Dienstag, 4. Juni 2013

Die Dosis macht das Gift

Normalerweise ist es so, dass ich im Sommer meine Depression verstärkt wahrnehme.
Weil alle so fröhlich sind (oder auch nur so tun),
ständig am grillen sind, sich treffen und radeln, wandern, feiern...
Während ich mich so gern verkrieche.

Bei schlechtem Wetter "darf" man schlecht drauf sein,
zuhause bleiben
und ganze Bibliotheken verschlingen.
Auch die dunkleren Jahreszeiten mag ich lieber, weil ich sehr viel Schlaf brauche und im Moment ist das einfach doof, wenn ich um 20:30h in meine Federn krieche und draußen ist es noch nicht einmal dämmrig.

Jetzt wurde es aber selbst mir, mir Regenfrau, zu regnerisch, das Grau war auch zu grau, ich wollte hinaus und radeln und wandern und mal wieder fröhlich sein...
Aber das Grau bleibt, der Regen auch und trotzdem werde ich mich heute in die Welt hinaus wagen.

Weil sonst die Ängste und das "nicht mehr hinaus gehen wollen" schlimmer werden.
Weil ich mich sonst wieder im depressiven Sumpf verliere.
Weil mir sonst immer mehr die Realität abhanden kommt.
Ich weiß das alles und es ist immer wieder ein Kampf, dagegen anzugehen, mir den Schubs ins kalte Wasser zu geben...

Kommentare:

  1. Liebe Regenfrau,

    ich finde Deinen Beitrag gar nicht erheiternd, aber sehr berührend. Ich erkenne mich in vielem wieder und wünsche Dir / uns, dass es irgendwann auch ohne Kampf geht.

    Und ich finde es inzwischen auch legitim, sich vor manchem zu schützen - wir müssen nicht alles aushalten!

    Herzlich
    Karin

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  2. Hallo,
    ne stimmt, der Post is es auch nicht.
    Unter dem Link den ich Dir schickte, sind alle Beiträge mit dem Label "sommer ist scheiße" da sind auch etwas ironischere dabei ;-)

    Mal geht es mit weniger Kampf, mal mit mehr...alles kommt und geht in Wellen, wie das Leben ;-)

    Schönen Tag Dir! Wie auch immer Du ihn verbringen magst!

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