen gewissen Hippieflair :-)
Die Kieswege führen verschlungen durch den Garten. Sie zogen sich dort selbst ihre Nahrungsmittel und was übrig war, verkauften sie. So hatten sie ein kleines Einkommen. Außerdem strickte die Frau aus alten Pullis neue Decken.
In ihrem ehemaligen Wohnhaus ist nun ein Museum eingerichtet, mit Zeitungsausschnitten der beiden. Sie waren sehr bekannt und beliebt, sodass sie auch die olympischen Spiele 1972 nicht vertreiben konnten. Dafür setzten sich halb München ein und so durften sie auf ihrem Fleckchen bleiben. Der bekannteste Schwarzbau Münchens:
Schön, dass die beiden auch so geachtet und nicht als *Spinner*  oder so vertrieben wurden. Auch zu Lebzeiten (Timofej wurde über 100 Jahre alt)  standen Tür und Tor immer offen und wer wollte, durfte eintreten.
Der Ort strahlt eine Wärme aus und wer würde nicht gern so wohnen?
Ein eigenes Haus mit Garten. Muss ja nix luxuriöses sein.

Ein kleiner Verein kümmert sich ehrenamtlich um das Anwesen, es werden auch Führungen angeboten, in denen man noch mehr um das Leben der beiden erfahren kann.

Wenn ich wieder in der Nähe bin und das Wetter schön ist (sonst ist das Gartentor nämlich wieder zu!) werde ich auf alle Fälle wieder vorbeischauen.
Wie zauberhaft muss es da erst im Frühjahr sein, wenn alles blüht und sprießt.

Dienstag, 5. November 2013

Musik

Das gute an You*tube ist ja: Man findet so immer wieder neue Musik.
Im Moment steh ich ja voll auf Deep House.
Sowas:



so und dann fand ich den Track:



ich saß  wie paralysiert da.
Der TEXT!
Die STIMME!
Unterlegt mit DEN Bässen!
Gänsehaut.
Immer wieder gehört.
Geheult.
Gelacht.
Laut mitgesungen.
Schweigend dagesessen.
Löcher in die Luft gestarrt.

Nur WER singt das?
Erst dacht ich: Joan Baez.
Isses aber nicht.
Hab ich etwas gebraucht, bis ich es fand:
Barbara Thalheim.
Gut, war ja auch nicht so meine Zeit.

Und hier das Original:



Es gibt Musik, die einen packt.
Und Orte, die einen packen.
Dazu morgen mehr.

Sonntag, 3. November 2013

Lebewesen

Gestern war also der *große Tag*.
Das Geburtstags-Familienessen mit bestfriend.
Nachdem ich mir die Tage davor noch mal bewußt (nicht nur gesagt, sondern tief gefühlt) gemacht habe, dass ich weder hässlich noch dumm bin, bin ich auch relativ gelassen dort erschienen.
Trotzdem kam immer wieder der alte Impuls auf, wieder zu gehen. Alte Ängste eben.

Ja, wie war es denn....
Die Familie strahlt einen Zusammenhalt aus.
Jeder hat seine Macken, die jeder soweit akzeptiert. Immerhin hab ich keine beleidigenden Frotzeleien vernommen.
Ich wurde herzlich willkommen geheißen.
Wir haben viel gelacht und erzählt.
Ich konnte sehr gut bei mir bleiben und immer wieder Kontakt mit mir selbst aufnehmen, um zu spüren wie es mir gerade geht, ich evtl. brauche/möchte.
Das Essen war sehr sehr sehr lecker!!!
Keiner trank Alkohol, bis auf eine Runde Schnaps für alle.
Nach dem Spaziergang habe ich mich auch verabschiedet. Kaffee und Kuchen ließ ich aus, wär mir dann doch zu familiär geworden, zumal dies in deren Wohnung statt gefunden hätte und nicht in der Gastwirtschaft. Da wäre ich mir eher als Eindringling vorgekommen.
Es war schön und angenehm. Und trotzdem hätt ich auf der Heimfahrt einfach nur heulen mögen (alte Sehnsucht nach der heilen Familie?) musste mich aber auf den Weg konzentrieren, da ich aufgrund von Bauarbeiten öfter umsteigen musste, als sonst.

Das war das erste Mal seit x-Jahren, dass ich wieder in einer größeren Gemeinschaft essen konnte. Freut mich riesig, dass wieder ein Stück Normalität in mein Leben eingekehrt ist :-)

Und dann gibt es noch neue Mitbewohner.
3 Stück an der Zahl. Und alle recht grün :-)
Drachenbäume verhübschen nun meine Wohnung!
Und das kam so:
Ich wollte nun die neu entstandenen leeren Stellen in meiner Bude mit etwas Grün verzieren. Nachdem ich nie einen grünen Daumen hatte, hab ich nun ein Bedürfnis danach Pflanzen zu hegen und zu pflegen.
Ein Farn steht hier schon und ein Ableger von ich-weiß-nicht-was.
Dann wollte ich noch eine schöne Zimmerpalme. Sah mich in den Geschäften um, entschied mich aber erstmal dagegen, da doch recht teuer.
Und dann stand da am Eingang im Treppenhaus dieser Drachenbaum mit 3 Stämmen, wovon einer abgerissen war.
Den sah ich mir ne Woche an und als ihn keiner wegnahm, nahm ich ihn einfach mit.
(Auch nach 1 Woche vermisst den keiner, zumindest hing nie ein Zettel am Brett, ich vermute der junge Mann der letztens auszog, hat den dagelassen).
Also habe ich den Baum offiziell als neuen Mitbewohner begrüßt. Ihn bewußt und genau angeschaut. Einen kleinen neuen Trieb entdeckt. Mich gefreut, dass mir so einfach eine neue Pflanze zukam.
Rufe und es kommt!

Eine Wärme durchströmte mich.

Nun habe ich ihn erstmal gut versorgt. In 2 Töpfe umgepflanzt und den kleinen Sprößling ins Wasser gestellt. Er entwickelt auch schon zarte Wurzeln!
So schnell werden mir die nun nicht eingehen.
Ich will mich drum kümmern. Ihnen ein neues Heim geben.
Sie stehen an schönen, idealen Plätzen und jeden Morgen erfreu ich mich wieder an ihnen!