Montag, 13. Mai 2013

Zuckerhunger und Kaffeedurst

Zu lange keine Therapie
+
keine festen Aufgaben (kein Hund, keine Fahrten mehr)
+
zu viel allein
+
Vater-und Muttertagsgedöns
=
vermehrt Streß, Depression und Angst
das sich vermehrt in der Lust auf Süßes und Kaffee (ich könnt mich nur noch davon ernähren) zeigt.

Immerhin weiß ich nun immer schneller die Auslöser.
Is ja auch schon was.

Das mit Vater/Muttertag wird zwar mit jedem Jahr besser...
wenn ich da nur wenige Jahre zurück denke, wie ich da immer hingefahren bin und die Heuchelei von der Superfamily mitgespielt habe und wie schlecht es mir jedesmal wurde, natürlich hab ich da keinen Zusammenhang geahnt.
Dann kamen die Jahre wo ich nicht mehr hinfuhr, mich aber dann dafür halb selbst zerfleischt habe...
bis jetzt wo das schlechte Gewissen zwar weniger, aber doch immer noch da ist.
Ich weiß, dass meine Ma gestern sich die Augen ausgeheult (und literweise Sekt/Wein in sich geschüttet) hat und sie mir da dann einfach leid tut.
Dass sie selbst immer noch ein kleines Mädchen ist und sich so sehr nach Liebe und Zuwendung sehnt und je höher ihre Erwartung desto weniger bekommt sie diese und ist dann maßlos enttäuscht.
Ich sehe sie, als selbst schwer verletzte Frau. Und doch muss ich Abstand halten, ich kann sie nicht retten. Auch wenn ich mir das manchmal sehr wünschen würde (und jahrelang versucht habe.

Nunja.

Um dem Kaffeekonsum etwas entgegenzusetzen, versuchte ich es mit Tee.
Hängte 2 Beutel in die Kanne, goß heißes Wasser dazu, wartete ein paar Minuten, nahm die Beutel heraus, goß den Tee weg und starrte dann auf die zwei zerknautschten Teebeutel.
Toll.
Gut, dacht ich, dann probierste vielleicht den Johanniskrauttee aus, den mir letztens bestfriend mitbrachte (ja, er meinte es ja nur gut...).
Ich roch dran, verzog das Gesicht und dachte mir so:
Boah das riecht wie ein leicht modriger Heustadel.
Vielleicht sollte man das Zeug besser rauchen? (So zwecks verbesserter Wirkung?!)
Oder: Noch besser! Es in kleine Tütchen verpacken und am Ostbahnhof verkaufen!

Ich kochte mir dann doch wieder einen Kaffee.

Kommentare:

  1. Mir ist noch nicht ganz klar geworden: Waren deine beiden Eltern alkoholabhängig oder "nur" deine Mutter?

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  2. Hej Phoenix,
    mein Vater war lange schwer angstgestört (konnte kaum das Haus verlassen und wenn dann verschwand er gleich in seinem Auto).
    Als wir (Kinder und Ma) auszogen, wurde es für ihn besser. Wir hatten dafür den neuen Freund, dann Mann meiner Ma am Hals, der noch mehr dem Alk zugetan war, als meine Mutter.
    Also hatte ich ab dem 12. Lebensjahr 2 Alkis um mich. "Sehr zuträglich" für die Pubertät...

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  3. Vielleicht vertreibt das Zeugs die Mücken im Sommer.

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  4. *lach* geraucht oder getrunken?
    Oder soll ich mit den Beutelchen nach den Mücken werfen? :-)

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