Samstag, 7. September 2013

Ich will nicht!

Mir fiel erst im Nachhinein ein, dass in der letzten Therstunde etwas Neues passiert ist:
Wir kamen auf das Thema Wohnung und das ich mich hier nicht mehr wohl fühle. Die neu gebauten Häuser sind nun fast fertig, der Baulärm ist weg, aber anderer neuer Lärm kam hinzu. Nämlich, dass alle Geräusche nun in diesem "Trichter" natürlich lauter sind.
Und irgendwie wehre ich mich gegen das Thema Umzug.
Ich wehrte mich mit dem Satz: Ich kann nicht.
Gegenfrage: "Was können Sie nicht?"
Hmmm, da überlegte ich, denn ich bin ja schon sooft umgezogen, ich weiß wie das funktioniert. Gut ich bin nicht mehr so leichtfüßig, neue Ängste haben sich eingeschlichen, die ich früher nicht hatte, aber....
da fiel es mir ein:
ICH WILL NICHT!
Ich hab kein Bock auf Wohnungssuche, alles neu einrichten (auch wenn das Spaß macht), alles umändern, ach überhaupt hier mal ne Bude bekommen!!!
Ich hätte bitte gern mit einem "Klimbim" eine neue ruhige Wohnung mit Balkon und Blick ins Grüne.
Aber egal, darum ging es gar nicht so sehr...sondern: Dass ich ihr das einfach sagte:
Ich will nicht. Ohne Drumrumreden, ohne Entschuldigung (hä? für wasn?) oder mit schlechtem Gewissen...
Und sie das auch so stehen lassen konnte.
Ich hab fast noch nie oder sehr selten, gesagt, dass ich nicht will.
Wenn dann nur mit Erklärung: geht nicht, kann nicht...usw.
teilweise auch Lügen und Ausreden.
Und WENN ich es mal sagte, ja da kam aber ordentlich Gegenwind:
Dann lass es, brauchst aber später nicht angekrochen kommen, das muss man aber tun, wie soll das gehn...usw.

Ja natürlich muss ich mich irgendwann drum kümmern, was es für Konsequenzen hat, wenn ich dem Chef sage: Will ich nicht :-)
Aber ich will jetzt erstmal bei dem Satz und dem Gefühl bleiben:
Ich will nicht. Punkt.
Und ich merke: Ich will ganz viel nicht.
Es fühlt sich leicht an, mir das mal zu erlauben!
Es fühlt sich gut an!
Ich hatte ja nie was zu wollen oder nicht zu wollen.
Das stand nie zur Debatte. NIE!

Damit werde ich mich heute noch ein wenig beschäftigen.

Davor las ich noch kurz in den Notizen, als ich vor fast 4 Jahren in der Tagesklinik war.
ERSCHRECKEND was ich da versuchte alles zu machen und zu meistern und zu tun!!!
Ich will das gar nicht aufzählen.
Jetzt verstehe ich mich besser, warum ich so ko war.
Jetzt verstehe ich meine Therapeutin, die das ja schon viel eher von außen sah und mich bremste und ich die Welt nicht mehr verstand ;-)
2 Vorfälle mit meiner Family hatte ich auch aufgeschrieben.
Ebenso erschreckend, dass ich es so lange zu ließ, mich so mies von der eigenen Familie behandeln zu lassen.
Hat mich wieder wachgerüttelt.

Kommentare:

  1. Richtig so! Was Du nicht willst, willst Du nicht. Und was andere dazu sagen? Na, die sollen die Klappe halten oder den Umzug für Dich machen :)

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    1. Naja manchmal betrifft es eben auch die anderen und deren Unmut dann auszuhalten, DAS üb ich auch noch ;)

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  2. Umzug verbinde ich auch nur mit Stress...

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    1. Stimmt, aber das wäre 1x Streß.
      Und jetzt hab ich fast ständig Streß durch den Lärm.

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  3. Hi DU,
    ich finde es auch echt toll, dass du für dich einstehst und das sagst was du wirklich denkst und fühlst.
    Dafür einen riesen *Schulter Klopfer* Ich übe das auch zur Zeit vermehrt und weiß daher auch, dass das gar nicht immer so einfach ist. Sei stolz auf dich.
    Lg

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    1. Danke ;-)
      Ja so die ersten Schritte und dann der Gegenwind, das braucht schon Mut ;-)
      Aber es fühlt sich auch gut an, und leicht :-)
      Ciao

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