Dienstag, 16. April 2013

Depressionskost


 Manchmal da liege ich so da und stelle mir vor, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich nur etwas wachere, gesündere Eltern gehabt hätte.
Sicher, das mag Selbstzerfleischung sein, diese "was wäre wenn-Frage", aber manchmal beruhigt es mich auch. Wahrscheinlich weil die Phantasiewelt mir Sicherheit bietet und mich oft genug gerettet hat.

Gestern stellte ich mir so vor, wie mein Talent zu Tanz, Bewegung, Sport erkannt und gefördert worden wäre. Da fühlte ich: Das wäre "meins" gewesen.
Ich spürte: ich würde gern mehr in diese Richtung machen, muss ja nicht gleich beruflich sein...
Nunja die Ideen dazu habe ich schon lange. Seit Monaten will ich endlich mal zum Nia-Tanzkurs
( https://www.youtube.com/watch?v=ACQELj8O6s0 )
hab auf die schnelle kein besseres Video gefunden.
Es hapert nur an der Umsetzung.
Wegen extremer Kraftlosigkeit, Ängsten (gut denen könnte ich mich mal stellen) und aber auch: weil das alles abends ist und ich im Moment gegen 20h ins Bett falle.

Das andere was ich auch gern machen würde: turnen. Ja, ich würde freiwillig und gerne wieder in eine Schulturnhalle gehen, um an den Geräten zu turnen! Mir machte fast jeder Schulsport Spaß.
Und auch heute probiere ich in diese Richtung gern Neues aus!
Gestern fand ich einen Kurs in dem man Trampolinspringen kann. Geil! Wär auch relativ nah und sage und schreibe 9,- Mitgliedsbeitrag im Monat!!! Und das in München :-)

Und dann holt mich die Wirklichkeit ein:
Der Gang zum 500m entfernten Paketshop lässt mir die Ohren zufallen, weil zu viel Streß, zu viel Erschöpfung.
Eigentlich wollte ich heute auch in die Bücherei und schwimmen.
Dabei kann ich mich kaum gerade halten.
Akzeptanz...wie soll das gehen? Ich will so viel machen und kann nicht.
Lebendig begraben. Gefesselt. Füße einbetoniert.

In schweren Depriphasen könnte ich mich nur von Fett und Zucker ernähren. Mein derzeitiges Lieblingsfrühstück und Snack zwischendurch: Nusszopf mit viel Butter und einer dünnen Schicht Himbeermarmelade! Zum reinlegen!

Eine Erklärung fand ich natürlich auch:

"Damit das Tryptophan aber überhaupt ins Gehirn gelangen und dort in Serotonin umgewandelt werden kann, ist Insulin nötig. Das wiederum wird am schnellsten und in großen Mengen vor allem dann ausgeschüttet, wenn wir stark zuckerhaltige Produkte essen.

Denn im Gegensatz zu Brot, Pasta oder Gemüse, deren Stärke erst aufwändig in den Kohlenhydratbaustein Glukose aufgespalten werden muss, gelangt Zucker sofort ins Blut.

Die Folge: Der Blutzuckerspiegel steigt rasch an, Insulin wird verstärkt zum Transport der Glukose in die Zellen freigesetzt - und das Tryptophan kann ungehindert die Hirnregion erreichen.
In ähnlicher Weise unterstützt übrigens Fett den Weg des Eiweißbausteins - weswegen manche bei Heißhunger auch gern zu Chips oder Ähnlichem greifen.
Doch für viele - vor allem Frauen - ist Schokolade, die ja vorwiegend aus Zucker und Fett besteht, die ideale Kombination, um mit dem Serotoninspiegel die Laune zu heben"

Kommentare:

  1. Ich musste erstmal googeln, was ein Nusszopf ist. ;)

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  2. Oh *lach* hätte Dir ein Nußstriezel mehr gesagt?

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  3. ...Miam, kann ich da nur sagen, köstlich! Wenn ich so was esse (und das tue ich) dann aber leider oft zuviel und dann bin ich vor lauter Verdauungsschock schon wieder umgemäht...
    Trotzdem und in jedem Fall und mit oder ohne Sport: Miam.

    Liebe Grüsse, Jan S. Kern

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  4. Ja für meinen Bauch ist das auch nicht das beste, aber mei ich kann nicht an allen Ecken aufpassen.
    Und jetzt ist auch erstmal wieder gut :)
    Zum Glück funktioniert das natürliche STOP mir ist schlecht! noch ;)
    Herzliche Grüße

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