Montag, 28. Oktober 2013

Laß es jetzt geschehen

Tja ruhig ist es hier geworden.
Das liegt zum einen (mal wieder) an der massiven Erschöpfung
und zum anderen, wußte ich gar nicht so recht, was ich schreiben will.

Heute blätterte ich in einer alten *Schlangenbrut*-Zeitschrift und las eine Anzeige von einem Buch: "Laß es jetzt geschehen- Erfahrungen mit einer angenommenen Krankheit. Sie (Frau nach Schlaganfall) schildert ihr Ringen aus Resignation und Frustration heraus - und hinzufinden zu einem positiven Sich-Bescheiden."

Scheiße man, dacht ich da so. Meine Akzeptanz bezüglich meiner wenigen Kräfte hat sich auch verkrümelt. Aber wie soll ich denn akzeptieren, dass ich 3 Tage vor Müdigkeit und Kraftlosigkeit nicht mal mehr meine Wohnung verlassen konnte? Das ich tägl. über 18 Stunden schlief. Und nein, bei mir ist es nicht so, dass ich vom vielen Schlaf noch müder werde!! Ich hab es ausprobiert.

Duschen mit Haare waschen oder etwas größeres zum Essen kochen raubt mir meine letzte Kraft. Ein HURRA dass ich nie meine Geschirrspülmaschine verkauft habe.

Sich-Bescheiden...das ich nicht lache...Noch bescheidener gehts ja kaum...ich will doch nicht viel...nur ein kleines bisschen mehr vom Leben.


Irgendwann zwischen aufwachen und wieder einschlafen, kam mir so die Frage: Was würde ich denn machen, wenn ich fit und munter wäre?
Weil das ja oft der Knackpunkt ist, wenn ich nicht weiß wohin ich will, warum sollte dann mein Körper gesund werden?

Ich würde:
Montagabends immer zum tanzen gehen.
Und einmal die Woche schwimmen.
Gestern wäre ich bei wunderschönem Wetter mit einer Freundin wandern gegangen.
Ich würde mehr arbeiten.
Und öfter spontan einfach mal was machen.
Ich würde öfter zum Poetry Slam oder zu einer Spielshow im Theater gehen.
Und diese sonnigen Tage mit Picknick im Rucksack radelnd verbringen, vielleicht mit Rast am See.
Ich würde jeden 2.Cent sparen, um dann für ein Jahr (damit ich jede Jahreszeit einmal mitbekomme) in meiner Urheimat, also da wo meine Vorfahren herkommen, zu leben.
Außerdem würde ich mich mehr mit Menschen treffen. Die Schuldgefühle erdrücken mich schon fast, wegen der vielen Absagen.

Ja...das würde ich tun.

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