Freitag, 21. Juni 2013

Alte Geister

Von wegen, die Hitze weicht...
Nicht bei uns...kein Tropfen Regen fiel...ich hasse es, wenn mir zu warm ist, weil die Körpersymptome (höherer Puls, schwitzig) mich an Angst und Streß erinnern. Obwohl im Moment alles gut und ruhig ist (im Außen) bin ich es nicht: Unkonzentriert, fahrig, schlecht gelaunt.
Auch dieses nicht-kontrollieren und beeinflußen können, dass sich meine Bude so aufheizt, macht mich sehr gereizt.

Das erinnert mich an meinen Zusammenbruch, vor 4 Jahren.
Vor ziemlich genau 4 Jahren...der 18. Juni 2009.
Seit Wochen mehr oder weniger schlaflos, voller Panik, trotzdem arbeiten gegangen mit 500 km Auto fahren, zittrig, kein Appetit, nur noch 53 Körpergewicht, jede kleinste Aufregung ein Desaster, jede Warteschlange genauso, diese zermürbende Hitze, der Druck es schaffen zu müssen, die wackeligen Beine, ahnen, das es bald knallt, alles total verspannt, nur noch wie unter Strom...
nie wieder möcht ich das erleben.

Bin jetzt wieder eine Stufe runter vom Lamotrigin. Wieder bei 50mg. Übelkeit und Kreislaufprobleme haben nachgelassen, Haarausfall bleibt und die Alpträume sind wieder da (nur bei der Dosis).
Aber die find ich weniger belastend. Zwar sehr schockierend und nicht angenehm, aber es zeigt mir immer wieder, in welcher Realität ich aufgewachsen bin.

Ich gehe weiter meinen Weg.
Soviele Kleinigkeiten ändern sich, dass ich meine Gefühle mehr wahrnehme und meinen Bedürfnissen mehr folge.
Ich merke, dass die Phasen der Leichtigkeit, der guten Laune, der Fröhlichkeit und der Stabilität länger werden.
Der Kleister der mir 30 Jahre eingetrichtert wurde, verschwindet langsam aus meinem Hirn.
Sehr schön, hier zu lesen:(unter Dominanz durch Definition der Realität)

http://www.re-empowerment.de/include.php?path=content/content.php&contentid=49



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