Sonntag, 16. Juni 2013

einzelner Sonntag

Sonntage sind immer Anders-Tage.
Da hat kein Geschäft auf. Normalerweise geht man da nicht arbeiten, dafür ausgedehnt frühstücken. Man schläft länger...
Gut, ich nicht. Ich stand heute um 5h morgens schon auf meinem Balkon und genoß die frische Luft und die unendliche Ruhe.
Ich frühstückte auf meinem Boden (am Tisch wird mir langsam zu langweilig) und schwang mich dann auf mein Radl.
Diesen Glaubenssatz "was man sonntags zu tun und zu lassen habe" habe ich schon lange über Bord geworfen.
Es war in einer heftigen Depressionsphase, als ich anfing im Morgengrauen draußen herum zu wandern.

Ein weiterer Glaubenssatz ist derzeit im Umbruch: Dass man nur mit Mann, Kind und Haus ein richtiges und erfolgreiches Leben habe.
Alles andere ist Versagen (im übrigen fiel mir dazu letztens ein, dass es ja "ich versage in xy" heißt, aber auch: "ich versage mir Tanz, Spiel und Leichtigkeit".)
Schon meine Oma mütterlicherseits lamentiert seit fast 50 Jahren, dass sie gar keine Kinder wollte.
Nun, es wurden dann doch drei und dementsprechend wurden sie auch behandelt.
Mein Opa väterlicherseits nahm Reißaus, als das 2. Kind (mein Vater) auf die Welt kam. Auch für ihn war das nix.
Mein Vater blühte auch erst wieder so richtig auf, als seine Frau und wir Kinder weggingen. Auch er, eher ein Einzelgänger.

Ein Kinderwunsch war bei mir noch nie vorhanden und doch erwische ich mich oft dabei, wie ich Familien höher bewerte, mit einem besseren Leben.
Das ist blöd, weil ich mich dann wieder unterlegen und falsch fühle.
Dabei gibt es so viele Wahrheiten, so viele Lebens-und Arbeitsmodelle. Ich darf doch das für mich am bekömmlichsten heraus suchen.
Also nicht unbedingt eine Einstellungs - sondern eher eine Erlaubnissache.

Erkenntnis des Tages: Wenn schon mit anderen vergleichen, dann bitte so, dass man besser abschneidet :-)
Erhöht die Laune beträchtlich!

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