Donnerstag, 25. April 2013

Verwirklichung

Selbstbewußtsein heißt nicht, 
selbstbewußt auftreten, 
sondern sein Selbst bewußt leben.

Leck mich am Arsch, is das ein toller und wahrer Satz dacht ich so, als ich diesen Spruch in einem tollen Laden las.
Es war der Wink mit dem ganzen Zaun.
Und was mach ich?
Verleugne mein Selbst.
Dementsprechend beschissen gehts mir jetzt auch.
Sehr lehrreich.
Manchmal braucht man einfach solche Klopper.
Ich geh mal heulen...

Davor konnte ich mein Selbst noch gut vertreten:
Ich ging zum Bahnhof, als mich ein Typ ansprach, in der Hand eine Bäckertüte mit Breze, neben ihm ein ganzer Korb noch voll mit diesen Brezentüten.

Er fragte mich: "Gehn Sie am Sonntag zur Wahl?"
(vor kurzem war Landratswahl und hier gibt es nun eine Stichwahl).
Ich musste losprusten, brachte noch ein: "Mit Sicherheit nicht!" heraus und ging weiter.

Was für eine billige Nummer. Wähler mit Frühstücksbrezen ködern.
Ich hätt ja auch sagen können: "Geb'n Se mal die Tüte her, zumindest die eignet sich gut als Kotztüte, wenn ich so Typen wie Sie sehe."

Ich war noch nie wählen.
Werde es vermutlich auch nicht.
Ich hab null Interesse daran.
Man möge mir jetzt vorwerfen: Ahja aber die Annehmlichkeiten des Staates genießt du!
Klar, tue ich das, gebe ich auch zu, aber ansonsten soll man mich mit Politik bitte in Ruhe lassen.
Dafür mecker ich auch nicht groß über die ach so blöden Politiker.
Die machen ihre Sache, ich meine.
Die Schnittmenge sollte nur möglichst gering sein, zwischen uns.
Ich bin mit Stammtischsprüchen aufgewachsen.
Auch das brauche ich nicht mehr.

Leben und leben lassen.
Dazu passende Musik. Chilliger Reggae :-)


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