Donnerstag, 2. Mai 2013

Medikamente, Träume und Selbstverantwortung

Ohlala, die Medikamentenzusammenstellung hat mich gestern etwas weggebeamt. Habe 12 Stunden durchgeschlafen. Leider nicht tief, sondern eher im Döszustand. Naja gut zu wissen, wenn ich sowas mal brauche, aber vorerst wird das schlaffördernde Medi weggelassen.

Geträumt habe ich sehr real. Und was das war, hat mich gefreut:
Ich habe Kinder gerettet.
Das erste (so um die 10 Jahre) war mit ihrer Mama im Krankenhaus. Diese war völlig weggetreten vor lauter Drogen, Alk usw. Das Kind sollte alles managen: Noch Klamotten holen, Schlüssel nehmen, sich selbst versorgen.
Ich half ihr.

Beim zweiten Kind (so um die 12 Jahre) war ich mit ihren Eltern zuhause. Ich besuchte sie in der Wohnung. Die Eltern waren ebenso in irgendeinem High-Zustand, also nicht klar und sachlich, sondern eher noch latent aggressiv. Die Wohnung war ziemlich verwahrlost. Ich nahm das Kind mit in ihr Zimmer, der Vater wollte auch mit rein: was wir da tun, ich konnte ihn ruhig und bestimmt hinaus befördern.
Dem Kind schrieb ich meine Telefonnummer und noch eine Notfallnummer auf, außerdem riet ich ihr zu einer Gruppe zu gehen,  für Kinder von Alkoholikern, ich gab ihr noch ein paar Tipps (die ich jetzt nicht mehr weiß) wie sie sich verhalten sollte, um die Eltern nicht noch mehr zu reizen und sich so selbst zu schützen.

Das dritte Kind war noch sehr klein, ich trug es auf dem Arm. Wir waren auf der Flucht und ich verteidigte es vehement vor Rockerbanden (!) die es mir wegzunehmen versuchten, krabbelte durch Dornengebüsch, spürte, dass das Kind krank ist und wir schnellstmöglich zu einem warmen, sicheren Ort mussten und floh zu guter letzt mit dem Kind aus einem brennenden Haus.

Ich bin wirklich erstaunt und irgendwie auch nicht.
Denn gestern tat ich nichts anderes, als mich um alte Schmerzen zu kümmern, die hochkamen weil ich mich so einsam fühlte. Früher suchte ich mir dann ja im Außen jemanden, der meine Verlassenheitsgefühle stillen sollte (natürlich hauptsächlich Männer).
Damit mache ich mich aber vom Außen zu sehr abhängig.

Ich war nicht mehr im Schmerz drin, sondern sah auf den Schmerz von außen drauf und kümmerte mich darum.
Erstaunlich wie schnell das wirkt.
Heute bin ich wieder handlungsfähig, gehe gleich einkaufen und werde dann die Bude aufräumen.
Ich bin ruhig und klar.
Früher war ich dann für Tage ausgenockt (vor aluter Panik und Schmerz) und suchte verzweifelt jemanden, der mich aus diesem Loch holen sollte.
Oft ging ich dann wieder zu Menschen, mit denen ich eigentlich nix mehr zu tun haben wollte oder zu solchen die mir das gar nicht geben wollten/konnten, wie z.B. meine Familie. Da traf dann oft Bedürftigkeit auf Bedürftigkeit, keiner "versorgte" den anderen emotional und schon war der Krach bzw. auch oft Übergriff da.

Ich kümmere mich selbst um meine Gefühle, was nicht heißt, dass ich mich nie mehr nach jemanden sehnen darf oder mich mal einsam fühlen darf. Es geht um diese heftigen uralten Schmerzen, die ich echt nicht mehr brauch.
Sie dürfen heilen.

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