Mittwoch, 12. Juni 2013

IST-Zustand

Hat irgendwer meinen Blutdruck gesehn?
Nein?
Na vielleicht hats den mit dem Hochwasser weg geschwemmt...
Jedenfalls bin ich derzeit Meisterin im *apathisch rumhängen* und *Löcher in die Luft starren*.
Braucht wer Nachhilfe darin?
Ach ne, selbst dazu könnt ich mich nicht aufraffen.
Irgendwie ja auch angenehm, mal ne Stufe ruhiger zu werden,
aber gleich SO?
Und dann hab ich mal wieder so wilde, sehr klare Träume (wilde Kerle wären mir ja lieber, aber...ach ne, selbst dazu fehlt der Antrieb). Schon lange her, dass ich so heftig träumte.

Heute Nacht musste ich meinen Keller verteidigen. Und wie!
Zuerst kam mein Nachbar von seinem Kellerabteil direkt in meins. Das es da eine Tür gab wußte ich gar nicht (normalerweise gehn, die ja vom Flur aus weg) UND der hatte auch noch einen Schlüssel dazu *grusel*. Ich dachte noch kurz: mensch, dann kann der da ungestört stöbern, wenn ich nicht da bin...und tatsächlich:
Er ging schnurstracks in eine Ecke (mein Geheimversteck!) und zog einen Zettel daraus hervor. Darauf eine Skizze von einem Musterschnitt. Natürlich wollt er die haben, ich natürlich nicht.
Dann kamen Ausländer und wollten alles mögliche aus meinem Keller kaufen. Ich wehrte mich, nützte nur nix, ich schrie (verstanden sie überhaupt meine Sprache?), ich glaub ich schlug sogar ein Kind, ich wußte nicht mehr: Sollt ich die neuen Leute am Eingang abhalten oder mich um die, die schon fleißig kauften und mit meinen Sachen abhauten, kümmern...
Hektik, Panik. Als ich endlich fast alle draußen hatte, öffnete einer mit einem besonderen Schlüssel das Fenster und kam wieder herein.
Noch mehr Hektik, noch mehr Panik.

Klar, Keller = Unterbewußtsein.
Das Ganze sieht nach wenig Sicherheit und Schutz aus, nach fehlenden Grenzen, nach Überforderung und Kontrollverlust (logisch, damit bin ich aufgewachsen).

Weiter ging es im zweiten Traum:
Ich war mit meiner früheren Chefin aus dem Kiga und mit einer Gruppe schon älterer Kids (so ca. 12/14 Jahre) auf einem Ausflug in einen großen Park.
Ich war so ein Mittelding zwischen Erzieher und Kind.
Ich wußte nicht so recht,. wohin ich eigentlich gehörte.
Aber auch hier machte ich das, was ich schon immer tat: Ich übernahm Verantwortung. Und passte auf die Gruppe auf. Aber auf mich hörte keiner, alle verstreuten sich so nach und nach, einige gingen dahin, andere dorthin, es kamen noch andere Gruppen dazu und ich verlor völlig den Überblick.
Die Chefin sah ich aus der Ferne und die juckte das überhaupt nicht.
Dann kamen wir in einen Bereich des Parkes, wo ich wusste: Der Teil gehört mir. Und auch hier gingen die Kinder einfach rein, sprangen sogar in ein sehr edles angelegtes Wasserbecken, ich fühlte mich hilflos und auch gedemütigt, weil sie in meinem Bereich, trotz Verbot,  eingedrungen waren.

Also ähnliche Gefühle wie beim ersten Traum.
Nur... fühl ich mich im Moment wenig ausgeliefert, hilflos, panisch,
schon gar nicht hektisch,
auch nicht überfordert...
Ich weiß nicht so recht, was mir das sagen soll.
Wer Ideen, Gedanken, Eindrücke dazu hat, darf sich gerne melden!

Im Moment schiebe ich ja alles (Hormonchaos, Haarausfall, Schlappheit ect.) aufs Lamotrigin...aber wer weiß.
Noch dazu bewege ich mich zur Zeit nachts auch sehr: Ich lieg schief im Bett oder die Decke ist sonstwo. Auch das ist extrem selten.

Ich werde mich heute nachmittag auch nochmal damit befassen,
aber erst gehts ins "Tafel"-Chaos....
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Nachtrag:
Hab ja letztens bei einer Innenschau festgestellt, das 3 Teile gleichzeitig in mir aktiv waren.
Daher die Unsicherheit im Traum: Bin ich jetzt erwachsen und als Erzieher tätig oder als Kind am Ausflug teilnehmend?

Die Angst vor Kontrollverlust ist ja deutlich in beiden Träumen zu erkennen. Diese Angst hat auch ein kindlicher Teil.
Der Erwachsene sieht das eher rational, sachlich und händelbar.
Wenn ich aber nicht weiß, ob ich Kind oder Erwachsene bin, bin ich nicht in meiner Klarheit.
Bin ich nicht klar im Ausdruck, kann ich die Ausländer auch nicht mit klarer, fester, deutlicher Stimme und mit einer Bestimmtheit hinaus befördern!
Auch habe ich den anderen Kindern keine deutliche Grenze gezeigt: Stop! Hier beginnt mein Garten. Betreten verboten!

Integrität und Authentizität sind mal wieder Themen.... 

Kommentare:

  1. Vielleicht spürst Du all das derzeit wegen des Medikaments nicht, aber dennoch ist es ja vorhanden und macht sich dann in den Träumen bemerkbar bzw. vielleicht ist es auch eine Aufarbeitung alter Ängste über die Träume? Ich kenne das jedenfalls so, dass man auch vieles über die Träume aufarbeitet und aussortiert.

    Meinen Kreislauf such ich auch schon vergeblich den ganzen Tag... Ist aber auch schwül-warm hier und einfach Kreislaufwetter...

    Na, dann hoffe ich mal, dass es bei der Tafel gut gelaufen ist.

    Lg
    Maja

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  2. Ja irgendwie kam ich mit dem Traum nicht weiter..mal sehn, vielleicht in paar Tagen.
    Jepp Tafel war gut, meine Nachbarin war als erste in der"Kleiderkammer" und hat mir einen schwarzen Jogginganzug von Escada gegeben. Hah!! nobel geht die Welt zugrunde. :-))
    Dann verteil ich mal ne Runde Blutdruck .-)
    ciaoo

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