Donnerstag, 30. Mai 2013

Antiquarische Tage

Zum Glück sind sie sehr selten geworden.
Solche Tage

- an denen ich nix mit mir anzufangen weiß,
 kein lesen, keine Musik, kein Sport, kein Essen gelüstet mich.
- an denen ich sooo müde bin und doch nicht schlafen kann.
- an denen die Zeit still zu stehen scheint.
- ich mich unendlich einsam fühle und genau weiß, wären Menschen hier, wäre ich noch genauso einsam.
- ich mich extrem schuldig für uralte Geschichten fühle.
- mir manche Menschen soooo sehr leid tun, weil ich ihnen was angetan habe (meistens eine Grenze gesetzt und meistens war das für diejenigen gar nicht so schlimm).
- ich den anderen wieder mehr glaube, als mir selbst.
an denen einfach alles blöd, fad und überhaupt total scheiße ist.

So.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Laterne! Laterne *sing*

Und nun das Wetter:
Es ist wieder Herbst :-)

Tja scheint so, als ob ich dieses Jahr ein Kaasloabe bleib (so bleich wie ein Käselaib). Und DAS kann ich an mir überhaupt nicht ausstehen. Ich mag meinen Körper.
Ich habe nix an ihm auszusetzen, aber diese Blässe *schüttel*
geht ja gar nicht.
Nein, ins Solarium bringt mich keiner.
Hätte der liebe Gott gewollt, dass ich in einen Toaster krieche, hätte er mich als Weißbrotscheibe auf die Welt kommen lassen.

Normalerweise ess ich um diese Jahreszeit viel Obst, Gemüse generell so leichte mediterrane Sachen.
Morgen...
morgen jedoch werd ich meinen Ofen anheizen und backen.

Wer mag Weihnachtsplätzchen???

Nein, natürlich gibt es Apfelkuchen und Haferplätzchen, is ja noch Herbst :-)

Dienstag, 28. Mai 2013

Verdünnter Mensch

Ich kann mit Homöopathie nix anfangen.
Naturheilkunde ja, aber nicht das 100 mal verdünnte Zeugs.
Für mich ist das Geldmacherei.
WO ich aber nur homöopathische Dosen vertrage ist in Sachen
MENSCH!

Aber auch das wissen meine treuen Leser ja :-)
Musst ich nur noch mal so sagen...weil
ICH TOTAL GENERVT BIN!
So.
Ja.

Ich geh jetzt schwimmen.
Und wehe..WEHE da verirrt sich noch so ein Vollhonk hin,
immerhin ist nach Wochen mal wieder schönes Wetter,
die sollen sich bitte alle gefälligst in Cafes, Biergärten oder anderen Freizeittreffs zusammenrotten!

PS:
Jetzt ist mir auch klar, warum die meisten Männer es nicht so mit der Hausarbeit haben.
Wenn zu 90% der Kopf mit Sex voll ist...hat da ja nix mehr Platz für so komplizierte Dinge wie Müll rausbringen und Geschirrspülmaschine anschalten.

Bei mir jedenfalls, siehts aus wie Sau.
Wird sich ändern.
Morgen.

Montag, 27. Mai 2013

Medikamentöse Männer

Das Lamo*trigin schlägt wirklich gut an.
Ich fühle mich wesentlich ausgeglichener.
In der Thera meinte ich zweifelnd, ob das nur vom Medikament kommt oder noch von was anderes und sie erklärte mir, dass es wahrscheinlich an beidem liegt: Medikament und Therapie bzw. anderes Verhalten. Und wie sich beides gegenseitig beeinflusst.
War mir schon auch klar, aber ich hatte es auch irgendwie vergessen.

Die anfänglichen  Nebenwirkungen wie leichte Kopfschmerzen und etwas Übelkeit haben sich gelegt.
Was mir aber auf-fällt, ist: Das mir mehr Haare aus-fallen.
Das ist nicht schön und werd ich jetzt einfach mal weiter beobachten.

Letztens holte ich ein neues Rezept und sagte der Arzthelferin: Einmal mit 25mg und einmal mit 50mg bitte.
Sie: "Nehmen Sie 75mg?"
Achja...das sind so Fragen, die die Welt nicht braucht.
Genauso, wie wenn man einen großen Karton in einen großen LKW hievt, der vor der Haustür steht.
Da hört man auch mindestens 10x: "Ach ziehen Sie um?"
Nööönööö is mein neues Hobby, meine Einrichtung einfach mal durch Bayern zu fahren, soll ja auch was von der Welt sehen....

Vor kurzem mit ner Freundin spazieren gegangen, wir plaudern, reden, schweigen.
Mittendrin packt sie mich am Arm und zischt: "Psssst (ich war ja eh schon stumm...) guck mal ein Eichhörnchen!"
Ja da saß es, hüpfte weiter, drehte sich um und verschwand auf einem Baum.
Wir gingen weiter.
Und mir fiel so ein, wie man das mal zu Menschen sagen könnte:
"Psst, schau mal, da steht ein Rudel Introvertierter!"

In diesem Sinne
dumme Fragen gibt es nicht.
Nur dumme Antworten :-)

Ach und PS:
Wenn ich das richtig interpretiere, hat sich nun der Lover in mich verknallt.
Na warum soll es den anderen nicht auch so ergehen, wie mir manchmal.
Jedenfalls bin ich minimal genervt, von all seinen "süßen" SMS und virtuellen Knutschern und Komplimenten wie toll und lieb und überhaupt ich bin.

Sonntag, 26. Mai 2013

Kopfsalat

Man sagt:

Zu 90% passiert Sex im Kopf.
Was aber, wenn zu 90% nur noch Sex im Kopf ist?

Ich versteh jetzt den ein oder anderen Mann...

Samstag, 25. Mai 2013

Ich & Du

Gestern mit einer Freundin telefoniert.
Sie erzählte mir von einer äußerst bescheidenen Woche...emotional..beruflich...alles eher grau in schwarz.
Normalerweise kann ich gut zuhören, aber gestern verfiel ich irgendwie in eine Therapeutenrolle. Und sagte was ich so dachte. Offen. Klar.
Sie wiederum sagte nicht offen, dass sie das gerade nicht will/braucht, sondern fing eine andere Geschichte an, in der sie erzählte, wie jemand in die Therapeutenrolle fiel und sie das gar nicht haben wollte. In dem Moment.

Dann kamen wir auf meine Männergeschichte.
Auch hier erzählte sie eher drum rum, dass sie mein Verhalten gar nicht bewerten will oder gar verurteilen, dass sie sich das was ich machte, manchmal selber wünschen würde, aber sie es sich nicht trauen würde. Aber sie weiß, dass das eh nur ein Kopfgequatsche wäre (also das Bedürfnis nach Körperlichkeiten).
Ergo: Sie steht drüber, dass sie auch solche Bedürfnisse hat.
Aha.
Ich wiederum bin einfach stolz auf mich, dass ich a) das Bedürfnis erkennen konnte und b) mich direkt drum gekümmert habe. Nicht erst um 1000 Ecken mit einem Mann was anfangen ala Beziehung, um dann irgendwie durch Spielchen, Manipulationen, Schmeicheleien, nach Monaten (oder gar nicht) endlich  das zu bekommen, was ich gerne hätte. Das wäre auch schlicht unehrlich und nicht besonders fair.
Nein, ich ging auch hier klar und offen hinaus: Das und das will ich,
das und das nicht. Dann kann jeder entscheiden, ob er sich drauf einlässt oder nicht. Jeder behält selbst die Verantwortung für sich.

Weiter ging es mit meiner derzeitigen guten Laune, meiner Zufriedenheit, meiner Entspannung.
Jaaaa...fing sie wieder an...das kenn sie auch, aber eben auch, dass dann oft der Absturz kommt.
Das hörte ich schon mal von ihr. Und das kenne ich mehr als genug von meiner Familie: Mir meine Sachen/gute Laune/Spaß madig machen, weil sie das nicht haben, es aber gerne hätten und von Neid zerfressen sind.
Da wurde ich dann schon (?)...nein ENDLICH sauer.
Konnte das aber abhaken mit: Ihr Problem, ich lass mir das nicht vermiesen, denn genau das soll doch damit bezweckt werden: dir soll es auch wieder so scheiße gehn, wie mir.
Eben weil ich nicht mehr so überdreht fröhlich bin wie noch vor kurzem, sondern einfach in heiterer Gelassenheit.

Zum Schluß noch das Thema lachen. Was mir natürlich derzeit auch leicht fällt und ich bewußt mir lustige Sachen anschaue (Kabarett, Filme usw.) und dann nach Herzenslust Tränen lache...
So lange nicht gehabt.
DA konnte sie dann zugeben, dass sie neidisch auf mich ist, mir das aber auch von Herzen gönnt. Nur das eben derzeit in ihrem Leben wenig zu lachen da ist.
Gut, dass sie noch selber drauf kam.

Und jetzt pack ich meine gute Laune und mich aufs Radl.
Trotz (oder wegen?) der 5 Grad.

Freitag, 24. Mai 2013

Warme Gedanken

23. Mai 2013:
Morgens halb 10 in Deutschland: 7 Grad Celsius.

24. Mai 2013:
Morgens halb 7 in Deutschland: 4 Grad.

Check: Heizung läuft.

Ich mach heut Schlafanzugtag.
Kein Bock zu nix.
Fällt mir eh immer schwer so ein Faulenzertag.
Aber angesichts der Kälte....
lockt das warme Bett

und das gute Buch.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Therapie

Nun nach 7 Wochen Therapiepause (meinen versemmelten Termin muss ich nicht zahlen *puh*) heute ein kleines "auf-den-aktuellen-Standpunkt-bringen".
Tat gut so eine Rückschau, mit all den Turbulenzen und dass ich das ohne größeren Schaden hingekriegt habe.
Da wächst auch das Selbstvertrauen. Mir selbst vertrauen, dass ich die Holprigkeiten, Schwierigkeiten, Probleme, die es immer im Leben geben wird, meistern kann.
Nachdem ich jahrelang immer recht hilflos vor den Strudeln des Lebens stand oder davon lief (gebt mir eine einsame Hütte in Schweden!!!!) kann ich ihnen nun etwas gelassener begegnen.

Wirklich ein schönes, erhabendes Gefühl!

Und gerade in der Bahn, las ich in einem buddhistischen Monatsblättchen etwas über das wahrnehmen und es fiel mir so ein:
Mir meine Wahrheit nehmen. Was ich wahrnehme an Gefühlen, ist meine Wahrheit. In diesem Augenblick. Sie kann sich natürlich noch verändern.
Für mich ein Segen. Denn in unserer Familie galt das ungesagte, aber doch sehr spürbare Gesetz: "Traue nicht deiner Wahrnehmung!"
Das ist verheerend. Woran soll man sich dann orientieren?
Die Gefahr besteht, dass man blind irgendwelchen Leuten/Sektenführern/Politikern hinterher läuft.

Darüber könnt ich jetzt ewig schreiben.
Mag ich aber nicht.
Weil ich wahrnehme, dass mein Körper sehr sehr müde ist :-)

Mittwoch, 22. Mai 2013

So ist das mit der Angst

Meine Angstkonfrontation hieß heute:
Treffen mit einem fremden Mann.

Nunja, dass wir im Hotel landeten...wer konnte DAS denn wissen :-)
Danach hat man jedenfalls auch keinen hohen Adrenalinspiegel mehr....

Also wer einen Libido-Booster braucht: Ich kann 5 HTP empfehlen. Jeweils morgens und mittags 50mg.
Jetzt hat es doch noch mit dem Nachbarn Lover geklappt.
http://regenfrau.blogspot.de/2013/04/be-my-lover.html
http://regenfrau.blogspot.de/2013/04/be-my-lover-teil-2.html

Es kann so einfach sein...

Bei Angststörungen geht es
"nur" und "einfach" darum, den Adrenalin-und Cortisolspiegel zu senken.

Also: Entspannen, entspannen, entspannen!!!

http://www.eft-info.com/text-bibliothek/text-bibliothek--a---e/angst/angst-ade.php

Montag, 20. Mai 2013

Ich bleib so scheiße wie ich bin

Passend zu:
Herrlich, diese schlechte Laune:
http://regenfrau.blogspot.de/2013/05/herrlich-diese-schlechte-laune.html
Nun also das Manifest gegen all den Optimierungswahn!

Überall blinkt es uns entgegen: Werd besser, schöner, interessanter.
Überall hängen Bilder von perfekt aussehenden Menschen, Autos, Häusern.
Überall sollen wir lesen wie wir das perfekte Dinner, den besten Sex, den tollsten Partner, kochen, haben und finden werden.
Überall hören wir, wie wir unsere Zeit, Beziehung und Freizeit noch besser, effizienter und sinnvoller  gestalten sollen.
Natürlich dürfen die ständigen Fortbildungen im Job nicht fehlen!
Wir sollen ständig an unseren Körpern arbeiten, ihn dehnen, an ihm rumschnippeln lassen, einfärben, eincremen.
Wir sollen benzinsparend fahren, mülltrennend leben, mit Solar unsere ganze Hightech-Welt (natürlich nur die neuste!) speisen.
Wir werden bombadiert mit Erziehungs-,Ernährungs-, und sonstiger Ratgeberliteratur, die  von  arbeitslosen  Ingenieuren, Köchen, Lehrern, Künstlern verfasst werden ... sich jetzt aber Coach und Life-Style-Berater nennen.

Arschlecken.
Ich hör auf mit dem Optimierungswahn und:


Natürlich ist dies das völlig andere Extrem und mit manchen Dingen war ich völlig anderer Meinung, aber so im Großen und Ganzen war es mehr als erheiternd und erleichternd das Buch zu lesen!

Denn ich erwische mich schon immer wieder, wie ich diesem Ratgeberwahn verfalle. Auch eine Form des Selbsthasses, ständig an sich rumzumäkeln.
http://www.findyournose.com/archivs/show_archiv_t_alt/29


Wo ist die Unperfektion?
Wo die unrasierten Frauenbeine?
Die schiefen Zähne?
Das zu laute Lachen?
Der rostige Opel?
Die verpfuschte Prüfung?
Der einfach nur zu hause rumgammel Urlaub?
Wo die politisch unkorrekten Fettnäpfchen?
Wo ist noch ein Walkmen?
Wo ist derjenige der einfach mal rumschreit, weil ihn was nervt und zwar mit DU-Botschaften! Der auf die gewaltfreie Kommunikation pfeift?
Wo das völlig deplatzierte ...?!?!

Deswegen der Rat gegen allen Rat:
Werde unperfekt und dafür gelassener.
Also: Sei heute mal faul:
http://www.zeitzuleben.de/13184-ich-bin-faul-und-das-ist-auch-gut-so/

Dafür schaue ich mir mal an, was ich nicht mehr verändern möchte.
Wo ich nicht mehr gegen mich selbst kämpfen möchte.
Wo ich einfach Frieden mit mir schließe...und wenn es nur für heute ist, es ist ein Anfang:

- ich bin gern allein und zwinge mich nicht mehr zu Gruppenaktivitäten, nur weil ich meine, dass man das so machen müsse
- ich brauche sehr viel Schlaf und denke mir nix mehr dabei um 20h ins Bett zu gehen und dies auch zu verkünden,dass ich nach 19:30 nicht mehr angerufen werden möchte.
- ich stehe sehr schnell unter Adrenalin, deswegen versuche ich mich nicht noch mehr zu puschen und dann mit mir zu schimpfen weil ich mal wieder völlig versage
- weil mir Menschen auf Abstand lieber sind, liebe ich meinen Computer, deswegen bin ich noch lange nicht Computer süchtig (und selbst wenn schon..watt soll's).
- ich komme mit wenig Geld sehr gut klar und rede mir nicht mehr ständig ein, was ich alles nicht haben kann, nur weil das a) andere haben oder b) mir irgendjemand weiß machen will, dass ich das brauchen würde.
- ich erlaube mir Ziele zu setzen und diese ohne schlechten Gewissens wieder über Bord zu werfen.
- weiter erlaube ich mir, auf meine Gefühle zu hören, mir eine eigene Meinung zu bilden und meine Bedürfnisse zu berücksichtigen. Auch wenn mir dies über 20 Jahre verboten wurde.
u.v.m.

PS: Dies war der 1111 Post! Und natürlich hatte der Blog vor ein paar Tagen seinen 3-jährigen  Geburtstag!
Hiermit danke ich allen Lesern und für all Eure Kommentare!
Es macht Spaß mit Euch :-)
Auf die nächsten 3 Jahre !!!

Sonntag, 19. Mai 2013

Alte Geister Teil2

Langsam aber sicher sehne ich den nächsten Therapietermin am Donnerstag herbei. Und wie!!!
Langsam wird mir dann doch alles zu viel.
In den letzten 7 Wochen ist einiges passiert.

Und auch das Thema "Vater" gärt wieder in mir.
Der Spruch auf seiner Karte war ja:
Gib nie etwas auf,
an das du jeden Tag denken musst.
Erst fand ich den ja schön und passend...
inzwischen könnt ich nur noch kotzen.
Weil es wieder ein Appell an mich ist,
weil es wieder nur um ihn geht,
weil ich wieder sofort in Schuldgefühlen versinke.
Es ging ja nie um mich, sondern nur darin wie ich für ihn brauchbar war. In Form von Zuwendung, Besuchen, ihn loben, ihn unterhalten, ihn trösten wenn er krank war.
Früher hab ich sogar für ihn gebügelt, Zaun gestrichen, eingekauft usw...

Irgendwie hatte ich auch schon vermutet, dass er sich bald meldet, da er im Herbst in Rente geht und dann seine einzigen sozialen Kontakte und eine sinnvolle Beschäftigung wegbrechen.
Und ich soll dann wieder seine Leere füllen.

Eigentlich wollte ich ihm ja schreiben, mich bedanken, fragen wie es ihm geht, ein wenig von mir schreiben....aber das lass ich erstmal.
Und in mir tobt es: Aber du woltest es am Wochenende tun! Jetzt ist Sonntag und du hast es immer noch nicht getan, obwohl das Paket schon am Mittwoch kam!!!
Jetzt weiß ich wenigstens woher das kommt: mich ständig unter Druck zu setzen.

Freitag, 17. Mai 2013

Dies und das

 
Nein, es ist nicht schön, seit gut 1,5 Jahren eine Megabaustelle vor der Tür zu haben. Richtung Süden wurden 3 große Häuser mit je 20 Wohnung gebaut. Im Norden eine Siedlung mit 15 Häusern mit je 10-20 Wohnungen.
Also egal wie rum ich rausgehe, immer warten da gierige Bauarbeiter. Die einem widerlich hinterher pfeifen, glotzen oder was auf polnisch/ungarisch ihrem Kollegen sagen, die dann in schmutzigem Gegröle antworten.
Einer ging letztens neben mir her, sagte hallo, bot mir Zigaretten an...
und ich so: "Spar Dir Deine Anmache, ich steh nicht auf Männer."(stimmt zwar nicht,aber nu...)
Und er so: "Ich auch nicht."
HMPF!
Wofür hat man beste Freunde? Damit man sich zusammen die schlechtesten Filme aus den 80ern anschaut, eigene Kommentare dazu abgibt und sich wegschmeißt vor lachen!!! Und hier waren wir auch noch:  http://streetpianos.com/munich2013/

Wenn ich schon keine 2 Gläser Sekt mehr vertrage..wie siehts dann mit 2 Flaschen Bier aus? Ich werd es testen :-) 
In diesem Sinne: Ein tolles Wochenende!!!

Donnerstag, 16. Mai 2013

Sapperlott, wieder ein Jahr älter....

Den Tag mit frischem Himbeerkuchen begonnen.
Am Münchner Hauptbahnhof rabenschwarze Wolken am Himmel gesehn und mir schönes Wetter gewünscht.
Hat geklappt!

Weiter ging's an den Schliersee.

Oberbayerische Idylle:


 Die weißen Flecken da, sind Schnee..


 Stier trifft noch sehr kleinen Stier:



 Positiver Flash in die Kindheit: Sattgrüne Wiesen, Kuhduft vermischt mit Heuduft, blauer Himmel...die Welt gehörte mir.
 Nur um den See latschen war mir dann doch zu einfach, also kraxelte ich noch einen Berg Hügel hoch.
Traf eine Frau, kam mit ihr ins Gespräch: Sie muss jetzt da hoch laufen, ihren Kopf frei bekommen, ihr Hund wird grad operiert, es geht um Leben und Tod, Tränen schimmern in ihren Augen...
ich nicke. Ich verstehe.
Der Wald schenkte mir 3 wunderhübsche Holzscheite, bei denen ich sofort wußte, was mit ihnen passiert. Mehr dazu demnächst!

 Oben dann erst mal: Brotzeit:


 Auf dem Weg Richtung Bahnhof, wollt der hübsche Mann mit mir tanzen, ich aber stieg in den See. Nur bis zu den Knien. Herrlich erfrischend.

Wieder zu Hause mit 2 Gläsern Sekt die Geburtstagspost durchgelesen.
Jetzt bin ich lustig drauf. Vertrag ja echt nix mehr...

Es war ein feiner Tag:



Und gerade heute, an diesem besonderen Tag wird es mir umso bewußter:
Es ist mein Leben! Und ich entscheide was ich damit mache...


Mittwoch, 15. Mai 2013

Alte Geister

Es gibt auch gute Tage bei der Tafel,
ohne großen Lärmpegel,
ohne grapschende Männer,
mit lachen
mit entspannt "einkaufen".

Zuhause schnell alles verstaut, mittag gegessen und ab auf die Couch für meine 20 Minuten Ruhepause, bevor es zum nächsten Termin gehen sollte.
5 Minuten lag ich so und konnte auch erstaunlich gut entspannen (es ist echt eine Sache der Übung!),
da klingelte es.
Mein liebster aller Paketboten trötete in die Gegensprechanlage.
Wir strahlten uns wie immer an.
Ich war so im Entspannungsmodus, dass mir gar nicht klar wurde, dass ich gar kein Paket erwartete, ich unterschrieb einfach, nahm das Paket, verabschiedete den süßen Boten und schloß die Tür.
DANN erst sah ich den Absender.

Von meinem Vater.
Oh.
OH!

Eigentlich dürfte ich es ja erst morgen aufmachen, aber das hielt ich nicht aus.
Auf dem Wohnzimmerboden packte ich behutsam aus.
Naja nix überraschendes.
Wie immer in den letzten Jahren war im Geburtstagspakt Schoko, Tee, was fürs Radl, was zur Deko, ne Kerze, Geld und ne Karte.
Die Karte haute mich diesmal um.
Er hat sich tatsächlich die Mühe gemacht eine mit einem passenden, mehr als passenden, Spruch auszusuchen.
Heulend saß ich da.
Super.
In 10 Minuten sollte ich die Bahn nehmen,
um zu einem Probearbeitstermin zu fahren.
Ich sag ab.
NEIN! Genau das war immer der Punkt: dass ich mein Leben vernachlässigte, sobald mein Vater in der Nähe war.

Der Kontaktabbruch zu ihm, vor 1,5 Jahren, fiel mir am schwersten.
Er war nie böse, nie aggressiv, nie herablassend, sehr wenig grenzüberschreitend (und das auch erst die letzten10 Jahre).
Das Problem mit ihm ist, dass sich unsere Rollen vertauscht haben.
Ich übernahm bei der Scheidung die emotionale Verantwortung für ihn. Ich war 12 Jahre alt und er tat mir so leid. Er war so hilflos.
Er war nie wirklich der Erwachsene.
Und auch als Erwachsene war ich bis zum Kontaktabbruch die Bezugsperson Nummer 1 für ihn.
Es gab nie mehr eine Frau in seinem Leben. Freunde auch kaum.

Deswegen brauchte ich Abstand.
Brauchte?
Ich brauche den immer noch, aber vielleicht keinen so großen mehr.

Der Probetag verlief super.
Keine Panik, keine Minderwertigkeitsprobleme, sehr nette Leute.
Ob sie mich nehmen, erfahr ich die Tage. Aber es sieht gut aus.
Jetzt bin ich aber auch erledigt.

Und morgen...morgen feiere ich meinen Tag.
Mit einem Ausflug.
Ich freu mich schon sehr.
Ich feiere mich und mein Leben, dass ich so lange immer wieder wegwerfen wollte.
Ich feiere, dass ich immer noch lebe!
Ich feiere 33 Jahre 100% Regenfrau :-)

Dienstag, 14. Mai 2013

Über die Freundschaft


Psychisch krank und großer Freundeskreis paßt leider nicht so ganz zusammen, wie ich immer wieder feststellen muss. Immer wieder kommen neue Menschen in mein Leben, aber keiner bleibt dauerhaft, bis auf wirklich sehr sehr wenige.
Ich bin denen auch nicht böse. Aber klar, traurig macht es mich.

Die meisten „Normalos“ haben eben anderes im Kopf: Hausbau oder Renovierung, Karriereleiter, Kinder kriegen, Scheidung, Urlaub...
das sind nicht meine Themen.
Meine Themen heißen Therapie, Trauma, Medikamente, Angst, Alltagsbewältigung, Depression, arbeitsunfähig, Schlafstörung, Kraftlosigkeit, fehlende Familie, Leben am Existenzminimum und: natürlich Regenwetter 

Es gibt also sehr wenig Überschneidung. Keine gemeinsame Basis.
Sicher, die haben auch ihre Probleme: Beziehungsknatsch, unerfüllter Kinderwunsch, auch mal Arbeitslosigkeit, Streß, aber es dominiert nicht ihr Leben...das ist wie ein kurzer Schnupfen, von mir aus auch zusammen mit Husten, während ich seit Jahren mit einer Lungenentzündung dahin krieche.

Letztens gefunden:

Du brauchst nicht gut zu sein.
Du brauchst nicht Hunderte von Meilen reuevoll auf Knien durch die Wüste zu rutschen.
Du brauchst bloß das kleine weiche Tier deines Körpers
lieben zu lassen, was es liebt.
Erzähl mir von Verzweiflung, deiner, und ich erzähle dir von meiner.
Derweil nimmt die Welt ihren Lauf.
Derweil bewegen sich die Sonne und die klaren Kiesel des Regens durch die Landschaften, über Prärien, Berge und Flüsse.
Derweil ziehen die wilden Gänse hoch in der klaren, blauen Luft wieder heimwärts.
Wer immer du bist, gleich, wie verlassen,
die Welt bietet sich deiner Phantasie dar,
ruft dich wie die wilden Gänse, mit rauer, aufregender Stimme –
immer wieder, und verkündet dir deinen Platz
in der Familie aller Dinge.
aus:
Mary Oliver, Dream Work

 Und
für alle Hundefans und die es werden wollen:

Montag, 13. Mai 2013

Zuckerhunger und Kaffeedurst

Zu lange keine Therapie
+
keine festen Aufgaben (kein Hund, keine Fahrten mehr)
+
zu viel allein
+
Vater-und Muttertagsgedöns
=
vermehrt Streß, Depression und Angst
das sich vermehrt in der Lust auf Süßes und Kaffee (ich könnt mich nur noch davon ernähren) zeigt.

Immerhin weiß ich nun immer schneller die Auslöser.
Is ja auch schon was.

Das mit Vater/Muttertag wird zwar mit jedem Jahr besser...
wenn ich da nur wenige Jahre zurück denke, wie ich da immer hingefahren bin und die Heuchelei von der Superfamily mitgespielt habe und wie schlecht es mir jedesmal wurde, natürlich hab ich da keinen Zusammenhang geahnt.
Dann kamen die Jahre wo ich nicht mehr hinfuhr, mich aber dann dafür halb selbst zerfleischt habe...
bis jetzt wo das schlechte Gewissen zwar weniger, aber doch immer noch da ist.
Ich weiß, dass meine Ma gestern sich die Augen ausgeheult (und literweise Sekt/Wein in sich geschüttet) hat und sie mir da dann einfach leid tut.
Dass sie selbst immer noch ein kleines Mädchen ist und sich so sehr nach Liebe und Zuwendung sehnt und je höher ihre Erwartung desto weniger bekommt sie diese und ist dann maßlos enttäuscht.
Ich sehe sie, als selbst schwer verletzte Frau. Und doch muss ich Abstand halten, ich kann sie nicht retten. Auch wenn ich mir das manchmal sehr wünschen würde (und jahrelang versucht habe.

Nunja.

Um dem Kaffeekonsum etwas entgegenzusetzen, versuchte ich es mit Tee.
Hängte 2 Beutel in die Kanne, goß heißes Wasser dazu, wartete ein paar Minuten, nahm die Beutel heraus, goß den Tee weg und starrte dann auf die zwei zerknautschten Teebeutel.
Toll.
Gut, dacht ich, dann probierste vielleicht den Johanniskrauttee aus, den mir letztens bestfriend mitbrachte (ja, er meinte es ja nur gut...).
Ich roch dran, verzog das Gesicht und dachte mir so:
Boah das riecht wie ein leicht modriger Heustadel.
Vielleicht sollte man das Zeug besser rauchen? (So zwecks verbesserter Wirkung?!)
Oder: Noch besser! Es in kleine Tütchen verpacken und am Ostbahnhof verkaufen!

Ich kochte mir dann doch wieder einen Kaffee.

Sonntag, 12. Mai 2013

Herrlich, diese schlechte Laune!!!

 Also eigentlich hab ich gar keine schlechte Laune,
aber ich war nach meiner Radtour heute traurig.
Ich weiß auch wieso und warum.
Jedenfalls überlegte ich schon wieder krampfhaft was ich jetzt mit dieser Traurigkeit machen soll.
Ach...immer dieses machen und tun und sich verbessern.
Also ließ ich die Traurigkeit einfach da.
Sie verschwand dann recht schnell von ganz allein :-)
Passend hab ich den Artikel gefunden:

 http://www.spiegel.de/kultur/literatur/ratgeber-zum-ungluecklichsein-wilhelm-schmid-und-arnold-retzer-a-861877.html

Ja heute hab ich es geschafft in den großen Wald zu radeln.
Der ist halt doch etwas weiter weg und im Wald will ich ja auch fahren und dann wieder heim...
Aber schön war's, hat sich echt gelohnt!

Hinter der Autobahn ging's los:


Außer Vogelgezwitscher: NIX! Kein Auto, kein Flugzeug, kein Mensch!


Fasan und Has ließen es sich auch gut gehn (nicht auf dem Bild)



Ich fahr immer meiner Nase nach: Mal links, mal rechts, irgendwo komm ich schon wieder raus...








Nach der heißen Dusche und einer Stärkung mit Kaffee und Nußkuchen
fiel ich total erschöpft ins Bett und schlief tief und fest 2 Stunden.
Gigantisch wie erholt man dann aufwacht! :-)

Samstag, 11. Mai 2013

Zukunft?

Seit einer Woche schaut er mich stumm, ja fast anklagend an:
Der Verlängerungsantrag für die EU-Rente (die richtigerweise EM, also Erwerbsminderungsrente heißt, ich bin aber erwerbsunfähig, daher finde ich den EU-Begriff für mich richtiger, andererseits erweckt es den Eindruck, dass die Rente was mit EU, also Europa zu tun habe).
Soviel zu dem Thema: Was ich schon immer mal über die Rente sagen wollte.
Seit 1.April 2012 beziehe ich diese Rente nun, und nein es war kein Aprilscherz, auch wenn ich das lange dachte ("die haben sich geirrt, die haben mich verwechselt, das ist ein Scherz!").

Bis September wurde mir die Rente gewährt.
Ich könnte verlängern (logisch, deswegen bekam ich ja den Antrag)
oder ich könnte...ja was?
Um das rauszufinden, habe ich einen Termin bei der Rentenversicherung ausgemacht. Einfach, um mal zu hören, was es so für Möglichkeiten gäbe.
Teilweise schiebe ich deswegen Panik und kann mich immer nur runterfahren, in dem ich sage, dass es ein völlig unverbindliches Infogespräch ist!
Trotzdem. Angst ist mein zweiter Vorname.

Meine Nachbarin erzählte mir, sie würde ja gern eine berufliche Reha machen und erklärte mir, wie das so ablaufen würde:
In einem Pseudobetrieb könne man ausprobieren was einem liegt und wie belastbar man ist. Man fängt mit 2 Std. für 2 Wochen an und steigert die Stundenzahl wiederum alle 2 Wochen.
Sozusagen wieder arbeiten erlernen.
Mir schossen Tränen in die Augen. Vor lauter Druck.
Die (also die Sozialarbeiter die einen dort unterstützen, anleiten, helfen usw.) würden meine Geschichte kennen/erfahren, also zumindest das ich sehr krank war/bin.
Besondere Umstände erst mal brauche.
Deswegen wird auch nicht gleich volle Leistungsfähigkeit erwartet.
Sozusagen ein Schonraum in Sachen Arbeit.
Ich spüre Fluchtimpulse.
Hilfe! Nachsicht? Verständnis? Achtsame Begleitung? Fürsorge?
Geht ja gar nicht.

Auch hier versuchte ich mich zu beruhien:
Selbst wenn du das anfängst, musst du das nicht knallhart durchziehen. Wenn es nicht geht, geht es nicht. Dir wird da nicht der Kopf abgerissen.
"Doch!" will ich schreien! Innerlich würde ich mir selbst den Kopf abreissen und mir tage-und nächtelang NIEDERLAGE! DU LOOSER! in mein eigenes Ohr brüllen.

Ich will mich verkriechen.
Ich bettel um irgendeine Gnadenbrotecke.
Ich schreie um eine helfende Hand und sobald eine sichtbar ist, muss ich sie auch wieder wegschlagen...
Ein Dilemma...

Freitag, 10. Mai 2013

Kaputte Menschen

 Ich stell mir manchmal vor, wie das so wäre ein Monotrauma zu haben. 
Also ein (ein einziges!) schlimmes Erlebnis, sagen wir mal einen Verkehrsunfall durch einen herabstürzenden riesigen Ast verursacht. Gut, man würde dann vielleicht nicht mehr selbst Auto fahren, würde sich bei jedem Sturm in die Hose scheißen oder bei jedem rumliegenden Ast rumzittern.
Is blöd, aber jetzt auch nicht dramatisch.

Jetzt stellen wir uns ein Kind vor, dass schon mit 7 Monaten in die Notaufnahme kam, weil weder Mutti noch Vater adäquat auf die Bedüfnisse eines Säuglings eingehen konnten/wollten und mich so lange schreien ließen, dass dies Kind nun zwei Leistenbrüche bekam (die man sich normalerweise holt, wenn man was schweres hebt), bei der OP wird auch noch eine falsche Narkose gegeben, so dass das Kind halb verreckt und auf die Intensivstation kommt.

In den nächsten 20 Jahren hört es von den eigenen Eltern, Geschwistern und teilweise Mitschülern nur Häme, Demütigungen, Beleidigungen und Herablassungen
außerdem wird es weiter emotional total vernachlässigt, für die Bedürfnisse der anderen missbraucht, in den Taltenten und Begabungen überhaupt nicht gefördert, von weiteren Ärzten malätriert.
Auch viele kleine Stiche machen aus einer Seele Hackfleisch.

Das nennt man dann Beziehungs.bzw. Entwicklungstrauma aus dem ein völlig geschrotteter Mensch hervor kommt. Von diesem Menschen wird erwartet, dass er genauso funktioniert und rund läuft wie 80% der Menschheit. Obwohl er schon Herzrasen bekommt, wenn beim Nachbarn nur die Tür aufgeht und absolut gereizt reagiert, wenn ihn nur ein Mensch zu lange anschaut.
Arschlecken!

 
Ich habe derzeit so etwas wie Lebensqualität. 
Nicht viel, aber mehr als früher. Ich fühle mich ganz oft schon richtig gut und das allein war schon harte Arbeit, wofür ich natürlich weder Geld noch ein Zeugnis bekam und das man im Außen noch nicht mal sieht.
Aber mich macht es zufrieden, für mich ist das Gold wert. 

Weil es absolut verboten war, mich zu fühlen, dann hätt ich ja gefühlt, dass das was Mama und Papa da mit mir machen, mir nicht gefällt und dann hätte ich mich gewehrt und dann hätten Mama und Papa kein Spielzeug mehr gehabt.
Wenn man jetzt aber einen zufriedenen Menschen sieht, denkt man sich: aha und warum geht die nicht arbeiten?
Ich sags euch, weil es ein täglicher Kraftakt ist, mich innerlich nicht wieder abzuschalten und das tun was andere von mir wollen, damit es IHNEN besser geht. 
Zu schnell rutsch ich ins alte Fahrwasser.

Trotz inneren Verboten (alten Stimmen) laß ich es mir das erste Mal im Leben gut gehen. Ich mache Sport wann und wie lang ich will, koche lecker, pflege meinen Körper, gönne mir lachen und Spaß haben und Nein sagen, schlafe viel, lese Bücher die mir gut tun, übe das Nichts tun, versuche nicht noch mehr Schulden zu machen, lerne verantwortungsbewußt mit mir umzugehen...
Das was für andere selbstverständlich ist, ist es für mich (noch) nicht.
Von Außen sieht das alles so locker aus.
Wie aus dem Handgelenk geschüttelt und man könne meinen ich sei pumperlgsund und einfach nur zu faul zum Arbeiten.

Tja, wie war das: 
Bevor du über einen anderen urteilst, laufe erst in seinen Mokassins?

Donnerstag, 9. Mai 2013

Entspannter Feiertag

Heute sollte es so weit sein:
Der erste große Radlausflug in den großen Wald, den ich schon so sehr vermisse. Leider zogen schwarze Wolken auf, so dass ich die kleinere Runde zum kleineren Wald fuhr.

Ich lebe ja gern *verkehrt herum* also an Sonn-und Feiertagen stell ich mir den Wecker, um diese köstliche Morgenzeit voller Stille alleine genießen zu können, bevor die Menschenhorden ausbrechen.
Und morgens um 7h trifft man nur andere Geister.
Ich traf zufällig eine alte Bekannte. Hat uns beide sehr gefreut :-)
Naja zufällig stimmt nicht ganz, ich dachte in letzter Zeit viel an sie u.a. weil ich ein passendes Buch für sie fand.
Da wundert es mich gar nicht, dass wir uns übern Weg laufen.

Mein zweiter Frühling als Nichtraucherin ist fantastisch. Ich sauge alle Düfte von Flieder, über Waldduft, bis zu frisch gemähtem Gras und Holzfeuer auf, wie ein Schwamm und genieße das SO sehr...

Entspannung immer wieder ein großes Thema.
Ich habe festgestellt, WIE bequem ich meine neuen Gartenstühle find. Ich lese fast nur noch da drauf (sofern mich die Bauarbeiter -ja die sind immer noch da- geruchs-und lärmtechnisch in Frieden lassen.
Schon erstaunlich was so andere Körperhaltungen bewirken.
Zumal ich endlich mal wieder einen Roman gefunden habe, der mich nicht loslässt und zum Glück hab ich noch gut 700 Seiten davon vor mir.

Heute abend freu ich mich auf einen kleinen, aber feinen Film.
Ihr seht schon, Kleinigkeiten machen mich glücklich! :-)

Ich will, habe ich neulich zu Dr. Adrian gesagt, ein zarteres Leben als das, was ich bisher hatte, und ich glaube, dass die meisten Menschen das ebenfalls wollen, aber nicht wissen, wo sie nach einem zarteren Leben suchen sollen.
(aus: Das Glück in glücksfernen Zeiten. Nein, das ist nicht das erwähnte Buch und kann ich auch nicht empfehlen, aber dieser Satz gefiel mir)







 Weit und breit kein Wald zu sehen? Stimmt, der lag schon hinter mir :-)

Mittwoch, 8. Mai 2013

Sonne!

Man mag es ja nicht glauben,
mich, Regenfrau, hat es heute enorm hinaus gezogen!
Schon die letzten Tage, als ich schlotternd mit Winterschlafanzug und Wärmflasche ins Bett kroch, dacht ich mir so:
"Bei der nächsten Gelegenheit muss ich mich dringend 2 Stunden in die Sonne hocken!!!"
Heute war die Gelegenheit.
Es war herrlich!




Dienstag, 7. Mai 2013

Tagespunkte

Punkt 1:
Ich bin mal wieder extrem menschenscheu. Kommen mir Menschen zu nah, werde ich ebenso extrem gereizt bis aggressiv. Ich denk da grad an Hunde, die vor lauter Angst zu beißen.
Aber Angst hab ich gar nicht so, sondern ich find einfach 99% der Menschen die mir vor's Gesicht laufen hässlich und/oder dumm und/oder zu langsam.
Das eine Prozent bin übrigens ich. Haha.

Punkt 2:
Das Lamo*trigin (das meine Stimmung stabilisieren soll) macht mich dauerwuschig. Paßt ja super zu Punkt 1 (schon klar, es gibt noch andere Möglichkeiten).
Nach dem ewigen Winterschlaf in dieser Sache ist das ja mal wieder ganz nett, aber langsam nervt es.
Die Dosis macht das Gift.
Apropo: Gestern hab ich es mal wieder zu spät genommen (mittags!) und was war? Wieder die schlaflose Nacht bis 4h morgens.
Dafür bin ich weiterhin innerlich ruhiger, endlich mal entspannter und fühle mich nicht, wie unter Vollgas  bei angezogener Handbremse.
Fassen wir zusammen:
Es weckt meine Libido, macht mich wacher und ausgeglichener.
Und mit viel Glück, mildert es die Depression .
Hach, meine perfekte Droge!!!
Und ich bin grad mal bei 50mg morgens (der Psychiater meinte was von 100mg morgens UND 100mg abends) und anscheinend reicht das schon.
Ach, wahrscheinlich würd es schon reichen, wenn ich es nur anschaue!!
Soviel zur Hochsensibilität.

Nun Punkt 3:
Mach ich gleich weiter mit dieser übermäßigen Sensibilität: Ich habe wieder ein Tagebuch angefangen und möchte mir da nur das reinschreiben, was mir in Punkto Hochsensibilität auffällt, was ich so wahrnehme, was mich streßt, was mir hilft...
Hat den heilsamen Effekt, dass es mir hilft mich damit mehr anzunehmen und mein persönliches Selbstmanagement zu optimieren (igitt klingt das nach Buisness).
Gestern den schönen Satz gelesen:
Bei de Hochsensiblen  sind die Sinne hochbegabt!

In diesem Sinne:
Laßt die Flöhe husten,
setzte Eure Prinzessinenkrone auf
laßt Euch keine Erbsen unter die Matratze legen und
paßt auf, welche Pillen Ihr so einwerft! ;-)

Montag, 6. Mai 2013

Meditativer Montag

Dies Bild hab ich letztens gefunden und es hat mich sehr berührt:
(klick drauf, dann wird es größer).


Ja vielleicht kann man das auch hin und wieder bei sich selbst machen, anstatt immer noch eins drauf zu hauen.

Ansonsten bin ich heute innerlich ruhig, geerdet, gesammelt.
Achtsam erledige ich das was getan werden muss und dazwischen finde ich immer wieder Zeiten der Entspannung, der Besinnung und des Sinnierens.
Gut tut das!
Und natürlich schone ich so meine Kräfte, schaffe mehr und bin doch heiter und gelassen.

In diesem Sinne wünsch' ich Euch einen ebenso frohen und schönen Wochenstart! :-)

Sonntag, 5. Mai 2013

Das flatternde Nervensystem

Wie war das mit der Akzeptanz?
Oder Streßresistenz? Was ist das? Ging wohl an mir vorüber...

Fakt ist: Ich gehe heute nicht wandern, sondern wieder ins Bett.
Eine kleine Wanderung würd ja noch gehen,
aber ich wäre die Fahrerin und das geht heute nicht.
Über 100km einfache Fahrtstrecke, die Konzentration und die Verantwortung für 3 Mitinsassen (plus natürlich die anderen Verkehrsteilnehmer)...

Da kann ich mich vorher noch so sehr beruhigen und aufbauen, Streßsymptome sind Streßsymptome und bei mir hilft eben dann nur: Abgedunkeltes Zimmer und viel ruhen. Ohne Musik, ohne lesen ect.
Nein ein anderer kann nicht fahren, weil  alle 3 Probleme haben auf der Autobahn zu fahren.
Ich kann es wenden wie ich mag, es geht heute nicht.
Und es fällt mir schwer, mich dafür nicht runter zu machen.

Das ist auch der Grund für Panikattacken.
Wenn ich eh schon unter Streß (innerlich) stehe und dann Menschen um mich sind (is ja auf einer Ebene für mich gefährlich), dann noch ein paar Befürchtungen also innere Reize (oh gott hoffentlich blamier ich mich im Gasthaus nicht) oder weitere äußere Reize (visuelle Belastung beim Auto fahren) dazukommen, schüttelt es mich und ich schieb körperliche Panik.

Aber ich sehe immer eher wie es zu diesem Knock-out kam und das wiederum hilft mir, mich ein wenig mehr mit meiner Hochsensibilität anzunehmen:
Donnerstag schon kein Mittagsschlaf, dafür lange spazieren , aber innerlich extrem aufgedreht.
Allerdings war ich da nicht bei mir, sondern energetisch wieder bei meiner Begleitung. Wie kann man das abstellen?
Dann eine ziemlich schlaflose Nacht.
Freitag wieder keine Mittagsruhe, dafür wieder lange spazieren mit einer fast hyperaktiven Frau. War ich genervt!
Allerdings konnte ich mich da auf der Heimfahrt schon wieder etwas beruhigen (früher ging das erst zuhause), aber mit Musik und geschlossenen Augen paßt das.
Dann wieder eine sehr schlaflose Nacht und Samstags wieder ziemlich aufgedreht mit ständig hohem Puls.
Ich war sozusagen ein einziges Streßhormon!

Also gut.
Ruhe-Ruhe-Ruhe.
Und mich nicht mit der Verantwortung was die drei anderen heute machen und "nur wegen mir" heute keinen Ausflug machen können, erschlagen zu lassen.
3 erwachsene Menschen werden sich doch zu helfen wissen.

Samstag, 4. Mai 2013

Unten ohne

Also wir Menschen sind schon eine seltsame Spezies, oder?
Wir kaufen sündhaft teuer das ein, was unser Körper schon kann/besitzt oder ist!
Nehmen wir mal unsere Füße.
Ich glaub so ein Meisterwerk aus Sehnen, Bändern, Muskeln und Knochen wär schon einen Nobelpreis wert, wenn sie (die Füße) erst noch erfunden werden müßten.

Und was tun wir mit diesem Wunder am Ende unserer Beine? Wir stecken sie in schwere, klotzartige, unbewegliche, unnatürliche, überteuerte Wanderstiefel! Ehrlich, so recht konnte ich mich mit den Dingern noch nie anfreunden, aber ich dachte mir, das macht man halt so, das machen alle so.

Es werden Schuhe konstruiert, die dann mit dem Slogan:
Damit laufen Sie wie barfuß geworben werden! Irrsinn!

Mit diesem Klotz am Bein hab ich überhaupt kein Gefühl mehr! Ich komme eher ins rollen und rutschen, wenn ich auf einen größeren Stein trete. Es fühlt sich eingeengt und schwer an. Mit der dicken Sohle habe ich keinen richtigen Halt. An engen Wanderwegen, wo es an einer Seite steil bergab und auf der anderen steil bergauf geht, fühle ich mich schneller unsicher.
Die Trittsicherheit geht mir mit den ca.800g Gummi, Leder, Schnüren, Haken usw. schlicht verloren.

Der liebe Gott stellte so eine tolle Konstruktion her: Unseren Fuß! Der sich alleine hält und stützt, viel beweglicher ist, im Freien nicht so schnell schwitzt, der das Gewicht abfedert, der den ganzen Körper trainiert und festigt, wenn wir ihn lassen wofür er gedacht ist:
Auf natürlichem Boden zu gehen!

Ob mich meine Wanderpartnerin für völlig verrückt erklärt, wenn ich ihr sage, dass ich die nächste Wanderung barfuß mache?
(Natürlich wird vorher ein wenig im Wald, auf Wiesen und etwas Schotter trainiert)
Zeigt her Eure Füße! Zeigt her Eure Schuh.

Naturvölker haben keine blassen, aufgequollenen, verpilzten, stinkende, mit gelber Hornhaut überzogene Füße!
Sondern eine geschmeidige Lederhaut an den Sohlen und muskulös, gesunde, braune, Gehwerkzeuge.

Und wir Idioten bauen Barfußparks und bieten (wieder mal: teure) geführte Barfußwanderungen an!
Etwas was wir schon seit Jahrtausenden völlig natürlich machen...und in den letzten 100 Jahren leider verlernt haben.

Schon mal den Blicken ausgesetzt gewesen, wenn du barfuß in der Stadt herum läufst? Als wärst du der allerletzte Spinner und kriminell obendrein!
Ich machte mir mal den Spaß und ging mittags barfuß über das Münchner Oktoberfest, in Begleitung eines Fotografen. Unbezahlbare Blicke!

http://4-seasons.de/magazinartikel/barfuss-ueber-stock-und-stein-wanderautor-eduard-soeffker-im-interview

Wenn das Wetter so bleibt, gehts morgen zur ersten Wanderung in diesem Jahr!
Juhu!!! *freu*

Freitag, 3. Mai 2013

Im Tiefflug

Hast du auch schon mal von einem Uhu eine gewischt bekommen?
Nein? Na kann doch mal passieren oder?
Mir ist das gestern passiert.

Ich war auf einer Greifvogelschau, die ich liebe.
Und weil so wenig Leute da waren, schickte der Falkner die Vögel     (Storch, Falken, Milan, Weißkopfseeadler und den Uhu) immer wieder ins Publikum, was natürlich besonders die Fotografen freute.
Joa und ich dacht noch so: Der Vogel wird schon wissen, wie weit seine Flügel reichen...und schon kam er mir zu nah.
Dann saß er keine 30cm neben mir und guckte mich mit großen Augen an.
Ich guckte einfach groß zurück.
Bald wurde ihm das zu dumm und er flog 2 Reihen weiter.






Hier mein derzeitiges Lieblingslied.
Erst die etwas ruhigere Variante. (Bitte ab 1:56 den besonders enthusiastischen Tamburin-Spieler beachten!!!)



Hier die fetzigere Variante, wenn man etwas Lust auf südländisches Flair hat:




Und sonst so?
Sieht aus, als ob mir der Stimmungsstabilisierer ordentliche Schlafstörungen beschert: Eine Nacht penn ich 12 Std. durch, bei der nächsten, schlaf ich gut ein, bin aber nach 2 Std. wieder hellwach und geister bis 2 oder 3h herum.
Super...

Donnerstag, 2. Mai 2013

Medikamente, Träume und Selbstverantwortung

Ohlala, die Medikamentenzusammenstellung hat mich gestern etwas weggebeamt. Habe 12 Stunden durchgeschlafen. Leider nicht tief, sondern eher im Döszustand. Naja gut zu wissen, wenn ich sowas mal brauche, aber vorerst wird das schlaffördernde Medi weggelassen.

Geträumt habe ich sehr real. Und was das war, hat mich gefreut:
Ich habe Kinder gerettet.
Das erste (so um die 10 Jahre) war mit ihrer Mama im Krankenhaus. Diese war völlig weggetreten vor lauter Drogen, Alk usw. Das Kind sollte alles managen: Noch Klamotten holen, Schlüssel nehmen, sich selbst versorgen.
Ich half ihr.

Beim zweiten Kind (so um die 12 Jahre) war ich mit ihren Eltern zuhause. Ich besuchte sie in der Wohnung. Die Eltern waren ebenso in irgendeinem High-Zustand, also nicht klar und sachlich, sondern eher noch latent aggressiv. Die Wohnung war ziemlich verwahrlost. Ich nahm das Kind mit in ihr Zimmer, der Vater wollte auch mit rein: was wir da tun, ich konnte ihn ruhig und bestimmt hinaus befördern.
Dem Kind schrieb ich meine Telefonnummer und noch eine Notfallnummer auf, außerdem riet ich ihr zu einer Gruppe zu gehen,  für Kinder von Alkoholikern, ich gab ihr noch ein paar Tipps (die ich jetzt nicht mehr weiß) wie sie sich verhalten sollte, um die Eltern nicht noch mehr zu reizen und sich so selbst zu schützen.

Das dritte Kind war noch sehr klein, ich trug es auf dem Arm. Wir waren auf der Flucht und ich verteidigte es vehement vor Rockerbanden (!) die es mir wegzunehmen versuchten, krabbelte durch Dornengebüsch, spürte, dass das Kind krank ist und wir schnellstmöglich zu einem warmen, sicheren Ort mussten und floh zu guter letzt mit dem Kind aus einem brennenden Haus.

Ich bin wirklich erstaunt und irgendwie auch nicht.
Denn gestern tat ich nichts anderes, als mich um alte Schmerzen zu kümmern, die hochkamen weil ich mich so einsam fühlte. Früher suchte ich mir dann ja im Außen jemanden, der meine Verlassenheitsgefühle stillen sollte (natürlich hauptsächlich Männer).
Damit mache ich mich aber vom Außen zu sehr abhängig.

Ich war nicht mehr im Schmerz drin, sondern sah auf den Schmerz von außen drauf und kümmerte mich darum.
Erstaunlich wie schnell das wirkt.
Heute bin ich wieder handlungsfähig, gehe gleich einkaufen und werde dann die Bude aufräumen.
Ich bin ruhig und klar.
Früher war ich dann für Tage ausgenockt (vor aluter Panik und Schmerz) und suchte verzweifelt jemanden, der mich aus diesem Loch holen sollte.
Oft ging ich dann wieder zu Menschen, mit denen ich eigentlich nix mehr zu tun haben wollte oder zu solchen die mir das gar nicht geben wollten/konnten, wie z.B. meine Familie. Da traf dann oft Bedürftigkeit auf Bedürftigkeit, keiner "versorgte" den anderen emotional und schon war der Krach bzw. auch oft Übergriff da.

Ich kümmere mich selbst um meine Gefühle, was nicht heißt, dass ich mich nie mehr nach jemanden sehnen darf oder mich mal einsam fühlen darf. Es geht um diese heftigen uralten Schmerzen, die ich echt nicht mehr brauch.
Sie dürfen heilen.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Traumafolgestörungen

Heute nacht musste ich wohl weiter "rumhirnen", denn ich konnte fast nicht schlafen.
Aber es ist ein angenehmes nachdenken, kein grübeln.
Sondern einfach eine immer größer werdene innere Klarheit.
All die leeren Worthülsen über Traumafolgestörungen bekommen nun eine Bedeutung, ein gefühltes Wissen dazu.
Das hilft mir sehr, mich mit allem was ist anzunehmen.

Und irgendwie kam ich drauf, was sich alles verändert hat, seitdem ich absolut keinen Kontakt mehr zur Familie (die mich am meisten traumatisiert hat, ich tu mich schwer mit dem Wort Täter) mehr habe und meine Kontaktdaten geändert habe.


Im Januar 2013 hatte ich das letzte Mal direkten Kontakt zur Familie. Seitdem schwankte ich immer mal wieder Kontakt aufzunehmen. Nochmal versuchen? Mich anders verhalten? Wissen wollen wie es ihnen geht....es gab die unterschiedlichsten Gründe. 
Immer hab ich mich zurück gehalten. 
Zum einen hab ich mir damals aufgeschrieben was ich mir überlege bevor ich Kontakt aufnehme (z.B. ist es nur aus dem Moment heraus?) ,dazu einen Text wie die Familie mit mir umging, um mir klar zu machen, dass ich denen nix wert bin und ob ich mich noch einmal so mies behandeln lassen will. 
Und zu guter letzt: Ich hab doch aus guten Gründen meine Kontaktadressen geändert, diesen Aufwand schmeiß ich doch nicht leichtfertig weg.

Der Wunsch zu meiner Ursprungsfamilie zu gehen wird kleiner und kleiner. Das entspannt ungemein! Die inneren Kämpfe sind manchmal noch heftig und anstrengend. 
Wenn ich mir aber klar mache, was im letzten Jahr so alles passierte: 2 Monate nach Kontaktabbruch habe ich aufgehört zu rauchen, seitdem viel mehr an Selbstwertgefühl gewonnen, an Leichtigkeit und Würde, habe mir Wünsche erfüllt, meine Gefühle kennengelernt, schwierige Situationen (fast) ohne selbstschädigendem Verhalten überstanden, ich wurde ruhiger, entspannter, ich gönne mir Gutes und Schönes...und
Und das obwohl mir doch von früh an das denken und fühlen verboten wurde. 
Der Mensch kann umlernen. Erstaunlich schnell sogar!