Montag, 15. April 2013

Die Spaß, der Geld und das Familie

Ein bisschen Spaß muss sein...*im tiefsten Brustton sing*
Natürlich fiel mir gestern auch die Liste mit "was mir gut tut" in die Hände.
Und ich merkte: es fällt mir sehr schwer, einfach was zu machen, was mir Spaß macht.
Und mir fiel auf, dass s-o-f-o-r-t der Leistungsgedanke da ist:
Radl fahrn? Klar, aber nicht unter unter 1000km im Jahr und nie unter 18km/h!!!
Schwimmen? Gern doch, aber nicht unter einer Stunde stramm die Bahnen ziehn!!!
Malen? Ui gerne, aber dann doch gleich eine Karte!!!
Ich schiebe schon seit Monaten Veranstaltungen auf, bei denen ich einfach Spaß haben könnte!!!
usw...
Ich dachte, ich hätte das mir dem *sich Gutes tun* schon besser drauf.
Tja, so kann man sich irren.

Da saß ich gestern am Boden und überlegte: Was kann man einfach tun, aus Spaß? Sowas wie ins Konzert gehen, Karneval und...?
Ja dann wurde es schon knapp mit den Ideen.
Von daher: Was macht Ihr einfach so, aus Spaß, bei dem nicht das Ergebnis/Leistung zählt?
Ích könnt ja jetzt einfach den Tacho vom Rad nehmen und mir vornehmen, ab sofort 15 Minuten zu schwimmen und dann 1 Std. im Whirlpool liegen (im Moment ist es andersrum).

So und dann hab ich mal wieder kapituliert:
Meine Kaufsucht wurde ja die letzten Monate wieder ausgeprägter und irgendwie kann ich erst dann stoppen, wenn gar nix mehr geht.
Letzte Woche sah ich es schon: Mist, das gibt ne Mahnung, wenn nicht gar zwei. Und das ist für mich ein Zeichen von Kontrollverlust über meine Finanzen.
Heute morgen kam dann ein Engel, in Form eines Käufers für meine Kamera. Hurra, keine Mahnungen.
Trotzdem bin ich jetzt wieder wach und klar und das große STOP ist wieder aktiv. Jetzt ist Schluß!

Und weil sie Sonne gar so schön *hust* scheint, hab auch ich missmutig meine Sommersachen aus dem Keller geholt.
Und was find ich da? Ein Shirt von meiner Schwester:

Das fand ich damals schon so beknackt, als ich es bekam.
Aber als brave Schwester nimmt man es an und denkt sich: Naja für daheim tut es schon.
Aber der Satz: "Happy when you are happy" ist sowas von coabhängig, dass es ja ganz aus ist.
Versteht mich nicht falsch: Natürlich kann man mit-fühlen, von mir aus auch mit-leiden, wenn der Liebste total geknickt durchs Haus schlurft.
Es geht generell darum, sich nicht zu sehr und immer (!!) von den Gefühlen/Tätigkeiten der anderen durcheinander bringen zu lassen.
Also: bei seinen eigenen Gefühlen bleiben.

Es gibt aber Familien (hier!meine!) die das verbieten (natürlich nonverbal ect.), da kann es dann sein, dass Eltern und Schwester einfach dauernd miese Laune haben, daheim rumhocken und saufen und dann kommt Klein-Regenfrau daher: fröhlich, abenteuerlustig, auch etwas frech und verkündet lachend: "Leute, ich gönn mir Weihnachten/Sylvester/Sonnwend/Geburtstag auf ner Alm!"
Brauchste aber nicht glauben, dass sich auch nur einer mitfreut.
Wär ich eine brave Tochter gewesen, hätt ich mir auch ein Weißbier geschnappt, die Mundwinkel in den Kniekehlen eingehängt und vor mich hingebrummt.

So aber... zog ich blökend, als schwarzes Schaf dafür glücklich, auf die Alm ;-)

Kommentare:

  1. Happy, when you are happy. Das hab ich ganz anders verstanden - klar, das, wie du es erklärst ist wohl das, was gemeint ist, aber meins find ich schöner. :-) Ich hab sinngemäß verstanden: BE happy, when you are happy. ^^ Sei ruhig gemütlich glücklich, wenn du glücklich bist - ohne Einschränkungen und "Oje..." und "aber die Anderen..."
    (Und ohne Leistungsdenken...)
    LG
    Callisto

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    1. Sehr schön!!! Trotzdem kam der Fummel zu den Putztüchern fürs Radl ;) Bauchfreie Zeiten sind definitiv bei mir vorbei.
      Ciao!

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    2. Ich habe das auch zunächst so ähnlich wie Callisto interpretiert, so in etwa wie
      Wenn du Glücklich bist, dann ist 'Glücklichsein' im Raum.

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  2. Ich find den Satz auf dem T-Shirt verlogen - hätte von meiner Schwester stammen können ;-)

    Was den Leistungsgedanken betrifft, da fällt es mir auch noch schwer, Dinge einfach nur just for fun zu tun, aber ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen (sobald es mal nicht regnet) mit einer Decke zum Rhein runter zu wandern und mich da hinzulegen. Geschlagene 60 Minuten mindestens. Und dann schauen wir mal, ob ich danach reif für die Klappse bin oder gelernt hab, wie man entspannt und es sich einfach nur gut gehen lässt :)

    Blökend aber glücklich auf der Alm - DAS hört sich richtig gut an! Da pfeifft man gerne aufs Weißbier mit griesgrämigen Verwandten :-)

    Lg
    Maja

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    1. Stimmt! Wenn ich nur glücklich bin- bzw. eher: nur so tue, als ob, weil du glücklich bist, ja das ist verlogen. Da könnt ich ja gleich im Partnerlook mit ihr gehen.
      Tja unsere Schwestern sind sich leider zu ähnlich, haben wir ja schon öfters festgestellt.
      Oh viel Spaß am Rhein! :-)
      Ach wir tranken auf der Alm schon auch mal ein Weißbier,aber 1: nur eins und 2. zum Genuß und nicht um meine schlechte Laune wegzusaufen...

      LG!

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