Sonntag, 28. April 2013

Be my lover Teil 2

Wenn Frauen zu sehr lieben...auweia!

Natürlich fand ich den Typ toller als toll.
Und meine Krankheit/Sucht, was auch immer, schlug voll zu:
Ich konnte an nix anderes als an ihn denken.
Meine Befindlichkeit, Termine usw. rückten in weite Ferne, ich verlor mich selbst, war nur auf ihn fixiert.
Das ist wahre Besessenheit.
Zum Glück bin ich nicht so daneben, dass ich ihm auch noch ständig Mails/SMS schicke.

Es ist so sonnenklar: Entweder ich such mir einen kaputten Typen, den ich retten kann, also dass ich meine ich bringe ihn wieder auf einen richtigen Weg (Alki, Arbeitssüchtiger, jemanden der Nähe nicht zulassen kann usw.)
oder aber, ich suche mir einen Retter, der endlich all meine Wunden heilt, mir all meine Einsamkeit und Schmerzen nimmt.
Funktioniert beides nicht.
Weil sich da nicht zwei Erwachsene auf Augenhöhe begegnen sondern die alten Eltern-Kind-Rollen weitergespielt werden.
(Ich möcht nicht wissen in wie vielen Beziehungen genau das geschieht! Hier wird das für die männliche Seite beschrieben, aber natürlich gibt es  genauso den Vaterkomplex)
http://mannwerdung.wordpress.com/2009/12/27/oraler-sex-sucht-mutter-und-innere-kinder/

Und ich spürte noch, wie ich beim Date in die Kindrolle rutschte und ziemlich verwirrt und ängstlich war.
Logisch oder, wenn ein innerlich 8-jähriges vor einem 38-jährigen Mann sitzt, der mit einem flirtet.
Also hab ich natürlich einen Cut hingelegt. Beim Date (zum Glück landeten wir nicht im Bett, das wäre die Katastrophe par excellence geworden, weil 8-jährige...Ihr wisst schon) und auch generell, hab ich mich von ihm komplett verabschiedet. Mit dem Grund, dass ich mich in ihn verguckt habe. Stimmt ja auch zum Teil, es fühlt sich aber eher nach jugendlichem schwärmen an. Aber so genau muss der das ja nicht wissen :-)

Einerseits bin ich froh, meine Muster so schnell durchschaut zu haben und mich nicht noch länger gequält zu haben,
andererseits bin ich natürlich traurig "es hätt so schön werden können" klar geplatzte Illusion,
ein kindlicher Teil in mir ist sauwütend, weil ich ihm den tollen "Vater" weggenommen habe und es jetzt wieder allein ist (ich gebe mir Mühe daran zu arbeiten),
ich wiederum bin ein wenig auf den kindlichen Teil sauer, weil es mir die Tour vermasselt hat und echt im ungünstigsten Zeitpunkt auftauchte. Ne noch ungünstiger wäre es im Bett gewesen. UAH!!!

Ein paar Tage wird er mir noch im Kopf herum kreisen,
die Hoffnung, vielleicht wirds ja doch noch was, wird kleiner,
der Schmerz auch
und ich werd mich erstmal weiter um mich selbst kümmern.
Wie gehabt.
Ein Artikel in dem ich mich wiederfand und der das Ganze noch ein wenig mehr erklärt ist hier:
sorry--we-are-closed



Kommentare:

  1. Danke für diesen Beitrag! ♥
    ...........................

    Liebst,
    Louise

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    1. Na dann sind ja meine Eskapaden noch für was gut :-)

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  2. ...was man sich alles antut...

    ich wünsche Dir gute Besserung, wenn ich es so ausdrücken darf.

    Jan S. Kern

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    1. Hmmm *antun* hat für mich was mit bewußt entscheiden zu tun, und das war es nicht, zumindest der Ausgang davon :-/
      Danke, es bessert sich so langsam .-)
      LG

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  3. Liebe Regenfrau, so war es nicht gemeint, hab' mich falsch ausgedrückt - natürlich hat das alles mit bewusster Entscheidung nichts zu tun - im Gegenteil! Hätte vielleicht eher sagen sollen: "was einem alles wiederfährt". Tut mir leid!
    Herzliche Grüsse
    Jan

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  4. Sehr interessant wie Du das erlebst und reflektierst .... Ich finde es beeindruckend!

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  5. Ich hab so sehr darunter gelitten (früher..) mit den Beziehungen und so, da hab ich mir das immer wieder mal angeschaut, also das ging über Jahre!
    Und manchmal denk ich mir auch: ach was, lass doch den ganzen Psychokram und hab Spaß. Aber das is es auch nicht.
    Jetzt paßt es, so wie es ist.

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