Donnerstag, 19. September 2013

Hamburg Teil 2

Weiter geht's mit Tag 3:

Immer wieder hatte ich gezittert, ob das Wetter für diesen Tag hält. Dauerregen war angesagt und als ich des morgens mal wieder die Aussicht genoss, sah es auch so aus.
ABER: Wenn Engel reisen...zum Schluß holte ich mir einen Sonnebrand auf der Nase :-)

In aller Frühe fuhr ich nochmal zum Hauptbahnhof und stieg mal wieder in einen Zug.
Weiter Richtung Ostsee.

Endlich, endlich mal wieder das weite Meer fühlen, riechen sehen.
In Scharbeutz (Nähe Timmendorfer Strand) lieh ich mir ein Radl und kurvte los. Hielt mal hier mal dort, stapfte durch den Sand, guckte nach oben, nach unten, ließ mir vom Wind die Haare zerzausen und genoss einfach das Sein...




Es war wirklich fast so menschenleer, wie man das hier sieht. Ein Traum!
Hier musste ich schon schmunzeln:
Ja vielleicht ist es der Strand meines Lebens, aber wohl viel eher ist er der Stand des Jahres! Für mich :-)
Weit draußen auf einem Steg klopfte ich mir selber auf die Schultern, denn nun war ich das erste Mal als Nichtraucherin am Meer (die lange Zugfahrt war herrlich, so ohne Suchtdruck!!) und ich hatte auf den Tag nun 1,5 Jahre Rauchfreiheit!


Irgendwann fand ich ein nettes Cafe mit einer Hundebar vorne dran (leider ohne Foto) außerdem sah es sehr alternativ und gemütlich aus (was ich ja sehr mag) und so gönnte ich mir noch einen Kaffee außer Haus.

Auch hier: Der einzigste Gast auf der tollen Terrasse.
Da wuchsen die Fische sogar im Baum:

Wieder Richtung Hamburg musste ich in Lübeck umsteigen und dacht mir so: Och das guckste Dir auch noch an, vor allem die St.Marien Kirche. Die drittgrößte Kirche Deutschlands.

 Hier das wunderschöne Stadttor:
Ich landete erst in St.Petri und dann in der St.Marienkirche und ich finde diese von außen alle sehr schön, aber von innen...naja. Da bin ich zu verwöhnt von den schnörkeligen und prunkvollen bayrischen Kirchen.
Aber es gab ein nettes Faltblatt auf dem zu lesen war:

Ein Augenblick der Ruhe
trotz des Trubels ringsum.
Ein Innehalten, ein Moment der Besinnung.
Über dir, himmehoch wölbt sich ein Raum,
zieht dich empor.
Dein Blick wandert, treifft auf ein Kreuz,
das nicht nur von dem Leiden des Einen,
sondern auch von den Grenzen
deines Lebens erzählt.
Sei nicht mutlos,
Licht bricht herein,
erleuchtet auch die Bilder der Zweifel, der Not,
strahlt hindurch in die Tiefe deines Herzens.
Eine Hoffnung, die den Tod überwindet.

Und hätten die zwei Ratschkattl (zwei plaudernde Damen) ihr Kaffekränzchen nicht vor dem Kerzenkranz gehalten, wär ich glücklicher gewesen.
Ich war eh schon leicht fußlahm und machte mich wieder in Richtung Hamburg. Aber, das nächste Mal wenn ich "da oben" bin, wird Lübeck länger besucht. Die kleinen Gassen und alten Gemäuer gefielen mir sehr!

Tja und abends ging es dann schon wieder los zum Koffer Rucksack packen.
Ja ich reiste mit meinem großen 65l-Rucksack, weil ich nur Trolleys mit normaler Grifflänge habe. Und ich weiß nicht, wie es anderen großen Menschen geht, aber da geht man schief, weil der Griff zu kurz ist.

Und sonst so:
Bei uns stehn die Kühe auf der Wiese,
da liegen sie am Boden:
Ja auch wenn das Kunstfell ist und ja ich esse auch Tiere, trotzdem fand ich das ein wenig gruslig.

Reiselektüre gabs natürlich auch, mit dem passenden Lesezeichen:
Mal wieder ein tolles Buch von der wunderbaren Louisa Francia. Wer sich mit dem Thema Geld/Energie beschäftigen will und noch dazu ein kleines Orakel braucht, dem sei es empfohlen.
Allen anderen auch ;-)

Was neues zu lesen fand ich auch, in einem kleinen Ramschladen:

Dann ging es auch schon wieder Richtung Süden.
Nochmal aus'm Fenster geguckt:


Die Heimreise war sehr kurzweilig. Mit mir im Abteil saß eine Frau aus Graz, die von ihrer 4-wöchigen Radreise nach Hause fuhr und natürlich tolle Sachen zu erzählen hatte! Beim Anblick ihres Minigepäcks (ein kleiner Rucksack und zwei Radtaschen) wurde mein großer Rucksack (für 4 Tage!!) vor Wut rot und ließ einen Träger reißen. Zum Glück musste ich nicht mehr weit laufen.

Fazit:


Woher kommt der Name des Stadtteils Altona?
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von: (komm mir nicht) all zu nah.
 

Kommentare:

  1. .. Ich hab mich in Hamburg verliebt .. Wusst ich nicht, dass das auch mit Städten geht. Bei dir klingts auch ganz so, als wärst du der Stadt verfallen ..

    lieb grüsst
    Anne

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  2. Hallo Anne, ja das stimmt :-) Ich--->Naturfan, hätt das auch nicht gedacht...
    tja aber so kanns gehen!
    ciao

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